[Rezension] Kristen Simmons- Gesetz der Rache

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Ember und Chase haben es
geschafft. Vor einem Monat gelang es ihnen aus der Basis zu fliehen und
man hält sie für Tod. Gemeinsam schlossen sie sich dem Widerstand an.
Doch dann wird von der FBR eine Liste herausgegeben von den Menschen,
die verdächtigt werden der Heckenschütze zu sein. Der Heckenschütze
erschießt Soldaten und erschüttert mit seinen Anschlägen die Moralmiliz.
Ember darf nun auf Verdacht von jedem Soldaten erschossen werden. Der
Widerstand möchte sich diesen Umstand zunutze machen, doch dann gerät
alles außer Kontrolle und Ember und Chase müssen fliehen. Doch noch
können sie sich nicht endgültig in Sicherheit bringen, denn zusammen mit
Sean, einem Exsoldaten, wollen sie Rebecca, Embers ehemalige
Zimmergenossin, finden und befreien. Doch bisher ist wenig Hoffnung in
Sicht.

Als großer Dystopie-Fan, konnte mich „Artikel 5“ als Auftakt einer neuen Trilogie im Großen und Ganzen überzeugen. So war es nicht verwunderlich, dass ich mich riesig auf diesen zweiten Band gefreut hatte. 
Embers und Chases Abenteuer und der Kampf ums Überleben hatten mich komplett mitgerissen und schnell war ich wieder mitten in der düsteren und brutalen Welt des Buches eingetaucht.
Nach und nach erfährt man als Leser mehr über den Widerstand und über verschiedene Hintergründe des Weltenentwurfes, sodass viele Fragen, die im Vorband nicht geklärt wurden, hier beantwortet werden.

Doch dennoch hatte mich der Anfang eher genervt, als begeistert. Nach den ersten Seiten war ich versucht das Buch erst mal wieder wegzulegen, was vor allem daran lag, das wenig passierte und Embers Verhalten im Vergleich zu ihrem Verhalten am Ende des ersten Bandes so anders und frustrierend war. 
An sich hat sie seit Beginn des ersten Bandes eine tolle Entwicklung durchgemacht und ist mutig und versucht alles um ihren Freunden zu helfen, aber gerade zu Beginn des zweiten Buches wird sie von ihrer Furcht beherrscht und verfällt eher in Nichtstun. Dazu bekommt sie immer wieder Wutausbrüche und Stimmungsschwankungen und stößt vor allem Chase immer wieder von sich, obwohl er alles für sie tut.
Die Beziehung der beiden ist durchweg alles andere als harmonisch. Es gibt viele Höhen, aber vor allem auch Tiefen und oft dachte ich, das war es jetzt und Chase lässt sie allein.
Doch Chase hält zu ihr und ist immer zur Stelle und obwohl er durch seine Erlebnisse Phasen hat, in denen auch er leidet, ist er ein toller Protagonist. Alle Protagonisten sind gut und vielschichtig ausgearbeitet und nachdem Ember die anfänglich schlimme Phase übersteht, wurde das Buch für mich deutlich besser. Zwar stößt sie auch im weiteren Verlauf Chase öfter von sich und ist alles andere als einfach, aber durch ihre Erlebnisse kann ich ihr Verhalten im Großen und Ganzen nachvollziehen.
Neben Ember und Chase gibt es viele interessante Protagonsiten, die die Handlung mehr als bereicheren.

Nachdem Ember und die anderen wieder auf der Flucht sind, baut sich zusehends Spannung auf und die zuerst sehr ruhige Handlung konnte mich dann vor allem durch überraschende Wendungen fesseln. Oft wurde ich mit schockierenden Ereignissen konfrontiert, sodass ich irgendwann gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Zusammen mit Ember erlebt man Verrat, Betrug und Lügen, Angst und Schrecken und schnell weiß man nicht, wem sie trauen kann. Freunde verraten sie und Feinde helfen ihr und es taucht ein Protagonist wieder auf, mit dem ich so nie gerechnet hätte.

