[Rezension] C.C. Hunter- Shadow Falls Camp: Geboren um Mitternacht

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Titel: Shadow Falls Camp- Geboren um Mitternacht
Originaltitel: Born at Midnight 

Autor: C.C. Hunter
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Fischer FJB (Juni 2012)
ISBN: 978-3841421272
Broschierte Ausgabe: 512 Seiten
Preis: 14,99 €

 

Kurzbeschreibung:
In Kylies Leben geht alles schief: Ihre Eltern lassen sich
scheiden, ihr Freund hat Schluss gemacht, und ihre Mutter schickt sie
auch noch in ein Sommercamp. Doch Shadow Falls ist anders: Hierher kommt
nur, wer übernatürliche Kräfte hat – Feen, Hexen, Vampire,
Gestaltwandler und Werwölfe. Auch Kylie soll besondere Fähigkeiten haben
– wenn sie nur wüsste, welche …
Doch plötzlich wird das Camp
bedroht. Nur, wenn sie alle ihre besonderen Kräfte gemeinsam einsetzen,
werden sie die übermächtigen Feinde besiegen können. 
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Schon als Kind liebte C.C. Hunter Glühwürmchen, lief am liebsten barfuß
und rettete mögliche Märchenprinzen in Form von Fröschen vor ihren
Brüdern.
Auch wenn sie heute meist Schuhe trägt, ist sie immer noch von
Glühwürmchen fasziniert. Sie rettet inzwischen nicht mehr nur Frösche,
sondern auch andere Tiere, und hat einen Märchenprinz gefunden. Mit ihm,
drei Katzen und einem Hund lebt sie in Texas – und wenn sie nicht
gerade liest, schreibt, oder Zeit mit ihrer Familie verbringt,
fotografiert sie gerne. 
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:

Nachdem Kylies Eltern sich scheiden lassen, ihre Oma gestorben ist und auch ihr Freund Trey mit ihr Schluss gemacht hat, muss Kylie nun auch noch in ein seltsames Sommercamp. Sie ist der festen Überzeugung, dass ihre Mutter sie los werden will. Im Camp angekommen merkt sie schnell, dass es kein gewöhnliches Camp ist. Im Shadow Falls Camp lernen Feen, Vampire, Werwölfe, Hexen und andere Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten mit diesen umzugehen und sich in die Gesellschaft zu  integrieren. Doch Kylie ist sich keiner Fähigkeit bewusst und weiß nicht, was sie da soll. Und als hätte sie nicht so schon genug Probleme, verliebt sie ich auch noch in zwei sehr unterschiedliche Jungs…
Die Geschichte beginnt recht ruhig und es wird erst mal ein sehr großes Augenmerk auf die Teenagerprobleme von Kylie gelegt. Diese sind authentisch ausgearbeitet und wirken nicht übertrieben. Neben den Teenagerproblemen, verfolgt Kylie auch noch ein Geist und hinter allem steht die Frage, ist sie auch ein übernatürliches Wesen?
Die Bedrohung des Campes, die in dem Klappentext erwähnt ist, passiert hier eher am Rande und auch erst sehr spät. So ist es zwar eine unterhaltsame, aber keineswegs tiefgründige Geschichte. Ein Spannungsbogen ist ebenfalls nur am Rande vorhanden, nimmt aber zum Schluss etwas zu.
Die Handlung ist größtenteils vorhersehbar, aber das Ende hat mich dann doch überrascht und gefesselt.
Der besondere Reiz des Buches, macht für mich die Vielfalt der Fantasywesen aus. In vielen Büchern gibt es nur ein bis zwei Arten, hier treffen aber so viele unterschiedliche aufeinander, dass Ärger vorprogrammert ist. Das hat mir einfach sehr gut gefallen. Dazu sind diese Wesen sehr detailliert und faszinierend ausgearbeitet.
Kylie verliebt sich sehr schnell in zwei sehr unterschiedliche Jungs, einmal die Fee Derek und einmal den Werwolf Lucas. An sich mag ich nicht gerne Dreiecksbeziehungen, aber hier ist sie gut ausgearbeitet und sehr komplex, zwar verlieben sich die Protagonisten teils zu schnell, aber das ist ja leider häufig so bei Jugendbüchern.
Die Protagonisten: 
 
