[Rezension] „Lockwood & Co.- Der Wispernde Schädel“ von Jonathan Stroud

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Seit fünfzig Jahren leidet ganz Großbritannien unter einer Geisterepidemie. Immer mehr ruhelose Geister kommen wieder und niemand weiß woran das liegt. Nur Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen können diese sehen und dagegen kämpfen und so gibt es verschiedene Agenturen, die sich mit der Geisterbekämpfung befassen. Auch Lockwood & Co ist eine von diesen Agenturen, unterscheidet sich aber grundlegend von ihnen, denn es ist die einzige Agentur, die nicht von Erwachsenen geleitet wird und nur aus drei Mitgliedern besteht. Anthony Lockwood, Lucy und George hatten es zuerst schwer, doch nach dem Fall der seufzenden Wendeltreppe läuft das Geschäft gut. Doch der neueste Fall rund um eine Ausgrabung auf dem Friedhof, mit anschließendem Diebstahl und Mord verlangt den dreien alles ab und jede ihrer Fähigkeiten ist gefragt um diesen Fall zu lösen und das alles zu überleben…

„Lockwood & Co.“ ist eine Reihe, die mich schon im Vorband sehr begeistern konnte und so war ich mehr als gespannt auf den neuen Fall von Lockwood, Lucy und George rund um die etwas andere Geisterjagd.

Der Einstieg ist gut gewählt, denn es wird vor dem ersten Kapitel erst einmal die Sache mit den Geistern und den Agenturen erklärt. Anschließend beginnt es mitten im Geschehen und Lockwood, Lucy und George sind mitten in einem Auftrag. Schnell wird klar, dass einige Zeit seit dem letzten Buch vergangen ist und man erfährt, was in der Zwischenzeit so passiert ist.
Dadurch, dass das Buch mitten in einer Geisterjagd startet, beginnt es direkt spannend und diese Spannung zieht sich durch das ganze Buch. Es gibt immer wieder Spannungshöhepunkte und überraschende Wendungen und zu keiner Zeit kommt Langeweile auf.

Ich liebe die Idee der Geister, die nur von Kindern und Jugendlichen gesehen werden können und die Umsetzung des Ganzen. Zwar wüsste ich gerne, wieso es überhaupt das Geisterproblem gibt, aber vielleicht klärt sich das noch in den nächsten Bänden.
Dennoch finde ich diesen Band mehr als gelungen und sofort konnte mich der Humor und der Sarkasmus des Buches wieder fesseln.

Die Protagonisten können auf ganzer Linie überzeugen und den Schlagabtausch zwischen George und Lucy finde ich sehr unterhaltsam. In diesem Band erfährt man etwas mehr über die einzelnen Charaktere, nur Lockwood bleibt noch ziemlich geheimnisvoll. Aber selbst über ihn erfährt man zum Schluss unglaubliches. Alle Charaktere sind tiefgründig und überzeugend ausgearbeitet und keiner von ihnen ist perfekt, was sie nur noch realistischer macht. Ich habe jeden auf seine Art liebgewonnen, aber vor allem Lucy finde ich einfach nur sympathisch und ich könnte sie ewig auf ihren Abenteuern begleiten. Deshalb finde ich es richtig gut, dass alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wird und man ihre Gefühle und Gedanken hautnah miterleben kann.

Der
Schreibstil unterstützt meinen sehr positiven Gesamteindruck, denn er
ist leicht und locker zu lesen, sehr atmosphärisch und besonders die
Dialoge, mit viel Witz und Schlagfertigkeit, haben es mir angetan. Jonathan Stroud schafft es mit detaillierten Beschreibungen Gänsehaut hervorzurufen und eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, die er aber auch immer wieder auflockert. Mit wenigen Worten lässt er ein wahres Feuerwerk der Gefühle und ein regelrechtes Kopfkino entstehen.

Das Ende des Buches toppt noch mal alles. Es ist spannend, überraschend und es gibt eine Enthüllung, die mich nun sehnsüchtig auf den nächsten Fall von Lockwood & Co. warten lässt.

