[eBook-Rezension] „Frosch meines Herzens“ von Mara Lang

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Als Hannah in einem Trödelladen ein Hexenbuch auf den Kopf fällt, drängt die Besitzerin sie dazu das Buch zu kaufen und aus Neugierde probiert sie einen Spruch aus. Sie möchte, dass Dean, der Loser der Klasse und der sie beleidigt hat, bestraft wird. Doch der Spruch geht schief und auf einmal ist Dean heißumschwärmt und sieht einfach nur toll aus. Und selbst Hannah lässt das nicht kalt…

Da ich mittlerweile sehr gerne bittersweets des Carlsen-Verlages lese und sie wunderbar etwas für zwischendurch sind, habe ich auch diese Kurzgeschichte gelesen. Es war mein erstes Buch von Mara Lang, aber nach dieser Kurzgeschichte muss ich unbedingt mehr von ihr lesen, denn ich bin begeistert.

Es ist eine erfrischende Geschichte voller Magie, Missgeschicken, Gefühlen und Spaß, mit einem Hauch Fantasy. Als Hannah das Hexenbuch findet, dachte ich zuerst, dass die Sprüche eh nicht funktionieren. Doch sie bewirken was, nur nicht das, was Hannah gerne möchte, was zu einigen lustigen Stellen und Problemen führt. Ich habe jede einzelne Seite dieser kurzen Geschichte genossen und hätte wohl noch viel länger lesen können.

Mara Lang hat mich mit ihrem fesselnden, spritzigen und humorvollem Schreibstil komplett überzeugt. Alles wird aus Hannahs Ich-Perspektive geschildert, was sehr gut passt. Dazu ist alles bildlich und jugendlich geschrieben und Emotionen werden überzeugend vermittelt.

Auch die Protagonisten konnten mich überzeugen. Hannah wirkt am Anfang etwas oberflächig, auch wenn sie selber sich darüber aufregt, dass Dean sie nach ihrem Äußeren beurteilt, macht sie bei ihm das Gleiche. Doch das ist nur zu Beginn so und sie verändert sich zusammen mit ihren Gefühlen. Diese Veränderung finde ich authentisch und das macht sie sehr sympathisch.
Und auch Dean kann überzeugen, der mit der Situation auf einmal der Weiberheld schlecht hin zu sein völlig überfordert ist und einfach nur ein liebenswerter Mensch ist. Die anderen Charaktere bleiben etwas blass, aber für eine Kurzgeschichte ist die Ausarbeitung doch mehr als gelungen.

Das Ende ist zwar etwas vorhersehbar, aber wie es dazu kommt und was es mit dem Hexenbuch auf sich hat, hat mir mehr als gefallen. Es ist wirklich eine tolle Geschichte und ich werde auf jeden Fall noch weitere Werke der Autorin lesen.

„Frosch meines Herzens“ ist eine wunderbare Geschichte für zwischendurch mit viel Humor und tollen Gefühlen. Viel zu schnell war diese leicht magische Geschichte auch schon wieder vorbei. Ich kann dieses bittersweet wirklich nur empfehlen und freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

  • Hierbei handelt es sich um eine Kurzgeschichte.
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[Hörbuch-Rezension] „Die Ratten von Frankfurt (Nachwelt 2018)“ von Georg Bruckmann

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Der dritte Weltkrieg hat die Welt vernichtet. Übrig sind nur die Ruinen der Städte und vereinzelte Gruppen Überlebender. Die Natur holt sich langsam alles wieder zurück und auch der Mensch degeneriert vereinzelt bereits zurück zu seiner animalischeren Natur. 

