[Rezension] „Die Königin der Schatten“ von Erika Johansen

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https://www.amazon.de/Die-Androidin-Auf-Flucht-Roman/dp/3596297281/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1499770896&sr=8-1&keywords=die+androidin+-+auf+der+flucht     

Abgeschottet von allen anderen Menschen wuchs Kelsea versteckt im Wald bei ihren Pflegeeltern auf. Diese brachten ihr alles Nötige bei, denn mit neunzehn Jahren soll sie ihr Erbe antreten und den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigen. Als es soweit ist, muss sie sich mit Misstrauen, Intrigen, Attentaten und der gefährlichen Königin des Nachbarreiches Mortmesne auseinandersetzten. Wird sie lange genug überleben um ihr Erbe anzutreten und eine wirkliche Königin zu werden?

Als ich von dem Buch hörte, war mich schnell klar, dass es mit gefallen könnte. Allerdings dachte ich zu dem Zeitpunkt noch, dass es ein reiner Fantasyroman ist und ich muss sagen, dass mir das besser gefallen hätte. Es scheint momentan in Mode zu kommen Fantasy- und Dystopieelemente zu mischen.
Denn im Laufe des Buches kommt heraus, dass die Vergangenheit des Buches unsere Welt zu sein scheint und die ganze Technologie verloren gegangen ist. Die Erklärungen dazu konnten mich nicht ganz überzeugen und meiner Meinung nach, hätte das auch nicht sein müssen. Denn die Welt in der das Buch spielt, konnte mich auf seine Art faszinieren und in seinen Bann ziehen und hätte diese Vergangenheit gar nicht gebraucht.
Dennoch konnte mich das Buch wunderbar unterhalten.

Es beginnt damit, dass man Kelsea auf ihrem Weg zum Thron begleitet, was sich zuerst einfach anhört, für sie aber ein lebensgefährliches Unterfangen wird, denn fast jeder trachtet nach ihrem Leben. Anschließend versucht sie sich als Königin zu behaupten und möchte ihre Volk befreien. Doch damit hat sie sich ganz schön viel vorgenommen.

Sie ist eine starke, toughe und zuerst unabhängige Protagonistin, die mich zuerst mehr als überzeugen konnte, da sie weiß was sie will, klug ist und ich sie sehr sympathisch finde. Im weiteren Verlauf ging es mir allerdings etwas auf die Nerven, dass sie immer wieder wegen ihrem Äußeren zweifelt, sich deswegen Gedanken macht und jammert und andere nach ihrem Aussehen beurteilt. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen.
Die anderen Charaktere konnten mich aber insgesamt überzeugen. Vor allem die Dialoge mit ihrem Wächter Mace, der ein eigenwilliger Kerl ist, haben viel zu meiner Unterhaltung beigetragen.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach genial, sehr atmosphärisch und passt wunderbar in das Setting des Buches. Die Sprache ist aussdrucksstark und die Beschreibungen sind sehr lebendig. Er lässt sich leicht und locker lesen und Gefühle werden eindrucksvoll übermittelt.
Der Beginn des Buches wird ausschließlich aus Kelseas Sicht (personaler Erzähler) beschrieben. Im späteren Verlauf gibt es einige Perspektivwechsel, die mir manchmal zu viel waren und mich nicht immer interessierten.

Der Plot ist insgesamt spannend und konnte mich durchweg fesseln. In der Mitte gibt es eine kleine Durststrecke in der der Plot sich in die Länge zieht, aber dennoch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Am Ende bleiben einige Fragen offen und ich bin gespannt, wie es mit Kelsea und ihrem Königreich weitergehen wird.

Trotz meiner Kritik konnte mich „Die Königin der Schatten“ wunderbar unterhalten. Es ist ein gutes Debüt, mit einigen Schwächen, das aber durch eine insgesamt starke Protagonistin und einem genialem Schreibstil glänzt. Am Ende bleiben einige Fragen offen und ich bin gespannt, was mich im zweiten Band erwarten wird.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Geschichten voller Intrigen und Gefahren mag, auch wenn der Mittelteil seine Längen hat. 

