[Rezension] Kai Meyer- Asche und Phönix

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Titel: Asche und Phönix
Autor: Kai Meyer
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter ab 14 Jahre) 
Verlag: Carlsen (November 2012)
ISBN: 978-3551582911
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 19,90 €

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Kurzbeschreibung:
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter
Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie
ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie
alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner
Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im
Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor
den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich
abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie
durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen
Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt.
Quelle: Verlag 

Über den Autor: 
Kai Meyer, geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und
arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von
Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht,
darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten
Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-,
Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in siebenundzwanzig Sprachen
übersetzt.
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Handlung:
Die junge Frau Ash führt ein Leben ohne Heimat. Sie bestiehlt die Reichen und ist nirgendwo wirklich zu Hause. Ganz anders Parker. Er ist ein reicher Filmstar, der unter der Fuchtel seines Vaters steht. Doch dann spricht er sich öffentlich gegen seinen Vater aus und alles ändert sich. Er erwischt Ash in seinem Hotelzimmer beim Stehlen und flieht mit ihr zusammen vor seinem Leben. Gemeinsam begeben sie sich an die Côte d’Azur und schnell wird klar, dass Parker nicht nur von Paparazzis verfolgt wird. Etwas Teuflisches ist ihm auf den Fersen…

„Asche und Phönix“ hat mich wirklich überrascht. Der Klappentext wirkt noch ziemlich harmlos, aber dann kommen immer wieder heftige, teils sehr ecklige Stellen und es herrscht eine düstere Grundstimmung vor. Also zartbesaidete Menschen sollten sich auf jeden Fall eine andere Lektüre vornehmen.
Auch handelt es sich hierbei um ein Fantasybuch, was auch nicht direkt klar ist.
Mir persönlich hat es außerordentlich gut gefallen.
Aufgelockert wurde das ganze durch einige humorvolle Stellen und wunderschönen Landschaftsbeschreibungen.
Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Der Einstieg ist direkt packend und zieht den Leser so in seinen Bann, das man das Buch kaum weglegen möchte.
Der ganze Plot ist neuartig und Kai Meyer verknüpft Altbekanntes mit neuen Aspekten und gibt allem seine persönliche Note. Ich liebe solche Bücher.
Stets gibt es überraschende Wendungen und neue Ereignisse mit denen der Leser nicht rechnet. Verschiedene Handlungsstränge werden perfekt miteinander kombiniert.
Dazu ist der Plot sehr gut ausgeklügelt und bietet ein logischen Aufbau.   
Die Spannung wird stetig aufgebaut und es endet in einem grandiosen Finale.
Wie so oft, gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die aber eher im Hintergrund stattfindet und sich gut in die Haupthandlung eingliedert. Ich finde, dass sie sehr gut zu dem Gesamtbild des Buches passt, ohne Überhand zu nehmen.
Das Buch ist in sich abgeschlossen und ein Einzelband, was zusätzlich positiv ist. 

Die Protagonisten: 
 
Alle Protagonisten haben Ecken und Kanten, keiner ist perfekt und so hatte ich auch am Anfang ein paar Probleme mit den beiden Protagonisten Ash und Parker. Aber schnell habe ich beide lieb gewonnen, denn sie sind einfach, wie Menschen im richtigen Leben, was alles noch authentischer und realistischer wirken lässt. Die Protagonisten sind alle wunderbar ausgearbeitet und selbst die Nebenprotagonisten zeigen ein gewisses Maß an Tiefgründigkeit.
Ash entwickelt sich in dem Buch zu einem richtig starken Menschen. Sie ist tough, steht zu ihrer Meinung und zeigt oft sehr viel Mut.
Parker ist auf den ersten Blick langweilig, aber zeigt dann durchaus viel Tiefe. 
    

