[Rezension] „Efeuranken- Das Geheimnis von Connemara“ von Felicity Green

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Alice wurde in die Anderswelt entführt und hinter allem steckt Morrigan, die Phantomkönigin der Sidhe. Denn sie möchte Ciaras Seele, die immer noch in Alice steckt. Doch das ist schwieriger als sie zuerst denkt. Währenddessen versucht Dylan eine Möglichkeit zu finden sie zu retten und setzt alle Hebel in Bewegung, doch er kann die Anderswelt nicht mehr ohne weiteres betreten und weiß zuerst auch gar nicht, was wirklich mit Alice passiert ist. Doch er gibt nicht auf und schließlich muss Alice eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

Nachdem mir der erste Band der Connemara-Saga schon gut gefallen hatte und mit einem fiesen Cliffhanger aufhörte, war ich mehr als gespannt auf diesen zweiten Band und ich wurde nicht enttäuscht. Mir hat diese Fortsetzung sogar besser gefallen als der erste Band, da ein Großteil des Plots in der Anderswelt spielt und der Fantasyanteil höher ist. Gerade den Fantasyanteil mag ich sehr an dieser Reihe. 
Die Liebesgeschichte dagegen tritt hier etwas in der Hintergrund, weil Alice und Dylan sehr lange voneinander getrennt sind. Diesen Aspekt finde ich aber zu keiner Zeit schlimm, denn es passt gut zum Plot.

Schon von der ersten Seite an war ich völlig gefesselt und begleitete Alice in ihrer Gefangenschaft und Dylan auf der Suche nach ihr. Der Plot wird abwechselnd aus den Perspektiven der Beiden geschildert, wobei bei Alice die Ich-Perspektive gewählt wurde und bei Dylan der personale Erzähler.
Der Plot ist durchweg spannend und bietet so einige Überraschungen. Dazu werden hier erneut irische Sagen und Mythen aufgegriffen und vertieft, was mir richtig gut gefallen hat.

Die Protagonisten, die ich im ersten Band schon ins Herz geschlossen habe, können auch hier überzeugen. Besonders spannend fand ich, dass hier Morrigan, die Phantomkönigin der Sidhe, mehr in der Vordergrund tritt und man mehr über sie erfährt. Alle Charaktere sind authentisch ausgearbeitet und können somit überzeugen.

Der Schreibstil hat mir in diesem Band noch besser gefallen als zuvor, weil ich finde, dass Felicity Greens Stil sich noch verbessert hat. Denn mir ist nicht mehr aufgefallen, dass Alice seltsam spricht und denkt und Redewendungen verwendet, die nicht zu ihrem Alter passen. Felicity Green schreibt sehr atmosphärisch und dabei leicht und locker. Ihre Beschreibungen der Anderswelt konnten mich besonders überzeugen, aber auch sonst mochte ich ihren manchmal bildlichen Schreibstil sehr.

Das Ende bietet noch einmal einen richtigen Höhepunkt mit schweren Entscheidungen und einigen Überraschungen. Viele offene Fragen bleiben ungeklärt. Zum Schluss gibt es einen interessanten Epilog, der mich nun sehnsüchtig auf den letzten Band dieser tollen Trilogie warten lässt.

„Efeuranken- Das Geheimnis von Connemara“ hat mir sogar noch besser gefallen als sein Vorgänger, denn der Schreibstil ist in meinen Augen gereift und der Fantasyanteil höher. Ich habe jede einzelne Seite dieser ungewöhnlichen Fantasygeschichte genossen und freue mich schon sehr auf den letzten Band und weitere Abenteuer von Alice und Dylan.