Auch werden hier wieder moralische Fragen aufgeworfen und trotz der brutalen Welt ist es für die Protagonisten nicht selbstverständlich zu töten, was den Leser auch zum Nachdenken anregt.

Wie auch der Vorband wird
die ganze Handlung aus der Ich-Perspektive von Ember geschildert, was aber auch dringend nötig ist, damit man sie in irgendeiner Form verstehen kann. 
Hin und wieder bekommt man als Leser Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit präsentiert, die dann kursiv gehalten sind.
Der Schreibstil ist durchgehend sehr atmosphärisch und toll, dabei leicht und locker zu lesen. Mal ist er sehr emotional, aber mal beschreibt Kristen Simmons mit einer Sachlichkeit die Grausamkeiten des Buches, dass ich oft schockiert wurde.

Das Ende ist ziemlich offen und bietet noch mal einen ziemliche Überraschung. Bisher habe ich keine Ahnung, wie es mit Ember und ihren Freunden noch weiter gehen soll. Dennoch bin ich sehr gespannt auf den Abschluss.

Nach anfänglichen Problemen, da die Handlung erst spät in Fahrt kommt und mich Embers Verhalten zuerst sehr gestört hatte, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann es Fans des ersten Bandes auf jeden Fall empfehlen und allem in allem konnte es mich gut unterhalten, was vor allem an den vielen überraschenden Wendungen und einigen interessanten Protagonsiten lag.
Wäre es von Beginn an so gewesen, wie ab der Hälfte des Buches, wäre es perfekt gewesen, aber auch so freue ich mich sehr auf die Fortsetzung.

  • Hierbei handelt es sich um den 2. Band einer Trilogie.
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[Rezension] Zoë Marriott- Frostblüte

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Nach dem Tod ihrer Mutter, begibt sich Frost auf den Weg durchs Land um die Feuergöttin zu finden. Damit erfüllt sie den letzten Wunsch ihrer Mutter, denn Frost trägt einen Wolfsdämon in sich, der bei starken Gefühlen oder wenn ihr Blut fliehst, hervorbricht und sie morden lässt. Die Feuergöttin ist Frosts einzige Hoffnung um vom Wolfsdämon befreit zu werden. 
Doch in den Bergen trifft die auf die Berggarde und nach anfänglichen Problemen schließt sie sich dieser Truppe an, die versucht das Königreich vor Aufständigen zu schützen. Schnell fühlt sie sich zu dem Hauptmann Luca hingezogen und gerät mit seinem besten Freund Arian aneinander. 
So geht ihre Suche nach Freundschaft und Zugehörigkeit weiter, immer mit ihrem Wolfsdämon im Nacken.

„Frostblüte“ fiel mir zuerst durch das gelungene Cover auf. Und auch die Kurzbeschreibung klang vielversprechend und so war ich sehr gespannt auf dieses Buch rund um Frost und ihrem Wolfsdämon.

Schnell wurde ich in eine fesselnde Fantasywelt entführt, die einerseits ohne wenige Fantasyelemente auskommt, andereseits aber doch Legenden, Mystik und Dämonen beinhaltet. Der Einstieg ist dabei gut gewählt. Frost erzählt von dem ersten Mal, als der Wolf von ihr Besitz ergriff und immer wieder werden in die Haupthandlung solche Rückblenden eingeschoben, die Frosts Vergangenheit beleuchten. 
Nur so war es mir nach und nach möglich Frost und ihre Verhalten zu verstehen. Am Anfang musste ich noch oft den Kopf über sie schütteln, da sie sich das Leben so schwer macht, doch nachdem ich mehr über sie erfuhr, verstand ich vieles besser, denn ihre Vergangenheit war alles andere als leicht.
So ist Frost doch authentisch, vielschichtig und gut ausgearbeitet und konnte mich in ihrer Entwicklung überzeugen.
Aber nicht nur Frost ist gut und stimmig ausgearbeitet, auch die anderen Protagonisten können beim näheren Hinsehen überzeugen. Vor allem Luca konnte mich mit seiner optimistischen und sympathischen Art schnell für sich gewinnen. Auch er macht in dem Buch eine Entwicklung durch, die verständlich ist.

