[Rezension] Maggie Stiefvater- In deinen Augen (Band 3)

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In dem Abschlussband der Trilogie haben Grace und Sam die Rollen getauscht. Jetzt ist Grace der Wolf auf den Sam warten muss. Er gibt nicht auf und versucht alles um sie zu finden. Der Winter neigt sich zu Ende und Grace ist immer häufiger ein Mensch. Doch in ihr altes Leben kann sie so nicht zurückkehren und wird von der Polizei gesucht. Sam wird verdächtigt sie entführt zu haben. 
Cole dagegen versucht ein Heilmittel gegen den Wolf-Virus zu finden. Denn die Zeit wird knapp. Isabels Vater gibt nicht auf. Er möchte die Auslöschung aller Wölfe um seinen Sohn zu rächen und sorgt für eine legale Treibjagd.
Grace und Sam planen die Wölfe umzusiedeln, doch das erweist sich als fast unmöglich…

Als großer Fan der Mercy Falls-Reihe rund um Sam und Grace hatte ich hohe Erwartungen an den Abschlussband dieser grandiosen Trilogie. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, denn sie wurden eher enttäuscht.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, obwohl es lange her ist, dass ich den Vorband gelesen habe. Es spielt einige Zeit nach dem zweiten Band, nachdem Sam gezwungen war Grace zu einem Wolf zu machen und nun vermisst er sie. Grace wird zu dem Zeitpunkt hin und wieder zum Menschen, da der Winter fast vorbei ist. Doch zu Beginn schafft sie nicht lange ein Mensch zu bleiben. 
Die Emotionen der beiden waren dabei fast greifbar. Dennoch konnte mich die erste Hälfte des Buches so gar nicht fesseln. Ich war kurz davor das Buch abzubrechen, doch dann wollte ich wissen, wie das Buch denn nun ausgeht und habe weitergelesen.

Durch den ständigen Perspektivwechsel zwischen Grace, Sam, Cole, Isabel  und zwischendurch Shelby (der weißen Wölfin) bekommt man einen guten Einblick in die Gesamthandlung des Buches und die Gefühle und Denkweisen der fünf Protagonisten. Die Handlung wird komplett aus der Ich-Perspektive der unterschiedlichen Protagonisten geschildert, was ich eigentlich sehr gerne mag. Dennoch war es mir zeitweise zu viel, da ich das Gefühl hatte, dass die Handlung gar nicht vorwärts kommt. Das hat mich zu Beginn so sehr gestört, dass der wundervolle melancholische, gefühlvolle, poetische und detaillierte Schreibstil, den ich so liebe, fast völlig an mir vorbeigegangen ist. Ich konnte mich kaum auf die Protagonisten einstellen.
Vor allem Sams Verhalten hat mich gestört. Er hat die Verantwortung für sein Rudel und anstatt zu handeln, wirkt er depressiv und antriebslos. Das ändert sich erst im Laufe des Buches.
Grace ist durch ihre Wolfsgestalt für mich weniger präsent gewesen, als in den Vorbänden, was ich sehr schade finde.
Dagegen habe ich Cole und Isabel als richtig faszinierend und wichtig für die Handlung empfunden. Cole versucht durch Experimente, die er an sich selber durchführt, das Virus zu heilen und Isabel versucht immer Sam anzutreiben. Dabei war mir Isabel ganz zu Anfang eigentlich unsympathisch, aber im Laufe der Trilogie wird klar, dass sie ganz anders ist, als es zu Beginn scheint. 
Das Highlight des Buches war für mich, wie sich die Beziehung zwischen Cole und Isabel entwickelt hat.

Nachdem dann die erste Hälfte des Buches überstanden war, hat sich schlagartig ein kompletter Lesegenuss bei mir eingestellt. Endlich ist mehr passiert und die Spannung baut sich etwas mehr auf und bietet die eine oder andere Überraschung. Wäre die erste Hälfte, so die wie Zweite gewesen, wäre es ein gelungener Abschluss gewesen. Denn da habe ich mit den Protagonisten gefühlt und gelitten, gebangt und gehofft. Das Ende ist dramatisch, aber es bleiben für meinen Geschmack doch etwas zu viele Fragen offen.

