[Rezension] Joss Stirling- Finding Sky: Die Macht der Seelen

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Titel: Finding Sky. Die Macht der Seelen

Originaltitel: Finding Sky 
Autor: Joss Stirling
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: deutscher Taschenbuch Verlag (Mai 2012)
ISBN: 978-3423760478
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 16,95 €

 

Kurzbeschreibung:
Kein Wunder, dass die 16-jährige Sky Bright Neuanfänge hasst – zu oft
wurde sie in ihrem Leben schon entwurzelt. Ihre Begeisterung hält sich
daher in Grenzen, als sie mit ihren Adoptiveltern von London nach
Colorado ziehen muss und wieder einmal die Neue ist. Doch wider Erwarten
wird sie an der Wrickenridge High freundlich aufgenommen. Von fast
allen. Denn einer bleibt unnahbar: Zed Benedict, der mit seiner
Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn außer Sky offenbar sogar
Lehrer und Mitschüler einschüchtert.
Die Macht der Seelen führt sie zusammen.
Auch wenn sie es sich erst nicht eingestehen will, fühlt Sky sich
trotz allem zu dem geradezu unverschämt gut aussehenden Zed stark
hingezogen. Und dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf …
und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin steif und fest
behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein
Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm
kein Wort. Und will ihm auch glauben – denn tief in ihr drinnen rührt
sich eine Fähigkeit, die sie für längst verschüttet hielt und vor der
sie eine Höllenangst hat …
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Joss Stirling studierte Anglistik in Cambridge und war schon immer von
der Vorstellung fasziniert, dass es im Leben mehr gibt, als man mit
bloßem Auge sehen kann. Um für den vorliegenden Roman zu recherchieren,
unternahm sie eine ausgedehnte USA-Reise von den Rocky Mountains bis
nach Las Vegas.
Quelle: Verlag
 
Rezension

 

Die Geschichte:

Die Kurzbeschreibung ist eigentlich schon recht aussagekräftig, deshalb werde ich auf den Inhalt nur am Rande eingehen.
In dieses Buch bin ich am Anfang so gar nicht reingekommen. Es fing wieder so typisch an. Mädchen zieht um, kommt an eine neue Schule, interessiert sich für den finstersten Typen der ganzen Stadt und dann verbindet die Beiden irgendwas. Also wieder nichts Neues. 
Interessant wird es dann erst, wenn die Idee der Savants aufkommt und Zed und Sky sich über Telekinese unterhalten können. Zuvor haben mich nur Skys Tagträume hin und wieder belustigt, bei denen sie Personen aus ihrer Umgebung in Superhelden-/-schurkenrollen hineindichtet.
Die Idee mit den Savants finde ich an sich gut, aber da fehlen mir die Details. Irgendwie wird das recht kurz abgearbeitet und da fehlt mir das gewisse Etwas. 
Ab Mitte des Buches ist dann endlich mal ein Spannungsbogen sichtbar und je mehr ich die Protagonisten kennengelernt habe, desto besser bin ich damit klar gekommen und zum Schluss, war der Plot sogar recht interessant. Befeindete Savants bekämpfen sich quasi und Sky gerät dazwischen. Zwar auch im Prinzip nichts Neues, aber der Teil ist einfach besser ausgearbeitet und hat mir beim Lesen mehr Spaß gemacht.
Der Anfang ist einfach sehr langweilig geschrieben und es passiert nicht viel.
Die Protagonisten: 
 
Sky ist ein sehr schüchternes Mädchen, was in ihrer Vergangenheit ein schweres Trauma erlebt hat und sich an ihre ersten Lebensjahre nicht mehr erinnern kann. Am Anfang ist sie sehr unnahbar, was es mir schwierig gemacht hat, mich in sie hineinzuversetzten und sie zu verstehen. Im Laufe der Geschichte bekomme ich dann aber doch Zugang zu ihr und ab da hat das Lesen auch mehr Spaß gemacht und ich konnte mit ihr mitfiebern.

