[Rezension] Kathrin Lange- Herz aus Glas

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Ihrem Vater zuliebe verbringt die 17-jährige Juli die Winterferien auf Martha’s Vineyard. Auf dieser Insel soll sie dem 19-jährigen David Gesellschaft leisten, der selbstmordgefährdet ist, nachdem seine Verlobte beim Sturz über die Klippen ums Leben kam. Er ist verschlossen und macht ihr das Leben nicht gerade leicht. Dennoch fängt sie an Gefühle für ihn zu entwickeln. Als sie von einem seltsamen Fluch hört, meint Stimmen zu hören und nicht mehr weiß, was sie glauben soll, gerät sie immer mehr in Gefahr.

„Herz aus Glas“ ist mir zuerst durch sein eindruckvolles Cover aufgefallen und schnell war mir klar, dass ich das Buch lesen muss.

In „Herz aus Glas“ lernt man Juli und ihren etwas weltfremden Vater kennen, der sie darum bittet einem selbstmordgefährdeten Jungen Gesellschaft zu leisten. Bei dieser Tatsache musste ich zuerst schlucken, weil sie mir doch sehr jung dafür erscheint, aber nachdem ich den Vater von David kennenlernte, wurde mir einiges klarer. Denn er hält Psychologen und Depressionen nur für Frauensache und so bekommt sein Sohn keine professionelle Hilfe, was den Vater für mich gleich unsympathisch machte.
Juli dagegen wirkt zu Beginn oft etwas hilflos, was ich in ihrer Situation verstehen kann, bemüht sich aber sehr um David, dem sie nach und nach näher kommt.
David ist, wie zu erwarten sehr verschlossen und gibt sich die Schuld an dem Tod seiner Verlobten. Lange erfährt man als Leser nicht, was wirklich mit ihr geschehen ist, was die Spannung hebt.
Alles in allem sind alle Protagonisten gut und authentisch ausgearbeitet und konnten mich überzeugen.
Auch die Gefühle, die Juli entwickelt konnten mich überzeugen, da sie ohne Kitsch und Klischees auskommen und sehr realitätsnah wirken.

Schon von Beginn an, war ich gefesselt von der teils etwas frostigen, drückenden und unheimlichen Atmosphäre auf Martha’s Vineyard. Nachdem Juli von dem Fluch gehört hat, hat man als Leser selbst das Gefühl, das es da spukt und rechnet immer mit etwas Übernatürlichem. Doch das Buch bietet einen grandiosen Thriller, zwar mit Mysteryelementen, aber ohne Fantasy. 
Die Auflösung der Geheimnisse ist überraschend und spannend dargestellt. Zusammen mit Juli fieberte und rätselte ich mit und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, teils sehr blumig und bildlich, aber durchweg fesselnd und emotional. Die ganze Handlung wird aus Julis Ich-Perspektive erzählt und es wirkt so, als ob sie eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit schildert, da es Sätze wie z.B. „Heute noch frage ich mich manchmal…“ gibt.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, unglaublich spannend, dabei schlüssig und absolut logisch. Dennoch weist es schon etwas auf den zweiten Band hin auf den ich mich schon jetzt sehr freue.

Kathrin Lange hat mit diesem Jugendbuch ein überzeugenden Thriller geschaffen, der ohne Fantasy auskommt und den Leser gerne auf die falsche Fährte führt. Er konnte mich komplett überzeugen und wer gut durchdachte, spannende Bücher, mit einer teils frostigen, drückenden und düsteren Atmosphäre mag, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen.

  • Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie.
  • Band 2 „Herz in Scherben wird voraussichtlich im Januar 2015 erscheinen.
  • Hier findet ihr eine Leseprobe zum 1. Teil: Klick
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[Rezension] Sally Green- HALF BAD: Das Dunkle in mir

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Nathan ist halb scharz, halb weiß, ein sogenannter Halbcode. Seine Mutter war eine weiße Hexe, sein Vater ein schwarzer Hexer. Seitdem er denken kann wird er dafür verurteilt und die Regierung verhängt immer mehr Regeln über Halbcodes, an die er sich unmöglich alle halten kann. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er soll der böseste und skrupelloseste schwarze Hexer von allen sein. Und die weißen Hexer würden alles dafür tun, ihn endlich zu vernichten. Für welche Seite seines Erbes wird sich Nathan entscheiden, die Weise oder die Schwarze? Wird er gut oder böse?

