[E-Book-Rezension] „Als die Bücher flüstern lernten“ von Felicitas Brandt

 
 

Die 17-jährige Hope hat es im Leben nicht leicht. Als Waisenkind schlägt sie sich alleine durch und vertraut Niemanden. Sie trägt ein großes Geheimnis mit sich herum, denn sie hört die Bücher flüstern. Als sie eines Tages bei einer Familie einbricht, wird sie auf frischer Tat von Sam ertappt. Zusammen werden sie in ein Buch und damit eine unbekannte Welt gezogen und suchen nach Antworten.


Ich muss gestehen, dass ich solche Buch-in-Buch-Geschichten liebe und sie immer einen großen Reiz auf mich ausüben. Allerdings hatte ich hier etwas Angst, dass ich hier nur altbekanntes und klischeehaftes zu lesen bekomme. Das war zum Glück nicht der Fall, denn im Fokus steht nicht nur das Buch-in-Buch-Thema, sondern vor allem Hopes Schicksal.

Als Waise hat sie Probleme Menschen zu vertrauen, was sie oft impulsiv und schwer zu verstehen macht. Sam bemüht sich als liebevoller Nerd ganz behutsam, ihr Vertrauen zu gewinnen und so entwickelt sie sich nach und nach, taut auf, fasst Vertrauen, aber das sehr behutsam und vorsichtig, was das Ganze authentisch macht. Auch sonst ist sie eine tolle und vielschichtige Protagonistin, mutig und voller Einfallsreichtum.

Aber auch der sonstige Plot rund um die Buch-in-Buch-Geschichte konnte mich überzeugen, denn die Autorin verbindet altbekanntes mit originellen und tollen Ideen, so dass mich das Buch auf ganzer Linie überzeugen konnte. Nach und nach erfährt man mehr über Hopes Herkunft und versteht das große Ganze. Dabei geht es spannend und actionreich zu, aber nicht nur, es gibt auch sanfte und schöne Szenen.
Das Buch bietet so viel Abwechslung und so viel zu entdecken, dass es mich völlig begeistert hat.

Auch der Schreibstil war nach meinem Geschmack. Mit viel Fantasy, eigenem Wortwitz und tollen Vergleichen, konnte mich die Autorin fesseln. Dabei schreibt sie leicht und locker und emotional. Alles wird aus Hopes Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen spannenden, emotionalen und tollen Abschluss und ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe.


Dieses Buch kann ich von vorne bis hinten empfehlen. Es konnte mich mit seiner Idee und Umsetzung wirklich überzeugen und sollte es noch als Taschenbuch erscheinen, würde ich es mir garantiert kaufen.

[E-Book-Rezension] „Das Spiel des Grafen (Lisbetta 1)“ von Tanja Penninger

Die Coverrechte liegen beim Verlag: Klick

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Lisbetta begleitet ihre Herrin Marjan in eine neues Leben. Denn Marjan soll einen Grafen heiraten. Zuerst freut sie sich darüber, doch als sie ihm begegnet, könnte sie unglücklicher nicht sein, denn er ist viel älter als sie erwartet hätte, unfreundlich und man hört seltsame Geschichten über ihn. Da Marjan auch Lisbettas beste Freundin ist, versucht diese alles um ihr zu helfen. Außerdem ist Lisbetta von dem düsteren Grafen fasziniert und möchte hinter seine Geheimnisse kommen. Denn wieso spricht im Dorf jeder so schlecht von ihm und wohin reitet er, wenn er den ganzen Tag unterwegs ist?

Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte wurde ich neugierig. Es spielt in einer fiktiven Welt in der es einmal Drachen gab, die aber durch eine Krankheit ausgestorben sind. Elektronik und Fortschritt zieht langsam ins Land ein, doch es gibt noch Grafen, Herren und Diener. Dieser Weltenentwurf konnte mich mehr als überzeugen.

Doch ansonsten habe ich den Plot als eher langweilig empfunden. Die Geschichte zieht sich, ohne das wirklich etwas passiert, obwohl ich die Grundidee wirklich mag. Aber ein bisschen mehr Action und Spannung hätte dem Buch meiner Meinung nach nicht geschadet. 