Zed ist erst der typische „Bad-Boy“, den ich so gar nicht leiden konnte. Doch nachdem man ihn näher kennenlernt, wird schnell klar, wieso er so ist. Im Laufe des Buches wird er mir zunehmend sympathisch, womit ich im Leben nicht gerechnet hätte.

Diese beiden Hauptprotagonisten sind detailliert ausgearbeitet und zeigen einige interessante Entwicklungen.
Alle anderen Protagonisten bleiben allerdings etwas schwammig beschrieben und da fehlt es mir an Tiefe um voll und ganz in die Geschichte einsteigen zu können. 

 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist durchweg einfach gehalten und flüssig zu lesen. Sprachlich nicht besonders schwierig. Zu Anfang fehlt leider ein deutlicher Spannungsbogen, der ab Mitte des Buches dann doch zu sehen ist.

Die Geschichte wird aus Skys Perspektive (Ich-Erzähler) beschrieben, was Sky nach und nach für mich zugängllicher gemacht hat. 

 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist traumhaft. Ich liebe solche Cover und die Verschnörkelungen glänzen schön silbern. Es ist ein blickfänger und besticht durch sein Einfachheit. 
Der
Buchtitel passt sehr gut und macht neugierig. Immerhin muss Sky ihre
Erinnerungen wieder finden und somit zu sich selber zurückfinden.
Fazit: 

Alles in allem ist dieses Buch eher gutes Mittelmaß. Die Grundidee ist gut, aber an der Umsetzung mangelt es etwas, da es gerade am Anfang sehr langweilig zu lesen ist und ich lange brauchte, um mich mit dem Plot anzufreunden.

[Rezension] Yvonne Woon- Dead Beautiful: Unendliche Sehnsucht

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Titel: Dead Beautiful- Unendliche Sehnsucht

Originaltitel: Life Eternal- A Dead Beautiful Novel
Autor: Yvonne Woon
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: deutscher Taschenbuch Verlag (Juli 2012)
ISBN: 978-3423760492
Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
Preis: 16,95 € 
 
Kurzbeschreibung:
 Die Ereignisse des letzten Sommers haben Renées Leben komplett
verändert. Ihre alte Schule musste geschlossen werden, ihre große Liebe
Dante ist untergetaucht. Seit seinem Kuss schläft sie kaum, ihre Sinne
sind abgestumpft und sie sieht reifer und schöner aus – trägt sie einen
Teil seiner unsterblichen Seele in sich? An ihrer neuen Schule, dem St.
Clemént, wird Renée mit Argwohn betrachtet – außer von einem Jungen
namens Noah. Mit ihm kommt sie dem Geheimnis der Untoten Stück für Stück
näher und begibt sich dabei selbst in tödliche Gefahr …

Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Yvonne Woon, geboren 1984, wuchs in Worcester, Massachusetts, und
in Frankreich auf. Nachdem sie 2006 an der Columbia University ihren
Abschluss in Englisch und Creative Writing erlangt hatte, arbeitete sie
als Assistentin in einer Literaturagentur und absolvierte ein
Aufbaustudium. ›Dead Beautiful – Deine Seele in mir‹ ist ihr erster
Roman. 
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Geschichte: 
Dieser Band beginnt quasi da, wo der Erste aufgehört hat. Renée hatte Dante geküsst, um ihn zu retten. Dies hatte zur Folge, dass er seine Seele wiederbekam und Renée Untot wurde. Doch Dante wollte das nicht auf sich beruhen lassen und hat Renée die Seele zurückgegeben. Doch danach ist sie nicht mehr die Alte. Es scheint, als sei ihre Seele nicht ganz zurückgekehrt. Sie schläft wenig und ihre ganzen Sinne sind abgestumpft. Neben ihrem Schulwechsel, bei dem sie Noah kennenlernt (einen anderen Wächter), versucht sie eine Möglichkeit zu finden mit Dante zusammenzusein, da er untergetaucht ist und vor den Wächtern flieht. Dabei stößt sie auf seltsame Geschichten über die neun Schwestern. Doch sie ist nicht die Einzige, die hinter dem Geheimnis her ist.