„Lockwood & Co.- Der Wispernde Schädel“ steht seinem Vorband in nichts nach und entführt den Leser, egal ob groß oder klein, in ein gruseliges London, das von Geistern heimgesucht wird. Nur Kinder und Jugendliche können diese Geister besiegen und so gibt es hier wieder eine spannende Geschichte rund um Lockwood, Lucy und George, die sich ganz alleine den Geistern stellen. Tolle Protagonisten, ein gelungener Plot, Witz, Spannung und eine überzeugende Atmosphäre sorgen für einen wahren Lesegenuss, sodass ich diese Reihe nur empfehlen kann.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Blogg dein Buch und dem cbj-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

  • Hierbei
    handelt es sich um den 2. Band einer neuen Reihe des Bestseller-Autors
    Jonathan Stroud, der durch seine Tetralogie um den Dschinn Bartimäus
    bekannt wurde. (Klick)
  • Soweit ich weiß wird es davon 4 Bände geben.
  • Eine Leseprobe findet ihr hier: Klick
  • Auf der Verlagsseite gibt es ein Special dazu: Klick
  • Über seine anderen Veröffentlichungen gibt es ebenfalls ein Special: Klick
  • Über den Autor erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Hier ist seine Homepage zu finden: Klick

[Rezension] „Onyx- Schattenschimmer“ von Jennifer L. Armentrout

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Seitdem Daemon Katy das Leben gerettet und sie geheilt hat, sind die beiden auf seltsame Art miteinander verbunden. Sie spüren, wann der andere in der Nähe ist und fühlen sich zueinander hingezogen. Katy glaubt nicht, dass Daemons Gefühle echt sind und denkt, dass diese nur an der Verbindung zwischen ihnen liegen und so leugnet sie ihre eigenen Gefühle. Doch Daemon gibt nicht auf. Als ein neuer Schüler an Katys Schule kommt, ändert sich ihr Leben erneut für immer, denn die Heilung hat für mehr gesorgt, als nur die Verbindung zwischen Daemon und Katy und Katy schwebt erneut in Gefahr…

 

Eigentlich versuche ich immer mich nicht zu sehr an den Covern von Büchern zu orientieren, aber diese Reihe hat so unglaublich schöne Cover, dass man die Bücher einfach lesen muss. Ich muss zugeben ich bin mittlerweile ein großer Fan von Jennifer L. Armentrouts Büchern und so hatte ich diese Fortsetzung sehnsüchtig erwartet.
Ich wollte wissen, wie es mit Katy, Daemon, den Lux und allem anderen weitergeht.

Obwohl das Buch einen Science-Fiction-Hintergrund hat, da die Lux und damit Daemon und seine Schwester Aliens sind, wirkt es eher wie ein Fantasy-Buch und beinhaltet ziemlich typische Elemente, wie die unsterbliche Liebe zwischen einem übernatürlichem Wesen und einem bis dahin ganz normalen Menschen, auch wenn Katy ihre Gefühle leugnet. Was immerhin mal was anderes ist, als wenn die Protagonistin völlig abhängig von dem männlichen Part ist. 

Dennoch hat mich die Liebesgeschichte zu Beginn dieses Buches ziemlich genervt, weil es ein ewiges hin und her ist, Daemon irgendwie verweichlicht rüber kommt und Katy ihm zwar nicht wiederstehen kann, aber sich immer wieder selbst belügt. Zwar konnte ich ihre Zweifel nachvollziehen, aber es ging mir einfach zu lange und war irgendwann übertrieben, denn viel mehr passiert lange Zeit nicht, bis der neue Schüler Blake auftaucht.
Dass sich dadurch eine anfängliche Dreiecksgeschichte entwickelt war zu erwarten, aber zum Glück geht das nicht allzu lange, weil ich Dreiecksgeschichten nicht mag.

Doch durch Blakes Auftauchen und dadurch, dass Katy seltsame Erfahrungen seit der Heilung gemacht hat, nimmt der Plot zusehends an Fahrt auf und ab dem Moment konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und das Buch konnte mich komplett begeistern. Zwar war einiges vorhersehbar, aber mir hat es gefallen, wie es dazu gekommen ist und zwischendurch gibt es doch einige Überraschungen. Die Spannung wird auch nach und nach aufgebaut und gipfelt in einem unglaublichen Finale, das mich daran erinnert hat, wieso ich Band eins so sehr mochte. Wäre das ganze Buch so gewesen, wie ab dem Moment als Blake auftaucht und weniger Gefühlswirrwarr zu Anfang, wäre das Buch perfekt gewesen, aber auch so hat es mir richtig gut gefallen.