Der Schreibstil:  
Der Schreibstil ist wunderbar einfach und locker gehalten. Durch detaillierte Beschreibungen und einer grandiosen Art, die Dinge auszudrücken fliegen die Seiten nur so dahin. Untermalt wird das Ganze durch kurze Kapitel, die oft mit einem Cliffhanger enden. Dem Leser wird zu keiner Zeit langweilig.
Die Handlung wird meist abwechselnd aus Parkers oder Ashs Sicht geschildert (in der 3. Person), es gibt aber auch Passagen, die kursiv geschrieben sind und die Sicht eines zuerst unbekannten Protagonisten schildern. 
Dieser Wechsel zwischen Ash und Parker hat mir außerordentlich gut gefallen, da ich so einen besseren Zugang zu beiden bekommen habe.
  

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ein Traum, ein richtiger Blickfänger und es passt zu der wunderbaren Landschaft in der das Buch spielt.
Unter dem Schutzumschlag befindet sich eine wunderschöne und passende Covergestaltung aus Polaroidfotos, die man versteht, wenn man das Buch liest.
Der Titel ist interessant und gibt einige Interpretationsmöglichkeiten.

Fazit: 
„Asche und Phönix“ war mein erstes Buch von Kai Meyer und es wird definitiv nicht mein Letztes gewesen sein. 
Mich konnte sein Schreibstil, gepaart mit neuartigen Ideen, einem tollen Plot und realistischen Protagonsiten überzeugen.


Vielen herzlichen Dank an das Leser-Welt-Forum und dem Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Buches.

Hintergrundinformationen:
– Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
– Bei dem Buch ist ein E-Book inklusive (in der 1. Auflage).
– Hier findet ihr eine Leseprobe dazu: Klick
– Kai Meyer ist bei Facebook zu finden (wo es auch immer mal wieder Gewinnspiele gibt): Klick
– Und hier findet ihr seine Homepage: Klick

[Rezension] Aileen P. Roberts-Der Feenturm

Bildquelle: Verlag
Titel: Der Feenturm
Autor: Aileen P. Roberts
Genre: Fantasy
Verlag: Goldmann (August 2012)
ISBN: 978-3442477111
Broschierte Ausgabe: 640 Seiten
Preis: 12,99 €
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Kurzbeschreibung:
Als Dana bei ihrer Reise durch Schottland auf eine verfallene Turmruine
stößt, fühlt sie sich sofort angezogen von dem Ort und seiner mystischen
Stimmung. Sie verbringt die Nacht dort und ihr erscheint der Geist von
Rionach, einer Piktenkriegerin, die seit 2000 Jahren an diesen Ort
gebunden ist. Verzweifelt bittet sie Dana um Hilfe: Nur, wenn die junge
Frau sich bereit erklärt, für sie in die Vergangenheit zu reisen und
ihren Tod zu rächen, wird Rionach Frieden finden. Dana zögert, glaubt
zuerst an einen Traum – und lässt sich dann doch ein auf eine
gefährliche, abenteuerliche Reise …
Quelle: Verlag 

Über die Autorin: 
Aileen P. Roberts ist das Pseudonym der Autorin Claudia Lössl. Ihre
Begeisterung für das Schreiben entdeckte sie vor einigen Jahren durch
ihren Mann. Als dieser mit der Arbeit an einem Buch begann, beschloss
sie, sich ebenfalls als Schriftstellerin zu versuchen. Seither hat sie
bereits mehrere Romane im Eigenverlag veröffentlicht, 2009 erschien mit
„Thondras Kinder“ ihr erstes großes Werk bei Goldmann, danach folgten
„Weltennebel“ und „Feenturm“. Claudia Lössl lebt mit ihrem Mann in
Süddeutschland.
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Handlung:
Dana, eine junge Deutsche, die gerade von ihrem Freund betrogen wurde, macht sich mit ihrer besten Freundin Marita zu einer Rucksacktour durch Schottland auf. Eines Tages kommen die Beiden zusammen mit zwei Medizinstudenten an eine verfallene Turmruine und Dana wird magisch davon angezogen. Durch eine Wette übernachtet Dana völlig alleine dort. Bei der Ruine begegnet ihr der Geist von Rionach, einer Piktenkriegerin, die vor 2000 Jahren in Schottland gelebt hat. Diese möchte, dass Dana für sie in die Vergangenheit zurückkehrt und ihren Mann dazu bringt ihren Tod zu rächen. Zuerst glaubt Dana nicht daran und flieht vor Rionach. Doch der Gedanke an die Vergangenheit lässt sie nicht in Ruhe und so nimmt ihr Schicksal seinen Lauf.

