[Rezension] Barbara Laban- Im Zeichen des Mondfestes

Barbara Laban: Im Zeichen des Mondfests
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Titel: Im Zeichen des Mondfestes

Autor: Barbara Laban
Genre: Kinder- und Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 11-13 Jahre)
Verlag: Carlsen Verlag GmbH (September 2012)
ISBN: 978-3551520487
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Preis: 12,95 €

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Kurzbeschreibung laut Amazon:

O nein! Sienna muss umziehen, ausgerechnet nach China. Alles ist Sienna
fremd hier, ihr Vater ist ständig unterwegs und die Haushälterin Ling
quält sie mit chinesischen Schriftzeichen und seltsamem Essen. Doch dann
entdeckt Sienna einen unfassbaren Betrug und plötzlich ist sie auf der
Flucht – in einem Land, dessen Sprache sie nicht versteht. Zum Glück hat
sie den Jungen Langlang an ihrer Seite und Rufus, ihren unsichtbaren
Hund. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was Lings kriminelle
Machenschaften und das Verschwinden von Siennas Mutter vor einiger Zeit
miteinander zu tun haben. Und die Spur führt sie zum Tempel des
duftenden Bergs …
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Barbara Laban, Jahrgang 1969, studierte Sinologie und Japanologie in
München, London und Taipei. Anschließend zog sie nach Amsterdam und
arbeitete dort unter anderem als Studienleiterin am Zentrum für
chinesische Medizin. Nach einem längeren Aufenthalt in China war sie in
den letzten Jahren als Übersetzerin für Fachliteratur der traditionellen
chinesischen Medizin tätig. „Im Zeichen des Mondfests“ ist ihr erstes
Kinderbuch. Heute lebt Barbara Laban mit ihrem Mann und ihren beiden
Töchtern in London.
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Nachdem Siennas Mutter schon Monate vermisst wird, muss sie mit ihrem Vater nach China ziehen. Ihr Vater muss da arbeiten und hat nur noch wenig Zeit für sie. Sie ist alles andere als glücklich darüber in ein völlig fremdes Land zu ziehen. Und als ob das noch nicht genug wäre, kümmert sich die unfreundliche Haushälterin Ling um sie. Als Sienna eine unglaubliche Entdeckung macht, muss sie fliehen. Zum Glück hilft ihr der Junge Langlang, der ihre Mutter zu kennen scheint und eine abenteuerliche Reise beginnt. Untersützt wird Sienna auch durch ihren unsichtbaren Hund.

Zu Beginn lernt man Sienna kenne, die auf dem Weg nach China ist. Der Einstieg ist sehr leicht möglich und man ist direkt in der Geschichte drin.

Mir gefällt der Handlungsort China sehr gut, weil mich die asiatischen Länder schon lange interessieren. Das ist hier gut umgesetzt. Neben der Haupthandlung tauchen immer wieder Aspekte aus China auf, wie z.B. die Schriftzeichen. 
Die Idee mit den unsichtbaren Tieren, die Kinder begleiten und ihnen helfen, hat mich zuerst irritiert, aber dann habe ich diese Tiere als große Bereicherung der Handlung und als faszinierend empfunden. Die Umsetzung der unsichtbaren Tiere ist zauberhaft und vielfältig. Dazu ist hier das Thema Freundschaft sehr wichtig und das Buch vermittelt wichtige Werte.
Die Spannung baut sich nach und nach auf und es macht Spaß Sienna bei ihrer Suche nach ihrer Mutter zu begleiten. Es ist ein nettes Buch für zwischendurch und vor allem für junge Leser lesenswert.

Die Protagonisten: 
 

Sienna muss man einfach ins Herz schließen. Von der ersten Seite habe ich mit dem Mädchen mitgefühlt. Sie trauert um ihre Mutter, gibt aber nie die Hoffnung auf, dass sie noch lebt und akzeptiert sogar, dass ihr Vater nie Zeit für sie hat. Sie ist ein liebes und tapferes Mädchen, dass es nicht leicht hat, da sie zu Beginn noch nicht einmal viel chinesisch sprechen kann. Sie ist sehr glaubhaft, authentisch und wunderbar ausgearbeitet, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.
Langlang schließt sich Sienna an, da er ihre Mutter gekannt hat und sein bester Freund, den er als großen Bruder bezeichnet, mit ihr verschollen ist. Gemeinsam geben sie nicht auf und er ist mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen. Er hatte eine schwere Kindheit, hat sich aber nie entmutigen lassen. Er ist ebenfalls ein gut ausgearbeiteter Protagonist.
Die unsichtbaren Tiere sind mein Highlight in dem Buch gewesen und haben mich des Öfteren zum schmunzeln gebracht.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist einfach und locker gehalten. Dabei aber spannend, zauberhaft, lebendig und emotionsreich.