Allerdings hatte ich zuerst einige Probleme mich in dem Weltenentwurf zurecht zu finden. Erst nach und nach konnte ich die Zusammenhänge verstehen und so verstehen, wer die Aufständigen sind und wie das Königreich aufgebaut ist. Dazu war mir der Anfang etwas zu langatmig. Dennoch gefiel mir nach den ersten Anfangsschwierigkeiten das Setting gut.
Überraschende Wendungen und eine tolle und authentische Liebesgeschichte, die nicht völlig im Vordergrund stehen, haben ihr Übriges zu einem tollen Lesegenuss beigetragen.
Neben der Liebesgeschichte, nehmen die Themen Freundschaft und das Überwinden seiner Ängste, sowie die Suche nach Zugehörigkeit und einer Familie einen großen Raum ein und machen das Buch für mich lesenswert.
Aber besonders gelungen, finde ich die Erklärung, was hinter dem Wolfsdämon steckt, da ich mit so einer Enthüllung nicht gerechnet hätte.

Die komplette Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Frost geschildert, sodass man als Leser hautnah ihre Gedankengänge und Gefühle erlebt, was ich gut gelungen finde, da dadurch alles sehr emotional dargestellt ist.
Durch einen locker, leichten Schreibstil fliegen die Seiten beim Lesen nur so dahin und Spannung wird stetig aufgebaut. 

Das Ende rundet das Ganze ab, auch wenn man es nicht als typisches Happy End sehen kann.

„Frostblüte“ ist ein Buch, das ich auch jedem nicht Fantasy-Fan ans Herz legen möchte, da hier das Thema Liebe, Zugehörigkeit und Freundschaft thematisiert wird, sowie wie man seine Ängste überwindet. Frosts Suche nach einem Platz an den sie gehört, untermalt mit der Fantasyidee des Wolfdämons konnte mich insgesamt begeistern und das obwohl ich ein paar wenige Anfangsschwierigkeiten mit dem Buch hatte.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband, der aber im gleichen Königreich/in der gleichen Welt spielt, in dem auch das Buch „Daughter of the Flames“, das nicht auf deutsch übersetzt wurde, spielt.
  • Es spielt 7 Jahre danach und handelt von komplett anderen Protagonisten. (Klick)
  • Eine Leseprobe zu „Frostblüte“ findet ihr hier: Klick
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[Rezension] Heike Eva Schmidt- Die gestohlene Zeit

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Emma begleitet im Jahre 1987 als angehende Leherin eine Klasse auf deren Klassenfahrt in die Berge. Als sie einen geheimnisvollen Ring findet, wird sie von zwei Schülern überwältigt, die ihr den Ring abnehmen. Nachdem sie wieder zu sich kommt, ist nichts mehr von der Klasse zu sehen. Auf der Suche nach ihnen findet sie den Rosengarten von Laurin, dem Zwergenkönig. Kaum betritt sie ihn, wird sie von Zwergen umzingelt und in Laurins unterirdisches Reich verschleppt. Dort trifft sie auf Jonathan, der wie ein Mann aus einer anderen Zeit wirkt. Gemeinsam versuchen die beiden zu fliehen und müssen feststellen, dass an der Oberfläche die Zeit anders verläuft, als im Zwergenreich. Sie müssen den Ring wiederfinden, nur so können sie für immer frei sein.

Nachdem ich „Die gestohlene Zeit“ in der Verlagsvorschau entdeckte, war mir direkt klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. „Purpurmond“ hatte mir sehr gut gefallen und so war ich auf dieses neue Buch von Heike Eva Schmidt sehr gespannt, vor allem, da es in meinem Geburtsjahr beginnt.

Besonders toll finde ich, dass hier eine alte Sage neu aufgegriffen wird. Vor dem Buch hatte ich noch nie etwas von Laurin und seinem Rosengarten gehört, aber danach war ich neugierig. Die Umsetzung dieser alten Sage, kombiniert mit der heutigen Welt und der Welt im Jahre 1987 gefällt mir sehr gut. Dabei setzte Heike Eva Schmidt ihre Idee so um, dass es Sinn ergibt und die Erklärungen rund um Laurin einleuchten.