Ich liebe Jennifer L. Armentrouts Schreibstil, der Gefühle und eine prickelnde Atmosphäre perfekt heraufbeschwören kann. Sie schreibt leicht und locker, dabei durchegehend fesselnd. Das Buch lebt durch tolle Beschreibungen und gelungene Dialoge, obwohl mir teilweise der verbale Schlagabtausch zwischen Katy und Daemon gefehlt hat, da er im ersten Band viel häufiger vorkam und für mich ein Highlight war. Alles ist in Jugendsprache gehalten und aus der Ich-Perspektive von Katy geschrieben, sodass man ihre Gefühle und Gedanken hautnah miterlebt, was mir sehr gut gefallen hat.

Jennifer L. Armentrout hat die Charaktere glaubhaft und authentisch ausgearbeitet und auch die Hintergründe zu den Lux (also den Aliens) werden hier noch deutlicher dargestellt und es gibt viele Hintergrundinformationen.

Ich mag die Idee hinter allem, auch wenn sie nicht völlig neu ist. Dafür ist die Idee der Aliens mal etwas anderes und ich bin mehr als gespannt auf den dritten Band, da der zweite Band mit einem leichten Cliffhanger endet und sich das Gefühlswirrwarr von Katy zum Schluss gelegt hat.
Meine Rezension klingt an sich nach viel Kritik, dabei war dieser Band für meinen Geschmack einfach nicht so gut wie der Vorband, aber dennoch ist er eine gute Fortsetzung einer tollen Reihe.

 

Obwohl mich „Onyx- Schattenschimmer“ nicht ganz so überzeugen konnte, wie der Vorband, ist es eine tolle Fortsetzung einer wunderbaren Reihe. Vor allem die zweite Häfte des Buches ließ mich nicht mehr los und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Starke Gefühle, eine prickelnde Atmosphäre, tolle Charakter und einige spannende Wendungen sorgten bei mir trotz meiner Kritik für einen wahren Lesegenuss und ich warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung.
Diese Reihe kann ich bisher einfach nur empfehlen.

[Hörspiel-Rezension] „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende

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Bastian ist ein unscheinbarer Junge, der viel gehänselt wird und sehr gerne liest. Als er zufällig das Antiquariat von Herrn Koreander betritt, entdeckt er dort ein Buch, das er unbedingt haben muss, doch er hat kaum Geld dabei. So stiehlt er das Buch mit dem Titel „Die unendliche Geschichte“ und verkriecht sich auf den Dachboden seiner Schule. Dort fängt er an das Buch zu lesen und seine spannende Reise in die Welt Phantasiens beginnt. Er begleitet Atréju und all die anderen auf der Suche nach einem Weg um die Kindliche Kaiserin und damit ganz Phantasien zu retten. So gerät Bastian immer mehr in den Strudel der Geschehnisse und merkt, dass „Die unendliche Geschichte“ mehr ist als einfach nur ein Buch.

Die Bücher und Filme von Michael Ende habe ich schon in meiner Kindheit geliebt und „Die unendliche Geschichte“ gehört zu meinen Lieblingen. So war ich sehr gespannt auf die Neuauflage des Hörspieles. Die alte Version kenne ich nicht, deshalb kann ich das Hörspiel nur mit dem Buch vergleichen und insgesamt konnte es mich begeistern, fesseln und überzeugen. Der Schreibstil von Michael Ende war etwas ganz besonderes und seine Geschichten sowieso.

Über die Geschichte an sich muss ich ja nicht viel erzählen, jeder kennt sie und fast jeder liebt sie. Der Plot ist tiefgründig, phantastisch und es ist ein Klassiker, den man einfach kennen muss. 
Die Inszenierung des Hörspieles konnte mich insgesamt richtig begeistern. Über 40 Sprecher leihen den Figuren des Buches ihre Stimme und hauchen ihnen so Leben ein. Dabei konnten mich einige Sprecher mehr überzeugen als andere, aber das ist Geschmackssache. Vor allem Bastians Stimme war mir im späteren Verlauf etwas zu emotionslos und ich hätte mir etwas mehr Ausdruck gewünscht, aber das ist meine sehr subjektive Meinung, denn der Sprecher macht seine Sache nicht schlecht und ich habe ihm sehr gerne zugehört.
Die verschiedenen Sprecher lassen die Geschichte vor den Augen des Hörers lebendig werden und man fühlt sich schnell, als wäre man mittendrin in Phantasien.