Mir hat ja Band eins schon recht gut gefallen, aber die Fortsetzung schlägt doch den ersten Band um Längen. An Stellen, wo ich bei dem ersten Band immer wieder den Eindruck hatte, so etwas in der Art schon mal gelesen zu haben, war das hier nicht der Fall. Es wird noch mehr auf die Hintergründe der Wächter und Untoten eingegangen und Unstimmigkeiten, die ich im ersten Band als solche empfunden habe, werden hier größtenteils ausgeräumt. 
Auch wird endlich geklärt, wieso Renées Eltern gestorben sind und was es mit den Mullbinden im Mund wirklich auf sich hat. Insgesamt wirkt alles deutlich stimmiger, als im Vorband.
Dazu gefällt mir der Plot mehr als gut, obwohl Dante insgesamt sehr wenig darin vorkommt.
Dafür lernt Renée dann Noah kennen und so stellt sie sich öfters die Frage, wie einfach es wäre, einfach ihn lieben zu können. Trotz der verständlichen Zweifel, weiß sie aber immer wem ihr Herz gehört und das ist mir bei einem Buch sehr wichtig. Extreme Dreiecksbeziehungen sind nicht so mein Fall. 
Was auch noch positiv zu nennen ist. Bei dem Band hatte ich zwar viele Vermutungen, worauf es hinausläuft, aber es war nicht so sehr vorrausschaubar, wie der Vorgänger, was die Spannung sichtlich steigert. Generell ist hier der Spannungsbogen permanet deutlich spürbar. 
Dazu kommen überraschenden Wendungen, aber dennoch bleibt der Hauptstrang erhalten.
Die Protagonisten:
Renée ist hier sehr verändert. Sie wirkt insgesamt älter und reifer, als im Vorband, bleibt aber ihrer Liebe treu. Ihre abgestumpften Sinnen werden sehr gut verdeutlicht. Ich habe sie ja schon im ersten Band liebgewonnen und im Zweiten konnte ich nicht anders, als mit ihr mitfiebern.
Dante bleibt in dem Band sehr im Verborgenen und ich musste sehr rätseln, was es mit ihm auf sich hat, aber an seiner Liebe zu Renée habe ich nie gezweifelt.
Noah, als neuer Protagonist, ist interessant und sympathisch. Er hilft Renée, obwohl sie ihm deutlich zu verstehen gibt, dass sie kein Interesse an ihm hat. 

Insgesamt
sind alle Protagonisten gut ausgearbeitet und entwickeln sich in der
Geschichte. Die Handlungsweisen wirken authentisch und durchdacht. 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch typisch,
einfach gehalten und flüssig zu lesen. Yvonne Woon schreibt, wie auch im Vorband, aus der
Ich-Perspektive von Renée, so dass man sich sehr gut in sie
hineinversetzten kann und ihre Gefühle sehr deutlich werden. Die Dialoge
wirken für Jugendliche authentisch und könnten so wirklich vorkommen.

Dazu ist der Schreibstil spannend und mitreißend, der Plot interessant. Hier gibt es viele überraschende Wendungen und Geheimnisse zu entdecken.

Das Cover/der Buchtitel:

Zum Cover will ich nicht viel schreiben, da ein Mädchengesicht-Cover nicht sehr originell ist, hier aber zum Vorgänger passt.

Der Buchtitel ist hier viel besser gewählt, als beim Vorgänger. Er macht neugierig, verrät aber nicht zu viel.

Fazit: Dieser 2. Band ist eine gelungene Fortsetzung, die mir noch deutlich besser gefällt, als der Vorgänger, da hier mehr Spannung aufkommt, viele Geheimnisse und Unstimmigkeiten geklärt werden und er beherrscht wird von tollen Protagonisten und einer interessanten Grundidee.
Ich freue mich schon sehr auf den 3. Band.  