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie.
  • Band 2 „“ ist im Original bereits erschienen. Wann Band 3 erscheinen wird, habe ich nicht herausgefunden.
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick


[Rezension] „Bannwald“ von Julie Heiland

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Robin und ihr Volk der Leonen dürfen den Wald nicht verlassen und nur bis zu einem bestimmten Bereich vordringen. Als sie vor einem Eber flieht, landet sie aus Versehen in dem verbotenen Bereich der Tauren, dem Volk das ihr Volk unterdrückt und beherrscht. Auf dieses Vergehen steht der Tod, doch als sie auf den Tauren Emilian trifft, lässt dieser sie fliehen. Völlig verwirrt kehrt sie zu ihrem Volk zurück und ab da trifft sie öfters auf Emilian und fragt sich mit wachsender Besorgnis, was er vorhat…

Nachdem ich von „Bannwald“ schon viel Gutes gehört hatte, wollte ich mir selber ein Bild von diesem Trilogieauftakt macht und ich muss sagen, dass ich begeistert bin. 
Zuerst dachte ich, dass es sich hierbei um einen schlichten Fantasyroman in einer fiktiven Welt handelt, doch schnell wurde mir klar, dass die „normale“ Welt, in der ich lebe, auch in diesem Buch existiert. Die Menschen leben ohne, dass sie wissen, dass es Magie und verschiedene Völker, wie die Tauren und Leonen gibt. Die Tauren und Leonen sind dabei nicht die einzigen Völker, aber die anderen stehen nicht im Mittelpunkt.
Die Tauren wenden schwarze Magie an und können mit einem Blick töten, die Leonen nutzen die weiße Magie und können heilen und Pflanzen zum Wachsen bringen. Schon lange werden die Leonen unterdrückt und müssen für die Tauren schuften und werden als minderwertig betrachtet. Die Idee des Plots, die Ausarbeitung der Völker und die Welt in der das Buch spielt, konnten mich komplett begeistern.
Durch die Tauren hat es Robin in ihrer Welt nicht leicht. Sie hasst den Wald, weil er ihr Gefängnis ist und obwohl sie auch Angst hat, brodelt in ihre eine Wut, die sie oft nicht kontrollieren kann und die ihr logisches Denken außer Kraft setzt. Sie ist ein teils impulsiver Mensch und bringt sich gerne mal in Schwierigkeiten, doch ich mochte sie gerne.
Emilian, der zu den Tauren gehört, ist der typische Bad Boy und schweigt sich gerne aus, was zwar nicht überraschend ist und in vielen Büchern so vorkommt, aber dennoch mochte ich ihn und dass man nie ganz hinter seine Geheimnisse kommte. Aber auch die anderen Charaktere konnten auf ihre Art überzeugen, da sie alle authentisch ausgearbeitet sind.
Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen und obwohl sie wirklich vorhersehbar ist, konnte das meinen Lesegenuss nicht mildern, da die Gefühle überzeugend dargestellt sind.
Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und Emotionen werden hervorragend übermittelt, was wohl auch daran liegt, dass ein Großteil des Plots aus der Ich-Perspektive von Robin geschildert wird. Es gibt aber auch einige wenige Perspektivwechsel (personaler Erzähler), die das Ganze abrunden. Robins Sprache ist eher jugendlich, dabei aber auch modern, was aber zu der Welt des Buches passt. Alles ist spannend und fesselnd geschrieben, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Der Plot bietet so einige Überraschungen und einen spannenden Höhepunkt und das Ende macht so richtig Lust auf den zweiten Band, auf den ich zum Glück nicht allzu lange warten muss.

„Bannwald“ ist ein grandioser Trilogieauftakt, von dem ich gar nicht genug bekommen konnte. Die Idee der Tauren und Leonen und was dahinter steckt und dass sie neben den nichtsahnenden Menschen existieren, fand ich einfach nur toll und so freue ich mich sehr auf den zweiten Band.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, denn es war definitiv für mich ein Highlight in diesem Jahr.

 

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Band 2 „Blutwald“ erscheint voraussichtlich am 24. September 2015.
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick

[Rezension] „Das Licht von Aurora“ von Anna Jarzab

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Sasha wuchs, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, bei
ihrem Großvater auf, der manchmal etwas eigentümlich ist. Er befasst
sich mit der Theorie der Paralleluniversen, doch Sasha hat nie an die
wirkliche Existens davon geglaubt. Doch dann spricht der Schulschwarm
Grant sie an und auf einmal befindet sich Sasha in Aurora, einem
Paralleluniversum und soll die Rolle der verschollenen Prinzessin
übernehmen. Was auf den ersten Blick wie ein Märchen klingt, birgt in
sich ungeahnte Gefahren, die große Liebe und schwere Entscheidungen.