Auch die Figuren des Buches konnten mich nicht wirklich überzeugen, obwohl ich dabei Lisbetta noch am liebsten mochte. Sie denkt immer an Marjan und versucht ihr zu helfen, handelt dabei aber oft unbedacht und ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen.
Ganz unsympathisch war mir Marjan, sie wirkt wie ein verwöhntes, zickiges Kind. Klar, ihr Schicksal ist nicht einfach, aber sie nutzt ihre Freundschaft zu Lisbetta schamlos aus und denkt nur an sich. Und vor allem gegen Ende fand ich ihr Verhalten nur noch daneben und selbstsüchtig.
Der Graf dagegen ist der typische düstere Charakter, bei dem man das Bedürfnis hat hinter seine Maske blicken zu können. Dass er Geheimnisse hat, ist ab der ersten Minute klar.

Der Schreibstil dagegen konnte mich vollkommen überzeugen, da die Sprache ins Setting passt und alles emotional und bildlich beschrieben ist. So habe ich das Buch trotz meiner Kritik sehr schnell gelesen und habe es als eher mittelmäßig empfunden und das obwohl ich den Plot wirklich oft langweilig fand.
Alles wird aus Lisbettas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende macht neugierig auf den Folgeband, aber ob ich ihn lesen werde, weiß ich noch nicht. Dennoch gibt es bestimmt einige Leser, die diese eher ruhige Geschichte mögen werden, denn sie hat definitiv Potenzial.

Leider konnte mich dieses Buch nicht ganz überzeugen und hat viel Kritik von mir bekommen. Ich empfand es oft als langweilig und ich mochte die Figuren des Buches nicht wirklich. Dennoch ist die Idee gelungen und das Buch hat Potenzial, das vielleicht im zweiten Band mehr genutzt wird.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 1. Band einer Dilogie.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick

[Rezension] „Hier musst du glücklich sein“ von Lisa Heathfield

Die Coverrechte liegen beim Carlsen Verlag.

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Die 16-jährige Pearl wurde in Saat geboren und wuchs in einer Glaubensgemeinschaft, die ganz eng mit der Natur lebt, auf. Abgeschottet von der Außenwelt ist sie glücklich. Bis Ellis zusammen mit seiner Mutter und Schwester nach Saat kommt, denn dieser rüttelt an ihren Überzeugungen und ihr ganzes Weltbild gerät in Gefahr.

Ich muss gestehen, dass ich erst durch eine Leserunde auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, da es auf mich eher unscheinbar wirkte. Nun bin ich aber froh, dass ich es gelesen habe. Das Buch dreht sich rund um eine Sekte, die in der heutigen Zeit existiert. Es ist eine kleine Sekte und die Kinder wurden in diese hineingeboren und glauben alles, was das Oberhaupt Papa S und seine Paten ihnen erzählen, weil sie es nicht besser wissen. Außer um mal auf den Markt zu gehen, verlassen sie Saat nicht. Kontakt mit Außenstehenden ist verboten. 

Dadurch entseht ein bedrückendes und beklemmendes Buch, das eine ganz andere Weltsicht offenbahrt. Alles wirkt auf den ersten Blick friedlich und die Kinder und Menschen in Saat scheinen glücklich zu sein, doch subtil wird auf die Gefahren einer Sekte hingewiesen und es gibt viele Schockmomente, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Pearl wirkt wegen ihrer Erziehung viel jünger als sie eigentlich ist und naiv, sie weiß vieles nicht und glaubt die wildesten Geschichten, weil sie es nicht besser weiß. Erst als Ellis in ihr Leben tritt ändert sich das subtil, aber nach und nach. Ellis säht nicht nur in ihr Zweifel, aber die Entwicklung dauert, was ich sehr authentisch finde. Es geht nicht Schlag auf Schlag, was das Ganze realistisch macht. Die Figuren sind überzeugend ausgearbeitet und man fühlt mit ihnen.

Der Schreibstil passt zum Setting und kann trotz des eher ruhigeren Plots fesseln. Die Autorin schafft es, das unterschwellig Spannung aufgebaut wird und der Leser stets ein ungutes Gefühl hat. Dabei wird der Plot aus Pearls Ich-Perspektive geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt aber auch einige kurze Zwischenkapitel, die Fragen aufwerfen und Neugierde wecken.