  • Hierbei
    handelt es sich um den 2. Band einer Trilogie.
  • Band 3 „Ebereschenzauber“ erscheint Ende 2015.
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[Rezension] „Die Entscheidung des Flammenmädchens“ von Samantha Young

Ari befindet sich zusammen mit Jai in Mount Qaf um Charlie bei seinem Prozess beizustehen. Sollte Charlie verurteilt werden, droht ihm der Tod. Doch unerwartet bekommt er Hilfe vom White King, ohne dass Ari sich auf einen Deal mit ihrem Vater einlässt. Allerdings erfahren nun alle, dass sie die Tochter des White Kings ist und ihr Leben ist weiter in Gefahr. Um sich zu wehren tritt sie den Jägern bei und lässt sich ausbilden, denn anstatt die Gejagte zu sein, möchte sie zum Jäger werden…


Da ich die ersten beiden Bände rund um Ari, Jai, Charlie und die Dschinns schon sehr gemocht habe, war ich mehr als gespannt auf diese Fortsetzung. Der zweite Band endete ziemlich fies und Band drei beginnt genau da, wo Band zwei aufgehört hat.
Charlie ist angeklagt und ihm droht der Tod. Ari möchte das verhindern und reist nach Mount Qaf, obwohl sie es dort hasst. Der White King möchte die Situation natürlich ausnutzen, doch Ari wächst über sich hinaus und bietet ihm die Stirn.

Schnell war ich wieder in die Welt der Dschinns vertieft und genoss jede einzige Seite. Allerdings wirkt dieser Band teilweise wie ein Lückenfüller, nicht nur, dass er sehr kurz ist, es passiert am Anfang recht wenig. Dennoch konnte es mich komplett fesseln und begeistern, was unter anderem daran lag, dass Jai endlich zu seinen Gefühlen steht und es einige prickelnde Momente zwischen Ari und ihm gibt. Dazu finde ich es toll, dass es nicht zu einer typischen Dreiecksgeschichte ausartet, sondern Charlie so langsam über Ari hinwegkommt, auch wenn er das selber noch nicht sieht.

Die Protagonisten und vor allem Ari, die immer stärker und selbstbewusster wird, konnten mich überzeugen. Ich mag die Protagonisten, auch wenn Jai etwas klischeehaft ist, da er unglaublich gut aussieht und teils den typischen „Bad Boy“-Charme versprüht. Dennoch sind alle gut ausgearbeitet und bieten so einige Ecken und Kanten, was sie realistischer wirken lässt.

Samantha
Young schreibt hier sehr jugendlich, dabei leicht und locker und
beschreibt vieles wunderschön. Emotionen kann sie gut übermitteln und
die Spannung stetig aufbauen. Der Plot wird hauptsächlich aus Aris, Charlies und Jais Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, wobei Aris Perspektive überwiegt, aber es
kommen auch andere wenige Perspektivwechsel vor, die ein stimmiges
Ganzes ergeben.

Einige Fragen, die in den Vorbänden aufkamen, werden hier geklärt, so erfährt man z.B. noch mehr über Aris Mutter, was ich sehr gelungen finde.
Die Idee hinter dem Ganzen finde ich immer noch toll, denn die Ausarbeitung der Dschinns und Mount Qaf bietet unglaublich viel zu entdecken und der Plot konnte mich immer wieder überraschen.

An sich könnte man diese Reihe auch mit dem Band abschließen, da fast alle Handlungsstränge abgeschlossen sind. Doch ein einziger wird mit einem ziemlichen Cliffhanger ganz am Ende noch aufgegriffen, sodass ich schon jetzt sehr gespannt auf den letzten Band bin.


„Die Entscheidung des Flammenmädchens“ konnte mich insgesamt sehr gut unterhalten und vor allem die Liebesgeschichte zwischen Jai und Ari mochte ich sehr.
Zwar wirkt dieser Band teilweise wie ein Lückenfüller und man hätte diese Reihe bestimmt auch auf drei Bände reduzieren können, aber dennoch liebe ich die Idee der Dschinns und bin sehr gespannt auf den letzten Band.


  • Hierbei handelt es sich um den 3. von 4 Bänden
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[Hörbuch-Rezension] „In der Finsternis“ von Sandrone Dazieri

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Die Polizistin Colomba Caselli, noch immer schwer traumatisiert aufgrund eines Unfalls in ihrer Vergangenheit, wird aus ihrer Beurlaubung geholt und auf den Fall eines vermissten Kindes angesetzt. Anfangs noch ungewiss, ob sie überhaupt wieder als Polizistin arbeiten können würde, steigt schnell ihr Interesse an dem Fall. Sie lernt Dante Torre kennen, einen Mann, der elf Jahre seiner Kindheit in einem Betonverlies verbringen musste und nun seine ganz eigenen Theorien zu dem Fall entwickelt. Schon bald müssen beide merken, dass hinter dieser Entführung ein weit größeres Verbrechen steckt.