Die Handlung wird aus Siennas Sicht geschildert (personaler Erzähler). 


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir richtig gut. Es passt zu China und zu der Handlung, ist stimmig und richtig schön.
Der Titel passt ebenfalls gut zu der Handlung, weil das Mondfest eine große Bedeutung hat.

Fazit: 
Mir hat „Im Zeichen des Mondfestes“ gut gefallen. Es ist ein zauberhaftes Kinderbuch und es lohnt sich das Buch zu lesen.
 

Vielen herzlichen Dank an Buchbotschafter und dem Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 


Hintergrundinformationen:
Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
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[Rezension] Marie Lu- Legend: Fallender Himmel

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Titel: Legend- Fallender Himmel
Originaltitel: Legend

Autor: Marie Lu
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-17 Jahre)
Verlag: Loewe (September 2012)
ISBN: 978-3785573945
Gebundene Ausgabe: 363 Seiten
Preis: 17,95 €

 

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Kurzbeschreibung:

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche
Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe
entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind
sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der
unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet
zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein
Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist
sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen
Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen.
Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June,
dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan
ist. „Fallender Himmel“ ist der erste Band der Legend-Trilogie. 
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in
Texas, bevor sie an der University of South California studierte. Vor
ihrem Erfolg als Autorin arbeitete sie als künstlerische Leiterin bei
einem Unternehmen, das Videospiele produziert. 
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
In einer dystopischen Welt, die im Krieg lebt, wachsen June und Day ganz unterschiedlich auf. June wird als Agentin ausgebildet und hat die Aufgabe Verbrecher und Menschen, die gegen das Regime der Republik arbeiten zu finden und zu töten. Day dagegen ist der meistgesuchte Verbrecher der Republik. Als dann Junes geliebter Bruder von Day bei einem Einbruch in ein Krankenhaus getötet wird, heftet sie sich an seine Spur, angetrieben durch den Wunsch nach Rache und Vergeltung. Als sie ihn aber gefunden hat, scheint nicht alles so zu sein, wie sie gedacht hat.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Als Leser lernt man das Leben von June und Day kennen und ich hatte keinerlei Probleme mir das Setting der Handlung vorzustellen. Es spielt in Los Angeles im Jahre 2130. Und es ist sehr überzeugend dargestellt, wie unterschiedlich die armen und die reichen Menchen dort leben. Alles wirkt glaubhaft und authentisch.
Die Mischung aus einer Agentengeschichte und einer Dystopie, hat mir sehr gut gefallen. Dabei war es sehr faszinierend Junes Weg zu Day zu verfolgen und wie sie ihm näher kommt. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Hauptfokus erst einmal auf dem Schicksal von June und Day liegt und nur nebensächlich die Machenschaften der Regierung auftreten. Das bietet mal eine erfrischende Abwechslung zu den Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Die Handlung hat mich von Beginn an gepackt und nimmt im weiteren Verlauf immer mehr Tempo auf und ist durchweg spannend. Dazu gab es ein paar überraschende Wendungen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Zwar verrät die Kurzbeschreibung schon einiges, was ich etwas schade finde, aber dennoch hat es mir gefallen zu sehen, wie es dazu kommt und was im einzelnen dazu führt.
Wie in vielen Jugendbüchern gibt es auch ein paar Liebesszenen, aber die sind eher hintergründig und fügen sich perfekt in die Haupthandlung ein.
Leider bleiben noch viele Aspekte und Hintergründe offen und nicht alle Fragen sind am Ende geklärt, was aber nicht so sehr ins Gewicht fällt, da es ein Auftakt ist und ich denke, dass im Folgeband mehr Aufklärung erfolgt.