Bis fast zum Ende konnte mich das Buch wirklich in seinen Bann ziehen, doch das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich hätte gerne mehr Antworten zu den Hintergründen bekommen und irgendwie hatte ich einen richtigen Showdown erwartet, der nicht kam. Für mich endete alles etwas abrupt und unzufriedenstellend, wenn auch hoffnungsvoll.

„Hier musst du glücklich sein“ ist ein beeindruckendes Buch über eine Sekte, das mich bis auf den Schluss komplett begeistern konnte. Es ist eher ruhiger, aber bedrückend und regt zum Nachdenken an, so dass ich es auf jeden Fall empfehlen kann.

  • Hierbei
    handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
     
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Es handelt sich hierbei um das Debüt der Autorin.

[Rezension] „Engelsfeuer- Riley Blackthorne – Die Dämonenfängerin 4“ von Jana Oliver

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Schon wieder hat Beck Riley von sich gestoßen, dennoch möchte sie für ihn da sein und gibt nicht auf. Sie begleitet ihn in seine Heimat, die er nur aufsucht, weil seine Mutter im Sterben liegt. Dort stoßen sie auf ein gefährliches Geheimnis und Beck wird entführt. 
Auch in Atlanta geht alles drunter und drüber und alles wofür Riley bisher gekämpft hat, scheint umsonst gewesen zu sein.

Nachdem ich den dritten Band in Rekordzeit verschlungen hatte, musste ich direkt mit dem vierten Band weiter machen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Riley, Beck, den Dämonen und Himmel und Hölle weitergeht.
Und auch dieser vierte Band konnte mich wieder sehr gut unterhalten, allerdings sollte man sich vorher bewusst sein, das hier die Liebesgeschichte sehr im Fokus steht. Da ich damit aber gerechnet hatte, fand ich das nicht weiter schlimm, denn auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Allerdings ist es manchmal doch sehr schnulzig.

Dennoch passiert noch mal sehr viel und Riley muss sich erneut behaupten um die Bedrohung durch die Dämonen auszuschalten. Sie arbeitet hier auf ihren finalen Kampf hin, der mich überzeugen konnte. Und auch obwohl es noch einen fünften Band gibt, kann dieser hier sehr gut als Abschlussband stehen bleiben, da alle offenen Handlungsstränge abgeschlossen sind und alles ein stimmiges Finale ergibt.
Wie auch in den Vorbänden konnte mich der Schreibstil fesseln. Er ist leicht und locker zu lesen und
dabei emotional und auf seine Art sehr schön. Alles ist sehr jugendlich
geschrieben, was sehr gut passt. Der Plot wird abwechselnd aus der personalen
Erzählperspektive von Riley und Beck erzählt, was ich sehr passend
finde. Ich konnte mit beiden fühlen und leiden und ihre Beweggründe sehr
gut nachvollziehen.

Die Protagonisten konnten mich einmal mehr überzeugen, weil man hier endlich mehr über Becks Vergangenheit erfährt und so seine Handlungen viel besser nachvollziehen kann. Riley und er sind an ihren Aufgaben gewachsen und haben sich toll entwickelt. Sie sind erwachsen und reif geworden und so konnte mich das Buch alles in allem überzeugen. 
Ich hoffe ja, dass der fünfte Band doch noch übersetzt wird, da ich sehr gerne mehr von Riley und Beck lesen würde. Ich liebe das Setting und es gibt bestimmt noch einiges zu erleben. Dennoch kann dieser Band wie schon erwähnt als Abschluss stehen bleiben.

Dieser vierte Band konnte mich wieder sehr gut unterhalten, auch wenn er manchmal etwas zu schnulzig war. Dennoch bietet er ein gelungenes Finale, auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn der nächste Band doch noch übersetzt werden würde. Ich mag diese Reihe sehr gerne und kann sie jedem empfehlen, der Fantasygeschichten mit einer Liebesgeschichte, die teils viel Raum einnimmt, mag.