Allerdings dauerte es etwas bis ich mit dem Buch warm wurde. Der Anfang, in der die Sage rund um Laurin und Similde (die Frau, die er entführte um sie zu heiraten) beschrieben wird, gefiel mir noch gut, doch dann dauerte es etwas bis die Handlung in Fahrt kommt und erst nachdem Emma ins Zwergenreich gelangt, konnte ich mich so richtig in dieses Buch vertiefen. Ab da baute sich stetig Spannung auf und die Beschreibungen von Laurin, den Zwergen und seinem Reich waren nach meinem Geschmack.
Als Emma und Jonathan dann aber fliehen, wurde das Buch für mich zu einem wahren Highlight. Beide werden verflucht und müssen sich in der Welt zurecht finden, was für die eine oder andere lustige Situation gesorgt hat. Oft musste ich schmunzeln, wenn von den ersten Computern, im Vergleich zu den heutigen geredet wurde oder ähnliches. 

Der Plot ist also bis auf meine leichten Anfangsschwierigkeiten durchweg gelungen und auch wenn das Ende etwas vorhersehbar ist, nach meinem Geschmack.
Insgesamt sind die Protagonisten gut und authentisch ausgearbeitet, auch wenn es mich gewundert hat, wie vor allem Jonathan mit der neuen Situation umgeht. Er ist von Grund auf ein sympathischer und optimistischer Mensch, der Emma oft über depremierende Phasen hinweghilft und nie aufgibt. 
Emma dagegen war mir direkt sympathisch, hat aber auch öfters mal gezweifelt. Dennoch versucht sie alles für ihre Zukunft. 
Wie nicht anders zu erwarten, gibt es auch eine Liebesgeschichte, wie es sich für ein richtiges Märchen oder Sage gehört. Diese ist aber weder kitschig, noch fehl am Platz, sondern passt gut zu der Gesamthandlung.
Aber auch die Ausarbeitung der Zwerge, die ganz anders sind, als man sie aus vielen anderen Märchen kennt, konnte mich überzeugen.

Durch einen lockeren und leichten Schreibstil, der sich immer der jeweiligen Zeit und Sprache der Protagonisten anpasst, konnte mich Heike Eva Schmidt begeistern. Emotionen werden gut übermittelt und vor allem einige bildliche Vergleiche haben mir gefallen.
Die Handlung wird zum Großteil aus der Ich-Perspektive von Emma geschildert, aber auch Laurin und andere Protagonisten kommen aus der personalen Erzählperspektive zu Wort, was ein stimmiges Gesamtbild ergibt.
Für meinen Geschmack war dieses gelungene Gesamtwerk viel zu schnell beendet.

„Die gestohlene Zeit“ ist ein insgesamt gelunges Buch, das eine alte Sage aufgreift und diese perfekt mit der heutigen Zeit kombiniert. Das Ende ist zwar etwas vorhersehbar, aber kann dennoch überzeugen. Es ist ein Buch voller Magie und Zauber, das ich jedem Märchenliebhaber nur ans Herz legen kann.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
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[Rezension] Ursula Poznanski- Die Verschworenen

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Ria und ihre Freunde leben mittlerweile versteckt durch Quirin unter der Stadt. Nur wenige Menschen des Clans wissen, dass sie sich dort befinden und so müssen sie stets auf der Hut sein. Und auch sonst finden sie keine Ruhe. Aureljo und Dantorian planen ihre Rückkehr in die Sphären, denn sie möchten herausfinden, was ihnen vorgeworfen wird und das Missverständnis aus dem Weg räumen. 
Währenddessen kundschaftet Tycho die unterirdischen Gänge aus und erfindet immer neue Dinge, doch Tomma hat es am schwersten, denn sie ist krank und verfällt immer mehr in eine Lethargie und lässt niemanden mehr an sich heran.
Ria dagegen sucht nach Jordans Chronik um mehr zu erfahren. Doch sie findet nur einzelne Teile davon, die zuerst keinen Sinn ergeben, aber dann Unglaubliches offenbaren.