Die Protagonisten: 
 
June ist super intelligent, hübsch, hat eine starke Persönlichkeit und tut alles für ihre Überzeugungen und obwohl sie hinter der Regierung steht, bleibt sie stets kritisch und bildet sich ihre eigene Meinung. Sie verändert sich sehr in dem ganzen Buch und revidiert ihre Ansichten, aber erst nachdem sie Beweise hat. Das hat mir gut gefallen, weil ich so ihren Sinneswandel gut nachvollziehen konnte.
Day, der ein Leben als Verbrecher führt, ist mir direkt sympathisch gewesen, da er sich stets um andere sorgt und für seine Familie alles riskiert. Mir gefällt es, wie er die Regierung zunächst fünf Jahre an der Nase herumführt und sich nicht unterkriegen lässt.
An sich sind beide Protagonisten sehr gut und authentisch ausgearbeitet, wirken aber für fünfzehn Jahre vielleicht etwas zu reif und erwachsen, was aber an dem Leben liegen kann, was sie führen. Immerhin müssen die Kinder dort auch früher arbeiten und somit einfach früher erwachsen werden, so dass mich dieser Aspekt nicht gestört hat.
Auch die Nebenprotagonisten haben mir gut gefallen, da sie sich gut in die Gesamthandlung eingefügt haben.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist jugendlich, einfach gehalten, spannend, emotionsreich und schnell zu lesen. Da es nur wenige unbekannten Begriffe gibt, fällt es einfach leicht einen Zugang zu der Geschichte zu bekommen.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von June und Day beschrieben. Das habe ich als sehr angenehm empfunden, da ich so noch näher am Geschehen und der Gefühlswelt der Protagonisten dran war und noch mehr in die Welt des Buches versinken konnte. 


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist völlig nach meinem Geschmack und besticht durch seine Schlichtheit. Durch das Gold springt es aber auch direkt ins Auge. 
Dazu ist der Titel ansprechend und gibt Stoff zum Nachdenken.

Fazit: 
Ich kann den Hype, den es um dieses Buch gibt, völlig nachvollziehen. „Legend“ hat mich restlos begeistert und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Vielen herzlichen Dank an Literaturschock und dem Loewe-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

 Hintergrundinformationen:
– Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie.
– Band 2 mit dem Namen „Prodigy“ erscheint im Original am 29.01.2013.
– Hier findet ihr dir deutsche Homepage zum Buch: Klick
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
– Hier findet ihr die Homepage von Marie Lu: Klick

Auf dem Blog von Amelie gibt es eine tolle Aktion zu dem Hype des Monats.
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[Rezension] Rainer M. Schröder- Liberty 9: Sicherheitszone

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Titel: Liberty 9- Sicherheitszone

Autor: Rainer M. Schröder
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 12-15 Jahre)
Verlag: cbj (August 2012)
ISBN: 978-3570154649
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Preis: 18,99 €

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Kurzbeschreibung:
Die Zukunft hat schon begonnen.
Kendira beherrscht die Regeln.
Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der
200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger
Abgeschiedenheit und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben
die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus:
Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings.
Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck –
doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie. Der junge
Dante ist kaum mehr als ein Sklave. Kendira darf er sich eigentlich gar
nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die
beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira
misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist
sicher – todsicher.
Quelle: Verlag

Über den Autor:

Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der
profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins
kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen
Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine
Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit
zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit
seiner Frau in den USA.

Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Die Geschichte spielt 59 nach dem Großweltenbrand, der das Leben auf der Erde für immer verändert hat.
In Liberty 9, einer Sichereitszone abgeschieden von anderen Menschen, leben Kendira und ihre Freunde. Ihr größtes Ziel ist bei ihrem Training nach strengen Regeln eine der Besten zu werden und später im Lichttempel zu dienen. Doch was ihre Aufgabe da sein wird, weiß sie nicht. Als sogenannte Electorin glaubt sie zu den Auserwählten zu gehören.
Neben des Electoren gibt es aber noch die sogenannten  Servanten. Die Servanten sind weniger privilegiert und erledigen die schweren Arbeiten und bedienen die Electoren. Für Kendira ist die Welt in Ordnung, doch eines Tages trifft sie Dante, einen Servanten und ihre ganze Weltanschauung gerät aus den Fugen. Denn obwohl sie eigentlich nicht mit ihm sprechen dürfte, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Er ist nicht überzeugt von dem grausamen System in Liberty 9 und hinterfragt vieles, so dass auch Kendira misstrauisch wird.