„In deinen Augen“ ist für mich leider nur ein mittelmäßiger Abschluss, da mich die erste Hälfte so gelangweilt hat, dass ich das Buch fast abgebrochen hätte und ich keinen Draht zu den Protagonisten gefunden habe. Erst ab der Hälfte wurde die Handlung interessant und es ist endlich etwas passiert. Da konnte auch der grandiose Schreibstil und die starken Emotionen zum Schluss nicht mehr viel an meiner Bewertung ändern. Dennoch ist das Buch nicht schlecht und wer wissen möchte, wie die Geschichte rund um Sam, Grace und den Wölfen ausgeht, sollte sich von der zuerst zähen Handlung nicht abhalten lassen.

  • Hierbei handelt es sich um den Abschlussband einer Trilogie.
  • Eine Leseprobe findet ihr hier: Klick
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  • Und hier die deutsche Homepage über Maggie Stiefvater und ihre Werke: Klick
  • Die Trilogie erscheint am 21.10.2013 als Schuber: Klick
  • Am 09.10.2013 erscheint Maggie Stiefvaters neues Buch „Wen der Rabe ruft“ auf deutsch: Klick (es ist der erste von vier Bänden)

[Rezension] Mechthild Gläser- Stadt aus Trug und Schatten (Band 1)

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Das Leben der 17-jährigen Flora wird von jetzt auf gleich auf den Kopf gestellt. Zuerst sieht sie formlose Schatten und dann fängt sie an seltsam zu träumen und landet in einer schwarz-weißen Stadt, die Eisenheim genannt wird. In diese Stadt kommt jeder Träumende, doch die meisten wissen nichts davon. Nur wenige erinnern sich nach dem Schlaf noch an die Erlebnisse in der Stadt. Flora ist nun eine ihnen und muss fortan in Eisenheim leben, wenn sie schläft. Dort erfährt sie, dass ihre Seele einen mächtigen Stein, den weißen Löwen, gestohlen hat, hinter dem jeder in Eisenheim her ist. Doch Flora erinnert sich an nichts und wird sogar in der realen Welt von der Traumwelt verfolgt…

Da es sich hierbei um einen Debütroman einer deutschen Autorin handelt, wollte ich das Buch schon lange lesen. Da nun der zweite Band erschienen ist und ich die Dilogie in einem Rutsch lesen kann, habe ich das nun endlich nachgeholt.

Die Idee des Buches finde ich wahnsinnig interessant. Sie ist sehr komplex, neuartig und faszinierend ausgearbeitet. Der Einstieg ist gut gewählt, da man als Leser zuerst Flora in ihrem gewohnten Umfeld begleitet und erlebt, wie sie nach und nach Schatten sieht und denkt, dass sie verrückt wird.
Sie ist ein ganz normales Mädchen, was ihr Herz auf der Zunge trägt. Sie ist mir von Beginn an sehr sympathisch gewesen. Als sie dann nach Eisenheim gelangt und mit vielen unglaublichen Tatsachen konfrontiert wird, kommt sie erstaunlich gut damit zurecht. Ich könnte mir nicht vorstellen ein Leben in Eisenheim zu führen, ohne jemals psychisch zur Ruhe zu kommen.
Flora ist eine tolle Hauptprotagonistin, die vielschichtig und authentisch ausgearbeitet ist. Vor allem finde ich es interessant, wie anders ihre Seele gehandelt hat, da sie nicht so vorsichtig und verantwortungsbewusst, wie die „echte“ Flora ist.
Auch die anderen Protagonisten sind gut ausgearbeitet, obwohl ich bei einigen bis zum Schluss nicht wusste, was ich von ihnen halten soll. 

Durch die Ich-Perspektive Floras verfolgt man ihr Abenteuer hautnah und erfährt immer nur so viel, wie Flora weiß. Das hebt die Spannung, dennoch plätschert die Handlung insgesamt etwas vor sich hin, was wohl vor allem daran liegt, dass Flora sich erst mal in Eisenheim zurechtfinden muss. Dennoch hat es mir Spaß gemacht, sie durch die Schwarz-Weiß-Welt zu begleiten, in der es unglaublich viel zu entdecken gibt. Die Mischung aus den Erlebnissen in der realen Welt in Essen und der Traumwelt in Eisenheim hat mir sehr gut gefallen und ich lese immer wieder gerne Bücher, die in Deutschland spielen.

