[Rezension] „Blink of Time“ von Rainer Wekwerth



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Sarah Layken führt ein ganz normales Leben, doch dann taucht der geheimnisvolle Josh auf, den sie nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Und auf einmal geschieht unmögliches. Sie wechselt die Realität und findet sich auf einmal in einem Leben wieder, in dem sie als Attentäterin gejagt wird und ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt ist. Ihre einzige Chance besteht darin, erneut die Realität zu wechseln. Doch wie ist das möglich und was hat Josh mit dem Ganzen zu tun?

Ich bin ein großer Fan von Rainer Wekwerths Labyrinth-Trilogie und so war ich mehr als gespannt auf seinen neuesten Thriller aus dem Jugendbuchbereich. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn ich liebe „Blink of Time“. Kaum hatte ich es angefangen, war es auch schon wieder beendet. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Zwar ist die Idee von unterschiedlichen Realitäten, die nebeneinander existieren und die man durch eine Verkettung von Ereignissen erreichen und sein Leben verändern kann, nicht neu, aber die Mischung des Buches und die Ausarbeitung des Plots konnte mich im Ganzen dennoch überzeugen.
Ich musste beim Lesen hin und wieder an den Film „Butterfly Effect“ denken und Fans der Filme, dürften auch „Blink of Time“ mögen.

Es beginnt schon spannend mit dem Prolog aus der Sicht eines Jungen, der von einer Brücke springt. Schon da wollte unbedingt wissen, was dahinter steckt. Im Laufe des Buches erfährt man dann, wieso er springt und die Aufklärung konnte mich komplett überzeugen und mitreißen. 
Anschließend geht es damit weiter, dass man Sarah kennenlernt, die ein ganz normales Leben führt und Josh kennenlernt. Es dauert dann zwar etwas bis der Sprung in eine fremde Realität passiert, aber ich war die Ganze Zeit von dem Buch gefesselt und es hat einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt.

Die Liebesgeschichte, die es wie zu erwarten gibt, gefällt mir gut und ich konnte mich gut in Sarah hineinversetzen. Allerdings endet das Buch in Sachen Liebe nicht so, wie ich es erwartet hätte und in einem Punkt (den ich leider nicht erläutern kann, ohne zu spoilern, also lasse ich es) hat es mich gestört.
Dennoch muss ich bei diesem genialen Buch einfach die volle Punktzahl geben. 
Die Erklärungen hinter dem Ganzen finde ich ausreichend und schlüssig, wenn auch manchmal verwirrend. Und obwohl alles recht logisch erklärt ist, hat es auch einen leichten Fantasy-Touch, was ich sehr passend finde.

Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd, dabei leicht und locker zu lesen und voller Spannung, ohne ausschweifend zu werden. Und auch wenn das Buch nicht vor Emotionen trieft, konnte es mich doch emotional berühren. Die Sprache passt zu den jugendlichen Protagonisten und alles wird hauptsächlich aus Sarahs Perspektive (personaler Erzähler) erzählt, aber auch die Perspektiven von Josh und Sarahs Exfreund Patrick werden hin und wieder genutzt, was gut zu dem Gesamtkonzept passt.

Die Protagonisten Sarah und Josh, aber auch Sarahs Exfreund Patrick können auf ihre Art überzeugen, auch wenn sie nicht unbedingt gleich sympathisch sind. Jeder von ihnen hat seine Geheimnisse, obwohl Sarah noch die unauffälligste und normalste ist und besitzten einiges an Tiefe.
Sarah muss sich im Laufe des Buches damit auseinandersetzen, dass jede ihrer Entscheidungen weitreichende Folgen haben kann, sei es positiv oder negativ und sie das Leben von sich und jedem in ihrem Umfeld mit der falschen Entscheidung verändern kann. Das gibt dem Buch eine gewisse Ernsthaftigkeit und regt zum Nachdenken an. Dinge, die sie für selbstverständlich gehalten hat, werden ihr auf einmal wichtig und diese Wendung finde ich einfach nur grandios und auch als Leser kommt man so manches mal ins Grübeln.

So ist das Buch nicht nur ein spannender Thriller, mit einer Reise durch unterschiedliche Realitäten und einer Liebesgeschichte, sondern auch ein wenig zum Nachdenken und diese Mischung ist völlig nach meinem Geschmack. 
Das Ende ist in sich abgeschlossen, bietet aber noch viel Raum für Spekulationen.