Als ich von „Half Bad“ gehört habe, war mir schnell klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Denn der Klappentext klang unglaublich vielverspechend. So stürzte ich mich voller Begeisterung in dieses Abenteuer über Hexen.

Doch meine anfängliche Begeisterung lies zuerst nach, denn der Schreibstil und die Art des Beginnes waren für mich seltsam und ungewohnt. Man wird als Erzähler mitten ins Geschehen geworfen und sehr kurze, teils verrückt wirkende Kapitel erzählen, was Nathan erlebt. Er lebt in Gefangenschaft und erzählt sein Erlebtes zwar aus der Ich-Perspektive, benutzt aber in der Regel dafür statt des „ichs“ ein „du“, was sehr ungewohnt zu lesen war. Dazu gibt es viele sehr kurze und teils abgehackte Sätze. 

Nach diesem ungewöhnlichen Einstieg erfährt man viel aus Nathans Vergangenheit und ab da wird der Schreibstil wieder etwas besser und mehr nach meinem Geschmack. Alles wird aus der Ich-Perspektive  von Nathan geschildert (ohne, dass ein „du“ statt „ich“ verwendet wird), die Kapitel sind länger und die Sätze nicht mehr so abgehackt. Man erfährt mehr über Nathans Familie, die Welt in der er lebt und die Gesetze, die immer mehr über die Halbcodes verhängt werden, aber auch über Nathans Gefühle und seinen Zwiespalt, da er nicht weiß, welche Seite seines Erbes in ihm stärker ist.
Er lebt in einer Welt in der Hexen ganz normal sind. Die weißen Hexen regieren und jagen die schwarzen Hexen, die böse sind und im Untergrund agieren.

Ich habe lange gebraucht um einen Zugang zu Nathan zu bekommen, der eigentlich ein netter, sympathischer, wenn auch naiver Protagonist ist, der erfrischend anders ist, was wohl an dem ungewöhnlichem Schreibstil lag. Nachdem ich mit ihm warm wurde, konnte ich das Buch aber kaum noch aus der Hand legen. Da sein Leben spannend, ereignisreich, düster und gefährlich weitergeht und es interessante und überraschende Entwicklungen mit interessanten Protagonisten gibt.

Die Welt in der das Ganze spielt gefällt mir ebenfalls gut, auch wenn sie eher am Rande dargestellt wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf Nathans Gefühlen, seine Entwicklungen und das was er aufgrund seiner Herrkunft erlebt, wie z.B. dass er gehasst, ausgegrenzt und verurteilt wird.

Einige Szenen fand ich etwas zu übertrieben grausam, aber dennoch konnte mich das Buch in seiner Gesamtheit fesseln, da es durchweg spannend ist.
Das Ende bietet einen guten und spannenden Abschluss und ich bin sehr gespannt auf weitere Abenteuer mit Nathan.

Wer nach einer etwas anderen Geschichte rund um Hexen und Magie sucht und einem ungewöhnlichem Schreibstil nicht abgeneigt ist, sollte sich „Half Bad“ nicht entgehen lassen. Nach meinen anfänglichen Problemen, konnte es mich richtig gut unterhalten und ich habe Nathan sehr gerne auf seinem Weg begleitet.

  • Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie.
  • Band 2 „Half Wild“ erscheint im Original voraussichtlich 2015.
  • Eine Leseprobe zum 1. Band findet ihr hier: Klick
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[Rezension] Dawn Rae Miller- Eistochter

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Seit
ihrer Geburt ist klar, dass Lark und Beck zueinander gehören. Denn
anders als ihre Freunde wissen die beiden schon immer, dass sie eine
Bindung eingehen werden. Ihre Freunde erfahren erst mit 18 Jahren zu wem
sie gehören, denn das darf niemand allein entscheiden. Der ideale
Partner wird vom Staat bestimmt. Dieser ist nach dem Langen Winter
entstanden, bei dem ein Großteil der Weltbevölkerung ausgerrottet wurde.
Schuld an allem sind angeblich die „Empfindsamen“, Menschen die Magie
wirken können. 
In
Larks Leben scheint alles perfekt, doch dann wird Beck angeklagt ein
„Empfindsamer“ zu sein und verschwindet. Sie kann das nicht einfach
hinnehmen und macht sich auf die Suche nach ihm. Was sie dabei erfährt
stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf, denn Lark und Beck dürfen nicht
zusammen sein, obwohl sie schon immer unzertrennlich waren.

Ich
bin immer noch ein großer Fan von Dystopien und diese klang direkt nach
meinem Geschmack. Das Cover ist ebenfalls sehr ansprechend und hatte
mich auf das Buch aufmerksam gemacht.

Der
Einstieg ist mir allerdings nicht so ganz leicht gefallen, weil relativ
wenig passiert. Man lernt Lark, Beck und ihre Freunde kennen, die nicht
von ihren Eltern aufgezogen werden, sondern diese nur hin und wieder
besuchen. Alle, außer Lark und Beck, fiebern der Bekanntgabe der Partner
der Bindung entgegen, damit sie endlich wissen mit wem sie ihr Leben
verbringen werden. Allerdings haben sich auch schon einige Paare
gebildet und nicht jeder hält sich an das Verbot sich nicht vor der
Bindung zu küssen, was ernsthafte Konsequenzen haben kann.
So
dreht sich der Beginn der Handlung hauptsächlich um das Thema Liebe und
Jungs und man erfährt etwas über die Hintergründe des Ganzen.

Erst
nachdem Beck als „Empfindsamer“ beschuldigt wird, nimmt die Handlung
mehr an Fahrt auf und konnte mich durch starke Emotionen fesseln. Lark
hat ihre Beziehung zu Beck immer für selbstverständlich gehalten und
erst nachdem er weg ist, merkt sie, was sie wirklich für ihn empfindet.
Die Idee der Empfindsamen, die auch als Hexen bezeichnet werden, gefällt
mir gut, allerdings fehlten mir da ein bisschen die Erklärungen, warum
es sie gibt, weil der ganze Hintergrund des Buches eher dystopisch ist
und nicht unbedingt was mit Magie zu tun hat.

Dennoch
gefällt mir der Magieaspekt, da er gut zu allem passt und nur so der
weitere Verlauf des Plots Sinn ergibt. Das Buch dreht sich viel um Larks
und Becks Gefühle und über das, was Lark erfährt. Dabei gibt es die eine
oder andere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hätte.

Lark
ist eine sehr sympathische, wenn auch teils naive Protagonistin, die
sich immer an Regeln hält und versucht alles richtig zu machen. Was sie
im Laufe des Buches erfährt, verändert sie, macht sie stärker, aber auch
gleichzeitig verletzlicher. Denn sie möchte auf jeden Fall, dass es
Beck gut geht und sie ihm nicht schaden kann.
Beck
dagegen liebt sie aufrichtig und ehrlich, dass mir der Verlauf des Buches
richtig zu schaffen machte. Er ist etwas blass beschrieben, aber
dennoch ein toller Protagonist, der einige Überraschungen bietet.
Alle anderen Protagonisten sind gut ausgearbeitet und sorgen dafür, dass das Buch ein stimmiges Ganzes ergibt.

Der
Schreibstil von Dawn Rae Miller ist leicht und locker zu lesen und lebt
durch seine starken Emotionen und die prickelnde Atmosphäre, die mich
trotz der anfänglichen Probleme ans Buch fesseln konnte. Die Handlung
wird komplett aus der Ich-Perspektive von Lark geschildert, sodass man
als Leser immer nur so viel erfährt, wie Lark, was die Spannung im
weiteren Verlauf deutlich anhebt.