Vielen herzlichen Dank an den deutschen Taschenbuch Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Yvonne Woon- Dead Beautiful: Deine Seele in mir

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Titel: Dead Beautiful- Deine Seele in mir

Originaltitel: Dead Beautiful
Autor: Yvonne Woon
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: deutscher Taschenbuch Verlag (Oktober 2011)
ISBN: 978-3423760386
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Preis: 16,95 €

 

Kurzbeschreibung:
Nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern ist in Renée Winters‘ Leben nichts
mehr, wie es einmal war. Von ihrem Großvater wird die 16-Jährige auf
das Gottfried-Institut geschickt, eine elitäre Privatschule von Weltruf
mitten in den Wäldern von Maine. Schnell merkt Renée, dass es dort nicht
mit rechten Dingen zugeht: Der Fokus des Unterrichts liegt auf Fächern
wie Gartenbau und Bestattungskunde und Latein scheint die
Insider-Sprache zu sein. Darüber hinaus gibt es am Gottfried einige
mysteriöse Todesfälle. Obwohl die strengen Regeln der Schule private
Verabredungen zwischen Mädchen und Jungen verbieten, verliebt sich Renée
in den kühlen, zurückgezogenen und wunderschönen Dante Berlin. Auch er
scheint Gefühle für sie zu haben, doch einen Kuss verwehrt er ihr.
Welches tödliche Geheimnis versucht er vor Renée zu verbergen?
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Yvonne Woon, geboren 1984, wuchs in Worcester, Massachusetts, und
in Frankreich auf. Nachdem sie 2006 an der Columbia University ihren
Abschluss in Englisch und Creative Writing erlangt hatte, arbeitete sie
als Assistentin in einer Literaturagentur und absolvierte ein
Aufbaustudium. ›Dead Beautiful – Deine Seele in mir‹ ist ihr erster
Roman.  
Quelle: Verlag

 

Rezension

 

Die Geschichte:

Renée verliert mit einem Schlag ihre Eltern, die unter seltsamen Umständen zu Tode kommen. Daraufhin wird sie von ihrem Großvater aufgenommen, der nach einem Streit lange keinen Kontakt zu ihrer Familie hatte. Dieser meldet sie auf einem Internat mit seltsamen Fächern an und sie lernt Dante kennen. Als es dann zu seltsamen Todesfällen kommt, versucht die rauszufinden, was dahinter steckt…
Wer bei dieser Geschichte etwas Neues erwartet ist hier definitiv falsch. Es kommen viele Aspekte vor, die auch in anderen Büchern, vor allem Jugendbüchern, schon behandelt wurden. Die Internatsthematik im Fantasybereich ist ja fast Standard. Dazu die zarte Liebesgeschichte zwischen Dante und Renée, der sie nicht küssen will und seltsam kalt ist und nie zu frieren scheint. Alles schon mal gelesen, ja, aber wenn man das Buch in der Gesamtheit sieht, sind die Aspekte sehr schön verpackt und da ich gerne solche Bücher lese, war es für mich genau das Richtige.
Trotz bekannter Aspekte hat es Yvonne Woon geschafft einen interessanten Plot zu schaffen, der mich mitgerissen hat, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Die Gefühle sind sehr gut dargestellt und wirken durchweg überzeugend und nicht überzogen. Die sanfte Liebesgeschichte zwischen Dante und Renée hat mir mehr als gut gefallen und passt sehr gut zu der Altersempfehlung. Es ist romantisch, aber nicht übertrieben kitschig. Insgesamt ist das Buch sehr stimmungsvoll.
Der Handlungsort ist detalliert beschrieben und generell, wird sehr ins Detail gegangen, was mir gut gefällt.
Allerdings gibt es vereinzelte Ungereimtheiten, die ich hier nicht nennen möchte, da das zu viel von der Geschichte preisgibt. Diese fallen aber nicht zu stark ins Gewicht und haben mein Lesevergnügen nicht beeinflusst.
Der große Nachteil an der deutschen Ausgabe ist, der Untertitel und auch der Klappentext. Und zwar verrät das viel zu viel. Dadurch war mir schon ziemlich schnell klar, wie das Buch endet und worauf es hinausläuft und es gab sehr wenig Überraschung diesbezüglich. 