Meine Rezension
zum ersten Teil von „Nachwelt 2018“ muss ich ganz klar
unterteilen. 
Die Geschichte
ist gut. Sie ist durchdacht, kommt nicht zu abgedroschen rüber und
bietet viel Potential. Nicht unbedingt super spannend, aber
interessante Weltansicht. Es ist nicht die typische Zombie-Nachwelt,
die man vorher vielleicht aus unerklärlichen Gründen vermutet
hätte. Man merkt, dass sich der Autor viele Gedanken über eine
solch beschriebene Nachkriegszeit gemacht hat und ich finde die ganze
Beschreibung treffender als bei so manchen Millionen einbringenden
Hollywood-Film. Ein bisschen sehr abgedreht ist die Ansicht der
beschriebenen Sekte, aber wenn man sich reale Sekten ansieht, ist
selbst dies hier irgendwo auch wieder authentisch. 
Schade war der
plötzliche Schluss dieses ersten Teils. Mir fehlte eine
Spannungskurve oder ein Showdown… aber dies wurde wohl auf die
Story in den weiter folgenden Teilen verschoben. 
Mein großes Problem
mit diesem Hörbuch ist aber der Sprecher. Leider empfand ich es bis zum Ende
doch sehr schwierig, diesem langsamen monotonem Lesen zuzuhören.
Diese tiefe dunkle Stimme soll zwar zur Stimmung des Buches passen,
passt aber nicht zu den einzelnen Abschnitten. Ruhige Momente werden ebenso
gelesen wie actionreiche Kämpfe mit den Degenerierten und Dialoge
mit anderen Charakteren klingen entweder kaum anders, oder aber so
anders (hierbei muss ich gerade an die Abschnitte mit dem „Jury“
denken), dass man sich fragt, ob vielleicht sogar ein Gast-Sprecher
mitgelesen hat. Weiter gestört wird die Erzählung durch seltsam
klingende Betonungen, nervende Effekte und abgehackte oder eingefügte
Satzteile. Das hätte man mit z.B. Windows-eigenen
Standard-Programmen schon besser hinbekommen können, bzw. den Schnitt
so hinbekommen können, dass er nicht so enorm auffällt. Auch die
Musikunterlegungen zwischendurch hätten nicht sein müssen und
stören mehr, als dass sie die Stimmung untermalen. Alles in Allem
war die Qualität der Aufnahme damit leider nicht überzeugend. 
Ich
habe das Hörbuch als kostenloses Rezensionsexemplar zum Download
bekommen. Der Download war problemlos, die Zip-Datei schnell
entpackt. Soweit so gut. 
Nun möchte ich
ein wenig zum Inhalt der Zip-Datei schreiben. In der Zip-Datei
befanden sich 12 MP3-Dateien, sowie ein paar Bilder. Ein ganzes
Hörbuch auf gerade mal 12 Dateien zu unterteilen
war meiner Meinung nach nicht die beste Idee. Ist man zum Pausieren
gezwungen (kann ja immer mal vorkommen) und die Datei wird
geschlossen, geht zum Weiterhören das große Suchen los. 
Zu den
Bildern: Ich lasse die Bilder nicht in meine Endwertung mit
einfließen, da es um das Hörbuch als solches geht. Würde ich die
Bilder mit einbeziehen, müsste ich einen ganzen Punkt Abzug
miteinberechnen. Ich beschäftige mich zufälligerweise hobbymäßig
mit der Fotografie und bin vielleicht ein wenig anspruchsvoller als
Andere, aber diese Bilder würde ich so nicht veröffentlichen
wollen. Sie wirken, als hätte man ein x-beliebiges Bild von einem
Schwert / einer Armbrust genommen und im völlig überzogenen Stil
Photoshop-Standard-Effekte angewand. Das gab es dann noch in 3
verschiedenen Farben, als hätte man sich nicht für eine entscheiden
können. Ich meine es nicht böse und will sicher nicht herablassend
werden, aber das hätte so nicht sein müssen und spiegelt für mich
auch die Qualität der Aufnahme wieder.

Es tut mir schon etwas Leid, aber ich kann dem ersten Teil von „Nachwelt 2018“ nicht mehr als 2 1/2 Punkte geben. Die Story punktet noch, aber die Qualität der Aufnahme macht es mir wirklich sehr sehr schwer, das Hörbuch jemandem weiterempfehlen zu können. Mit einer neuen Vertonung, ohne unnütze Effekte und vielleicht auch mit einem anderen Sprecher, könnte man da richtig was raus machen. Als Buch wäre die Wertung auch sicher besser ausgefallen.   