Vorweg: mir hat „In
der Finsternis“ schon wohl gefallen (Das klingt nun schon nach einem
dicken ABER)… Ich war anfangs ein wenig irritiert von den
Zeitsprüngen/Rückblicken, so dass ich mich fragte, ob ich vielleicht
einen zweiten Teil erwischt hatte. Colomba Casellis Vergangenheit, die
erst nach und nach geschildert wird, hätte sicher auch ein
eigenständiges Buch abgeben können und ich weiß nicht, ob ich es nun gut
oder schlecht finden soll, dass man als Leser/Hörer so lang im Dunkeln
tappen muss.

Die Story sonst ist spannend und nicht
vorhersehbar, kam mir aber gegen Ende ein wenig in die Länge gezogen
vor. Nach dem Punkt, an dem ich nun gedacht hätte das Ende des Buches
sei gekommen (ich muss mich schon echt zusammenreißen um nicht zu
spoilern) ging es noch eine ganze Weile weiter, der Spannungshöhepunkt
konnte aber nicht mehr so aufgebaut werden, wie er an jenem Punkt war.

Sehr
positiv fand ich den Charakter des Dante Torre. Obwohl in der
offiziellen Buchbeschreibung vielleicht ein bisschen zu hochgelobt, hat
Sandrone Dazieri mit ihm einen sehr interessanten Protagonisten
entworfen, von dem ich nur hoffen kann, dass es keine echten Vorgaben
bezüglich seiner Vorgeschichte und psychologischen Besonderheiten gibt.
Leider habe ich stellenweise ein bisschen seine Klaustrophobie vermisst,
während sie an anderen Stellen geradezu übertrieben wurde. Dagegen
wirkte die sonst schon recht üble Vorgeschichte der Colomba Caselli auch gut durchdacht, jedoch nicht SO außergewöhnlich und interessant.

Zum
Sprecher. Dies ist das erste Hörbuch, welches ich von Jürgen Holdorf
gesprochen höre. Anfangs fiel mir das Zuhören noch schwer, aber – wie
meiner Meinung nach bei vielen Hörbüchern – es wurde besser, sobald sich
der Sprecher in seine Rolle(n) eingelesen hatte. Ich würde ihn nicht zu
meinen Favouriten unter den Sprechern zählen, aber er hat seinen Job
hier alles Andere als schlecht gemacht.  

Das Ende der Geschichte schließt mit der Story als solche gut ab. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es irgendwann einen Nachfolger geben könnte, der es jedoch schwierig haben sollte, an diesen Teil hier heranzukommen, da die Geschichten um die Protagonisten abgeschlossen sind und meiner Meinung nach den Großteil des Reizes am Hörbuch ausmachen. Sollte es einen Nachfolger geben, würde ich ihn aber dennoch hören.

Ich gebe „In der Finsternis“ 3 1/2 von 5 Sternen. 
Wie oben gesagt, hat mir das Hörbuch schon wohl gefallen, hat mich aber nicht so mitreißen können wie manch andere. Und nach meinen oben genannten Kritikpunkten kann ich mit meinem Gewissen leider auch keine 4 Sterne vereinbaren. Vielleicht werde ich auch nur mittlerweile zu anspruchsvoll. 

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
  • Das gleichnamige Buch ist beim Piper Verlag erschienen.
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[Hörbuch-Rezension] „Shining“ von Stephen King

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Der ehemalige Lehrer Jack Torrance hat ein Alkoholproblem. Sein ständiger Drang nach einem Drink, die Arbeitslosigkeit und der häufige Verlust seiner Beherrschung drohen seine Familie auseinander zu reißen. Seine letzte Chance ist ein Job als Hausmeister für ein entlegenes Hotel, dem Overlook. Hier soll er mit seiner Familie isoliert von der Außenwelt die Wintermonate verbringen. Obendrein zeigt sein Sohn Danny ein besonders auffälliges Verhalten. Auch mit dem Hotel scheint etwas nicht zu stimmen…