Zu Beginn lernt man als Leser nach und nach das Leben der Electoren kennen. Diese auserwählten Menschen müssen eine strenge Ausbildung mit strengen Regeln über sich ergehen lassen. Es gibt viele unbekannte Begriffe, die nach und nach beleuchtet werden. Am Anfang hatte ich damit ein paar Probleme, weil ich die Zusammenhänge nicht verstehen konnte. Es gab sehr viele fehlende Informationen, die mir die ersten Seiten erschwert haben, so dass das Buch zuerst keine leichte Lektüre ist. Liberty 9 ist an sich eine recht anspruchsvolle Dystopie, in der man sich erst einmal einfinden muss.

Als die Begriffe und das System, dass hinter der Sicherheitszone steckt, erklärt sind, habe ich einen guten Einstieg in das Leben von Kendira und ihren Freunden erhalten. Nach und nach hat alles Sinn gemacht und sich zu einem gut ausgeklügelten Gesamtbild zusammengefügt.
Es gibt einige interessante Aspekte in dem Buch, die zum Nachdenken anregen, wie z.B. das totalitäre System, dass an der Bibel und dem kirchlichen Glauben orintiert ist. Hier wird wieder deutlich, wie leicht man Menschen doch beeinflussen kann. Vor allem, wenn sie es von klein auf so kennen. Auf mich hat die ganze Sicherheitszone oft wie eine große Sekte gewirkt. Die Idee ist fasziniernd und erschreckend. Die Menschen in Liberty 9 werde dazu hart bestraft, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Diese Bestrafungen sind grausam und zeigen dem Leser schnell, dass in der Sicherheitszone nicht alles blumig ist, obwohl die Electoren eigentlich ein gutes Leben führen.
Die Handlung ist insgesamt sehr spannend und es gibt vor allem zum Schluss viele überraschende Wendungen, die mich in ihren Bann gezogen haben.
Das Ende ist schlüssig und macht Lust auf den Folgeband.
Es bleiben aber insgesamt noch viele Fragen offen, die hoffentlich in den nächsten Bänden geklärt werden.

Die Protagonisten: 
 

Kendira ist zu Beginn noch die blind gehorchende Electorin, die mit ihrem Leben zufrieden ist und nicht den Drang hat mehr über die Hintergründe zu wissen. Sie wirkt naiv und manchmal auch etwas unterkühlt. Durch Dante entwickelt sie Zweifel und sie verändert sich sehr. Ich finde allerdings, dass sie etwas zu schnell auf Dante hört, wenn man bedenkt, dass sie fest an Liberty 9 und ihre Bestimmung geglaubt hat. Dennoch ist sie mir schnell sehr sympathisch geworden. Sie ist eine eindrucksvolle Protagonistin, die nicht nur an sich selber denkt.
Carson ist schon länger in Kendira verliebt und ebenfalls ein Elector. Er glaubt ebenfalls fest an das System, ist aber ein angenehmer Protagonist, der die Geschichte bereichert.
Dante ist mir von der ersten Seite an ans Herz gewachsen. Er lässt sich nicht unterkriegen oder vom System täuschen, ist wissbegierig und stets kritisch. Mir hat es sehr gut gefallen, wie er mit Kendira in Kontakt getreten ist.
Alle Protagonisten sind sehr gut und authentisch ausgearbeitet.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist insgesamt angenehm zu lesen und sehr detailliert. Zwar ist der Beginnn mit vielen unbekannten Begriffen erst einmal schwierig, aber wenn man das überwunden hat, ist der Schreibstil einfach und flüssig zu lesen.
Die meiste Zeit wird die Handlung aus Kendiras Sicht geschildert (personaler Erzähler), es gibt aber auch Passagen aus der Sicht einer der Oberen, die über Liberty 9 herrschen. Diese Passagen haben mir gut gefallen, da sie mich sehr neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung gemacht haben.
 