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Reihe.
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[Rezension] „Von wegen Liebe“ von Kody Keplinger


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Bianca würde für ihre zwei besten Freundinnen alles tun, denn sie geben ihr den nötigen Halt in ihrem Leben. Denn ihre Familiengeschichte ist alles andere als einfach und Bianca ist ein Mensch der alles mit sich alleine ausmacht. Eines Tages spricht der gutaussehende Wesley sie an, der ein Weiberheld und mehr als eingebildet ist. Er sagt ihr offen, dass er nur mit ihr spricht um an ihre Freundinnen heranzukommen, denn sie ist eine DUFF (die unattraktive fette Freundin). Und obwohl sie sich daraus nichts machen möchte, lässt dieser Begriff sie nicht mehr los. Als dann zu Hause alles schief läuft, macht sie das, was sie nie machen wollte und lässt sich auf Wesley ein, aber natürlich ganz ohne Gefühle…

Auf „Von wegen Liebe“ wurde ich erst durch den Kinofilm aufmerksam und da ich Buchverfilmungen immer gerne schaue, wollte ich auch das Buch lesen, da es nach einer lockeren Teenager-Komödie klang.

Es beginnt damit, dass man Bianca kennenlernt, die keine einfache Protagonistin ist. Sie hat an allem etwas auszusetzen, ist oft schlecht gelaunt und anstatt mit ihren Freundinnen zu feiern, sitzt sie einsam an der Bar und trinkt Cola. An Liebe in ihrem Alter glaubt sie nicht und auch sonst meckert sie über vieles. Dennoch mochte ich sie, da sie eine realistische Protagonistin ist, mit der man sich gut identifizieren kann. Schnell merkt man, dass sie zu Hause so einige Probleme hat, denn ihre Mutter hat sie schon lange nicht mehr gesehen. Sie ist ein Mensch, der alles in sich hineinfrisst und nicht mal mit ihren besten Freundinnen spricht, was zu einigen Problemen führt.
Als Wesley sie anspricht und sie ab da nur noch Duffy nennt, ändert sich ihre ganze Selbstwahrnehmung und sie beginnt zu zweifeln. Dennoch würde sie nie ihre Freundinnen verlassen um nicht als DUFF gesehen zu werden, was sie sehr loyal und liebenswürdig macht.
Wesley dagegen wirkt wie der typische oberflächige Typ, aber irgendwann merkt man, dass mehr hinter seiner Fassade steckt, was ihn ein bisschen klischeehaft macht. Dennoch mochte ich ihn irgendwie.
Insgesamt sind alle Charaktere bis auf das eine oder andere Klischee glaubhaft und wunderbar ausgearbeitet und konnten mich somit überzeugen.

Der Plot ist ein Stück weit vorhersehbar, aber das Ende wirklich schön und zwar so, dass man darüber nachdenken und schmunzeln kann. Das Buch kommt ihne Kitsch aus und besticht durch eine ehrliche Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen und so einigen Problemen, was das Ganze aber realistisch macht.
Vor allem Biancas manchmal doch recht zynische Art und ihre bissigen Kommentare sorgten oft dafür, dass ich lachen musste und mich bestens unterhalten fühlte.
Es ist ein Buch, dass sich mit den Themen Selbstbewusstsein, Vorurteilen, der Selbstwahrnehmung und der Selbstfindung, sowie Eifersucht, Verlust, Freundschaft und Liebe befasst und vielschichtiger ist, als man zunächst denkt.
Neben der Liebesgeschichte werden auch Familienprobleme aufgearbeitet, die sehr gut ins Gesamtbild passen.

Der Schreibstil ist passend für ein Jugendbuch leicht und locker gehalten und alles wird aus Biancas Ich-Perspektive geschildert, was sehr gut passt. Emotionen werden eindrucksvoll übermittelt und so habe ich das Lesen dieses Buches wirklich genossen.
Kaum angefangen war dieses Buch auch schon wieder beendet und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Werke der Autorin, da sie hiermit ein überzeugendes Debüt hingelegt hat.

„Von wegen Liebe“ ist ein tolles Debüt, das vielschichtiger ist, als man zunächst denkt. Ich kann gut verstehen, dass es verfilmt wurde, denn es hat mir wirklich gut gefallen. Es ist eine Liebesgeschichte, die so viele Facetten hat und alles andere als typisch ist, auch wenn manche Klischees auch hier Verwendung finden. So kann ich das Buch jedem Fan dieses Genres auf jeden Fall empfehlen und freue mich auf weitere Werke der Autorin.