Was ein geiles Hörbuch! Ein Horror-Thriller, der unter die Haut geht, ohne auf billigen blutigen Splatter setzen zu müssen. Ich gebe zu weder das Buch noch den Film zu kennen und kann mich demnach wirklich nur auf meine gehörte Erfahrung beziehen. Dieses Hörbuch ist das Erste, welches ich meiner Frau nicht empfehlen würde, weil ich glaube, dass es ihr zu aufreibend wäre. Ich hatte zeitweise das gleich schauderhafte Kribbeln im Nacken, wie beim ersten Mal, als ich mit 15 Stephen Kings „ES“ geguckt habe – ich würde mal sagen der Mann versteht sein Geschäft, wenn mir das 12 Jahre später noch passiert.

Das mir das Hörbuch so außergewöhnlich gefällt mag allerdings auch viel mit der vielseitigen und stets passenden Sprechweise von Dietmar Wunder (bekannt als Synchronsprecher zu Adam Sandler und Daniel Craig) liegen. Ich habe nun schon einige Hörbücher gehört, kannte Dietmar Wunder aber bisher nur aus dem TV. „Shining“ hat mich jedenfalls sofort von seinen Qualitäten als Leser überzeugt und er kann sich sicher neben anderen sehr guten Sprechern wie Rainer Strecker und Simon Jäger behaupten.

Ich gestehe, dass ich wegen der Art der zum Teil hitzigen Dialoge sogar ein wenig neugierig auf das Buch wäre. Das Hörbuch wird als ungekürzt angegeben, würde aber – wenn wirklich alles gelesen wurde – stellenweise gar nicht andeuten, wer was sagt. Dank Dietmar Wunder kann man dies zwar heraushören, doch frage ich mich, woher er es beim Lesen wusste. Ich werde das Buch aber trotzdem nicht lesen – ich rezensiere hier nicht umsonst HÖRBücher.

Trotzdem hab ich ein paar Kleinigkeiten, die mich doch gestört haben. Der erste Punkt ist die Vorhersehbarkeit. Vielleicht geht es ja nur mir so, aber ich habe mir das Ende spätestens ab Mitte des Hörbuchs genau so ausgemalt. Auch wenn es trotzdem weiterhin spannend blieb und ja auch die Einzelheiten mir nicht bewusst waren (wie gesagt: ich kenne weder Buch noch Film) so war ich am Ende doch ein wenig enttäuscht, weil die spannende Wendung oder einfach der „Wow-Effekt“ gefehlt haben.

Dann sind mir weiterhin die Zeitsprünge etwas negativ aufgefallen. Ich möchte nun nicht zu sehr spoilern, aber die Story umfasst einen großen Zeitraum von mehreren Monaten. Ich find es äußerst unlogisch, dass nach einem doch sehr verstörendem Erlebnis die Protagonisten für die nächsten Wochen einfach mal weiter machen als sei nichts passiert und erst dann wieder detailiert mit der Story weitererzählt wird und das nächste große Ereignis folgt. Da sind dann mal eben Tage oder Wochen dazwischen, in denen die Familie längst agiert haben müsste (wodurch ihnen viel Ärger erspart und das Buch wesentlich kürzer ausgefallen wäre). Stattdessen ist scheinbar einfach nichts passiert und auch das vorangegangene Ereignis wird einfach ignoriert. Ich bin kein Psychologe, aber dies kommt mir einfach nicht stimmig vor.

Dass Stephen King in seinen Büchern gerne mal abschweift und an den falschen Stellen zu ausführlich wird, habe ich zuvor schon gehört. Leider muss ich dies für „Shining“ bestätigen. Stellenweise hab ich mich wirklich gefragt, warum nun z.B. das Buch des Vaters so ausführlich beschrieben wird. Ich habe immer weiter auf eine Aufklärung gehofft. Auf einen Moment, in dem diese Ausführungen doch noch wichtig werden. Leider vergeblich.

Ich gebe „Shining“ 5 von 5 Punkten.
Trotz der oben genannten Kritikpunkte war es doch eines der besten Hörbücher, die ich bisher gehört habe und ich war wirklich gefesselt. Meine klare Empfehlung für alle, die ein bisschen Psycho-Terror haben können.