Die Protagonisten:

Renée ist eine durchweg liebenswerte Person, die gleich zu Anfang ihre Eltern verliert. Ich konnte mich sehr gut in sie und ihre Gefühle hineinfinden und sie war mir sehr sympatisch. Ihre Handlungsweisen wirken authentisch.

Dante ist zu Anfang sehr geheimnisvoll, aber faszinierend. Ich mag es, wie er auf Renée reagiert und die beiden sich näher kommen.

Insgesamt sind alle Protagonisten gut ausgearbeitet und entwickeln sich in der Geschichte. Die Handlungsweisen wirken authentisch und selbst die Todesfälle und die Handlungen der Wiedersacher, kann man irgendwie nachvollziehen. 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch typisch, einfach gehalten und flüssig zu lesen. Yvonne Woon schreibt aus der Ich-Perspektive von Renée, so dass man sich sehr gut in sie hineinversetzten kann und ihre Gefühle sehr deutlich werden. Die Dialoge wirken für Jugendliche authentisch und könnten so wirklich vorkommen.

Dazu ist der Schreibstil spannend und mitreißend, trotz bekannter Aspekte und nicht überraschendem Ende.

Das Cover/der Buchtitel:

Ja, das Cover. Es ist schön, aber mal wieder Standard und nichts Neues. Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich Cover, die ein Mädchengesicht tragen schon lange nicht mehr sehen kann. Aber ich lese ein Buch ja nicht, wegen dem Cover und somit stört es mich nicht übermäßig.
Der Buchtitel sagt, wie oben erwähnt, einfach viel zu viel aus und hat mir sehr die Spannung genommen, da mir das große Geheimnis schnell klar war. 

Fazit: 
Alles in allem ist das Buch ein gelungenes Debüt und wer solche Geschichten mag, wird das Buch trotz Mängel lieben. Es ist insgesamt sehr stimmungsvoll und liebevoll geschrieben. 
Wer etwas Neues erwartet, sollte allerdings lieber die Finger davon lassen.
Ich freue mich schon sehr auf den 2. Band. 

Vielen herzlichen Dank an den deutschen Taschenbuch Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] James Dashner- Die Auserwählten: In der Brandwüste

 
 
Titel: Die Auserwählten- In der Brandwüste
Originaltitel: Book 2- The Scorch Trials
Autor: James Dashner
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter:  13-17 Jahre)
Verlag: Chicken House (Juli 2012)
ISBN: 978-3551520357
Gebundene Ausgabe: 488 Seiten
Preis:  18,95 €

 Kurzbeschreibung:

Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und
geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie
mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde
wartet das Grauen: Sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die
von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen
Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen
die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die
Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen
alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit. Doch dazu ist Thomas nicht
bereit.
Quelle: Verlag 


Rezension

 

Die Geschichte:
Die Geschichte beginnt an dem Punkt, an dem der erste Band „Die Auserwählten- Im Labyrinth“ aufgehört hat und hat mir somit den Einstieg sehr einfach gemacht.
 

Thomas und die andere Jungs sind zusammen mit Theresa aus dem Labyrinth entkommen. Nach einer Nacht der Sicherheit, werden sie von der Organisation ANGST weiteren Tests und Aufgaben unterzogen. Theresa wird von ihnen getrennt, dafür taucht ein neuer Junge auf. Die Jungs erfahren, dass es noch eine andere Gruppe gab, die das Gleiche durchmachen musste, nur das diese aus Mädchen bestanden hat.