Sehnsüchtig habe ich auf diese Fortsetzung gewartet. „Die Verratenen“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsdystopien und da ich sowieso ein großer Fan dieses Genres bin, waren die Vorfreude und auch meine Erwartungen hoch.

Der Einstieg beginnt mitten im Geschehen. Man begleitet Ria bei der Beobachtung eines Rituals der Schwarzdornen, des Clans bei denen sie zuerst Unterschlupf fanden. Danach erfährt man, wie genau Ria, Aureljo, Tomma, Tycho und Dantorian mittlerweile leben und was ihre Pläne sind.
Die Handlung schreitet zuerst deutlich ruhiger vorwärts, als es bei dem Vorgänger der Fall war, was aber keinesfalls schlimm ist. Geschickt wurden kleine Rückblinde des ersten Bandes mit in die Handlung von „Die Verschworenen“ integriert, sodass man als Leser wieder schnell einen Gesamtüberblick bekommt. 
Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Ria geschildert, was durchweg gelungen ist.

Beim ersten Teil des Buches stehen die Entwicklungen der Protagonisten und das Pläneschmieden im Vordergrund.
Dabei gefällt mir die Ausarbeitung jedes Einzelnen und vor allem Rias Entwicklung ist völlig nach meinem Geschmack. Von der Elitestudentin wird sie immer mehr zu einem Menschen, der in einem Clan leben kann, denn sie liebt die Sonne und lernt schnell vorauf es ankommt. Sie war mir zwar schon im ersten Band sympathisch und ihre Fähigkeiten sind einfach nur faszinierend, aber hier wächst sie über sich hinaus.
Aber auch die anderen Protagonisten können überzeugen, da ich ihre Handlungen stets verstehen konnte, da sie detailliert und tiefgründig ausgearbeitet sind.
Besonders gefallen hat mir aber Sandor, der der nächste Clanfürst werden soll. Zuerst war er noch sehr undurchsichtig, aber nach und nach erfährt man mehr über ihn und blickt hinter seine Fassade. 
Die Entwicklung der Beziehung zwischen Ria und Aureljo konnte mich sehr überraschen und obwohl sie dann Sandor näher kommt und ich Dreiecksgeschichten nicht mag, konnte mich der Wandel ihrer Gefühle überzeugen.

Der Plot bietet nach dem ersten ruhigen Teil, einen deutlichen Anstieg an Spannung und überraschenden Wendungen und das Ende ist unfassbar, unglaublich und einfach nur genial. Ich wäre nie auf so eine Enthüllung der Geheimnisse gekommen und ich finde es gelungen, dass man nicht bis zum dritten Teil warten muss um zu erfahren, wieso Ria und die Anderen sterben sollten. 
Generell werden hier viele Fragen geklärt, die mich nach dem ersten Band noch beschäftigten. Zum Beispiel erfährt man endlich, wie die Sphären entstanden und was damals passierte, aber auch woher die verschienden Clans ihre Namen haben. Der ganze Weltenentwurf wird dadurch noch einleuchtender und kann somit überzeugen.

Ursula Poznanski schafft es bis zum Schluss den Leser im Dunkeln zu lassen und selbst nachdem Ria erfahren hat, was hinter allem steckt, weiß man als Leser noch längst nicht Bescheid. Ich wurde wirklich auf die Folter gespannt und meine Nerven wurden bis aufs Äußerste strapaziert.
Was mich besonders beeindruckt, ist, dass unzählige lose Handlungsstränge und Verstrickungen, die erst keinen Zusammenhang zu haben scheinen, am Ende zusammenlaufen und ein stimmiges Gesamtbild erschaffen.

Unterstützt wird das Ganze durch einen unglaublich fesselnden Schreibstil, der perfekt Gefühle übermitteln kann. Ursula Poznanski schreibt so mitreißend, aber auch bildlich, dabei leicht und locker, dass ich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte und nun sehnsüchtig auf den finalen Band warte.