Ich habe „Blink of Time“ nicht gelesen… nein… ich habe es inhaliert und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ein Buch nach meinem Geschmack und auch wenn die Idee nicht neu ist, ist sie gut umgesetzt und das Buch durchweg spannend. 
Wer den Film „Butterfly Effect“ kennt und liebt, dürfte auch an diesem Buch gefallen finden, denn eine Tat von Sarah Layken kann ihr ganzes Leben verändern.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband, aber sicher bin ich mir nicht.
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[Hörbuch-Rezension] „Engelskalt“ von Samuel Bjørk

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Ein
sechsjähriges Mädchen wird tot aufgefunden: mit Puppenkleid und
Tornister zurechtgemacht und mit einem Springseil an einem Baum
aufgehangen. Kommissar Holger Munch wird mit dem Fall betraut und stellt
sein Team zusammen, darunter auch die psychisch schwer angeschlagene
Mia Krüger und der Hacker Gabriel Mørk. Schnell erkennen sie, dass
weitere Opfer folgen werden und auch Verbindungen zu Holger Munchs Privatleben treten auf. 

Ich hatte
anfangs ein paar Probleme in die Story einzusteigen und kam ein
bisschen durcheinander, welche Person nun wohl im weiteren Verlauf
wirklich wichtig ist. Das hat sich aber schnell gelegt. Die verschiedenen
Handlungsstränge der Story blieben aber lange erhalten und erst spät kommen
die Zusammenhänge heraus. Das allein schon steigert die Spannung der
Geschichte, die aber auch so schon ein paar Wendungen nimmt, die ich
nicht erwartet hätte. Spannung bis zuletzt!

Besonders
gelungen finde ich auch das Charakter-Design der verschiedenen
Personen. Holger Munch, der seine Vater-Rolle besser im Beruf als in
seiner Familie ausleben kann, trotzdem aber den Kontakt zu seiner
Enkelin sucht… 
Mia Krüger,
süchtig nach Tabletten und Alkohol und noch immer unter dem Tod
ihrer Schwester leidend, die dann plötzlich wieder ins Leben zu
finden versucht… 
Die Brüder,
die sich um sich selbst kümmern müssen… 
Die Leute von
der Kirche… 
und auch Gabriel Mørk, der Nerd, der ganz neu in die Polizeiarbeit
einsteigt und sich erst in allem einfinden muss und eigentlich gar
nicht mal so die große Rolle im Hörbuch spielt, aber einfach gut
rüberkommt, weil man sich mit ihm noch am ehesten identifizieren
kann (zumindest ging es mir so). Man kann jedenfalls nicht sagen,
dass Samuel Bjørk sich einfache oder besonders typische
Charaktere überlegt hätte. 

Um zum
Schluss noch mal ein paar Worte über den Sprecher zu verlieren:
Dietmar Wunder gehört definitiv zu meinen Favouriten und hat mich
auch bei diesem Hörbuch kein bisschen enttäuscht. Definitiv auch
eine sehr gute Wahl für dieses Hörbuch!

Ich
gebe „Engelskalt“ 4 1/2 von 5 Sternen. Der Abzug kommt nur, weil ich
anfangs die oben genannten Probleme beim Einfinden in die Story hatte
und weil mich das Hörbuch nicht ganz so sehr wie „Shining“ fesseln
konnte (Das habe ich mir als Voraussetzung für volle 5 Sterne gemacht).
Trotzdem meine ganz klare Kaufempfehlung! Dieses Hörbuch ist mehr als
nur „irgendein Hörbuch für zwischendurch“ – es lohnt sich, sofern man
dieses Genre mag.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
  • Das gleichnamige Buch ist beim Goldmann Verlag erschienen.
  • Eine Hörprobe dazu findet ihr hier: Klick
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  • Über den Autor erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Und hier über den Sprecher: Klick