Das
Ende ist ganz anders, als ich es erwartet hätte, bietet aber einige
Möglichkeiten für den zweiten Band auf den ich mich sehr freue, denn
alles in allem konnte mich das Abenteuer von Lark und ihre dramatische Liebesgeschichte sehr gut unterhalten und ließ mich permanent mir ihr fiebern.

„Eistochter“ bietet große Gefühle einer unmöglichen Liebe mit Magie und einem dystopischen Hintergrund. Wer dieser Mischung nicht abgeneigt ist, sollte sich das Abenteuer von Lark nicht entgehen lassen, denn ich fieberte durchgehend mit ihr mit und konnte das Buch nach anfänglichen Schwierigkeiten kaum aus der Hand legen.

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie.
  • Band 2 „Nightingale“ ist im
    Original schon erschienen. Für Band 3 „Phoenix“ gibt es laut der
    Homepage der Autorin noch kein Veröffentlichungsdatum, was mehrere
    Gründe hat: Klick
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[Hörbuch-Rezension] Cristin Terrill- Zeitsplitter: Die Jägerin

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Em ist
schon seit Monaten in ihrer Zelle eingesperrt. Ihre einzige
Unterstützung und Gesellschaft ist Finns körperlose Stimme aus der
Nachbarzelle. Immer wieder kommt der Mensch, den sie als Doktor
bezeichnet, zu ihr um sie zu quälen und Antworten zu bekommen. Doch
diese Antworten wird sie ihm nicht geben. Seitdem sie die Zelle betreten
hat, lässt sie der unheimliche Abfluss in der Mitte der Zelle nicht
mehr in Ruhe und sie beschließt herauszufinden, was sich darin verbirgt.
Und sie findet tatsächlich etwas, das alles verändert.
Vier Jahre
zuvor lebt Marina ein schönes und sorgloses Leben. Sie ist reich und
schon ewig in ihren Nachbarn James verliebt, dem sie endlich ihre
Gefühle beichten möchte, doch sie hat Angst, dass er die Gefühle nicht
erwiedert. Doch dann ändert sich in ihrem Leben so einiges.

„Zeitsplitter- Die Jägerin“ ist das erste Hörbuch, das ich gehört habe, nachdem ich das Buch schon kenne. So war ich sehr gespannt darauf, ob mich die Kürzungen stören werden und die Stimmen so sind, wie ich sie mir vorgestellt hätte. Das Buch konnte mich ja schon vollkommen begeistern, da die Zeitreisethematik durch eine komplexe Logik, die bis ins kleinste Detail durchdacht ist und tollen Ideen besticht. Dazu ist der Plot unglaublich spannend.

Das Hörbuch wird passend von zwei Sprecherinnen gesprochen, je nachdem ob Em oder Marina die Geschichte erzählt, da sich deren Erzählperspektiven (Ich-Erzähler) abwechseln. Dieser Wechsel hat mir richtig gut gefallen und die Stimme von Em klingt älter und reifer, als die von Marina, was zu deren Hintergrund passt. Allerdings hat mir die Stimme von Em vom Ausdruck her mehr zugesagt, obwohl beide Sprecherinnen ihren Job gut gemacht haben, da sie mit viel Asudruck und Spannung erzählen können, sodass Emotionen gut übermittelt werden.

Kürzungen des Buches zum Hörbuch hin sind mir nur bewusst aufgefallen, weil ich sehr darauf geachtet habe, aber ohne das Buch zu kennen, würden sie wohl nicht auffallen, weil sie passend gewählt sind und nichts wichtiges fehlt.

Der
Schreibstil ist vom ersten Moment an unglaublich mitreißend und
emotional, dabei leicht und locker zu lesen. Die Zeitreisethematik wird
einfach und gut erklärt.
 