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Dilogie.
  • Band 2 „Doctor Sleep“ gibt es ebenfalls als Hörbuch oder Buch zu kaufen.
  • Eine Lebeprobe (eine Hörprobe habe ich leider nicht gefunden) zum 1. Band findet ihr hier: Klick
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  • Seine Homepage ist hier zu finden: Klick
  • Und hier erfahrt ihr mehr über den Sprecher: Klick 
  • „Shining“ wurde außerdem verfilmt.

[Rezension] „Big Game- Die Jagd beginnt“ von Dan Smith

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In Oskaris Dorf ist es Tradition, dass die Jungs in der Nacht vor ihrem dreizehnten Geburtstag ein Ritual vollziehen. Dabei müssen sie eine Nacht in der Wildnis verbringen und wilde Tiere jagen. Doch Oskari ist schwächer als die anderen Jungs und kann trotz des vielen Trainings nicht mal den rituellen Jagdbogen spannen. Er möchte das Ritual erfolgreich beenden, aber keiner glaubt daran, dass er es schaffen kann.
Doch dann begegnet ihm eine ganz besondere Beute, denn der Präsident ist nur knapp einem Attentat entkommen und Oskari ist der Einzige, der ihm helfen kann…

Als ich von dem Buch hörte war mir schnell klar, dass ich es lesen muss, da es nach einem spannenden Abenteuer-Roman klingt. Es spielt in den Wäldern von Finnland und die Idee des Rituals, das bis in die heutige Zeit immer noch besteht, finde ich einfach interessant.

Oskari ist dabei der typische Verlierertyp, denn er wird von den meisten anderen Jungs im Dorf gehänselt, nicht ernst genommen und trotz des ganzen Trainings mit seinem Vater ist er zu schwach um einen großen Bogen zu spannen und besonders gut zielen oder Tiergeräusche nachmachen kann er auch nicht. Dennoch möchte er seinen Vater stolz machen und versucht sich am dem Ritual. Obwohl er selber zweifelt, versucht er sich immer wieder Mut zu machen, was ich sehr sympathisch finde. Ich finde ja, dass es alleine schon viel Mut erfordert um eine Nacht in der Wildnis, in der auch Bären leben, zu verbringen.
Die Ausarbeitung der Charaktere ist durchweg gelungen und realistisch.

Als er dann schließlich auf den Präsidenten trifft, nimmt der Plot einiges an Fahrt auf und es wird gefährlich und richtig spannend, denn der Präsident schwebt weiterhin in Gefahr und kommt in der Wildnis so gar nicht zurecht. Oskari wächst an seinen Aufgaben und wird richtig mutig und freundet sich sogar mit dem Präsidenten an, der auf mich einen sehr sympathischen Eindruck gemacht hat. Es wird ein wahrer Überlebenskampf und auch wenn das Buch insgesamt vorhersehbar ist, fühlte ich mich gut unterhalten.
Ich könnte mir vorstellen, dass vor allem Jungs in dem Alter sich wunderbar mit Oskari identifizieren könnten und Spaß an diesem spannenden Abenteuer haben könnten.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und dadurch leicht und locker zu lesen. Ich mag die Beschreibungen der finnischen Wildnis und die Dialoge des Buches, die sehr unterhaltsam sind. Alles wird aus der Ich-Perspektive von Oskari geschildert, was ich sehr passend finde. Dadurch erlebt man alles hautnah mit und verfolgt noch besser seine positive Entwicklung.

Das Ende bietet einen guten Abschluss und ich bin sehr gespannt, wie das alles im Kinofilm umgesetzt wurde.

„Big Game- Die Jagd beginnt“ ist ein spannender Abenteuer-Roman, der in der finnischen Wildnis spielt und vor allem Jungs in dem Alter von Oskari gefallen dürfte. Aber auch ich fühlte mich trotz der Vorhersehbarkeit durchweg gut unterhalten und habe jede einzelne Seite und die Entwicklung von Oskari genossen. Nun bin ich sehr neugierig auf den Kinofilm.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
  • Ab 18.6. läuft der Kinofilm dazu.
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