[Rezension] „Das Institut der letzten Wünsche“ von Antonia Michaelis

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Mathilda arbeitet im „Institut der letzten Wünsche“. Ihre Aufgabe ist es Sterbenden einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen, egal ob es sich dabei darum handelt, dass es im Sommer schneit, Weihnachten gefeiert wird oder ein letzter Ritt auf einem Pferd stattfindet. Das Institut erfüllt solche Wünsche, die einzige Bedingung ist, dass die Klienten wahrscheinlich innerhalb des nächsten halben Jahres versterben. Auch Birger ist so ein Klient. Er möchte vor seinem Tod noch seine frühere Freundin und sein Kind finden, das er nie kennengelernt hat. Doch dann bricht Marthilda die innoffiziele Regel des Institutes und beginnt Gefühle für Birger zu entwickeln, was eigentlich auf gar keinen Fall passieren darf…

Antonia Michaelis gehört zu den Autoren bei denen ich vorher nie weiß, ob mir das Buch gefallen kann, denn manche ihrer Bücher liebe ich, andere mag ich so gar nicht. Dennoch wollte ich es bei diesem Buch auf einen Versuch ankommen lassen, da ich die Idee eines Institutes, das den Menschen einen letzten Wunsch erfüllt, einfach nur toll finde. Für Mathilda und ihrer Chefin Ingeborg ist es wichtiger, dass die Menschen bereit sind zu gehen, als das sie eine Behandlung nach der nächsten durchstehen, die wahrscheinlich eh nichts bringt. Die Patienten sollen selbst wählen und für die medizinische Versorgung  ist gesorgt. Das wirft natürlich ethische Fragen auf, die auch im Buch behandelt werden und diesen Ansatz des Buches liebe ich.

Dennoch konnte es mich nicht richtig packen und ich kann nicht mal genau sagen, woran es liegt. Der Beginn war sehr vielversprechend und ich musste schmunzeln, wie Mathilda versucht ein Pferd in die S-Bahn zu bekommen und auch sonst ist der Plot auf jeden Fall interessant. Allerdings konnte das Buch mich emotional nicht fesseln, obwohl es so ein heikles Thema beinhaltet und sich Mathilda in einen Sterbenden verliebt. Ich nahm alles wie aus weiter Ferne wahr und fühlte kaum mit den Protagonisten mit, obwohl deren Schicksal sehr schwer ist.

Der poetische Schreibstil war mir manchmal etwas zu viel und zu abschweifend, sodass ich in Versuchung geriet Absätze zu überspringen, obwohl ich den Schreibstil eigentlich sehr mag. Er ist speziell und das macht ihn zu etwas Besonderem. Alles wird aus Mathildas und teils aus einer anderen Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was gut zu dem Buch passt.

Viele Fragen werden aufgeworfen, sodass immer etwas passiert und der Leser an das Buch gefesselt wird. Dennoch hatte ich nicht das Bedürfnis schnell weiterzulesen, was wohl daran liegt, dass es mich auf der emotionalen Ebene einfach nicht erreicht hat, obwohl ich nicht mal genau weiß, woran das liegt.
Denn auch die Protagonisten sind realistisch und authentisch ausgearbeitet, wirken manchmal vielleicht etwas merkwürdig, aber nach und nach erfährt man die Hintergründe von Mathilda, Ingeborg und Birger und auch andere Charaktere werden näher beleuchtet, was dem Ganzen eine gewisse Tiefe gibt und für einige Überraschungen sorgt.

Das Ende bietet kein Happy End und das ganze Buch ist anders als erwartet und auch wenn es voller Hoffnung, Mut, Traurigkeit, Liebe, Zweifel, Problemen und großen Gefühlen ist, hat es bei mir einfach keinen Nerv getroffen. Dennoch regt es zum Nachdenken an und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.

Mit „Das Institut der letzten Wünsche“ hat Antonia Michaelis bei mir einfach keinen Nerv getroffen. Ich kann nicht einmal genau sagen, woran es liegt, denn die Idee, die Charaktere und auch größtenteils der Schreibstil waren nach meinem Geschmack. Doch emotional konnte es mich nicht berühren und ich hatte keinen Drang weiterzulesen.
Dennoch denke ich, dass das Buch viele begeisterte Leser finden wird und es einfach nur für mich nicht das Richtige war.