Ich muss gestehen, dass mir das Buch zuerst einzig und alleine wegen dem
traumhaften Cover auffiel und ich es schon alleine deshalb lesen
wollte. Als ich mich dann mit dem Inhalt befasste, wurde der Entschluss
nur bestärkt, da ich Bücher, die sich mit Paralleluniversen
beschäftigen, unglaublich interessant finde.
Die Grundidee des Buches
konnte mich somit direkt fesseln und ich fand es spannend zusammen mit
Sasha Aurora zu entdecken. Aurora ist auf den ersten Blick so ganz
anders als die Erde, hat aber doch einige Parallelen. Am Himmel gibt es
nachts überall Nordlichter und es gibt eine Monarchie. Dennoch ist die
Welt modern und manche Geschichtsereignisse überschneiden sich. In
Aurora gibt es eine junge Frau, die mit Sasha fast identisch ist und ihr
Analog genannt wird. Diese soll Sasha ersetzen.

Doch nach einem
interessanten Prolog und einem kurzen Kapitel aus der Sicht einer
mysteriösen jungen Frau, beginnt das Buch recht alltäglich und man
begleitet Sasha dabei, wie Grant sie anspricht und sie auf dem Schulball
geht. Dabei wechseln sich Sashas und Grants Perspektive ab, wobei bei
Sasha die Ich-Perspektive gewählt wurde und bei Grant der personale
Erzähler. Dazu gibt es immer wieder Passagen aus der Sicht der mystiösen
jungen Frau (personaler Erzähler), was ich spannend finde. Allerdings
wurde dadurch manchmal auch schon zu viel verraten, da man als Leser
mehr wusste als Sasha.

Als Sasha in Aurora landet und man
zusammen mit ihr mehr über die Parallelwelt erfährt, nimmt der Plot eine
spannende Wendung und der Beginn des Buches ist rasant und spannend.
Leider konnte die Spannung nicht das ganze Buch beibehalten werden. Der
Mittelteil zieht sich ziemlich in die Länge und bei vielen Stellen, an
denen etwas spannendes hätte passieren können, passiert nichts. Es gibt
viele Erklärungen, die zwar wichtig sind, aber den Plot auch in die
Länge ziehen. Dazu begleitet man Sasha dabei wie sie die Rolle der
Prinzessin einnimmt und was sie dabei alles machen muss. Ein Leben am
Hofe wird beschrieben und die Handlung plätschert nur so dahin. Gegen
Ende nimmt der Plot aber doch wieder einiges an Fahrt auf und die
Wendungen konnten mich überzeugen.
Die Liebesgeschichte des Buches
gefiel ich insgesamt, auch wenn die beiden Protagonisten sich etwas zu
schnell verlieben, nachdem Sasha erst einmal ihren ersten Schock
überwunden hat, dass sie in einem Paralleluniversum feststeckt.

Sasha
ist eine sehr sympathische Protagonistin und ihre Handlungsweisen kann
ich größtenteils nachvollziehen. Sie ist manchmal etwas impulsiv, aber
das passt zu ihr und ansonsten wäre das Buch wohl ziemlich langweilig.
Gerade ihre impulsive Art hat dafür gesorgt, dass ich sie ins Herz
geschlossen habe und mir ihr fühlen konnte.
Grant, der eigentlich
Thomas heißt und nur Grants Leben in Sashas Universum eingenommen hat,
mochte ich auch direkt, obwohl ich nie wusste, ob man ihm wirklich
trauen kann, da ihm sein Auftrag und die Anerkennung seines Ziehvaters
wichtiger ist als alles andere. Und auch die Nebencharaktere konnten
mich allesamt überzeugen und haben dafür gesorgt, dass ich das Buch
insgesamt sehr unterhaltsam gefunden habe.

Der Schreibstil ist
leicht und locker zu lesen und die Sprache der jeweiligen Welt
angepasst, was die Authentizität von Aurora steigert. Die Beschreibungen
von Aurora sind wunderschön und so hatte ich das Gefühl hautnah mit
dabei zu sein. Gefühle werden überzeugend übermittelt und selbst die
Passagen die sich für mich in die Länge gezogen haben, waren schnell
gelesen.
Viel zu schnell war dieses Buch auch schon wieder beendet
und trotz der Längen hat es mir gut gefallen und ich bin gespannt auf
den nächsten Band, denn am Ende bleiben noch so einige Fragen ungeklärt.

„Das Licht von Aurora“ zieht sich zwar im Mittelteil etwas, aber dennoch
hat mir das Buch gut gefallen und konnte mich sehr gut unterhalten. Ich
mag die Idee der Paralleluniversen und Aurora ist wirlich eine
faszinierende Welt in der es viel zu entdecken gibt.
Jeder der Prinzessinengeschichten liebt, dürfte auch an diesem Buch gefallen finden.