Untermalt wird alles durch die spektakuläre Musik, die wunderbar zu dem Hörspiel passt und für einige Gänsehautmomente bei mir gesorgt hat. Sie untermalt das Gehörte eindrucksvoll und setzt alles noch einmal besonders in Szene. Und auch die Geräusche sind immer passend gewählt und machen dieses Hörspiel zu etwas ganz Besonderem.

Bekannte Figuren wurden hier wunderbar wiederbelebt und endlich konnte man den verschiedenen Wesen Phantasiens wieder begegnen. Die Darstellung der Wesen und von Bastian als Protagonist konnte mich völlig überzeugen, aber vor allem Atréju gehört zu meinen Lieblingsfiguren. Michael Ende hatte allen etwas Besonderes gegeben und sie tiefgründig ausgearbeitet.
Fast alles wird aus Bastians Perspektive geschildert. Als er das Buch liest, wird alles aus Atréjus Sicht dargestellt und anschließend und zwischendurch wieder aus Bastians Sicht, je nachdem ob der Abschnitt gerade von Phantasien handelt oder der Menschenwelt oder ob Bastian in Phantasien ist. Diese Darstellung passt wunderbar zu dem Hörspiel und alles wird durch zwei Sprecher, die als allwissender Erzähler fungieren, überzeugend ergänzt.

Einzig einige Kürzungen haben mir nicht ganz gefallen. Vor allem als Bastian in Phantasien ist und seine Wünsche benutzt, geht mir manches zu schnell und die Übergänge sind zu abrupt. Insgesamt kann man darüber aber hinwegsehen. Dennoch bietet dieses Hörspiel einen wahren Hörgenuss und ich werde es es für meinen Sohn aufbewahren, damit er, wenn er in dem Alter ist, Phantasien genauso lieben lernt wie ich.
Das Ende bietet einen wunderbaren Abschluss und ich habe diese erneute Reise nach Phantasien mehr als genossen.

Diese Neuauflage des Hörpieles kann bis auf minimale Kritikpunkte überzeugen. Ich liebe die Geschichte und die Sprecher haben hier überzeugende Arbeit geleistet und die Figuren vor meinen Augen zum Leben erweckt. Zwar mochte ich nicht jeden Sprecher gleichermaßen, aber das ist Geschmackssache. Die Musik ist spektakulär und sorgt für Gänsehaut. Allerdings merkt man vor allem zum Ende hin, einige Kürzungen über die man insgesamt aber hinwegsehen kann. Dieses Hörspiel ist wirklich hörenswert und bietet tolle Unterhaltung für Groß und Klein.

    • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
    • Es ist eine neue Inszenierung des WDR mit mehr als vierzig Sprechern sowie eigens komponierter Musik.
    • Hier findet ihr eine Hörprobe dazu: Klick
    • Das gleichnamige Buch ist in einer Neuauflage beim Thienemann Verlag erschienen: Klick
    • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
    • Über Michael Ende erfahrt ihr hier mehr: Klick
    • Und hier über die Sprecher: Klick

    [Hörbuch-Rezension] „Wie Sterne so golden“ von Marissa Meyer

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    Cress lebt seit ihrer Kindheit in Gefangenschaft und seit Jahren einsam in einem Satelliten. Dort muss sie für Levana, der Königin von Luna, die Erde ausspionieren und als Hackerin alles machen, was die Königin von ihr erwartet. Thaumaturgin Sybil macht ihr deshalb das Leben schwer. Doch Cress wünscht sich nichts sehnlicher als diesem Leben zu entfliehen und ihre große Liebe zu finden. Als Cinder und ihre Freunde wieder Kontakt zu ihr aufnehmen, scheint dieser Wunsch endlich wahr zu werden, denn sie wollen sie befreien und gemeinsam eine Lösung finden um Levana zu besiegen und die Erde zu retten.

    Auf diesen dritten Band dieser Reihe habe ich mich mehr als gefreut, weil ich den Mix aus Science-Fiktion und bekannter Märchenfiguren, die auf eine ganz neue Art dargestellt werden, einfach liebe. Dazu hat man im Vorband schon einen kleinen Vorgeschmack auf Cress bekommen und so war ich neugierig auf ihre Geschichte.