Cristin
Terrill schafft es den Leser lange Zeit auf die Folter zu spannen, denn
man weiß lange Zeit nicht, wieso in Ems Leben alles schief ging und sie
in der Zelle landete. Nach und nach werden die Geheimnisse gelüftet und
ich konnte gar nicht anders als immer weiterzulesen. Spannung wird von
der ersten Sekunde aufgebaut und ich konnte es nicht erwarten zu
erfahren, wie alles weitergeht und sich auflöst. Das Rästel wurde
dadurch gesteigert, dass Em Menschen nicht mit ihrem richtigen Namen
anspricht und man so als Leser am Rätseln ist, wer dahinter steckt.
Neben der Spannung nehmen auch große Gefühle einen hohen Stellenwert ein, denn James ist Marinas große Liebe. 
 
 
Von Beginn
an konnte mich die Handlung in seinen Bann ziehen. Erst durch die
düstere Zelle in der Em und Finn gefangen sind, dann durch ihre
unglaubliche Flucht und dann durch Marinas sorgloses Leben im Vergleich
dazu.
Em und
Marina sind ein und dieselber Person, nur durch vier Jahre voneinander
getrennt. Dadurch, dass beide so unterschiedliche Dinge erlebt haben,
sind sie von Grund auf verschieden. Em ist stark und sehr mutig. Sie hat
ein Ziel vor Augen und möchte alles dafür tun, auch wenn es ihr
schwerfällt. Dafür muss sie sehr schwierige Entscheidungen treffen. Sie
ist zu keiner Zeit herzlos, sondern wird von Zweifeln verfolgt, was sie
noch menschlicher und sympathischer macht. Doch sie möchte nicht, dass
Marina das Gleiche erlebt, wie sie.
Marina
dagegen ist naiv, hat einige Vorurteile und manchmal ist sie auch sehr
eingebildet. Man merkt, dass sie bisher noch nicht viele Sorgen im Leben
hatte.
Dieser
Kontrast von demselben Mädchen, nur durch ihre Erlebnisse verändert,
konnte mich überzeugen und begeistern. Sowieso sind die Protagonisten
unglaublich gut und authentisch ausgearbeitet. Besonders gut gefallen
hat mir Finn, der in Marinas Leben nur eine Randrolle einnimmt, Em aber
sehr wichtig ist. 

Das Ende ist in sich abgeschlossen und kann auch gut als Einzelband stehen. Die Spannung steigert sich zu einem unglaublichen Showdown, der mich völlig in seinen Bann ziehen konnte und obwohl ich den Plot und die Geheimnisse schon kannte, konnte mich das Hörbuch mitreißen und es kam keine Langeweile auf. Insgesamt ist es wirklich ein gelungenes Hörbuch, obwohl mir das Buch ein kleines bisschen besser gefallen hat, was an den wenigen Kürzungen und daran liegt, dass mir die Stimme, die Marina spricht nicht ganz zugesagt hat.

Wer Zeitreiseromane liebt, sollte sich „Zeitsplitter- Die Jägerin“ nicht entgehen lassen, egal ob als Hörbuch oder Buch. Es bietet einen geheimnisvollen und spannenden Plot mit einer komplexen und gut durchdachten Zeitreiseidee und faszinierenden Protagonisten.

  • Hierbei handelt es sich um den 1. von so weit ich weiß 2 Bänden.
  • Das gleichnamige Buch ist beim Bastei Lübbe-Verlag erschienen.
  • Band 2
    erscheint voraussichtlich im original am 14. August 2014.
  • Eine Hörprobe findet ihr hier: Klick
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  • Auf der Verlagsseite gibt es ein Special zum Buch: Klick
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  • Und hier über die Sprecherin Britta Steffenhagen: Klick 
  • Über die andere Sprecherin habe ich nichts gefunden.
  • Und hier ist Cristin Terrills Homepage zu finden: Klick

[Rezension] Michelle Harrison- Schlaf nicht ein

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Elliot versucht so wenig wie möglich zu schlafen. Am liebsten würde er gar nicht mehr schlafen, aber sein Körper hält das nicht aus und so übermannt ihn doch immer wieder der Schlaf. Und dann geht es los. Er sieht die Geister der Toten und wird von ihnen verfolgt, ohne zu wissen, wieso das so ist. Während sein Körper schlafend im Bett liegt, begibt sich seine Seele auf Wanderung und durchstreift immer wieder die Wohnung in der er dem Geist einer Selbstmörderin begegnet. 
Um der Sache auf den Grund zu gehen und sich seinen Ängsten zu stellen, meldet er sich für einen Job in einem Museumsdorf in dem es spuken soll. Doch als Elliot dort schläft geschieht Unglaubliches, denn irgendwas scheint das Museumsdorf zu verbergen und auch Elliots Körper ist vor den Geistern nicht mehr sicher.