Kylie ist ein sympathisches Mädchen, das gerade einiges durchmachen muss. Sie entwickelt sich in dem Buch ziemlich, was mir gut gefällt. Ich konnte mich insgesamt sehr gut in sie hineinversetzten.
Derek tut alles für Kylie und ist immer für sie da. Er ist einfach total liebenswürdig und ein toller Protagonist.
Lucas dagegen wirkt eher gefährlich und wild. Er verbirgt seine Gefühle oft und wirkt ziemlich geheimnisvoll. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mehr über ihn zu erfahren.
Alle Protagonisten sind liebevoll und überzeugend ausgearbeitet.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist einfach gehalten und locker zu lesen, dazu oft in Jugendsprache verfasst. Dabei kommt keine Langeweile auf, obwohl es nicht übermäßig spannend ist.

Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Kylie verfasst (personaler Erzähler) und obwohl es nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist, konnte ich mich gut in Kylie hineinversetzten. 

 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover wurde so vom Original übernommen und ich finde es total ansprechend. Der Hintergrund ist silber gehalten und glänzt sehr schön. Mit dem Schriftzug und den Farben wirkt es sehr stimmig.
Der Titel ist ebenfalls aus dem Original übernommen und passt zu der ganzen Geschichte.
Fazit: 
Alles in allem ist „Shadow Falls Camp“ ein gutes Buch für Zwischendurch, ohne viel Tiefgang, aber mit authentischen Teenagerproblemen, gewürzt mit übernatürlichen Fähigkeiten.
Hintergrundinformationen
– Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Reihe, es wird mindestens 5 Bände 
  geben.
– Band 2 und 3 sind im Original schon erschienen, Band 4 erscheint im November 2012, 
  Band 5 erscheint im April 2013.
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick

[Rezension] E. L. Greiff- Zwölf Wasser: Zu den Anfängen

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Titel: Zwölf Wasser- Zu den Anfängen

Autor: E. L. Greiff
Genre: Fantasy
Verlag: dtv (August 2012)
ISBN: 978-3423249140
Taschenbuch: 608 Seiten
Preis: 16,90 €
  
Kurzbeschreibun:
Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die
Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber
die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine
weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur
Wasser …
Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser
verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges
Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den
langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom
Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der
sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach
Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt
retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?
Quelle: Verlag

Über den Autor:

E. L. Greiff, 1966 in Kapstadt geboren, lebt heute in den Niederlanden.
Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik, anschließend
zahlreiche freie Regiearbeiten. Die Fantasy-Trilogie ›Zwölf Wasser‹ ist
ein Romandebüt. 
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:

Die Undae, die auch hohe Frauen genannt werden, sind eng mit dem Wasser verbunden und sammeln seit jeher die Erinnerungen der Welt. Sie reden nicht und mischen sich nicht ein. Doch als die zwölf Quellen versiegen und die Menschlichkeit dadurch unterzugehen droht, handeln sie zum ersten mal und drei von ihnen begeben sich auf die Reise um die Quellen zu retten. Begleitet werden sie von tapferen Soldaten. Später stößt dann auch ein junger Falkner hinzu und die Zeit rennt, denn ohne die Menschlichkeit werden die Menschen untergehen.
Dieses Buch ist ein wunderbares High Fantasy Abenteuer. Es entführt in eine wunderbare und völlig fremde Welt. Allerdings muss man sich völlig auf das Buch einlassen. Es ist keine einfache Lektüre für zwischendurch. Der Leser muss dabei sehr aufmerksam sein. Das liegt zum Einen daran, dass es viele unbekannte Begriffe (selbst für Jahre, Tage, etc. werden andere Bezeichnungen verwendet), Völker und Länder gibt und zum anderen die Philosophie hinter dem Buch viel Aufmerksamkeit erfordert.
Hinter allem steht die Frage, was macht Menschlichkeit aus und merkt ein Mensch, dass ihm diese Eigenschaften fehlen, wenn diese nach und nach verschwinden?
Ich gebe zu, am Anfang fiel es mir nicht einfach mit dem Buch zurecht zu kommen. Die vielen unbekannten Völker, Begriffe, Namen und Länder haben mich sehr verwirrt. Ich musste oft im Anhang nachgucken, um die Zusammenhänge verstehen zu können und einen Überblick von der Welt zu erhalten, wo „Zwölf Wasser“ spielt. Aber nachdem ich die anfänglichen Probleme überwunden habe, bin ich völlig in die wunderbar detaillierte und faszinierende Welt des Buches eingetaucht. 
Je mehr ich gelesen habe, desto weniger wollte ich, dass das Buch endet.
Der Plot ist sehr gut durchdacht und es wert auch nach dem Lesen noch darüber nachzudenken. Der Aspekt der Menschlichkeit hat mich sehr in seinen Bann gezogen.
Mir war allerdings der Beginn des Buches zu lang. Es hat sehr lange gedauert bis die Handlung so weit vorangegangen ist, dass endlich der Klappentext sich erfüllt. Auch zwischendurch gab es ein paar Abschnitte die mir zu langatmig waren oder überflüssig erschienen. Da fiel es mir sichtlich schwer weiter zu lesen. Dann gab es aber auch wieder spannende und für mich sehr faszinierned Abschnitte, die mich regelrecht in ihren Bann gezogen haben.
Besonders gut hat mir gefallen, dass der Leser nach und nach in die Geheimnisse eingeweiht wird und es immer wieder überraschende Wendungen gibt.

Die Protagonisten: 
 
Am besten gefallen haben mir da die Undae. Sie sind mystische Frauen, die auch die eine oder andere Fähigkeit haben und zu Beginn sehr unnahbar wirken. Sie haben das Lesen der Geschichte für mich sehr bereichert.
Bei den anderen Protagonisten hatte ich zu Beginn so meine Probleme. Es gibt sehr viele Protagonisten, die unterschiedlich viel beleuchtet werden.
Nach einiger Zeit sind mir aber Felt und Babu, die beiden Hauptprotagonisten doch ans Herz gewachsen.
Felt ist ein Soldat, der zuerst nur Befehle ausführt, aber sich nach und nach entwickelt und in seine Rolle hineinwächst.
Babu, der junge Falkner, ist sehr auf Rache aus, liebt seinen Falken und wird zunehmend stark und ist insgesamt ein faszinierender Protagonist. 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist die meiste Zeit sehr detailliert und bildhaft. In Kampfsituationen oder wenn die Soldaten Bericht erstatten, wird er allerdings teilweise sehr abgehackt, was etwas irritierend ist, mich aber nicht übermäßig gestört hat. Stellenweise ist der Schreibstil sehr spannend, stellenweise aber auch langatmig.

 

Die meiste Zeit wird die Geschichte aus Felts oder Babus Sicht geschildert (personaler Erzähler). 

 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist wunderschön und passt sehr gut zu dem Buch. Die ganze Gestaltung ist ein richtiger Hingucker. Ich liebe solche Cover.
Der Buchtitel passt ebenfalls sehr gut und macht neugierig. Meiner Meinung nach, ist er eine gute Wahl.
Fazit: 
„Zwölf Wasser- Zu den Anfängen“ ist ein guter High Fantasy Roman, mit einigen Schwächen. Wer aber „Herr der Ringe“ liebt, wird auch gefallen an diesem Buch finden.

Vielen herzlichen Dank an den Blog Reading Out Loud und dem deutschen Taschenbuch Verlag für dieses Buch.