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[Rezension] „Ruinen- Partials 3“ von Dan Wells

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Die Menschheit und die Partials stehen
kurz vor der endgültigen Vernichtung. Die Partials sterben an ihrem
Verfallsdatum und an einer seltsamen Krankheit, obwohl sie eigentlich
gar nicht krank werden dürften. Die Menschen dagegen können ohne
die Partials keine gesunden Kinder bekommen. Beiden Spezies droht die
Ausrottung und zudem ein Krieg. Doch Kira gibt nicht auf, sie möchte
eine Heilmittel gegen das Verfallsdatum finden und hofft, dass die
Menschen und Partials irgendwann friedlich leben können, doch beide
Seiten wollen die Vernichtung der anderen Seite und Kira läuft die
Zeit davon.

Nachdem der erste Band der
„Partials“-Trilogie mich komplett überzeugen konnte und es zu
meinen liebsten Dystopien zählt, war ich nun sehr gespannt auf den
Abschluss und wie es für die Partials und die Menschen enden wird,
da alles hoffnungslos erscheint.
Schnell war ich wieder in Kiras
trostloser Welt gefangen und obwohl der zweite Band schon etwas her
war, habe ich wieder schnell den Anschluss an der Geschichte
gefunden. Die wichtigsten Dinge der beiden ersten Bände werden
wiederholt und man begleitet die verschiedensten Perspektiven, die an
verschiedenen Fronten kämpfen, was ich zu Beginn etwas
undurchsichtig fand, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war
das für den Gesamtüberblick doch recht gut.

Kira mochte ich bisher eigentlich sehr
gerne, doch hier wirkt sie manchmal kalt und verrät ihre Prinzipien,
was ich sehr schade finde. Sie lässt sich untersuchen und hofft,
dass sie ein Heilmittel gegen das Verfallsdatum der Partials finden
kann. So hagelt es wissenschaftliche, medizinische und biologische
Fachbegriffe und man wird als Leser fast von dem ganzen Wissen und
der Fachsprache erschlagen. Aber ich muss zugeben, dass ich gerade
das an den Büchern mag. Ich habe selber eine medizinische Ausbildung
und finde es spannend, wie die RM-Seuche mit allem zusammenhängt und
wie die Übertragung durch die Partials funktioniert und ebenso die
Suche nach einem Heilmittel für die Partials. So ist das Buch
zeitweise eher anspruchsvolle Kost, aber insgesamt konnte es mich
fesseln.
Etwas langweilig dagegen fand ich die
Perspektive der Widerständler und die politischen Beratungen, die es
in dem Buch gibt.
Samms Perspektive allerdings fand ich
wieder richtig spannend, da er die Partials befreit, die jahrelang im
Koma gehalten wurden, damit sie das Heilmittel gegen RM produzieren.


Zwischendurch hatte ich jedoch leider
das Gefühl, dass obwohl eigentlich recht viel passiert, der
Hauptplot kaum vorankommt. Zwar werden viele begonnene
Handlungsstränge aufgegriffen und beendet, doch zwischendurch
verliert sich Dan Wells in Beschreibungen von Landschaften und
Wegbeschreibungen und manches wirkt wie ein Bericht einer
Kriegsgeschichte ohne die nötigen Emotionen. Alles wirkt
hoffnungslos und die Grundstimmung ist düster. Und obwohl ich seinen
Schreibstil eigentlich mag, waren mir die Beschreibungen der
Handlungsorte doch manchmal etwas zu viel und alles wurde zu nüchtern
erzählt.
Die Protagonisten dagegen sind
insgesamt gut ausgearbeitet und können überzeugen, auch wenn ich zu
Beginn so meine Probleme hatte jeden einzelnen zuzuordnen.

Der Weltenentwurf und der Plot sind
komplex und bestimmt nicht für jeden etwas und trotz meiner Kritik
mochte ich diesen Abschlussband sehr gerne. Mich beeindruckt vor
allem, wie Dan Wells es schafft die verschiedensten Handlungsstränge
miteinander zu verweben und ein stimmiges Ganzes zu erschaffen. Zudem schafft er es, dass
am Ende eine zufriedenstellende Lösung entsteht, auch wenn einiges der
Fantasie des Lesers überlassen bleibt.