  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
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  • Das Buch ist die Vorlage für den Film „Duff- Hast du keine, bist du eine“.

[Hörbuch-Rezension] „Joyland“ von Stephen King

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Es geht um die Geschichte des jungen Devin Jones, der verlassen und gedemütigt von seiner ersten großen Liebe, entscheidet den Sommer über im Freizeitpark „Joyland“ zu arbeiten um sein Studium zu finanzieren. An einem Ort, „an dem Spaß verkauft wird“. Aber neben Spaß birgt der Park auch Mysterien, wie das Rätsel um den Geist, der in der Geisterbahn spuken soll und dem noch immer frei herum laufendem Mörder. Und auch mit dem Jungen und seiner Mutter, die in der Nähe des Parks wohnen, scheint irgendetwas nicht zu stimmen…

Nach meiner
vorangegangen Rezension zu „Doctor Sleep“, dem Nachfolger
von „Shining“, möchte ich hier direkt damit beginnen,
dass mir „Joyland“ wie eine Art Nachfolger dieser beiden
(Hör-)Bücher vorkam. Es wird zwar – wenn ich mich recht erinnere –
nicht genannt, aber „das Shining“, welches in den beiden
Anderen thematisiert wird, spielt auch in diesem wieder eine große
Rolle. Eine weitere Parallele ist die Wortwahl. Allein wegen dem
ganzen Gerede von „Tölpeln“ habe ich fast schon mit einer
direkten Verbindung zu „Doctor Sleep“ gegen Ende des
Hörbuches gerechnet. 
Die Story steht
aber vollkommen für sich und hat nichts mit Familie Torrens zu tun.
Das soll jetzt kein Negativ-Punkt sein. „Joyland“ selbst
ist eine schöne Geschichte, mit spannendem Ende und ich kann auch
erwähnen, dass ich mir beim Ende des Hörbuchs schon noch eine Träne
verkneifen musste.
Ein bisschen
fraglich finde ich das angegeben Genre. Der Thriller-Anteil hällt
sich eher gering meiner Meinung nach. Joyland trifft mehrere Genre.
Es beginnt wie eine Erzählung a la Forrest Gump und wechselt
irgendwann in Richtung Krimi und/oder Drama. Nur mit Horror hat das Ganze nichts zu tun, womit es sich ganz klar zu allem, was ich von
King sonst gehört habe, doch sehr unterscheidet. Ich denke das
Hörbuch wird mehr den Leuten gefallen, die Geschichten mit Herz und
Happy End wollen, als den eingefleischten Horror- und Thriller-Fans.
Wer meine
Rezension zu „Doctor Sleep“ kennt, weiß im Prinzip schon,
dass ich David Nathan als Sprecher richtig gut finde und dieses Hörbuch
hauptsächlich wegen ihm gekauft habe. Genau wie beim vorigen Hörbuch
hat David Nathan mich nicht enttäuscht und Charaktere und Stimmung der
Geschichte sehr gut wieder gegeben. Anfangs war es aber schon ein
wenig seltsam, dieses Hörbuch in Ich-Perspektive und als Erzählung
der Vergangenheit zu hören. Der „alte“ Devin Jones erzählt
dabei immer wieder auch von späteren Erlebnissen, was dem Hörer ein
zumindest teilweise sicheres Happy-End vorab verrät. Aber wie so oft
gewöhnt man sich schnell an diese Erzähl-Methode, sodass es dem
Hörbuch nicht den Reiz nimmt.

„Joyland“ ist eine nette Geschichte für zwischendurch. Ich würde jetzt nicht sagen, dass man es unbedingt gehört haben MUSS, aber eine Kaufempfehlung kann ich dennoch geben, gerade wenn man wie ich das Hörbuch bereits zu reduziertem Preis auf einem Wühltisch findet. Ich bereue den Kauf keinesfalls und gebe „Joyland“ 3 1/2 von 5 Sternen. 