    Cress erinnert an Rapunzel, eingesperrt in einem Satelitten, abgeschieden von anderen Menschen und mit Haaren, die schon viele Jahre nicht mehr geschnitten wurden. Cress ist eine Protagonistin, die man direkt ins Herz schließt und noch einmal ganz anders ist, als Cinder und Scarlett. Sie ist naiv, fast kindlich, liebenswürdig und treu und in Sachen Programmieren und Hacken ein wahres Ass. Ich habe es genossen ihre Geschichte zu erfahren und finde, dass sie das Team um Cinder wunderbar ergänzt.
    Aber auch die anderen Charaktere können erneut überzeugen, denn sie sind vielfältig, interessant und tiefgründig.

    Der Plot schließt an den Geschehnissen des Vorbandes an, aber man lernt zuerst Cress kennen und sie steht im Mittelpunkt, aber auch die angefangenen Handlungsstränge der Vorbände werden weitergeführt und verschiedene Perspektiven als personaler Erzähler geschildert. So wird es nie langweilig und alles ergibt ein großes Ganzes, das eine vielfältige und komplexe Geschichte erzählt. 
    Cinder möchte die Hochzeit zwischen Kaiser Kai und Königin Levana verhindern und muss eine Lösung finden, alle zu retten, was so gut wie unmöglich ist und neben Cress‘ Geschichte steht dieser Aspekt sehr im Mittelpunkt, aber auch die anderen Handlungen werden weitergeführt.

    Ich liebe die Idee hinter allem und die von Marissa Meyer konstruierte Science-Fiction Welt mit Cyborgs und faszinierenden Technologien, aber auch ihren Bezug auf bekannte Märchen im neuem Gewand. Das Setting ist einzigartig und erstklassig ausgearbeitet. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und in die Welt der Luna-Chroniken versinken.
    Es gibt verschiedene Liebesgeschichten in dem Hörbuch, die den Hauptplot wunderbar ergänzen und durch Tiefgang überzeugen können.

    Spannung
    kommt von der ersten Sekunde an auf und zieht sich durch das komplette
    Hörbuch, was nicht zuletzt an der überzeugenden Sprecherin Vanida Karun
    liegt. Sie schafft es jeder einzelnen Figur Leben einzuhauchen
    und seine eigene Stimme zu geben. Sie kann perfekt Emotionen übermitteln
    und mit viel Ausdruck erzählen und fesseln und so wird dieses
    ungekürzte Hörbuch zu keiner Zeit langweilig. Besonders die Darstellung des Androiden Eiko konnte mich begeistern und hat mich oft schmunzeln lassen, da sie quierlig und dabei irgendwie süß ist.
     
    Aber auch Marissa Meyers Schreibstil konnte mich wieder einmal begeistern. Er ist unglaublich fesselnd, emotional, leicht und locker und
    einfach fantastisch.

    Das Ende bietet einen ziemlichen Cliffhanger, viel Gefühl und Spannung und lässt mich sehnsüchtig auf das letzte Abenteuer von Cinder und ihren Freunden warten.

    „Wie Sterne so golden“ ist hat alles was ein erstklassiges Hörbuch braucht. Eine klasse Sprecherin, einen tollen Schreibstil, tiefgründige Charaktere und einen einzigartigen Plot, der einen Mix aus Science-Fiktion und Märchen bietet. Diese Mischung bildet einen Cocktail aus wunderbarer Unterhaltung und starken Gefühlen. Ich liebe diese Reihe und kann sie jedem wärmstens empfehlen.

    • Hierbei handelt es sich um den 3. von 4 Bänden.
    • Das gleichnamige Buch ist beim Carlsen-Verlag erschienen: Klick
    •  Band 4 („Winter“) erscheint im Original voraussichtlich am 24.11.2015. 
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    [Rezension] „Red Rising“ von Pierce Brown

     
     
     

    In Darrows Welt sind die Menschen nach Farben unterteilt. Je nachdem zu welcher Farbe man gehört, hat man andere Aufgaben. Er gehört zu den Roten, die auf dem Mars in den Minen im Untergrund schuften um die Oberfläche eines Tages bewohnbar zu machen. Eigentlich ist er recht zufrieden mit seinem Leben, doch dann wird ihm ein Sieg streitig gemacht, seine Frau getötet und auch er soll sterben. Doch er wird gerettet und erfährt die Wahrheit über den Mars, denn er wurde sein Leben lang belogen. Die Oberfläche ist längst bewohnbar und nicht nur das, die Menschen dort Leben in Luxus und Reichtum. Darrow soll für die Menschen, die ihn gerettet haben einer der Goldenen werden und ans Institut gehen um etwas an dieser Ungerechtigkeit zu ändern. Dafür muss er sich nicht nur körperlich verändern und zur Elite werden…