„Der Feenturm“ war mein erstes Buch von Aileen P. Roberts und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.
Sie schafft es durch detaillierte Beschreibungen, die Highlands dem Leser näher zu bringen. Wer vor dem Buch kein Interesse an Schottland gehabt hat, wird danach unbedingt dahin wollen um alles mit eigenen Augen sehen. Man merkt einfach, dass die Autorin selber Schottland liebt und schon oft da war. Das macht ihre Beschreibungen für mich sehr lebendig.
Auch sind die geschichtlichen Aspekte der Kelten und Pikten, über die wenig bekannt ist, sind so gut ausgebaut, dass man das Gefühl hat, dass es wirklich so hätte sein können. 
Ich habe mich selber lange Zeit für die Kelten interessiert, so dass das Buch für mich etwas ganz Besonderes war.
Dazu ist der Einstieg sehr gut gewählt. Man wird nicht direkt in die Vergangenheit geschmissen, sondern lernt erst einmal die Protagonisten, allen voran Dana näher kennen. So ist der Einstieg zwar recht seicht, bereitet den Leser aber gut auf die weitere Handlung vor. Die Handlung nimmt dann auch zusehends an Fahrt auf und gerade die Teile in der Vergangenheit haben mich gefesselt.
Dabei gibt es immer wieder überraschende Wendungen und das Buch endet anders, als ich erwartet hätte. Das ist aber nicht schlecht, sondern im Gegenteil. Alles andere wäre zu vorrausehbar und langweilig gewesen. Verschiedene Handlungsstränge sind gut miteinander verbunden und wirken stimmig.
Außerdem gefällt es mir auch, dass auf die Lebensweise der Kelten und Pikten eingegangen wurde, was den einen oder anderen vielleicht langweilen könnte, mich aber begeistert hat. Alles wirkt authentisch und gut überlegt und ergibt ein stimmiges Ganzes.

Die Protagonisten: 
 
Dana ist mir sehr schnell sympatisch geworden und es gefällt mir gut, wie sie sich in dem Buch weiterentwickelt. Sie lernt viele Menschen kennen, egal ob in der Gegenwart oder in der Vergangenheit und wächst an ihren Erfahrungen. Dabei sind immer wunderbar ihre Gefühle geschildert, so dass ich stest mit ihr fühlen konnte.
Um nicht zu viel zu verraten gehen ich nicht weiter auf andere Protagonisten ein.
Aber alle Protagonisten sind liebevoll und authentisch ausgearbeitet. Manche haben so ihre Macken, aber das macht sie nur interessanter. Kein Mensch ist perfekt und das wurde hier sehr gut umgesetzt.
 

Der Schreibstil:  
Der Schreibstil ist wunderbar bildhaft und hat es geschafft die Vergangenheit und Schottland vor meinem inneren Auge lebendig zu machen. Dabei ist der Schreibstil recht einfach gehalten, ohne verschachtelte Sätze. Dadurch lässt es sich sehr zügig lesen. Aileen P. Roberts schreibt sehr emotional und fesselnd.

Die Geschichte ist meistens aus der Sicht von Dana geschrieben (personaler Erzähler), so dass man als Leser sehr nahe an ihren Gefühlen und die Geschehnisse, die sie betreffen, dran ist.
Es gibt auch ein paar Passagen, die aus verschiedenen anderen Sichten geschildert sind, so dass man als Leser einen guten Gesamtüberblick bekommt.
  

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist wunderschön und wirkt direkt sehr mystisch. Es ist völlig nach meinem Geschmack und passt sehr gut zum Inhalt und zu dem Titel. Auch der Titel passt gut, da beim Feenturm alles richtig anfängt.