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist an sich ein richtiger Hingucker, die Farben sind toll und passen zu dem Auge des Mädchens. Allerdings mag ich generell nicht mehr viele Cover, die ein Mädchengesicht tragen, weil es zu viele davon gibt.
Der Titel passt sehr gut zu dem Inhalt und hatte mich neugierig gemacht.

Fazit: 
Alles in allem handelt es sich hierbei um eine gute, spannende und faszinierende Dystopie, bei der man sich von dem Anfang nicht abschrecken lassen darf. Ich freue mich schon auf den 2. Band.

Vielen herzlichen Dank an den cbj-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Hintergrundinformationen

Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Dilogie.
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– Hier findet ihr die Homepage des Autors: Klick

[Rezension] Frances G. Hill- Drachenhaut

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Titel: Drachenhaut

Autor:  Frances G. Hill
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 12-15 Jahre)
Verlag: arsEdition (Juli 2012)
ISBN: 978-3760784533
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 18,99 €

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Kurzbeschreibung:
Böse Gerüchte schwirren unaufhaltsam durch das Land
Mohor: Der Naga, der Gott der Schlangen, soll den Kronprinzen verflucht
haben. Gibt es Rettung für den stolzen jungen Mann? Fernab der höfischen
Ängste und Ränke wächst unterdessen das Waisenkind Lilya behütet im
Haus ihres Großvaters auf. Ihr Leben ändert sich jedoch von Grund auf,
als auch ihr eines Tages der Naga erscheint. Warum greift der
Schlangengott in Lilyas Schicksal ein? Als plötzlich feine Zeichnungen
auf ihrer Haut erscheinen, wird das junge Mädchen zu einer Gejagten,
deren Schicksal mit dem des Prinzen auf geheimnisvolle Weise verwoben
ist und der eine magische Vewandlung bevorsteht. Der neue fantastische
Roman der Autorin von „Sturm im Elfenland“ entführt in eine Welt in der
die Götter über das Schicksal der Menschen bestimmen mitreißend,
geheimnisvoll, sinnlich!
Quelle: Verlag

 

Rezension

 

Die Geschichte:
„Drachenhaut“ beginnt mit einem Prolog, der eine Wette zwischen dem Naga, dem Gott der Schlangen und der Fürstin der Feen zeigt. Diese Wette wird das Leben des Kronprinzen des Landes Mohor für immer verändern. So wird er verflucht und muss fortan als Panther oder hirnloser Zwerg leben und nur ein Tag ist ihm dazwischen als Mensch vergönnt. 
Zur gleichen Zeit wächst das Waisenkind Lilya bei ihrem Großvater auf, der ein großer Magier ist. Von klein auf ist Lilya anders, als ihre Verwandten. Sie hat dunkle Haut und Narben enstellen sie. Doch als eines Tages Zeichen auf ihrer Haut erscheinen, wird alles anders und sie muss fliehen um zu überleben. Und zu allem Überfluss scheint sie etwas mit dem Kronprinzen und dem Naga zu verbinden. 

Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwer gefallen. Zwar ist der Prolog interessant und hat schon mal einen groben Überblick darüber gegeben, wie die Geschichte verlaufen könnte, aber die vielen seltsamen Namen und Begriffe haben mich doch erst sehr verwirrt. Ich brauchte etwas Zeit um mich in die Geschichte einzufinden und ein Bild zu bekommen, in welchem Setting sich die Handlung abspielt. Nachdem mir das gelungen ist, bin ich völlig in die Welt des Buches eingesunken.

Die ganze Handlung und das Königreich haben einen orientalischen Hauch, was mir sehr gut gefallen hat, weil es mal etwas anderes ist. Es ist insgesamt sehr atmosphärisch und besticht durch eine große Liebe zum Detail. 
Die Handlung baut sich langsam auf und es gibt immer wieder Spannungshöhepunkte und überraschende Wendungen. Mir wurde zu keiner Zeit langweilig. Dabei beschreibt das Buch einen langen Zeitraum und es passiert insgesamt sehr viel. Die Handlung ist gut ausgeklügelt und es ist völlig nach meinem Geschmack, dass es hier Magier, Drachen, Götter, Gestaltwandler und Flüche gibt. Die Mischung passt gut zusammen und alles wirkt gut durchdacht. Dabei wirkt die Geschichte in keinster Weise abgekupftert, sondern hat ihren ganz eigenen Reiz und ist originell.