    „Red Rising“ ist ein Buch an das ich keine großen Erwartungen hatte. Die Idee machte mich neugierig und so war ich gespannt auf diese Dystopie, die auf dem Mars spielt. Es ist keine typische Dystopie, obwohl man das zuerst denkt. Es gibt keine große Revolution, jedenfalls noch nicht.

    Zuerst einmal lernt man Darrows Leben bei den Roten kennen und wird mit dem Weltenentwurf vertraut gemacht. Dieser konnte mich mit den Ideen völlig begeistern, denn die Menschen der verschiedenen Farben, haben auch körperliche Merkmale, die dazu passen, wie rote Haare. Die Roten schuften sich zu Tode und kaum einer wird alt, dazu leiden sie oft unter Hunger. Das System hinter allem ist für den Leser zuerst nicht leicht zu verstehen und etwas verwirrend, da es recht komplex ist. Aber gerade das hat mir mehr als gut gefallen.

    Der Anfang des Buches konnte mich regelrecht elektrisieren und unglaublich mitreißen. Ich konnte gar nicht anders, als mit Darrow zu fühlen, der ein sehr schweres Leben hat. Er liebt seine Frau über alles und als sie getötet wird, habe ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgemacht. Darrow ist ein teils naiver Protagonist, der sich im Laufe des Buches sehr verändert, auch wenn er nicht immer meine Sympathien wecken konnte, habe ich sehr gerne seine Entwicklung und wieso er das alles macht verfolgt.
    Alle Charaktere können auf ihre Art überzeugen, auch wenn die Masse an Charakteren manchmal sehr unübersichtlich und verwirrend ist.

    Doch nachdem Darrow ans Institut geht, wurde der Plot für mich zusehends langweiliger. Ich hatte oft das Gefühl, dass der Autor sein Ziel aus den Augen verliert und langweilte mich. Dennoch gibt es einige überraschende Wendungen und faszinierende Entwicklungen, sodass mir das Buch im Gesamtpaket gut gefallen hat.

    Allerdings störte mich die Sprache des Buches teilweise, weil mit Schimpfwörtern und Fäkalausdrücken nicht gegeizt wurde. Bis zu einem bestimmten Punkt, passte es zwar zu der Gesamtkulisse des Buches und den Hintergründen der Charaktere, aber im Großen und Ganzen war mir das zu viel. Ansonsten ist der Schreibstil toll, denn obwohl der Plot komplex ist, konnte ich alles gut nachvollziehen und selbst die langweiligen Passagen ließen sich leicht, locker und zügig lesen. Die Emotionen und die actionreichen und teils sehr blutigen Stellen wurden überzeugend geschildert, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Nur hatte ich durch das Institut oft nicht das Gefühl, dass das Buch auf dem Mars spielt. Es hätte auch alles auf der Erde, einem Raumschiff oder einem sonstigen Planeten spielen können, was ich etwas schade finde. Zu Beginn haben mir besonders die Beschreibungen des Planeten super gefallen und das fehlte irgendwann.

    Das Ende bietet viel Potenzial für den nächsten Band, auf den ich trotz des zeitweise langweiligen Plots sehr gespannt bin.


    Wer eine etwas andere Dystopie sucht, ist mit „Red Rising“ gut beraten. Zwar langweilte mich der Plot zeitweise, aber die Idee ist grandios und auch die Umsetzung kann überzeugen. Der Plot ist komplex und nicht unbedingt etwas für zwischendurch und meiner Meinung nach ist die Altersempfehlung zu niedrig. Ich hätte mir 14 Jahren das Buch wohl ganz schnell zur Seite gelegt und auch die Sprache finde ich für das Alter nicht unbedingt angemessen. Dennoch hat es mir trotz meiner Kritik insgesamt gut gefallen und teils elektrisiert. Deshalb freue ich mich sehr auf die Fortsetzung und vergebe knappe 4 von 5 Punkten.