[Rezension] „Shadow World- Kampf der Seelen“ von Melissa Marr

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Nach dem großen Krieg haben die Magi und die Daimonen einen Waffenstillstand geschlossen. Die Magi herrschen in der Welt der Menschen und die Daimonen in einer Welt, die sie die STADT nennen. Doch der Waffenstillstand ist brüchig und Intrigen werden geschmiedet. Mallory ist in der Welt der Menschen aufgewachsen, immer auf der Flucht vor Daimonen, die sie und ihren Adoptivvater verfolgen, da er etwas besitzt, was die Daimonen unbedingt haben wollen.
Der Streuner und Daimon Kaleb dagegen ist in der STADT aufgewachsen und ein Auftrag führt ihn in die Menschenwelt. Als er und Mallory aufeinander treffen verändert sich für beide alles.

„Shadow World- Kampf der Seelen“ ist ein Buch, das mir zuerst durch sein gelungenes Cover in die Augen gesprungen ist und so wurde ich direkt auf den Inhalt neugierig. Allerdings ist der Klappentext etwas irreführend, da der Plot anders ist, als dieser andeutet.
Der Einstieg war nicht der leichteste, weil man sich erst einmal in der von Melissa Marr geschaffenen Welt und die Bedeutung der Magi und Daimonen zurechtfinden muss. Dabei finde ich das gewählte Setting, vor allem die Entwicklung und Darstellung der STADT durchweg gelungen. Ich mag es, wenn Teile eines Buches in der Menschenwelt spielen und andere Teile in einer magischen Fantasywelt, in der Werte und Vorstellungen ganz anders sind als in der Menschenwelt. Die Idee hinter allem gefällt mir somit außerordentlich gut.

Nachdem mir der Einstieg gelang und ich die Zusammenhänge besser verstehen konnte, wollte ich gar nicht mehr aufhören das Buch zu lesen. Ein locker, leichter Schreibstil mit tollen Beschreibungen und gut dargestellten Emotionen lässt den Leser nur so durch die Seiten preschen. Melissa Marr hat eine düstere, teils brutale und bedrückende Atmosphäre erschaffen, die gut zum Gesamtbild passt.

Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven (personaler Erzähler) beschrieben, was mich etwas überrascht hat, da laut dem Klappentext Mallory und Kaleb im Vordergrund stehen, aber es gibt einige andere Perspektiven, die für den Plot wichtiger sind, als die von Mallory. Denn Mallory wird durch ihren Adoptivvater stets im Dunkeln gehalten, so weiß sie weder etwas von ihrer eigentlichen Herrkunft, noch etwas davon, dass sie schon öfters angegriffen wurde. Das lässt sie zu einer sehr passiven und blassen Protagonistin werden, die einfach nicht ihr volles Potenzial entfalten kann.
Dagegen sind die Daimonen Kaleb, Aya und Belias aktive und gut dargestellte Protagonisten, die einiges an Tiefgang und interessante Geheimnisse haben. Allerdings hat es etwas gedauert bis ich mit ihnen warm geworden bin und viele Handlungsweisen konnte ich nicht nachvollziehen.
Die Liebegeschichte zwischen Kaleb und Mallory ist auch anders, als der Klappentext verspricht und geht mir etwas zu schnell. Die beiden kennen sich kaum, küssen sich einmal und lieben sich dann. Allerdings gibt es dafür eine Erklärung, die mich aber nicht ganz überzeugen konnte.

Der Plot ist insgesamt sehr spannend und es passiert einiges. Besonders interessant finde ich, dass nicht die Daimonen die „Bösen“ sind, sondern es unter ihnen auch welche gibt, die man zu den „Guten“ zählen kann. Ebenso gibt es bei den Magi welche, die ich als „Die Bösen“ bezeichnen würde.
Das Ende bietet ein spannendes Finale, das aber alles andere als abgeschlossen ist, sodass ich hoffe, dass Melissa Marr bald eine Fortsetzung schreibt, denn so kann man das Ende eigentlich nicht stehen lassen.