Der Schreibstil ist insgesamt gut und einfach zu lesen, mit einigen holprigen Stellen, die aber den Lesefluss nicht beeinträchtigen. Er ist zudem jugendlich gehalten, so dass es zu Flora passt. Zwischendurch wird alles sehr emotional beschrieben, dann gibt es aber auch wieder eher nüchterne Passagen, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Mechthild Gläser beschreibt alles sehr detailliert, so dass man sich ein gutes Bild von dem Inhalt des Buches machen kann. Dabei wird eine eher düstere Atmosphäre erschaffen, die mich in ihren Bann gezogen hat.

Wie für ein Jugendbuch typisch, gibt es auch eine Liebesgeschichte in der Haupthandlung, die mir insgesamt gut gefallen hat, da sie gut mit dem Rest harmoniert.
Durch einige überraschende Wendungen und Verstrickungen und einem tollen Ende, freue ich mich schon darauf den zweiten Band zu lesen.

Mit „Stadt aus Trug und Schatten“ hat Mechtild Gläser ein insgesamt fesselndes Debüt mit kleinen Schwächen geschaffen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band um mehr von Flora und ihre Freunde, aber auch Eisenheim zu lesen.

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Dilogie.
  • Band 2 „Nacht aus Rauch und Nebel“ ist im Juni 2013 beim Loewe-Verlag erschienen: Klick
  • Hier findet ihr eine Leseprobe von Band 1: Klick
  • Über Mechthild Gläser erfahrt ihr hier mehr: Klick
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  • „Stadt aus Trug und Schatten“ hat den SERAPH für „Bestes Debüt 2012“ erhalten.

[Rezension] Jennifer Benkau- Stolen Mortality

 
 
 

Jamian Bryonts und sein Bruder Junias sind Kienshi. Sie haben die Aufgabe über die Vampire ihres Heimatdorfs in Schottland zu wachen und ihnen Grenzen aufzuzeigen, damit sie sich an die Gesetze halten. Als Kienshi haben sie besondere Fähigkeiten.
Eines Tages rettet Jamian ein Mädchen vor drei Vampiren, doch schnell stellt sich heraus, dass sie auch ein Vampir ist und mit einem Auftrag ins Dorf gekommen ist, der Jamian ganz und gar nicht gefällt.
Und als wäre das nicht genug, übernimmt Jamian die Schuld für ein Vergehen seines Bruders. Dafür wird ihm seine Sterblichkeit genommen und er muss mit den Konsequenzen leben…


Da ich ein großer Fan von Jennifer Benkaus dystopischer Dilogie bin, war ich natürlich auch schon sehr neugierig auf ihr neues Werk, was aber vor ihren sonstigen Veröffentlichungen geschrieben wurde und somit ihr Erstlingswerk ist.
Von dem Thema Vampire habe ich mich zum Glück nicht abschrecken lassen, da Jennifer Benkau alte Klischees neu aufgerarbeitet und mit ihren Ideen bereichert hat. So haben die Vampire in „Stolen Mortality“ zum Beispiel einen Herzschlag.

Besonders gut gefällt mir, dass das Buch einen männlichen Hauptprotagonisten hat und zwar Jamian. Das ist nicht alltäglich und bietet immer eine gute Abwechslung. Dazu liebe ich Bücher, die in Schottland spielen. Jennifer Benkau schafft es in nur wenigen Sätzen eine düstere, traurige und faszinierende Atmosphäre heraufzubeschwören.

Die Idee der Kienshi gefällt mir ebenfalls gut, denn sie sind nicht, wie man zuerst denkt, die „Guten“. Sie stellen sich zwar den Vampiren in den Weg, brauchen aber die Lebensenergie der Menschen und können diese töten, wenn sie zuviel nehmen. Ähnlich wie die Vampire, wenn sie einen Menschen beißen. Jamian und Junias haben sich aber nicht für ihre Aufgabe entschieden, sondern sie geerbt, was das Ganze noch schwieriger macht. Denn sie müssen mir ihren Taten und Aufgaben fertig werden und so haben sie darunter auch oft zu leiden.