 Hintergrundinformationen:
Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie.
– Band 2 erscheint im Oktober 2013 und Band 3 im Oktober 2014.
– Hier findet ihr die Homepage zu dem Buch: Klick
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick 

[Rezension] Daniel Defoe- Robinson Crusoe

Titel: Robinson Crusoe
Autor: Daniel Defoe
Genre: Kinder- und Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 12-13 Jahre)
Verlag: Arena (1999)
ISBN: 978-3401002569
Taschenbuch: 312 Seiten
Preis: Neu nicht mehr erhältlich

 

Kurzbeschreibung:
Der Kaufmann und Seefahrer Robinson Crusoe wird nach einem Schiffbruch
als einziger Überlebender auf eine unbewohnte Insel verschlagen. Er
kämpft ums Überleben – gegen Unwetter, gegen Kannibalen und gegen die
Einsamkeit. Er errichtet eine Hütte, baut Getreide an, jagt, stellt
Kleidung, Werkzeuge und Waffen her. Nach 28 abenteuerlichen Jahren auf
der Insel wird Robinson Crusoe schließlich von einem englischen Schiff
gerettet und kehrt nach England zurück.
Quelle: Klappentext

Über den Autor:

Daniel Defoe, 1660-1731, wurde in London als Sohn eines Fleischers
geboren. Defoe hatte ursprünglich puritanischer Geistlicher werden
sollen, entschied sich dann aber für die kaufmännische Laufbahn, wo er
allerdings bald scheiterte. Er versuchte sich in mehreren Berufen. Aus
dem Wunsch heraus, die praktischen Lebensbedingungen seiner Landsleute
zu verbessern, gab er nacheinander mehrere Zeitschriften heraus und
verfasste zahlreiche zum Teil satirische Artikel. Ein heftiger Angriff
gegen die religiöse Unduldsamkeit der anglikanischen Kirche brachte ihn
sogar an den Pranger, wo ihm das Volk jedoch begeistert zujubelte. Nach
einem Gefängnisaufenthalt änderte er seinen ursprünglichen Namen (Daniel
Foe) in Defoe. Er starb am 26.4.1731 in London. 

Quelle: Buch


Rezension

 

Die Geschichte:

Robinson Crusoe ist eine Geschichte, die jeder kennt und jeder einmal in seinem Leben gelesen haben sollte.
Als Robinson, der Sohn eines Kaufmanns, gegen den Willen der Eltern, zur See geht, erleidet sein Schiff Schiffbruch. Er strandet als einziger Überlebender auf einer einsamen Insel und beginnt sich durchzuschlagen. Detailliert wird beschrieben, wie er mit primitiven Hilfsmitteln, Ideenreichtum und Gottvertrauen überlebt. Als er eines Tages einen Eingeborenen vor Kannibalen rettet, ist er nicht mehr allein und tauft den Mann auf den Namen Freitag.
So übersteht er ganze 28 Jahre und wird schließlich gerettet.
An Robinson Crusoe gefällt mir besonders gut, mit welchem Ideenreichtum Robinson sich auf der Insel zu helfen weiß. Er gibt nicht auf und findet eine Möglichkeit fernab seiner gekannte Zivilisation, zurecht zu kommen. Diese Beschreibungen sind sehr detailliert und laden zum Träumen ein. 
Das ganze Buch wirkt sehr authentisch und passt in die damalige Zeit. So wirkt es für unsere heutige Zeit vielleicht befremdlich, dass Freitag, nachdem er gerettet wurde, Robinsons Diener wird und sich gleich herunterstuft, nur weil er Dunkelhäutig ist. In der damaligen Zeit, ist das aber völlig normal und somit, auch wenn es nach heutigen Maßstäben rassistisch ist, völlig legitim. Man muss sich bei dem Buch einfach vor Augen halten, wie alt es ist und in was für einer Zeit Daniel Defoe gelebt hat. Dadurch gibt das Buch aber auch viel Stoff zum Nachdenken.
Besonders spannend ist das Buch zwar nicht verfasst, da besonders der Teil auf der Insel der als Tagebuch verfasst ist, teilweise durch Aufzählungen besticht, aber die ganze Idee ist interessant und ich hatte viel Spaß daran zu verfolgen, wie Robinson sich zurechtfindet und sein Leben auf der Insel aufbaut.