Fazit: 
Wer Schottland vor dem Buch nicht liebt, wird es spätestens danach tun. Mich hat „Der Feenturm“ mit seinen detaillierten Beschreibungen und wunderbaren Handlung, mit tollen Protagonisten völlig überzeugt.

Vielen herzlichen Dank Leserunden.de, Aileen P. Roberts und dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Buches und die tolle Leserunde an der ich teilnehmen durfte.
Hintergrundinformationen:
– Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
– Die Autorin hat eine Homepage: Klick und ist bei Facebook zu finden: Klick

[Rezension] Christine Lehmann- Eukalyptusmond

Bildquelle: Verlag
Titel: Eukalyptusmond
Autor: Christine Lehmann
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter ab 13 Jahre) 
Verlag: Thienemann Verlag Gmbh (November 2012)
ISBN: 978-3522502870
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Preis: 19,95 €

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Kurzbeschreibung:
Als Lena für ein Jahr zum Work & Travel nach Australien kommt, ist
sie voller großer Erwartungen. Doch statt die plötzliche Freiheit zu
genießen und die pulsierenden Metropolen zu erkunden, landet sie auf der
Walker Farm im hintersten Winkel von Queensland. Hier erwartet sie
nichts als unberührte Wildnis und harte Arbeit.
Der einzige
Lichtblick ist der Buschpilot Bran, der Sohn ihrer Arbeitgeber.
Verschwiegen, distanziert, aber ungemein attraktiv. Nach und nach
erfährt Lena, dass Bran einen Großteil seiner Kindheit bei einem
Aboriginal-Stamm verbracht hat und spürt, dass es ein dunkles Geheimnis
in seiner Vergangenheit gibt. Dennoch besteht eine seltsame
Verbundenheit zwischen ihnen, denn beiden gemeinsam ist der große Traum
vom Fliegen. Langsam öffnet sich Bran und führt Lena in die
geheimnisvolle Kultur der Aboriginals ein. Dabei muss sie erkennen, dass
die australische Gesellschaft die Ureinwohner nach wie vor nicht
respektiert und noch immer von ihrem angestammten Land verdrängt.
Zusammen mit Bran gerät sie zwischen die Fronten, als es darum geht, die
Rechte der Ureinwohner zu verteidigen. Dadurch wird ihre Liebe immer
stärker. Eine Liebe, die nicht sein kann, denn Lenas Tage in Australien
sind gezählt. Und auch Brans dunkles Familiengeheimnis birgt eine große
Gefahr …
Quelle: Verlag 

Über die Autorin: 
Christine Lehmann, 1958 in Genf geboren, wollte bereits mit 14 Jahren
Schriftstellerin werden. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin
arbeitet als Nachrichten-Redakteurin beim SWR. Darüber hinaus schreibt
sie seit fast 20 Jahren Krimis und Liebesromane, Essays, Kurzgeschichten
für Anthologien und Kriminalhörspiele fürs Radio. Christine Lehmann
lebt mit ihrem Mann in Stuttgart.
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Handlung:
Lena kommt für ein Work & Travel nach Australien. Zwar hat sie sich zum Arbeiten auf einer Farm im Outback angemeldet, aber nie vor da wirklich aufzutauchen. Nicht umsonst hat sie ein Jahr vor ihrem Abitur die Schule abgebrochen, um mit Hanna, ihrer besten Freundin, durch Australien zu reisen, Party zu machen und ihr Leben zu genießen. Doch dann kommt alles anders, denn Hanna erscheint nicht wie vereinbart beim Flughafen. Nun ist die 18-jährige auf sich alleine gestellt und ihr bleibt nichts anderes übrig, als doch zur Farm zu gehen. Dort ist nichts so, wie sie es sich erträumt hat. Harte Arbeit und wenig Spaß stehen an der Tagesordnung, doch dann trifft sie Bran und alles ändert sich.