Mit „Shadow World- Kampf der Seelen“ hat Melissa Marr ein Buch geschaffen, das zwar längst nicht perfekt ist, aber aufgrund der Idee hinter allem und der von ihr geschaffenen STADT punkten kann. Mallory bleibt etwas zwar blass und der Klappentext ist irreführend, dennoch hatte ich einige schöne Lesestunden und kann dieses Buch allen Fantasyliebhaber empfehlen.

  • Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Reihe, die bisher nur ein Prequel hat, aber nicht weiter fortgesetzt wurde.
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[eBook-Rezension] „Dark Elements- Bittersüße Tränen“ von Jennifer L. Armentrout

 
 

Jasmine gehört zu den Gargoyles und liebt es durch die Gegend zu fliegen und unabhängig zu sein. Doch die weiblichen Gargoyles werden gerne von Dämonen gejagt, da sie besonders wertvoll sind, damit Gargoyles Nachwuchs bekommen und sie nicht aussterben. Deshalb sollte sie eigentlich nicht alleine durch die Gegend fliegen. Einzig Dez ist immer zu ihr durchgedrungen, doch er verschwand vor drei Jahren spurlos und ist jetzt wieder da. Er erhebt Anspruch auf Jasmine, aber diese kann ihm einfach nicht verzeihen, dass er verschwunden ist.


„Dark Elements“ ist eine Reihe auf die ich sehnlichst gewartet habe, da ich schon den Auftakt der „Obsidian“-Reihe der Autorin sehr gemocht habe und hier ein bisher ungenutzes Fantasywesen seine Hauptrolle hat. Neben bekannten Dämonen, die aber auf ihre Art einzigartig und anders sind, als man sie kennt, nehmen die Gargoyles viel Platz in dem Plot ein. Die Darstellung dieser Steinwesen, die sich verwandeln, ansonsten als Menschen getarnt sind und Jagd auf Dämonen machen, konnte mich mit der innovativen Idee völlig überzeugen.

Diese Vorgeschichte zur eigentlichen Reihe erzählt die Geschichte von Jasmine, einer Gargoyle-Frau, die von ihrer großen Liebe Dez verlassen wurde und seitdem sehr einsam ist. Als ihre große Liebe dann wieder auftaucht, macht sie ihm das Leben schwer, weil sie nicht so tun kann, als hätte er sie nicht verletzt.
Dez versucht daraufhin alles, damit sie ihn wieder mag und sie ein Paar werden können. Beide Protagonisten gefallen mir außerordenlich gut, denn sie sind toll und authentisch ausgearbeitet und die sexuelle und prickelnde Anspannung, die zwischen ihnen herrscht, ist auch für den Leser spürbar. Dazu kann ich die Handlungen und Gefühle der Beiden zu gut verstehen und alles ist emotional und nachvollziehbar geschrieben.
Was mir besonders gut gefällt, ist, dass man auch kurz auf die drei Protagonisten der eigentlichen „Dark Elements“-Reihe trifft und Layla,  Zayne und Roth erlebt, als sie jünger waren, was eine tolle Ergänzung dazu ist.

Alles wird aus der Ich-Perspektive von Jasmine erzählt, was unglaublich gut passt. Dazu gefällt es mir die Geschichte aus der Sicht eines Gargoyles zu lesen. Jennifer L. Armentrout schreibt mit viel Gefühl, leicht und locker, aber auch mit Sarkasmus und sehr atmosphärisch und emotional. Der verbale Schlagabtausch zwischen Jasmine und Dez ist sehr unterhaltsam und obwohl es nur so eine kurze Vorgeschichte ist, baut Jennifer L. Armentrout gekonnt Spannung und Nervenkitzel auf.

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss einer tollen Vorgeschichte, die man sehr gut vor der eigentlichen Hauptstory lesen kann, aber auch danach noch zu unterhalten weiß.


„Dark Elements- Bittersüße Tränen“ ist ein sehr unterhaltsames Prequel, dass die Vorgeschichte von Jasmine erzählt und die Sicht eines weiblichen Gargoyles darstellt. Es lässt sich wunderbar vor oder nach der eigentlichen Geschichte lesen und bietet kurzweilige tolle und teils prickelnde Unterhaltung. Dieses Prequel kann ich jedem Fan von Jennifer L. Armentrouts Büchern nur empfehlen.