„Die Verschworenen“ konnte mich vom Anfang bis zum Ende völlig überzeugen. Es werden viele Fragen geklärt und der Leser erfährt Unglaubliches. Ursula Poznanski ist eine Meisterin darin, ihre Leser im Dunkeln tappen zu lassen und dann alle Verstrickungen überzeugend aufzulösen, aber auch den Protagonisten und dem Plot Leben einzuhauchen.
Fans von gelungen Dystopien sollten sich diese Fortsetzung auf keinen Fall entgehen lassen, denn ich fiebere nun dem Erscheinen des dritten Bandes entgegen.

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[Löchert die Autoren] Interview mit Peter Freund

Heute ist es soweit und ich präsentiere euch das aktuelle Interview meiner „Löchert die Autoren“-Aktion. ;)
Ich wünsche euch ganz viel Spaß damit und bedanke mich bei euch und Peter Freund für die Teilnahme.

1. Was war früher Ihr Traumberuf und wie sind Sie
dann überhaupt zum Autor geworden? Oder wollten Sie schon immer mal ein
Buch schreiben?

Als kleiner Junge wollte ich zunächst LKW-Fahrer und
danach für lange Zeit Förster werden. Als ich dann älter – und etwas
„vernünftiger“ – wurde, stand für mich bald fest, dass ich eine
Tätigkeit ausüben wollte, die entweder mit Film oder mit Schreiben zu
tun hat – und am Besten sogar mit beidem! Und diesen Wunsch habe ich im
Laufe der Jahre dann auch verwirklicht. Und ja – eigentlich wollte ich
immer ein Buch schreiben, auch wenn mein erster konkreter
„Schreib-Berufs-Wunsch“ der eines Drehbuch-Autors war – und auch den
habe ich mir ja erfüllt ….

2. Mit wieviel Jahren haben Sie Ihr erstes Buch geschrieben? 
Mein erstes Buch habe ich ziemlich spät geschrieben,
da war ich nämlich bereits 36 Jahre alt: ein Filmroman mit dem Titel
„Die Braut des Prinzen“, der unter dem Pseudonym „Peter Lietzenburger“
erschienen ist, wie einige andere Film-Romane auch.

3. Wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Machen Sie sich eine gewisse Seitenvorgabe, die Sie dann abarbeiten? 
Mein Tagesablauf ist sehr unterschiedlich, je
nachdem, in welcher „Schreibphase“ ich mich gerade befinde: wenn ich
dabei bin, eine Geschichte/ein Buch zu entwickeln und zu skizzieren,
mache ich mir keine konkreten Vorgaben hinsichtlich meines
Schreib-Volumens und ich bin auch nicht so strikt mit dem Einhalten
meines Tagesplans. Später dann, wenn der Plot in weiten Teilen steht und
„nur noch“ aufgeschrieben werden muss, verbringe ich anfangs täglich
mindestens sechs Stunden am Computer und versuche jeden Tag mindestens
fünf Manuskriptseiten zu schreiben, was sich dann im Laufe der Zeit dann
auf zehn bis zwölf Stunden und zehn Seiten steigert – und dieses Pensum
versuche ich auch tagtäglich einzuhalten.

4. Lesen Sie neben Ihrem Schreibprozess selber Bücher und wenn ja welche?
Ich lese jeden Tag Bücher, ganz egal, ob ich gerade
eines schreibe oder nicht. Mein Interesse ist ziemlich breit gefächert,
wie Du aus den Titeln ersehen kannst, die ich im Augenblick – parallel –
lese:
Stephen King – Der Anschlag
Nicolas Barreau – Eines Abends in Paris
Lisa Gardner – Die Frucht des Bösen
Richard David Precht – Anna, die Schule und der liebe Gott

5. Können
Sie bei dem Buchcover mitentscheiden? Und wenn nicht, gefällt Ihnen das
Cover trotzdem oder hätten Sie lieber ein ganz anderes gehabt?

Natürlich erkundigt sich der Verlag immer nach meiner
Meinung zum jeweiligen Cover und geht in der Regel auch auf etwaige
Einwände ein. So habe ich z.B. den ersten Entwurf zu den „Guardians…“
strikt abgelehnt, worauf der Verlag den jetzigen anfertigen ließ, der
weitgehend auf meinen Vorschlägen basiert, auch wenn die Umhänge der
Guardians nicht hundertprozentig gelungen finde, insbesondere deswegen,
weil sie mit den von mir im Buch beschriebenen nicht exakt
übereinstimmen.