Der Einstieg in das Buch ist mir wunderbar leicht gefallen. Durch detaillierte und traumhaft schöne Beschreibungen, die Australien vor meinem inneren Auge zum Leben erweckt haben, war ich direkt gefesselt. Dieses Buch weckt Fernweh und entführt den Leser ans andere Ende der Welt.
Dabei begleitet man Lena, die orientierungslos durchs Leben geht und verfolgt, wie sie ihren Weg findet und erwachsen wird. Das macht den Hauptpunkt der Handlung aus und ist sehr gut umgesetzt.
Dabei ist das Buch aber keineswegs langweilig, sondern kann durch einige spannende und überraschende Wendungen und Geheimnisse stets fesseln. 
Besonders gut hat mir gefallen, dass immer wieder die Lebensweisen der Australier und der Ureinwohner in die Haupthandung geschickt einfließen. Das hat den Plot bereichert und macht für mich das Buch besonders lesenswert.
Alles wirkt gut überlegt und authentisch und selbst, wenn es Stellen gibt, bei denen man als Leser erst mal stutzt und denkt, dass das so nicht sein kann, hat doch alles Hand und Fuß und ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Welche das nicht, möchte ich hier nicht erläutern, weil das zu viel vorweg nehmen würde.
Das ganze Buch wird mit einem stimmigen Ende abgerundet, was vielleicht etwas vorraussehbar ist, aber einfach passt.

Die Protagonisten: 
 
Mit Lena hatte ich zuerst meine Probleme. Sie wirkt für ihr Alter zuerst naiv und ist eine Träumerin, ohne wirkliche Ziele. Da ich in ihrem Alter ganz anders war und immer wusste, was ich mal werden möchte, hat mich das erst gestört. Dennoch gibt es viele junge Menschen, die in dem Alter Probleme haben ihren Platz in der Welt zu finden und so ist Lena auf jeden Fall eine authentische und liebenswerte Protagonistin.
Lena entwickelt sich sehr in dem Buch und das hat mir mit am besten gefallen.
Generell sind alle Protagonisten so ausgearbeitet, dass man das Gefühl hat, man könnte ihnen auch im wirklichen Leben begegnen. Den einen mag man mehr, den anderen weniger, aber jeder hat seinen ganz eigenen Charme.
Besonders gut hat mir dabei Bran gefallen, da er viele Geheimnisse verbirgt, die man nach und nach lüftet.
    

Der Schreibstil:  
Der Schreibstil ist wunderbar leicht und locker gehalten. Er weiß durch faszinierende Beschreibungen und einem angenehmen Spannungsaufbau zu überzeugen. Da das Buch aus der Ich-Perpektive von Lena geschrieben ist, ist es in einer lockeren Jugendsprache gehalten, was sehr gut passt. Dazu finde ich es sehr gelungen, dass hier die Ich-Perspektive gewählt ist, weil man so Lenas Veränderung und ihre ganze Gefühlwelt als Leser hautnah miterlebt.
  

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist etwas ganz Besonderes und fällt vor allem durch die knalligen Farben direkt ins Auge. Mir gefällt es wirklich gut und auch der Titel ist passend zum Thema gewählt.

Fazit: 
Mit „Eukalyptusmond“ hat Christine Lehmann ein ganz besonderes Buch über Australien geschrieben, bei dem ein Mädchen ihren Platz in der Welt erst noch finden muss. Ich denke, dass das Buch nicht nur Australienfans begeistern kann, sondern für alle Leser geeignet ist, die Fernweh haben und einmal in ein völlig fremdes Land abtauchen wollen.
Mich hat das Buch verzaubert und das ganz ohne Fantasyelemente, was bei mir doch eher selten ist.

Vielen herzlichen Dank an den Thienemann Verlag, Christine Lehmann und LovelyBooks für das Rezensionsexemplar und die Leserunde bei der ich teilnehmen durfte.