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie.
  • Band 2 „Tether“ ist im Original am 10. März 2015 erschienen, Band 3 wird voraussichtlich 2016 erscheinen.
  • Hier findet ihr eine Leseprobe zu Band 1: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick

[Rezension] „Outlander- Feuer und Stein“ von Diana Gabaldon

Im Jahre 1946 begibt sich die englische Krankenschwester Claire Randall zusammen mit ihrem Mann nach Schottland um deren Liebe in den zweiten Flitterwochen wieder aufleben zu lassen. Doch dann betritt sie einen Steinkreis, wird ohnmächtig und landet im Jahre 1743. Ohne zu wissen, ob sie jemals wieder nach Hause zurückkehren kann, ist sie eine Fremde in einer fremden Zeit…


Ich muss gestehen, dass ich die Highlander-Reihe bisher nicht gelesen habe und eher einen Bogen darum gemacht habe. Erst durch die Fernsehserie wurde ich so richtig neugierig darauf und wollte, da ich ein riesen Schottland-Fan bin, nun auch das Buch lesen. Deshalb kann ich diese Ausgabe nicht mit früheren Ausgaben und der anderen Übersetzung vergleichen und nur meine Meinung zu dieser Ausgabe wiedergeben.

Diese Ausgabe finde ich alleine schon von der Gestaltung her sehr gelungen, auch wenn ich sonst eher ein Fan von Hardcover-Ausgaben bin. Und es beginnt direkt toll mit ein paar Worten der Autorin an die Leser und einem Vorwort über Menschen, die verschwinden. Dann begleitet man Claire und ihren Mann Frank bei ihrem Aufenthalt in Schottland und schließlich ihre Reise in die Vergangenheit.
Von der ersten Seite an konnte es mich fesseln, egal ob durch die Beschreibungen Schottlands, Claires Gefühlen oder dem insgesamt spannenden Plot. Vor allem als Claire in der Vergangenheit landet, Franks Vorfahren trifft und Jamie und seinen Leuten begegnet konnte ich kaum mehr aufhören zu lesen und das, obwohl das Buch viele Seiten hat und ich sonst eher dünnere Bücher lese.

Allerdings habe ich einen Kritikpunkt und dieser wiegt für mich so schwer, dass ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben kann. Im Laufe des Buches verliebt sich Claire in Jamie, dem sie in der Vergangenheit begegnet. Zwar geschieht das eher schleichend und ihre Gefühle ändern sich authentisch, aber zu Beginn möchte sie nur zu ihrem Mann Frank zurück und irgendwann nicht mehr. Wäre sie nicht schon zuvor verheiratet gewesen, hätte ich diese ganze Entwicklung toll gefunden, doch so gefiel es mir nicht, denn ich glaube noch daran, dass man seinem Mann treu ist und versucht auf immer mit ihm zusammen zu sein. Das mag vielleicht altmodisch sein, aber so ist meine Meinung in dem Punkt.

Dennoch gefiel mir das Buch richtig gut und vor allem die geschichtlichen Aspekte sind wunderbar in dem Plot enigearbeitet, ohne dass die Handlung darunter leidet.
Der Schreibstil, bzw. die Übersetzung ist gut zu lesen und die Begriffe wirken auf mich angemessen. Die Sprache passt zu der Zeit in der das Buch spielt und alles wird überzeugend geschildert. Der Plot wird aus der Ich-Perspektive von Claire beschrieben, was ich sehr passend finde, da ich so ihre Gefühle hautnah miterleben konnte.

Claire als Protagonistin mochte ich sehr, denn sie ist eine starke Frau, die sich auch nicht in einer von Männern dominierten Zeit unterkriegen lässt und sich zu helfen weiß. Und auch Jamie mochte ich sehr, denn er ist ein toller Mensch, der für seine Liebsten alles tun würde.
Und auch sonst gibt es unglaublich viele tolle Charaktere, die das Buch zu etwas Besonderem machen und allesamt überzeugend ausgearbeitet sind.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, bietet aber viel Raum für eine Fortsetzung und ich freue mich schon sehr darauf die anderen Bücher der Reihe zu lesen, denn nach diesem gelungenen Einstieg muss ich einfach wissen, wie es weitergeht. Es ist ein tolles historisches Abenteuer in den Highlands und versprüht einen besonderen Charme.


„Outlander- Feuer und Stein“ konnte mich mehr als neugierig auf den Rest der Reihe machen. Ich liebe Schottland und das Schottland der Vergangenheit versprüht einen ganz besonderen Charme. Vor allem die Charaktere des Buches, aber auch der spannende und faszinierende Plot konnten mich begeistern. Einzig, dass Claire zuvor schon verheiratet war, hat mich gestört.
Dennoch kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.