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
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  • Und hier erfahrt ihr mehr über den Sprecher: Klick 

[Hörbuch-Rezension] „Doctor Sleep“ von Stephen King

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Danny,
der sich im ersten Teil der Reihe bereits dem Overlook-Hotel und seinem
Vater stellen musste, ist nun erwachsen geworden und kämpft selbst mit
ähnlichen Problemen, wie es seiner Zeit Jack Torrens musste. Und so wie
er damals von Hallorann in sein Shining eingeweiht wurde, so findet auch
Danny in der kleinen Abra eine Schülerin. Und wie er damals im Overlook
Hotel, schwebt auch Abra aufgrund ihrer Gabe in großer Gefahr…

„Doctor
Sleep“ ist zwar der Nachfolger meines geliebten „Shining“,
kommt aber leider nicht wirklich an diesen heran. Vor allem
überraschte mich, dass auf der CD-Hülle angegebene Genre „Horror“,
was sich eigentlich mehr durch den Vorgänger erklären lässt, als
dass es auf „Doctor Sleep“ selbst zutrifft. Sollte ich nur
den Horror-Faktor bewerten, so würde ich vermutlich gerade mal 2 von
5 Punkten vergeben. Trotzdem gefiel mir das Hörbuch sehr gut. Neben
der Tatsache, dass fast alle Charaktere aus „Shining“
wieder aufgegriffen werden und man erfährt, was aus ihnen geworden
ist, wird auch das Shining als solches noch wieder weiter erklärt, ohne dass es dem ersten Teil in irgendeiner Form
widerspricht. 
Die
Story beginnt mit einer kurzen Einführung in die Vergangenheit
Dannys und geht damit fast nahtlos nach dem Vorgänger weiter.
Anschließend erkennt man viele Parallelen zwischen den Büchern, sowie auch zwischen dem Charakter Danny und seinem Vater aus dem
vorigen Teil. Gleichzeitig werden die Geschichten um Abra und „den
wahren Knoten“ erzählt. Alles in allem war die Story aber sehr
vorhersehbar. Ab einem bestimmten Punkt ist einem das Ende im Prinzip
klar und nur die Feinheiten sind es, die beim weiteren Hören noch
wirklich überraschen. 

Nun
wieder zum Sprecher: Dietmar Wunder war für „Shining“ eine
gute Wahl und David Nathan steht ihm in keinster Weise nach. Er liest
die Charaktere individuell erkennbar und trifft die Stimmung des
Hörbuches. Nach den ersten Tracks dieses Hörbuchs ist mir zufällig
„Joyland“ in die Finger gefallen (Rezension wird auch noch
folgen) und ich habe mich richtig gefreut, als ich sah, dass auch in
diesem King-Hörbuch wieder David Nathan die Sprecherrolle bekommen
hat. Ehrlich gesagt war das sogar Grund für den Kauf des Hörbuches,
nachdem David Nathan mich in „Doctor Sleep“ wirklich
überzeugt hat.
Ein
bisschen unsicher bin ich mir, ob man den Vorgänger gehört/gelesen
haben muss. „Doctor Sleep“ bildet an sich eine ganz eigene
Geschichte, die Charaktere erklären sich aber sehr durch den ersten
Teil. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich ohne die Kenntnisse aus
dem ersten Teil dem Hörer einige Fragen stellen, die so nicht
beantwortet werden. Und vielleicht muss man, um hier richtig
mitfiebern zu können, auch den Jack Torrens aus dem ersten Teil
einfach mal „in Action erlebt haben“, anstatt nur die
Rückblicke gehört zu haben.

Wenn
ich mir die obrigen Zeilen nochmal so durchlese klingt das sehr
negativ. Der Horror-Faktor hätte etwas höher sein können und ein paar
Überraschungen in der Geschichte wären auch nett gewesen, aber alles in
allem ist es doch eine sehr schöne Fortsetzung, die ich sehr gerne
gehört und jederzeit weiterempfehlen würde. Daher kriegt „Doctor Sleep“
von mir stolze 4 1/2 Punkte. Ich empfehle gleichzeitig aber, erst den
vorigen Teil zu lesen oder hören. 

  • Hierbei handelt es sich um den 2. Band einer Dilogie.
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