Die Protagonisten: 
 

Lilya ist eine Protagonistin, die mir direkt ans Herz gewachsen ist. Sie ist zwar zu Beginn etwas hochnäsig und von Vorurteilen geprägt, aber sie trägt ihr schweres Schicksal mit Würde und entwickelt sich im Laufe der Handlung sehr stark. Nach und nach erfährt man als Leser mehr über sie und ihre Vergangenheit und begleitet sie auf ihrem schweren Weg.
Der Kronprinz Massinissa wird durch einen Fluch zum Panther Amayyas oder zum
Zwerg Massin. Die verschiedenen Namen haben mich da etwas durcheinander gebracht, aber ich habe schnell Sympathie für ihn entwickelt und musste einfach mit ihm mitfühlen.
Diese beiden Protagonisten sind sehr detailliert und gut ausgearbeitet, alle anderen Protagonisten bleiben leider etwas schwach beleuchtet.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist für ein Jugendbuch recht außergewöhnlich und erinnert etwas an ein Märchenbuch. Die Sprache und Begriffe, die verwendet werden, wirken etwas altertümlich und man muss sich beim Lesen konzentrieren um den Inhalt zu verstehen. Er ist also nicht ganz so einfach, passt aber gut zu dem Gesamtbild des Buches, so dass es mich nicht gestört hat. Dazu ist der Schreibstil bildhaft, fesselnd, emotionsreich und einfach fantastisch.

Die Geschehnisse werden hauptsächlich aus der Perspektive von Lilya geschildert (personaler Erzähler). Es gibt aber auch einige Perspektivwechsel, bei denen die häufigeren die Sicht des Kronprinzen Massinissa zeigen. Das hat mir gut gefallen, da man als Leser so ein besseren Gesamtüberblick erhält. 


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt sehr gut zu der Handlung und wirkt stimmig und wunderschön. Es ist ein Blickfänger.
Der Titel passt ebenfalls gut zu der Handlung, da Drachenhaut in dem Buch eine große Bedeutung hat.

Fazit: 
Mich hat „Drachenhaut“ nach anfänglichen Problemen in seinen Bann gezogen und  mir trotz einiger kleinerer Schwächen ein großes Lesevergnügen geboten. Die Handlung ist originell und das Buch hat seinen ganz eigenen Reiz.

 

 
Vielen herzlichen Dank an den arsEdition-Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.


Hintergrundinformationen:

Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
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[Rezension] Cornelia Funke- Reckless: Lebendige Schatten

Titel: Reckless- Lebendige Schatten

Autor: Cornelia Funke
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: Dressler (September 2012)
ISBN: 978-3791504896
Gebundene Ausgabe: 411 Seiten
Preis: 19,95 €

Kurzbeschreibung:
Das dunkle Märchen geht weiter. Jacob Reckless düstere Abenteuer gehen
weiter. Seinen Bruder Will hat er retten können, doch der Preis war
hoch. Wird sich die Motte auf seiner Brust, Zeichen des Feenfluchs,
lösen und zu ihrer Herrin fliegen, ist Jacob dem Tode geweiht. Ein
Wettlauf gegen die Zeit beginnt und ein Wettkampf mit dem Goyl Nerron um
den einen Schatz. Er kann die Welt auf der anderen Seite des Spiegels
ins Verderben stürzen und ist doch Jacobs einzige Rettung. Gemeinsam mit
dem Mädchen Fuchs kämpft Jacob nicht nur um sein Leben. Der zweite Band
der Spiegelwelt-Reihe von Bestseller-Autorin Cornelia Funke eine
verzauberte Sprach- und Märchenwelt!
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Die Geschichte schließt fast nahtlos an den Geschehnissen des ersten Bandes „Reckless- Steinernes Fleisch“ an. Jacob hat Will von seinem Fluch befreit und muss dafür einen hohen Preis zahlen. Eine Motte befindet sich auf seiner Brust und wenn sie ihn sechs mal gebissen hat, fliegt sie zu ihrer Herrin, einer Fee, zurück und Jacob muss sterben. Jetzt macht er sich auf die Suche nach einem Gegenmittel. Fuchs ist wie immer an seiner Seite. Doch die Zeit rennt und er ist nicht als einziger interessiert an dem Gegenstand, der vielleicht sein Leben retten kann. Der Goyl Nerron ist ihm dicht auf den Fersen.Nachdem ich Band eins gelesen habe, hat es mich davor gegraut, Band zwei in die Hand zu nehmen. Meine Rezension ist alles andere als positiv ausgefallen und so habe ich befürchtet, dass mich auch dieser Band enttäuscht zurücklassen würde. Mein einziger Grund es zu lesen war, dass ich es als Leseexemplar bekommen habe. Ich bin niemand, der Leseexemplare positiv bewertet, auch wenn mir das Buch nicht gefallen hat, wie jetzt vielleicht manche Leser meiner Rezension denken mögen.