„Schlaf nicht ein“ sprang mir zuerst durch sein gelungenes Cover in die Augen. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war meine Neugierde geweckt und so war ich gespannt, was mich in diesem Buch erwarten würde.

Schon zu Beginn war ich völlig von der düsteren und gefährlichen Atmosphäre, die mir einige Gänsehaut bescheren konnte, gefangen. Man begleitet Elliot bei einer seiner nächtlichen Erfahrungen und seine Angst war für mich fast körperlich spürbar. Zuerst denkt man noch an einen extrem schlimmen Albtraum, aber nein, es ist alles echt. Elliot erlebt so etwas regelmäßig seitdem er einen Autounfall hatte, den er fast nicht überlebte. 

Michelle Harrison hat hier ein Buch kreiert, dass Fiktion und Realität unglaublich gut vermischt, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Ihre Erklärungen, wieso Elliot Geister sieht und der weitere Verlauf der Handlung konnten mich überzeugen, fesseln und begeistern.
Allerdings gibt es auch Stellen im Buch, die sich etwas in die Länge ziehen. Einige Führungen im Museumsdorf waren mir zu viel beschrieben, auch wenn sie andererseits gut dazu passen und stellenweise sehr interessant waren.

Neben Elliots Geisterproblem, wird noch ein großes Geheimnis um das Museumsdorf und Elliots beginnende Beziehung zu Ophelia behandelt. Viele alltägliche Probleme sind mit dem übernatürlichen kombiniert, was mir gut gefallen hat.

Die ganze Geschichte wird aus der personellen Erzählperspektive von Elliot geschildert, sodass man als Leser sehr nah an Elliots Gefühlen und dem Geschehen dran ist.
Der Schreibstil von Michelle Harrison ist sehr leicht, locker und eingängig, dabei atmosphärisch, überzeugend und eindringlich. Sie kann gruselige Szenen genauso gut beschreiben, wie romantische oder alltägliche Situationen.

Außerdem finde ich es mal schön zur Abwechslung die Geschichte eines männlichen Hauptprotagonisten zu lesen, was in der Jugendliteratur doch eher selten ist. Elliot ist ein sehr besonner und ruhiger Protagonist, der dauermüde ist und in ständiger Angst lebt. Im Laufe des Buches verändert er sich und diese Veränderung konnte mich völlig überzeugen. Er ist tiefgründig und vielschichtig ausgearbeitet.
Aber auch Ophelia konnte mich überzeugen, die es Elliot am Anfang alles andere als einfach macht und ihre Pferde über alles liebt. Sie hat ebenfalls schon einiges durchgemacht.
Und auch die anderen Protagonisten haben alle ihren Reiz, sei es positiv oder negativ.

Das Buch bietet viele Interessante Ideen und Erklärungen und einige überraschende Wendungen, die mich fesseln konnten. Das Ende ist zu keiner Zeit vorhersehbar, sodass ich immer das Bedürfnis hatte schnell weiterzulesen und zu erfahren was hinter allem steckt.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, spannend und richtig nach meinem Geschmack.

„Schlaf nicht ein“ ist ein Buch, dass ich jedem empfehlen kann, der sich mal ein bisschen gruseln und dafür gelungene Erklärungen bekommen möchte. Es gibt viele Überraschungen und tolle Wendungen, einige Gänsehautmomente und ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Außerdem handelt es sich hierbei um einen Einzelband, was für mich schon allein ein Grund ist, es zu lesen.

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