Nach und nach erfahren Thomas und seine Freunde, was mit der Welt passiert ist und dass da nichts so ist, wie sie es sich vorgestellt haben.
Von der Organisation ANGST und den Schöpfern werden sie in die Brandwüste geschickt und haben zwei Wochen Zeit den rettenden Hafen zu erreichen. Weitere Todelfallen und sogenannte Variablen machen es den Jugendlichen nicht einfach.
Alles in allem ist es eine sehr düstere Zukunftsversion und nach dem Schrecken des Labyrinths kann man es sich als Leser nicht vorstellen, dass es noch schlimmer kommen kann.
Es tauchen so viele erschreckende Einzelheiten auf, von der Erwähnung des mysteriösen Brandes (einer Seuche) bis hin zu einer völlig zerstörten Welt durch eine Sonnenerruption. Alles ist vorhanden, es scheint keine Hoffnung zu geben. Dennoch geben die Jugendlichen nicht auf und machen immer weiter. Das finde ich bewundernswert. Von der ersten Seite an habe ich mit Thomas mitgefiebert und gehofft, dass sich alles zum Guten wendet. Doch weit gefehlt, es gibt so viele überraschende Wendungen und nichts ist vorhersehbar. Es ist wahnsinnig spannend und es passiert alles sehr rasant. Der Spannungsbogen steigt stetig an und lässt einen nicht mehr los. Schon lange habe ich nicht mehr so mit den Protagonisten mitgefiebert und mir ein gutes Ende gewünscht, wie es hier der Fall war.
Da das Buch aus der Sicht von Thomas geschrieben ist (Er-Erzähler) und er nur sehr wenige Hintergrundinformationen bekommt, wird man als Leser doch sehr im Dunkeln gehalten. Da hätte ich mir doch etwas mehr Informationen gewünscht, denn insgesamt bin ich nach dem zweiten Band nicht viel schlauer als nach dem Ersten. Zwar weiß ich etwas mehr über die zerstörte Welt und auch was es mit ANGST und den Schöpfern so auf sich hat, aber insgesamt fehlte mir da etwas. Wahrscheinlich muss ich mich da mit dem dritten Band begnügen und hoffen, dass ich dann endlich alles verstehe.
Zwar hat mich das Buch größtenteils überzeugt, aber ich finde, dass das Buch für ein Jugendbuch etwas zu brutal ist. Die Jugendlichen werden da teilweise brutalst hingerichtet und gequält, so dass ich eine höhere Altersempfehlung angebracht fände.
 
Die Protagonisten:
Thomas ist mir sehr sympathisch. Er kümmert sich um seine Freunde, sorgt sich um Theresa und lässt sich meistens nicht unterkriegen. Was ihn aber so richtig für mich greifbar macht, ist das er auch mal Zweifel hat und depremiert ist und nicht immer Hoffnung ausstrahlt. Wäre das nicht der Fall, wäre er für mich unglaubhaft und überzogen.
Theresa hat in dem Buch zuerst eine kleinere Rolle und die Rolle in der sie von ANGST gezwängt wird, gefällt mir gar nicht und hat mir etwas zu schaffen gemacht, da sie mir im Vorband ans Herz gewachsen ist.
Insgesamt sind alle Protagonisten sehr gut ausgearbeitet und ihre Handlungen in dem Szenario schon nachvollziehbar. Zwar bleiben viele der Jugendlichen nur schwach beleuchtet und beschrieben, da es aber so viele sind, ist das völlig in Ordnung. Alles andere würde den Rahmen sprengen.
 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist durch viele überraschende Wendungen und einem ansprechenden Plot sehr spannend gehalten, mit kurzen Kapitel und einfach und schnell zu lesenden Sätzen. Dazu ist der sehr detailliert, so dass ich mir die Welt in der Thomas und die Anderen Leben sehr gut vorstellen konnte.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ähnlich gestaltet, wie der des ersten Bandes, nur dieses Mal in Rottönen, was ich sehr ansprechend finde. Der finster dreinblickende Junge passt sehr gut zu dem düsteren Szenario und wirkt authentisch.
Der Buchtitel passt ebenso sehr gut, da die Jugendlichen ja die Brandwüste überqueren müssen und aus Gründen, die man noch nicht versteht, die Auserwählten sind und die Tests über sich ergehen lassen müssen.