Die Protagonisten: 
 

Robinson ist ein risikofreundlicher junger Mann, der etwas erleben möchte. In den 28 Jahren auf der Insel macht er dann einen enormen Reifeprozess durch und entwickelt sich sehr stark. Besonders gut gefällt mir, wie er mit der ganzen Situation und der Einsamkeit umgeht.
Freitag ist ein kluger, liebenswürdiger und treuer Mann, der alles für Robinson tun würde. Er war schon immer mein Lieblingsprotagonist in der Geschichte von Robinson Crusoe.
Beide wirken für die damalige Zeit sehr authentisch und glaubhaft ausgearbeitet. 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, da er  nicht so einfach gehalten ist, wie heutzutage. Es gibt oft verschachtelte und lange Sätze mit einer etwas altertümlichen Sprache. Dennoch würde alles andere nicht dazu passen, da die Geschichte des Buches schon so alt ist.

Es ist aus der Ich-Perpektive von Robinson verfasst.

 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover passt zu dem Buch und es gefällt mir ganz gut, da man direkt Freitag und Robinson auf der Insel sieht.
Der Titel ist allseits bekannt und ein Markenzeichen von der Geschichte um Robinson.
Fazit: 
Robinson Crusoe ist ein Klassiker, den jeder einmal in seinem Leben gelesen haben sollte. Allerdings darf man nie vergessen, in welcher Zeit der Autor gelebt hat und wie alt die Grundgeschichte ist.

[E-Book-Rezension] Roxann Hill- Für ein Ende der Ewigkeit (Lilith-Saga)

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Titel: Für ein Ende der Ewigkeit (Lilith-Saga)
Autor: Roxann Hill
Genre: Fantasy 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B008LB4NW6
E-Book: 586 Seiten
Preis: 2,99 €
   
Kurzbeschreibung:
Als sich die unter Amnesie leidende Lilith nahezu gleichzeitig in
Asmodeo und Johannes verliebt, ahnt sie nicht, dass sie damit eine nicht
aufzuhaltende Welle von Ereignissen in Gang setzt, die sie in akute
Lebensgefahr bringen. Denn nicht nur die beiden rivalisierenden Männer
hüten ein dunkles Geheimnis, sondern es gibt auch einen Grund, warum
sich Lilith nicht an ihr früheres Leben erinnern kann.
Zu spät erkennt Lilith, dass eine unvorstellbar böse Macht nur darauf gelauert hat, ihre Spur wieder aufzunehmen.
Quelle: Blog der Autorin

Rezension

 

Die Geschichte:

Lilith ist an sich ein ganz normales Mädchen, allerdings hatte sie mit 14 einen schweren Autounfall, bei dem ihre Etern starben. Seitdem leidet sie unter einer schweren Amnesie und erinnert sich nicht an ihre Vergangenheit. Ihre Großmutter hat sie bei sich aufgenommen und kümmert sich seitdem liebevoll um sie. Jetzt 4 Jahre später, verliebt sie sich und das gleich zweimal. Johannes und Asmodeo haben auf den ersten Blick viel gemeinsam. Beide sind reich, sehen mehr als gut aus und würden für Lilith alles tun. Doch nach und nach wird klar das mehr hinter den Männern steckt und auch sich hinter Liliths Amnesie ein Geheimnis versteckt. Und wären ihre Männerprobleme noch nicht genug, scheint irgendwas nach ihrem Leben zu trachten. So nehmen die Geschehnisse ihren Lauf.
Zu Beginn von „Für ein Ende der Ewigkeit“ gerät der Leser immer mehr in die Dreiecksbeziehung zwischen Lilith, Johannes und Asmodeo. Es wird schnell klar, was Lilith an den beiden Männern so anziehend findet und erlebt wunderbar ihre Emotionen mit. Es knistert förmlich zwischen den einzelnen Protagonisten. Zwar mag ich normalerweise keine Dreiecksbeziehungen, aber hier war ich völlig gefesselt und sehr gespannt darauf, für wen Lilith sich entscheidet. 
Am Anfang ist die Geschichte nicht übermäßig spannend, fasziniert aber durch Geheimnisse und romantische Liebesszenen. Gegen Ende steigert sich der Spannungsbogen deutlich und es gibt ein tolles Finale mit dem ich zu Beginn nie gerechnet hätte. 
Nach und nach lüftet Roxann Hill die Geheimnisse und Hintergründe von Lilith, Johannes und Asmodeo und die Entwicklung gefällt mir wirklich gut.
Mein persönliches Highlight in dem Buch ist, dass es eine Passage in Wacken (das größte Metallfestival der Welt) gibt. Ich musste da so oft schmunzeln und auch lachen, da ich die Situation da kenne und vieles haargenau zutrifft.
Was mir dazu noch gut gefallen hat, ist einfach die Idee, dass der Teufel sich einen menschlichen Körper sucht, um sich zu verlieben. Dadurch möchte er das Gute ein für allemal besiegen. Es ist mal was anderes und die Entwicklung dieser Grundidee ist sehr gelungen.