Jamian ist mit seinen 19 Jahren ein wirklich faszinierender Protagonist, der schon früh die sogenannte Wächterrolle und die Verantwortung für seinen 16-jährigen Bruder übernehmen musste, da ihre Eltern tot sind. Er würde alles für seinen Bruder tun und wird somit unsterblich, obwohl er das nie werden wollte. Denn für ihn klingt die Unsterblichkeit alles andere als verlockend.
Auch Junias nimmt eine große Rolle in der Geschichte ein, die mir erst nach und nach beim Lesen bewusst wurde. Er ist zu früh zum Kienshi geworden und konnte seine Kräfte nicht kontrollieren. So leidet er und bezeichnet sich selber gerne als „Monster“. Durch ihn wird dem Leser schnell klar, dass die Wächterrolle kein Zuckerschlecken ist.
Dann gibt es noch den Vampir Laine, die mit einem Auftrag in die Stadt gekommen ist. Sie macht eine starke Veränderung in dem Buch durch und als Leser weiß man generell nicht, wer gut ist und wer böse. Alle Protagonisten sind facettenreich und vielschichtig, wunderbar ausgearbeitet und bieten die eine oder andere Überraschung.

Zu Beginn konnte ich noch nicht sagen, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt, dennoch oder vor allem deswegen ist sie insgesamt spannend. Dabei sind die Kampfszenen schonungslos und blutig beschrieben und auch sonst nimmt Jennifer Benkau kein Blatt vor den Mund. Neben den Kampfszenen, gibt es aber auch wunderschöne Liebeszenen, die einen tollen Kontrast dazu bilden.
Jennifer Benkau schreibt detailliert, emotional, fesselnd, mit kurzen und eingängigen Sätzen. Beim Lesen fliegen die Seiten nur so dahin.
Die Handlung wird aus der personalen Erzählperspektive von Jamian, Junias und Laine geschildert, so dass man die Gefühle und Gedankengänge der drei sehr gut nachvollziehen kann.

Es gibt einige wenige Passagen, die ich als zäh empfunden habe, weil da nicht viel passiert, aber das konnte meinen Lesegenuss so gut, wie gar nicht mindern.
Das Buch ist in sich abgeschlossen, auch wenn das Ende noch viele Fragen offen lässt und nicht jedem gefallen dürfte.


„Stolen Mortality“ ist ein gelungenes Erstlingswerk. Jennifer Benkau zeigt mit „Stolen Mortality, dass das Thema Vampire noch interessant sein kann, obwohl es schon sehr oft benutzt wurde.
Fans von ihren Werken, sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen, denn ich bin wieder völlig in die düstere, faszinierende und auch traurige Atmosphäre des Buches versunken. Ich liebe den Schreibstil und werde auch die nächsten Bücher von Jennifer Benkau lesen.


[Rezension] Julie Kagawa- Unsterblich: Tor der Dämmerung (Band 1)