6. Haben
sie ein besonders Faible für das Unheimliche? Denn sowohl in der
Laura-Reihe als auch jetzt in Ihrem neusten Buch, geht es eher
unheimlich/mystisch einher. Und haben Sie schon mal möglicherweise etwas
Unheimliches erlebt/erfahren, was in Ihrem Roman drinsteckt?

Mystische und geheimnisvolle Themen interessieren
mich in der Tat, dabei habe ich selbst Entsprechendes niemals erlebt.
Ich finde es allerdings höchst faszinierend, mir so etwas auszudenken –
am Besten etwas so gruseliges, dass ich beim Schreiben Gänsehaut bekomme

7.
Eine Frage zur Laura-Reihe:
Wie sind sie auf Aventerra und die Abenteuer darin gekommen? Träumen sie
nachts von ähnlichen Welten? Oder hatten Sie schon von klein auf eine
blühende Fantasie?

Wie die „Laura“-Reihe entstanden ist, ist eine sehr schöne Geschichte, die ich deshalb auch auf meine Website gestellt habe: www.freund-peter.de.
Interessierte können sie dort nachlesen. Und ja: ich habe schon von
klein auf eine blühende Fantasie, was wohl der Grund dafür ist, dass ich
in der Tat gelegentlich von den Figuren und Wesen meiner Bücher träume.

8. Ihr neuester Roman „Guardians of Secret
Powers“ spielt hauptsächlich in Ihrer Heimatstadt Berlin, wie haben Sie
dafür recherchiert und wie sind Sie auf die Idee gekommen
Fanatsyelemente mit tatsächlichen Gegebenheiten in Berlin zu verknüpfen?

Als ich den siebten Laura-Band geschrieben habe, ist
mir urplötzlich aufgefallen, dass keines meiner Bücher in Berlin spielt.
Dabei lebe ich schon seit Jahrzehnten in dieser Stadt, die zudem eine
der aufregendsten Städte der Welt ist. Und in diesem Augenblick stand
für mich fest, dass mein nächstes Buch komplett in Berlin spielen würde.
Ich habe deshalb zunächst Stadtpläne studiert und mit Google Earth
potenzielle Schauplätze erkundet – und die, die dann in die engere Wahl
gekommen sind, habe ich natürlich persönlich besucht, abgelaufen und
Schritt für Schritt erkundet. Auf diese Weise sind all die Berliner
Plätze, Straßen, Parks, Gebäude und Sehenswürdigkeiten, die in den
„Guardians“ eine wichtige Rolle spielen, in die Geschichte und damit in
das Buch gelangt.

9. Haben Sie einen Lieblingsprotagonisten in „Guardians of Secret Powers“?
Wahrscheinlich geht es mir wie den meisten anderen
Autoren auch: ich liebe alle meine Figuren, egal ob „gut“ oder „böse“.
Und natürlich ist mir Nele ganz besonders ans Herz gewachsen – weil sie
meine Hauptfigur ist und ich mich deshalb mehr mit ihr beschäftige als
mit allen anderen Charakteren. Was nicht bedeutet, dass diese mir
weniger wichtig oder lieb wären – im Gegenteil: z.B. finde ich Kjell
oder Lars Petzner ziemlich spannend, zumal Lars ganz offensichtlich ein
Geheimnis mit sich herum trägt. Aber natürlich mag ich auch die pfiffige
Lotti oder die etwas kauzige Oma Mimi usw. usf.

10. Auf was für weitere Projekte von Ihnen dürfen sich Ihre Leser freuen?
Zur Zeit arbeite ich am zweiten Band der „Guardians“:
er trägt den Untertitel „Der Atem der Engel“ und wird im Herbst 2014
erscheinen – und daneben habe ich noch weitere Projekte in der Pipeline,
über die ich im Moment allerdings noch nichts verraten möchte.

Vielen Dank für dieses Interview!