Dan Wells konnte mich trotz einiger
Kritik doch von diesem Abschluss überzeugen. So gehört die
„Partials“-Trilogie trotz mancher zäher Stellen doch zu einer meiner
Lieblingsdystopien, was vor allem an der Komplexität, dem
Weltenentwurf und zwei Spezies liegt, die ohne einander nicht
überleben können. Dan Wells verliert sich zwar gerne mal in
Beschreibungen, aber die medizinischen Aspekte mochte ich sehr. Wer
wissenschaftlichen, medizinischen und biologischen Fachbegriffen
nicht abgeneigt ist, sollte auf jeden Fall einen Blick in diese
anspruchsvolle Dystopie riskieren, auch wenn diese Trilogie wohl
nicht für jeden etwas sein dürfte.
  • Hierbei handelt es sich um den 3. Band einer Trilogie.
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[Rezension] „Loving“ von Katrin Bongard

 
Ella ist anders als viele ihrer Mitschüler. Sie geht nicht gerne auf Partys und verbringt lieber viel Zeit mit ihren Büchern und ihrem Buchblog. Durch ihre Brille und wie sie sich anzieht, wirkt sie eher unscheinbar und an Jungs hatte sie noch nie viel Interesse. Doch dann muss sie zusammen mit
Luca, dem Mädchenschwarm schlechthin, ein Schulprojekt zum Thema
„Stolz und Vorurteil“ bearbeiten und obwohl sie ihn vorher nicht
leiden kann, verändert sich ihre Einstellung zu ihm und auf einmal
schwärmt sie für den beliebten Jungen, der fast jedes Mädchen
haben kann. Und schon nehmen die Probleme ihren Lauf…

 
Obwohl ich selten reine Liebesgeschichten lese, konnte mich diese hier neugierig machen. Schon alleine, weil die Protagonistin Ella eine Buchbloggerin ist und gerne liest, konnte ich mich recht schnell mit ihr identifizieren und wollte mehr über ihre Liebesgeschichte zu Luca dem oberflächlichen und beliebten Jungen erfahren.
Der Einstieg ins Buch ist sehr leicht möglich und man lernt zunächst Ella näher kennen.
 
Ella macht in dem Buch eine ziemliche Wandlung durch, die damit anfängt, dass ihr Geburtstagsgeschenk ihrer Eltern dafür sorgt, dass Ella nie wieder eine Brille braucht. Sie lässt sich die Augen lasern und fängt an sich weniger zu verstecken. So werden auch die Jungs auf sie aufmerksam und da die siebzehnjährige sehr unerfahren ist, gibt es einige Stellen, die
mich haben schmunzeln lassen.
Luca dagegen ist erfahren und manchmal etwas anstrengend, weil er hin und wieder seine wahren Gefühle versteckt und wirklich oberflächlich wirkt, dabei hat er auch eine ganz andere Seite.
Insgesamt sind die Handlungen der beiden Protagonisten nicht immer unbedingt nachvollziehbar, aber doch realistisch und für Teenager in dem Alter auf jeden Fall möglich.
Deshalb finde ich die Charaktere überzeugend ausgearbeitet.
 
Allerdings habe ich wohl den Punkt verpasst, an dem Ella sich in Luca verliebt hat. Erst hat sie nur über ihn gelästert und auf einmal ist sie verliebt. Da fehlten mir irgendwie die Gefühle, die erst im Laufe des Buches richtig auftreten und mich dann fesseln konnten. Es ist eine süße
Liebesgeschichte voller Missverständnisse, mit einem seichten Plot.
Von daher ist es die ideale Lektüre für zwischendurch zum Abschalten und
Träumen.
 
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und leicht und locker zu lesen. Die Sprache ist angemessen und passt zu der Altersklasse der Protagonisten. Alles wird aus der Ich-Perspektive von Ella geschildert, was ich bei einem Liebesroman immer sehr passend finde.
 
Das Ende ist etwas vorhersehbar und auch manche Wendungen, aber dennoch konnte mich „Loving“ gut unterhalten. Ich denke aber, dass es vor allem für die gedachte Zielgruppe das Richtige ist, denn mir hat das Besondere an dem Buch gefehlt. Dennoch kann ich es insgesamt empfehlen.
 

„Loving“ ist eine süße Liebesgeschichte für zwischendurch mit einem eher seichten Plot voller Missverständnisse. Vor allem die Zielgruppe des Buches dürfte ihren Spaß an der romantischen Geschichte haben und wer
selber Buchblogger ist, muss Ella einfach lieben. Insgesamt fühlte
ich mich gut unterhalten und auch wenn das Buch für mich nicht perfekt
war, kann ich es auf jeden Fall weiterempfehlen.