  • Hierbei handelt es sich um den Auftaktband einer Reihe. Band 9 ist geplant, die anderen sind erschienen, ob es dann vorbei ist, steht noch nicht fest.
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  • Ihre Homepage ist hier zu finden: Klick
  • Es gibt auch eine deutsche Homepage über sie: Klick
  • Seit dem 20. Mai läuft die Fernsehserie dazu auf VOX.

[Rezension] „Liebten wir“ von Nina Blazon

 

Mo ist eine leidenschaftliche Fotografin und liebt es in Fotos ganze
Lebensgeschichten zu entdecken. Sie ist mit ihrem Freund Leon glücklich,
doch dann lernt dieser ihre Schwester kennen und auf einmal geht alles
schief. Auf der Familienfeier von Leon, auf die sich Mo so sehr gefreut
hat, läuft nichts wie geplant und schließlich möchte Mo nur noch weg.
Zusammen mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, landet sie
schließlich in Finnland auf den Spuren von Ainos Vergangenheit…


Wäre dieses Buch nicht von Nina Blazon gewesen, hätte ich es wohl
nicht angerührt. Denn dieses Genre ist nur selten etwas für mich, aber
da ich ein großer Fan ihrer Bücher bin, musste ich es auch mit diesem
hier versuchen.
Den Einstieg fand ich noch sehr gelungen. Man lernt Moe kennen und
erfährt, wie sie aus kleinsten Details auf Fotos Zusammenhänge über die
Menschen darauf herausfindet, was ich total spannend finde. Ihre
Vergangenheit bleibt zuerst geheimnisvoll, doch nach und nach erfährt
man mehr über sie. Was mich nur etwas irritiert hat, ist, dass ihr
Freund Leon, obwohl Mo bei ihm wohnt, so wenig über sie weiß. Er weiß
nicht mal, dass sie nicht studiert hat oder sonst irgendwas aus ihrer
Vergangenheit. Sowieso ist Leon ein Mensch mit dem ich nicht viel
anfangen konnte, vor allem auch durch das was er im Laufe des Buches
macht. Mo dagegen mag ich sehr und ich habe sehr gerne ihre Reise
begleitet.

Bis zu dem Punkt an dem Mo mit Aino nach Finnland reist, fand ich das
Buch richtig gut, doch dann plätscherte es die meiste Zeit nur noch vor
sich hin und konnte mich kaum fesseln, obwohl ich Aino total klasse
finde. Sie ist eine eigensinnige alte Frau, die stur und auf den ersten
Blick grantig ist, aber die eine tolle Geschichte verbirgt. Wegen ihr
musste ich oft schmunzeln.
Dennoch konnte der Plot mich leider kaum in seinen Bann ziehen, aber das
könnte auch einfach so gewesen sein, weil ich sonst solche Bücher nicht
lese.

An Nina Blazons Schreibstil liegt es jedenfalls nicht, denn der ist
gewohnt großartig, auch wenn ich den Schreibstil in ihren Fantasybüchern
lieber mag, weil sie da einfach magisch schreibt und hier
„alltäglicher“ schreiben musste. Obwohl mich das Buch oft nicht fesseln
konnte, sind die Seiten beim Lesen nur so verflogen, weil sie eingängig
und leicht und locker schreibt, aber auch viel Gefühl vermittelt. Sie
schafft es perfekt immer nur kleine Happen zu servieren und erst am Ende
das große Ganze zu lüften. Die Idee hinter dem Plot finde ich gelungen.
Dazu beschreibt sie Finnland wunderschön und konnte so mein Fernweh schüren.

Als ich mich schon zwingen musste das Buch überhaupt weiter zu lesen,
weil es irgendwann nur noch zäh war, tauchte Aarto auf und er war
wirklich mein Lieblingscharakter. Er hat eine einfach und unkomplizierte
Art und geht auf ganz eigene Art mit seinem Leben um.
Dennoch war das Buch wohl nicht das Richtige für mich, auch wenn es eine
Reise in die Vergangenheit ist und mir stellenweise richtig gut
gefallen hat. Das Ende finde ich allerdings gelungen. Doch sollte Nina
Blazon noch einmal ein Buch in diese Richtung schreiben, werde ich es
wohl nicht damit versuchen.


„Liebten wir“ hat bei mir leider keinen Nerv getroffen. Obwohl ich den
Anfang mochte, zog sich die Handlung irgendwann für mich nur noch in die
Länge und trotz guter Ansätze hat es mir nur mittelmäßig gefallen.
Dennoch denke ich, dass es für andere Leser das Richtige sein könnte und
bei mir das Problem war, dass ich solche Bücher fast nie lese.