Zum Glück hat mich der zweite Band überrascht und ich bin froh ihm eine Chance gegeben zu haben.

In diesem Band gibt es sehr viele überraschende Wendungen, die mir beim Vorgänger einfach gefehlt haben. Es ist spannend und hat mich sehr schnell fesseln können. Der Plot hat mir sehr gut gefallen und er ist dieses Mal nicht so überladen mit Märchenfiguren. Zwar gibt es auch hier viele Märchenfiguren und Legenden, aber es ist viel besser ausbalanciert, als in Band eins. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es zu überladen ist, sondern habe die Verknüpfungen genossen.

Zwar fehlen mir immer noch die Hintergründe und Erklärungen zur Enstehung der Spiegelwelt, aber da das Gesamtbild mir gut gefallen hat, habe ich es als nicht allzu schlimm empfunden.
Die einzelnen Kapitel sind etwas länger als beim Vorgänger und somit wirkt die ganze Handlung nicht so abgehackt und ich konnte mich viel besser darauf einlassen.
Das Ende ist grandios und lässt viele Fragen offen, die hoffentlich auf einen dritten Band hinweisen.

Die Protagonisten: 

Auch mit den Protagonisten konnte ich mich viel besser anfreunden, als beim Vorgänger und ich habe permanent mit ihnen gefühlt und auch die Handlungen nachvollziehen können.

Fuchs, die ich schon vorher gemocht habe, ist mir hier richtig ans Herz gewachsen und man erfährt endlich mehr über ihre Vergangenheit, was ihr viel mehr Tiefe verleiht. Ihre ganze temperamentvolle und liebenswerte Art hat mich völlig überzeugt. Dazu entwickelt sie sich von der Füchsin zur Frau, was sie noch sympathischer macht.
Auch Jacob habe ich viel mehr ins Herz geschlossen und konnte mich viel besser auf sein Schicksal einlassen. Er entwickelt sich zu Band eins und auch in dem Buch macht er noch charakterliche Entwicklungen durch und merkt, was wirklich wichtig ist.
Selbst den Goyl Nerron habe ich irgendwie ins Herz geschlossen, was wohl daran liegt, dass er oft untypisch für einen Goyl handelt.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist emotionaler, als beim Vorgänger, eingängig und leicht zu lesen. Vor meinen Augen ist die Spiegelwelt lebendig geworden, auch wenn der Schreibstil zeitweise noch an ein Märchen erinnert und weiterhin durch häufige Perpektivwechsel (personaler Erzähler) besticht.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover passt zum Vorgänger und perfekt zu der Handlung, da es die Motte, die auf Jacobs Brust sitzt und den Spiegel zeigt. Es wirkt stimmig und ist völlig nach meinem Geschmack.
Der Titel passt ebenfalls recht gut und macht neugierig.

 

Fazit: 
Wer Band eins gemocht hat, wird Band zwei lieben. Wer von Band eins enttäuscht war, sollte Band zwei zumindest eine Chance geben. Mich hat das Buch positiv überrascht und ich bin froh, es gelesen zu haben.



Vielen herzlichen Dank an den Dressler-Verlag für das Leseexemplar.

Hintergrundinformationen

– Hierbei handelt es sich um den 2. Band von bisher 2 erschienen.
– Es werden noch 3 weitere erscheinen.
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– Es ist auch ein Reckless Märchenbuch erschienen, was die Märchen der Gebrüder Grimm aufgreift: klick