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Die siebzehnjährige Allison ist in der
Vampirstadt New Covington aufgewachsen. Dort führt sie eine Leben
als sogenannte Unregistrierte, am Rande der Stadt. Da sie von den
Vampiren, die über die Stadt herrschen nicht registriert ist,
bekommt sie keine Essensrationen, muss aber auch keinen Blutzoll
abgeben, wie die anderen Menschen. Sie lebt in einer Welt nach einer
großen Epidemie, die vielen Menschen das Leben gekostet hat und muss
in ewiger Angst leben. Tag für Tag kämpft sie um ihr Überleben.
Als sie eines Tages außerhalb der
Stadtmauern ein großes Lebensmittellager findet, begibt sie sich mit
ihren Freunden dahin. Doch dann werden sie von Verseuchten
angegriffen. Menschen, die der Epidemie zum Opfer gefallen sind und
jetzt nichts menschliches mehr an sich haben. Als sie im sterben liegt, wird sie vor die Wahl gestellt. Soll sie ein Vampir werden, ein Wesen, das sie hasst oder sterben? Sie entscheidet sich für das Leben…
Als großer Fan der
„Plötzliche-Fee“-Reihe von Julie Kagawa und düsteren Dystopien,
habe ich mich schon sehr auf ihre neue Reihe gefreut. Zwar war ich
erst etwas skeptisch, was das Vampirthema angeht, aber das hat
sich sehr schnell gelegt.
„Unsterblich- Tor der Dämmerung“ ist völlig anders als
die „Plötzlich-Fee“- Reihe, aber deswegen nicht schlecht, sondern im Gegenteil. Ich hätte nicht erwartet, dass es mich so sehr begeistern kann.
Zu Beginn lernt man Allisons Leben
kennen und erfährt nach und nach, wie die Welt in der sie lebt,
aufgebaut ist und wieso die Vampire über die Menschen herrschen.
Dabei wird eindrucksvoll geschildert, wie sie tagtäglich gegen den
Hunger und ums Überleben kämpfen muss. Dabei entsteht eine düstere
und bedrückende Atmosphäre, die den Leser gleich mit Allison fühlen
lässt.
Nachdem man sich an sie und ihr Leben
gewöhnt hat, nimmt das Buch eine ganz andere Richtung ein und
Allisons Leben verändert sich für immer. Ab dem Moment nimmt die
Vampirthematik einen großen Raum in der Handlung ein und ergänzt
die Dystopie-Elemente auf eine rasante und erfrischende Art. Als
Leser vieler Dystopien, hat es mich überrascht, wie anders
„Unsterblich- Tor der Dämmerung“ doch ist. Die Umsetzung und die
Idee hinter dem Buch ist meiner Meinung nach außerordentlich gut gelungen.
Von der ersten Seite an war ich
gefesselt und die Handlung entwickelt sich rasant und sehr spannend,
mit überraschenden Wendungen und großen Gefühlen.
Dabei gefällt mir Allsion als
Protagonistin außerordentlich gut. Sie ist eine starke und toughe
junge Frau, die früh erwachsen werden musste, sich aber in der
düsteren Welt zu behaupten weiß und dennoch an ihrer Menschlichkeit
festhält. Sie beschützt ihre Freunde und auch wenn sie versucht
niemanden zu nahe an sich heranzulassen, weil der Tod zu schnell
kommt, kann sie das nicht verhindern. Sie ist mir von Grund auf
sympathisch und ihre Handlungen sind sehr gut nachvollziehbar und
authentisch. Dabei ist sie sehr tiefgründig, denn obwohl sie um ihr
Leben kämpft, möchte sie an der Lebenssituation der Menschen etwas
ändern.
Neben Allison nimmt im späteren
Verlauf des Buches der Protagonist Zeke eine große Rolle ein. Er ist
mit einer Gruppe auf dem Weg nach Eden, einer Stadt in der die
Menschen herrschen. Er ist liebenswert und fröhlich, wirkt auf den
ersten Blick naiv und oberflächlich, was er aber schnell wiederlegt.
Genau, wie Allsion und auch alle anderen Protagonisten ist er
tiefgründig und detailliert ausgearbeitet und bereichert die
Handlung des Buches.
Was mir besonders gut gefällt, ist,
dass es zur Abwechslung zwar eine Liebesgeschichte gibt, die aber nur
einen minimalen Teil in der Gesamthandlung einnimmt und fast nicht existent ist.
Dazu kommt der wunderbare Schreibstil
von Julie Kagawa, der sehr atmosphärisch und detailliert ist, sich
aber nicht in die Länge zieht. Das ganze Buch ist leicht und locker
zu lesen und obwohl es recht viele Seiten hat, fliegen diese so nur
dahin. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Allison
geschildert, so dass man als Leser sehr nahe an den Geschehnissen und
ihren Gefühlen dran ist.
Das Ende ist in sich relativ
abgeschlossen, weißt aber schon auf einen tollen zweiten Band hin,
auf den ich mich sehr freue.
Mit „Unsterblich- Tor der Dämmerung“
hat Julie Kagawa etwas völlig anderes erschaffen, als bei ihrer
„Plötzlich-Fee“-Reihe. Nach meiner anfänglichen Skepsis, wegen
der Vampirthematik, konnte mich das Buch komplett überzeugen und
begeistern, so dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Es punktet durch eine dichte und
düstere Atmosphäre, einer tollen Hauptprotagonistin und einer
grandiosen Handlung, unterstützt durch einen wundervollen
Schreibstil.
Wer Dystopien liebt, sollte sich von
dem Thema Vampire nicht abschrecken lassen, da Julie Kagawa die
beiden Elemente eindrucksvoll miteinander verbindet.