Hintergrundinformationen:
– Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
– Christine Lehmann hat auch einen Blog: Klick
– Und auch bei Facebook ist sie zu finden: Klick
– Die Werke „Der Ruf des Kolibris“ und „Die Rose von Arabien“ sind ebenfalls beim
Thienemann Verlag erschienen.
– Hier findet ihr das Buch bei LovelyBooks: Klick

[Rezension] Anika Beer- Als die schwarzen Feen kamen

 
Titel: Als die schwarzen Feen kamen
Autor: Anika Beer
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter ab 12 Jahre)
Verlag: cbj (März 2012)
ISBN: 978-3570401477
Broschierte Ausgabe: 448 Seiten
Preis: 12,99 €

Kurzbeschreibung:
Völlig unerwartet wird die fünfzehnjährige Marie von Gabriel, dem
Schwarm ihrer Mitschülerinnen, angesprochen. Gabriel vermag die Wesen zu
sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen, und in Maries
Schatten bemerkt er etwas Beunruhigendes: einen Schwarm gefährlich
anmutender schwarzer Feen. Gabriels Angebot, ihr zu helfen, lehnt Marie
zunächst ab, doch als es den Feen gelingt, in die Realität einzubrechen,
geht sie erneut auf ihn zu. Gemeinsam versuchen sie, das Wesen der
schwarzen Feen zu ergründen. Dabei stoßen sie auf eine düstere Stadt aus
Obsidian, die Marie einst in ihrer Phantasie erschuf, die jetzt aber
von den schwarzen Feen beherrscht wird. Mit Gabriels Hilfe will Marie es
wagen, die Obsidianstadt zu betreten, um sich den Feen zu stellen …
Quelle: Verlag 

Rezension

 

Die Handlung:
Marie ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, dass sich gerne mit ihrer Mutter streitet und deren größtes Problem ein ungewollter Tanzkurs mit ihrer Freundin Theresa ist. Doch jeder Mensch hat sogenannte Schattenwesen. Gabriel, ein Junge aus Maries Schule kann diese Wesen sehen und eines Tages bemerkt er, dass Maries Schattenwesen, die schwarzen Feen ungewöhnlich sind und er beginnt sie zu warnen. Doch scheint da schon alles zu spät zu sein, denn die Feen kommen in Maries Welt und stellen eine ernste Bedrohung dar.Der Einstieg in die Welt die Anika Beer geschaffen hat ist mir unglaublich leicht gefallen. Die Idee der Schattenwesen, die bei jedem Menschen anders aussehen, hat mich direkt fasziniert und ich wollte unbedingt mehr darüber erfahren.
Nach und nach werden die Geheimnisse aufgedeckt und lange Zeit bin ich im Dunkeln getappt, worauf die Handlung hinausläuft. Das macht für mich immer ein gutes Buch aus. Vorhersehbare Handlungen langweilen den Leser doch schnell und so war ich froh, dass das hier nicht der Fall ist.
Dabei helfen einige überraschende Wendungen, so dass ich kaum aufhören konnte das Buch zu lesen.
Es gefällt mir gut, wie Anika Beer die Feen in eine zunächst alltägliche Handlung einbaut, so dass es eine gewisse Originalität bietet. Man hat nicht das Gefühl so etwas schon einmal gelesen zu haben. Dabei sind die Handlungszusammenhänge gut durchdacht und auch verschiedene Handlungsstränge ergänzen sich gut und bilden eine Einheit.
Auch eine gewisse Tiefgründigkeit herrscht vor, was bei Jugendbüchern doch oft zu kurz kommt.
Insgesamt ist das Buch düster, aber dennoch romantisch und wunderschön. So eine Mischung gefällt mir immer sehr gut. Das liegt wohl auch daran, dass es so nicht zu kitschig ist, aber dennoch sehr viele Emotionen beim Leser ankommen.
 
Die Protagonisten:

Marie ist liebenswürdig und ein typischer Teenager, bis ihre Welt aus den Fugen gerät und Gabriel ihr einziger Halt wird. Sie ist sehr liebevoll ausgearbeitet und ihr ganzes Verhalten ist nachvollziehbar und authentisch. Ich habe sehr schnell mit ihr mitgefühlt, da sie eine interessante Protagonistin ist.
Auch Gabriel, der zunächst sehr verschlossen ist, ist ein toller Protagonist. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mehr über ihn zu erfahren und zu sehen, wie Marie und Gabriel sich näher kommen.
An sich sind alle Protagonisten detailliert ausgearbeitet und zeigen eine gewisse Tiefe.
 
Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker und leicht. Dabei spannend, detailliert und emotional. Zwar sticht er nicht aus den sonstigen Jugendbüchern heraus, ist aber sehr angenehm zu lesen.
Die Handlung wird aus der Sicht von Marie oder Gabriel als personaler Erzähler erzählt. Zwischendurch gibt es auch Passagen aus einer anderen Sicht über die ich hier nicht mehr erzählen möchte, da das zu viel verraten würde.
Die Erzählperspektive hat mir gut gefallen, da man so als Leser die wichtigsten Gedanken und Zusammenhänge übermittelt bekommt.
 

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir wirklich gut, schon alleine, da es kein Mädchengesicht zeigt. Es passt wunderbar zur Handlung und ist ein wahrer Blickfänger.
Auch der Titel passt perfekt und hat mit dazu geführt, dass ich auf das Buch aufmerksam wurde. 

Fazit: 
„Als die schwarzen Feen kamen“ ist ein wunderbarer Debütroman, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat und mich bis zur letzten Seite fesseln konnte. Anika Beer hat originelle Ideen mit tollen Handlungssträngen verknüpft und ich freue mich schon darauf mehr von der Autorin zu lesen.


[Rezension] Amy Kathleen Ryan- Sternenfeuer: Vertraue Niemandem

Bildquelle: Verlag
Titel: Sternenfeuer- Vertraue Niemandem
Originaltitel: Spark
Autor: Amy Kathleen Ryan
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 12-15 Jahre) 
Verlag: Knaur HC (Dezember 2012)
ISBN: 978-3426653272
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Preis: 16,99 €

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Kurzbeschreibung:
Aus der Reise des Raumschiffs Empyrean zu einem weit entfernten Planeten
ist ein Kampf um Leben und Tod geworden: Kieran ringt mit der
Verantwortung, die als neuer Kommandant auf seinen Schultern lastet;
Waverley muss alles daransetzen, ihre entführten Eltern zu befreien; und
Seth, der in einer Arrestzelle eingesperrt ist, ahnt als Einziger, dass
es einen blinden Passagier an Bord gibt, der nicht eher ruhen wird, bis
er die Empyrean vernichtet hat …
Quelle: Verlag 

Über die Autorin: 
Amy Kathleen Ryan wuchs in Jackson im amerikanischen Bundesstaat Wyoming
auf. Sie studierte Anthropologie und Englische Literatur in Wyoming und
Vermont, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte.
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Handlung:

Die Handlung setzt zeitnah an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Wer also den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte hier nicht weiter lesen.
Den Mädchen der Empyrean ist die Flucht von der New Horizon gelungen und sie sind wieder vereint mit den Jungen. Doch sie mussten ihre Eltern zurücklassen. Waverley steht als Sündenbock da und kann Kierans Verhalten nicht gut heißen, was zu vielen Konflikten führt. Kieran versucht alles um das andere Raumschiff einzuholen und mit seiner Verantwortung als Kommandant klar zu kommen und die Empyrean am Leben zu erhalten. Seth ist seit seinem Aufstand gefangen, doch er merkt, dass es einen blinden Passagier am Bord gibt. So geht für die Kinder und Jugendlichen der Kampf um ihre Eltern und um Leben und Tod weiter.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es wird zwar nicht sehr viel von den Ereignissen des Vorbandes wiederholt, aber genug um dem Inhalt folgen zu können. Es geht direkt rasant los und es wird durchweg viel Spannung erhalten. Dabei wird man als Leser oft in die Irre geführt und es gibt überraschende Wendungen, so dass das Buch zu keiner Zeit langweilig ist. 
Außerdem ist das Buch sehr emotionsgeladen, was mir generell sehr gut gefällt.