Fazit: 
Wer eine spannende Dystopie, die einen nicht mehr loslässt sucht, ist hier an der richtigen Stelle. Es besticht durch überraschende Wendungen und einem rasanten Plot. Es werden aber für meinen Geschmack zu wenig Fragen geklärt und durch die hohe Brutalität sollte es eine höhere Altersempfehlung haben.
Dennoch liebe ich das Buch und freue mich auf den dritten Band.

[Rezension] Wulf Dorn- Mein böses Herz

 
 
Titel: Mein böses Herz
Autor: Wulf Dorn
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-17 Jahre)
Verlag: cbt (Februar 2012)
ISBN: 978-3570160954
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 16,99 €

Kurzbeschreibung:
Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele
 
Was tust du, wenn du nicht mehr weißt, was Realität ist und was Fantasie?
Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber
eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie
mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas
in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro
in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der
Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später
erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat.
Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat.
Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in
Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis …
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Zu dem Inhalt möchte ich jetzt gar nicht mehr viel sagen, da die Kurzbeschreibung dafür völlig ausreicht.
 
Die Geschichte wird aus Doros Sicht geschildert (Ich-Erzähler), so dass man einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt und sieht, was sie sieht. So fragt man sich als Leser ständig, was Doro wirklich sieht oder was nur Halluzinationen sind. Das hat mir sehr gut gefallen, da man erst ganz zum Schluss die ganze Wahrheit erfährt.
Doros Verzweiflung und Angst wieder verrückt zu werden und in die Psychatrie zu müssen, kommen sehr gut rüber.
Der Plot ist wahnsinnig interessant und auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
Alles ist sehr detailliert beschrieben und wirkt gut durchdacht und stimmig ohne Logikfehler.
Es ist zwar ein Jugendbuch, aber durch die Thematik und der nicht ganz leichten Kost auch Erwachsenen uneingeschränkt zu empfehlen.
Dazu spielt das Buch in Deutschland, zwar in einer erfunden Stadt, aber dennoch werden immer mal wieder deutsche Städte erwähnt, was ich gut finde.
Ich konnte das Buch nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen.
 
Die Protagonisten:

Die Protagonisten sind durch die Bank weg sehr detailliert und gut ausgearbeitet und geben einen sehr guten Einblick in die menschliche Psyche und deren Abgründe. Gerade die psychischen Störungen und Probleme der Protagonisten haben mich gefesselt und viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen.

In Doro konnte ich mich direkt hineinversetzten, obwohl ich noch nie in einer Psychatrie war und es hoffentlich auch nie sein werde. Ihre Selbstzweifel, was jetzt echt ist und was nicht und das Problem, dass man ihr einfach nicht glaubt, weil sie ja mal verrückt war, haben dazu geführt, dass ich sehr mit ihr mitgelitten habe. Somit wollte ich wissen, wie es ausgeht und ob Doro nun einen Rückfall hat oder nicht. Das war wirklich spannend.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil besticht durch seine fesselnde, spannende Art, mit vielen Facetten und überraschenden Wendungen. Alles ist nachvollziehbar geschrieben und Wulf Dorn schreibt in einer einfach zu lesenden Art und unbekannte Begriffe werden gut erklärt.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover gefällt mir außerodentlich gut. Es sticht ins Auge und macht neugierig. Dazu der Buchtitel der einiges vermuten lässt. Dazu passt das Cover zu einem Teil aus dem Buch, wo ich direkt an das Cover denken musste.
 
Fazit: 
Dieses Buch muss man einfach lesen, wenn man auf guten Thriller steht, da es durch Spannung und viele Facetten absolut empfehlenswert ist. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.