Die Protagonisten: 
 
Lilith ist eine selbstbewusste Protagonistin, die weiß was sie will und deren Unabhängigkeit ihr am wichtigsten ist. Als sie sich in Johannes und Asmodeo verliebt gerät sie in einen riesigen Zwiespalt. Sie ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen, da sie trotz ihrer Amnesie oder ihren Ängsten nie unterkriegen lässt und stets zur ihrer Persönlichkeit steht. Außerdem lässt sie sich nicht von dem Geld der Männer beeindrucken, sondern guckt hinter die Fassade.
Johannes ist zuerst schwer zu durchschauen. Ich hatte immer das Gefühl, dass mehr hinter ihm steckt. Nach und nach ergründet Lilith seine Vergangenheit und somit wird klar, wieso ich dieses Gefühl hatte. 
Bei Asmodeo weiß man hingegen sehr schnell, woran man ist. Er übernimmt den „bösen“ Part. Er entwickelt sich aber wahnsinnig in dem Buch und die Liebe zu Lilith ist so ehrlich, dass es einfach wundervoll ist. Auch nach Beendigung des Buches kann ich mich nicht entscheiden, welchen der beiden Männer ich mir für Lilith wünsche. Ich kann sie da wirklich gut verstehen.
Alle Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.
   
Der Schreibstil:  
Der Schreibstil ist locker, mit viel Humor und emotionsreich. Man kann das Buch wirklich gut lesen.

Es ist hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Lilith geschrieben, so dass man als Leser sehr nahe am Geschehen dran ist und ihre Gefühle hautnah miterlebt. Dazwischen gibt es immer mal wieder Abschnitte, die aus Asmodeos Sicht (personaler Erzähler) geschrieben sind, so dass man als Leser sehr gut hinter seine Fassade gucken kann. Diese Abschnitte sind kursiv gehalten, was mir gut gefällt, weil man dann nicht durcheinander kommt.
  

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist zwar schön und stimmig, aber durch das Mädchengesicht nicht so ganz mein Fall. Es gibt einfach zu viele solche Cover.

Den Titel finde ich interessant und auf der Grundidee basierend passend.

Fazit: 
Die Grundidee von „Für ein Ende der Ewigkeit“ ist ganz nach meinem Geschmack. Die Handlung wird durch tolle Protagonisten und einem ansprechenden Schreibstil unterstützt. Wer romantische Dreiecksbeziehungen mit einer tollen Hintergrundgeschichte mag, sollte das Buch auf jeden Fall lesen.


Vielen herzlichen Dank an Roxann Hill für die Bereitstellung des E-Books.


Hintergrundinformationen:

Dieses E-Book ist der erste Band von sechs.
– Band zwei wird bald erscheinen.
– Hier findet ihr den Blog der Autorin: Klick
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[Rezension] Leigh Bardugo- Grischa: Goldene Flammen

Titel: Grischa – Goldene
Flammen
Originaltitel: Shadow and Bone. The Grisha, Book One

Autor: Leigh Bardugo
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Carlsen (August 2012)
ISBN: 978-3551582850
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Preis: 17,90 €

Kurzbeschreibung :
Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des
Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund
seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst,
der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall
rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da
genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die
Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen
der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich
angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?
Quelle: Verlag
 