Die Handlung ist gleichzeitig erschreckend, wie auch faszinierend. Irgendwie haben es die Kinder geschafft ein System aufzubauen, so dass das Leben auf der Empyrean möglich ist. Jeder hat seine Aufgaben und kümmert sich um die Einhaltung (außer die Jüngsten). Das finde ich bei so jungen Kindern und Jugendlichen sehr erstaunlich, vielleicht auch etwas unrealistisch. Aber das ist schwer zu sagen, weil Menschen in Extremsituationen auch anders handeln, als normalerweise. Auf der Empyrean herrscht definitiv eine Extremsituation vor, die auch zu vielen Konflikten führt. Das Augenmerk der Handlung liegt auf den Protagonisten und das Miteinander der Kinder und Jugendlichen.
Obwohl ich das Buch in kürzester Zeit gelesen habe, gibt es für mich einen massiven Kritikpunkt, der mir auch bei dem Vorband wichtig war. Das Buch ist ein Jugendbuch und ab 12 Jahre empfohlen. Der Klappentext deutet schon an, dass es viel Gewalt, Brutalität und Grausamkeit gibt und die finde ich für die Altersempfehlung ganz schön massiv. Es gibt einige Stellen in dem Buch, die sind wie ein Verkehrunfall, sie sind schrecklich, aber man kann nicht weggucken. Es gibt körperliche und psychische Angriffe, sowie Folter und detaillierte Beschreibungen von Verletzungen. Ich war gefesselt, obwohl ich es schrecklich fande. Hätte das Buch eine andere Altersempfehlung, wäre die Brutalität und Gewalt durchaus passend, so ist es mir zu viel.

Die Protagonisten: 
 
Ganz erstaunlich finde ich, dass es bei den Protagonisten kein Gut und Böse gibt. 
Waverley, die mir eigentlich immer sympatisch war, verändert sich in dem Band durch die Ereignisse und obwohl sie meistens vernünftig handelt, neigt sie zu Rachetaten.
Kieran, den ich in Band eins schon nicht besonders mochte, der da aber eigentlich immer vorbildlich war, neigt nun zu Gewalt und Wutausbrüchen.
Und dann wäre da noch Seth, der im Vorband Kieran gequält hat. In dem zweiten Band ist er mit der sympatischte und vernünftigste Protagonist.
Jeder Protagonist hat seine guten Seiten, aber auch seine Bösen und ist detailliert ausgearbeitet. So sind sie sehr vielschichtig und stecken voller Überraschungen. 
Das halte ich insgesamt für realistisch, aber teilweise sind mir die Fähigkeiten und Handlungen der Protagonisten zu überzogen und nicht nachvollziehbar.

Der Schreibstil:  
Der Schreibstill ist überaus spannend und fesselnd und zeigt sehr detaillierte Beschreibungen. Er beschwört beim Leser sehr starke Gefühle herauf, so dass man das Buch gar nicht mehr weg legen kann.
Die Geschehnisse werden aus drei verschiedenen Perspektiven geschildert (personaler Erzähler), der von Kieran, der von Waverly und der von Seth. Das hat mir hier äußerst gut gefallen, da man als Leser so einen Einblick in die verschiedenen Persönlichkeiten bekommt und die verschiedenen Handlungen besser nachvollziehen kann.
 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover gefällt mir sehr gut und passt gut zum Vorgänger, obwohl der noch beim PAN-Verlag erschienen ist. Es ist ein Blickfänger, wirkt aber im Gegensatz zum Vorband leicht überladen. 

Der Titel passt ebenfalls gut, egal ob zum Inhalt oder zum Vorgänger. 

Fazit: 
Wer ein spannendes und emotionsgeladenes Buch, mit vielschichtigen Protagonisten sucht, ist hiermit gut beraten. Allerdings finde ich nicht, dass das Buch für jüngere Leser und zartbesaitete Menschen geeignet ist, da es einen hohen Anteil an Brutalität und Grausamkeit aufweist.
Für mich ist es aber eine gelungene Fortsetzung.

Vielen herzlichen Dank an den Droemer Knaur-Verlag für die Bereitstellung des Buches.

Hintergrundinformationen:

– Hierbei handelt es sich um den 2. Band einer Trilogie.
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