 

  • Bisher
    dachte ich, dass es von dieser Reihe 4 Bände gibt, nun habe ich
    gesehen, dass 2015 im Original noch ein 5. Band erschienen ist.
  • Eine Leseprobe zum 4. Band findet ihr hier: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Ihre Homepage findet ihr hier: Klick

[Rezension] „Höllenflüstern- Riley Blackthorne – Die Dämonenfängerin 3“ von Jana Oliver

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In Rileys Leben läuft zur Zeit alles schief. Nachdem ihr Vater getötet und wiedererweckt wurde, sie sich auf Ori eingelassen hat und Beck deswegen sauer auf sie ist, hat es auch noch der Vatikan auf sie abgesehen. So befindet sie sich auf der Flucht. Ihre einzige Chance besteht darin aufzudecken, was in Atlanta vor sich geht. Doch als Beck wegen ihr angeklagt werden soll, stellt sie sich und muss ihre Unschuld beweisen. Was gar nicht so einfach ist, wenn sowohl der Himmel als auch die Hölle ihre eigenen Pläne mit Riley haben…

Viel zu lange hatte ich diese Fortsetzung ungelesen zu Hause. Nach vier Jahren habe ich sie nun endlich gelesen und frage mich, wieso ich das nicht schon vorher getan habe, denn diese Reihe gefällt mir wirklich gut. Nach all der Zeit hatte ich bedenken, ob ich gut in das Buch hineinfinden würde. Doch der Einstieg war für mich ohne weiteres möglich. Ich hatte den Plot noch gut im Kopf und dank leichter Rückblenden hatte ich schnell die wichtigsten Geschehnisse der Vorbände wieder parat.
Schnell konnte ich wieder völlig in die Welt der Dämonenfänger versinken. Das hier dargestellte Setting finde ich total spannend und faszinierend, vor allem da alles in der nahen Zukunft, um genau zu sein 2018, spielt und die Dämonen auf die Erde gekommen sind. Es gibt aber auch Hexen, Totenbeschwörer und Engel. Himmel und Hölle gibt es wirklich und sie schmieden ihre Pläne, bei denen Riley im Mittelpunkt steht. 
Riley hat sich seit dem ersten Band schon sehr entwickelt, ist reifer und umsichtiger geworden, auch wenn sie immer noch oft wie ein trotziger Teenager reagiert, was für ihr Alter aber völlig in Ordnung ist. Immer wieder streiten sie und Beck, was ich einerseits unterhaltsam fand, andererseits manchmal nervig, weil man genau merkt, dass die beiden mehr für einander empfinden. Neben der Haupthandlung rund um die Dämonenfänger, Himmel und Hölle, hat Riley also auch mit normalen Teenagerproblemen und ihren Gefühlen zu kämpfen, was sie für mich herrlich normal und realistisch macht. Ich mag die hier dargestellten Figuren sehr, denn sie haben alle ihre Ecken und Kanten.
Auch der Schreibstil konnte mich fesseln. Er ist leicht und locker zu lesen und dabei emotional und auf seine Art sehr schön. Alles ist sehr jugendlich geschrieben, was sehr gut passt. Ich hatte noch in Erinnerung, dass mich die Übersetzung im ersten Band etwas gestört hatte, aber hier ist mir nichts aufgefallen. Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Riley und Beck erzählt, was ich sehr passend finde. Ich konnte mit beiden fühlen und leiden und ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen.
Der Plot an sich ist mal actiongeladen, mal emotional, mal etwas ruhiger, so gibt es viel Abwechlung und auch wenn der Plot hin und wieder sehr vorhersehbar ist, konnte er mich doch in seinen Bann ziehen, so dass ich auf weitere Abenteuer von Riley sehr gespannt bin.
   

Ich bin froh, dass ich nach all den Jahren endlich diese Fortsetzung gelesen habe, denn sie konnte mich wirklich gut unterhalten. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und kann es wirklich empfehlen.

 

  • Bisher dachte ich, dass es von dieser Reihe 4 Bände gibt, nun habe ich gesehen, dass 2015 im Original noch ein 5. Band erschienen ist.
  • Eine Leseprobe zum 3. Band findet ihr hier: Klick
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