Rezension

Die Geschichte:
„Grischa“ spielt in einer fiktiven Welt, die einen starken russischen Touch hat. Dort gibt es die sogenannten Grischa, die besondere Fähigkeiten haben, wie Heilen, die Elemente kontrollieren und vieles mehr. Alina scheint zunächst ein ganz gewöhnliches Mädchen zu sein, das als Waise aufgewachsen ist. Sie arbeitet in der Armee des Zaren als Kartografin und ist still und unauffälig. Als dann aber ihr große, heimliche Liebe Maljen auf der Schattenflur (einem Landstrich voller Dunkelheit mit menschenfressenden Monstern) in Lebensgefahr gerät, scheint sie ihn zu retten. Allerdings kann sie sich nicht erklären, wie und hält das alles für ein Missverständnis. Ohne ihren Willen zu beachten wird sie von Maljen getrennt und lebt fortan bei den Grischa. Der Dunkle, ein besonders mächtiger und furchteinflössender Grischa, scheint ein außergewöhnliches Interesse an Alina zu haben und so nimmt Alinas Geschichte ihren Lauf.Zu Beginn des Buches hatte ich ein paar Probleme in die Welt hineinzufinden, da es einige unbekannte Begriffe gibt und ich dadurch etwas durcheinander gekommen bin. Aber nachdem dieser Punkt überwunden war, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.
 
Leigh Bardugo erschafft eine interessante, faszinerende und fesselnde Welt, die zuerst gar nicht so magisch wirkt. Einzig die Grischa haben magische Fähigkeiten, durch die sie sich überlegen fühlen.Die Handlung konnte mich immer wieder überraschen und es gibt so viele Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, dass ich mich dem Bann des Buches nicht entziehen konnte. Dabei strotzt es vor solchen Emotionen, dass ich stellenweise Tränen in den Augen hatte, permanent mit Alina mitgefiebern musste und einfach mitten im Geschehen war.
Der Spannungsbogen beginnt sehr seicht und steigert sich im Laufe des Buches zu einem grandiosen Finale mit einem Ende, dass den Leser ungeduldig auf den nächsten Band warten lässt.
Die Liebesgeschichte in dem Buch ist zwar wichtig, nimmt aber nicht Überhand, sondern ist perfekt in die Gesamthandlung eingegliedert.
 
Die Protagonisten:

Alina ist an sich eine nette, sympathische, aber sehr unauffällig Protoganistin, die gar kein Selbstbewusstsein hat. Ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und habe es geliebt ihre Entwicklung zu verfolgen. Sie verändert sich hier sehr stark und findet so zunehmend zu sich selber, denn einen Teil von ihrem Wesen hat sie so gut versteckt, dass nicht einmal sie weiß, dass es diesen Teil gibt. Ihr Liebe zu Maljen bleibt ihr stets erhalten und hilft ihr in den dunkelsten Stunden.
Maljen ist an sich ein wirklich toller Protagonist, allerdings nimmt er zu Beginn die Freundschaft mit Alina als zu selbstverständlich hin. Er nimmt in der ganzen Handlung zunächst nicht viel Raum ein, ist aber für Alina da, wenn sie ihn braucht. Das gefällt mir gut.
Der Dunkle bleibt bis fast ganz zum Schluss undurchschaubar und hat mich mit seinen Handlungen oft in die Irre geführt. Er macht das Buch zu einem spannenden und wahren Lesegenuss.
Alle Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und passen in die Handlung des Buches.
 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Er ist eingängig und stellenweise sehr detalliert, kommt aber ohne übertriebene Schnörkel aus. Leigh Bardugo schreibt oft sehr emotional und flüssig zu lesen.Die Geschichte wird aus Alinas Sicht erzählt (Ich-Erzähler), so dass der Leser sehr gut ihre Gefühle und Handlungsweisen nachvollziehen kann.
 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover gefällt mir gerade durch seine Einfachheit und sticht aus der Masse der Jugendbücher heraus.
Der Buchtitel passt perfekt zu der Handlung, da es viel um die Grischa geht. Der Untertitel passt zu Alinas Fähigkeit, die ich hier mal offen lassen.
 
Fazit: 
Alles in allem hat mir „Grischa“ nach anfänglichen Schwierigkeiten außerordentlich gut gefallen. Es übt eine ganz besondere Faszination auf mich aus und besticht durch ein wunderbares Setting, tollen Protagonisten und starken Emotionen.