Mein besonderer Dank geht an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
  • Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie.
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  • Die Homepage von Julie Kagawa ist hier zu finden: Klick

[Rezension] Rainer Wekwerth- Das Labyrinth erwacht (Band 1)

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7 Jugendliche wachen in einer heißen und trockenen Landschaft auf, ohne Erinnerung und ohne Kleidung. Sie können sich nur an ihre Namen erinnern und finden beim Aufwachen einen Rucksack mit Nahrung, Kleidung und einem zusätzlichen Ausrüstungsteil, wie z.B. ein Messer oder ein Feuerzeug. Nach und nach finden die 7 zusammen und müssen innerhalb von 72 Stunden zu einem Tor gelangen, damit sie die Landschaft verlassen können. Doch es gibt nur 6 Tore. Einer wird zurückbleiben und es wird noch weitere Landschaften geben, mit immer einem Tor zu wenig. Und als wäre das nicht genug, werden sie gejagt und keiner weiß, was das alles eigentlich soll.

Ich muss zugeben, dass ich von dem Buch etwas ganz anderes erwartet hätte. Ich bin von einem Labyrinth mit verzweigten Gängen und Sackgassen ausgegangen und nicht von einer weiten Landschaft, in der die Jugendlichen ihren Weg finden müssen. 
Man lernt als Leser zwei der Welten/Landschaften kennen, die die Jugendlichen überwinden müssen und beide sind sehr verschieden. Einerseits gibt es die heiße Steppenlandschaft mit Bergen und Wäldern, anderseits eine Welt aus Eis und Schnee. 

Die Idee finde ich sehr gelungen und spannend. Da man als Leser, aber nur so viel erfährt, wie die Protagonisten, tappt man bis zum Schluss im Dunkeln. Keiner der Jugendlichen weiß, wieso er im Labyrinth ist und was noch kommen wird, so dass man zwar wild spekulieren kann, aber keine Ahnung hat, worauf das Buch überhaupt hinausläuft. Das finde ich zwar an sich sehr spannend, aber ein kleines bisschen mehr Informationen hätte ich mir schon gewünscht, weil so die Zeit bis zum zweiten Band doch sehr lang ist. Dennoch birgt das Buch eine hochspannende Handlung, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.

Man lernt nach und nach die Protagonisten Jeb, Jenna, Leon, Mary, Mischa, Tian und Kathy kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder hat seine eigene Art zu überleben und keiner weiß, ob er dem anderen trauen kann. Die Vielfalt der Hauptprotagonisten finde ich sehr interessant, allerdings habe ich dadurch nicht zu allen einen Zugang bekommen können und manche Handlungen konnte ich schwer nachvollziehen. Dafür ist der psychologische Aspekt völlig nach meinem Geschmack und sehr authentisch ausgearbeitet. Man merkt zu was Jugendliche in Todesgefahr getrieben werden und welche Entscheidungen sie treffen müssen. Dabei schafft Rainer Wekwerth es, dass die Entscheidungen zu den jeweiligen Protagonisten passen und es dennoch überraschende Wendungen gibt.

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite elektrisiert, was viel an dem ansprechenden Schreibstil liegt, der mit tollen Berschreibungen und einer eher unverblühmten Art begeistern kann. Rainer Wekwerth hat dafür gesorgt, dass ich völlig in die Welt versunken bin und mit den Jugendlichen gelitten und gefühlt habe. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den einzelnen Protagonisten, so dass man die Gefühle jedes Einzelnen erlebt.

Das Ende ist insgesamt sehr offen und ich bin mehr als gespannt, wie es weitergehen wird und wer hinter dem Labyrinth steckt.

„Das Labyrinth erwacht“ ist anders, als ich erwartet habe, aber von der ersten bis zu letzten Seite an war ich gefesselt. Das Buch hat auf mich einen so großen Sog ausgeübt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, obwohl es nicht perfekt ist. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

  • Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie.
  • Band 2 erscheint im Juli 2013: Klick
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