[Rezension] „Smoke“ von Dan Vyleta

Das Copyright vom Cover liegt beim carl’s books Verlag.

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Thomas und Charlie sind in einer Welt aufgewachsen, in der jede Sünde als Rauch sichtbar wird und aus dem Körper des Sünders tritt. Es gibt verschiedene Formen des Rauches, aber jeder kann sehen, wenn man eine Sünde begangen hat. Sie sind Schüler eines Eliteinternats und haben sich an Regeln und Gesetze zu halten. Doch eines Tages finden sie heraus, dass mehr hinter dem Rauch steckt und das was sie seit jeher eingetrichtert bekommen nicht alles ist. Auf der Suche nach der Wahrheit geraten sie in eine Welt voller Intrigen und Gefahren.

„Smoke“ konnte vor allem durch sein ansprechendes Cover meine Neugierde wecken. Außerdem liebe ich Bücher, die im viktorianischen London spielen, was hier der Fall ist. Die Idee des Rauches finde ich grandios. Dadurch zählen Babys und Kinder automatisch als Sünder, da sie zu der Zeit Rauch ausstoßen und es erst im Laufe des Lebens lernen den Rauch zu kontrollieren. 
Das birgt einigen Stoff zum Nachdenken und so befasst sich das ganze Buch ganz nebenbei mit Ethik und Moral, Gut und Böse und ist gesellschaftskritisch und facettenreich. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig. Das Setting finde ich somit sehr gelungen, auch wenn es sehr düster und bedrückend ist.

In dieser Welt leben Thomas und Charlie, zwei Freunde die zusammenhalten und schließlich dem Rauch auf die Spur kommen wollen. Ich mochte beide sehr, auch wenn sie etwas distanziert dargestellt wurden. Sie sind überraschend tiefgründig und facettenreich und ich mochte ihre Art zu denken und sich in der Welt zurechtzufinden. Auch die anderen Figuren des Buches fand ich gut dargestellt.

Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, wobei mal die Ich-Perspektive und mal die personale Erzählperspektive gewählt wurde. Das fand ich zwar manchmal verwirrend, aber alles in allem sehr passend. 
Unterstützt wird das Ganze durch einen detaillierten Schreibstil, der sich leider manchmal etwas in die Länge zieht. Der Schreibstil passt wunderbar ins Setting und konnte mich alles in allem überzeugen.

Das Buch wirft fragen zur Menschlichkeit auf und was ist richtig und was falsch, was lebenswert? So regt es wirklich zum Nachdenken an. Zwar hat das Buch wie schon erwähnt seine Längen und ist eher ruhiger, aber der Plot an sich konnte mich mitreißen und überzeugen. Es ist ein ungewöhnliches Buch, das garantiert nicht jedem gefallen wird, aber ich mochte es.
Das Ende konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, aber dennoch kann ich das Buch empfehlen.

 

„Smoke“ ist ein Buch das nicht für jeden etwas sein dürfte, denn es ist ungewöhnlich und hat seine Längen. Ich mochte es gerade, wegen dem Setting und der Idee sehr und kann es insgesamt empfehlen.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
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[Rezension] „Rache und Rosenblüte“ von Renée Ahdieh

 
 
 

 

 

Shahrzad verlässt schweren Herzens Chalid. Denn sie muss sich um ihren schwer verletzten Vater und ihre Schwester kümmern und außerdem versucht sie den Fluch, der auf Chalid liegt zu brechen, denn nur so haben die beiden eine Zukunft. Doch es droht ein Krieg und Shahrzad läuft die Zeit davon. Müssen noch mehr unschuldige Menschen sterben.

Nachdem ich den ersten Band dieser Dilogie sehr mochte, weil ich besonders die Atmosphäre von 1001 Nacht und den orientialischen Touch sehr mag war ich gespannt auf die Fortsetzung. Ich liebe das Setting in dem die Reihe spielt einfach.
Auch dieser zweite Band gefiel mir gut, auch wenn ich ihn als etwas schwächer empfunden habe.
Denn der Fluch, der im ersten Band dominiert und wichtig ist, wird hier eher zur Nebensache und wie das Ganze gelöst wird, erschien mir zu einfach. Das fand ich etwas schade.

Dafür fand ich die tiefen Gefühle von Chalid und Shahrzad unglaublich toll dargestellt. Man spürt hautnah, wie viel sie einander bedeuten. Der Fokus des Buches liegt hier auf der Liebesgeschichte, aber auch einer Verschwörung, Verrat, einem drohenden Krieg, Zerstörung und Angst, aber auch Magie, Freundschaft und Vertrauen. Ich mochte diese Mischung sehr und irgendwann wusste ich nicht mehr, wem Shahrzad denn nun vertrauen kann, weil an jeder Ecke Verrat lauert.

Die lästige Dreiecksgeschichte (ja, ich bin kein Fan von sowas) konnte mich hier etwas mehr überzeugen, weil Shahrzad sich ihrer Gefühle sicher ist und Tarik hier eine tolle, wenn auch schwere Entwicklung durchmacht.
Auch Shahrzad Entwicklung mochte ich sehr. Sie ist eine starke Figur, die nicht auf den Mund gefallen ist und vielleicht manchmal zu frech ist, aber genau das mag ich an ihr. Sie ist vielschichtig und hat ihre Fehler, entwickelt sich aber großartig.
Und auch Chalid mochte ich sehr. Er leidet unter Shahrzads Verlust und auch wenn er eine raue Art hat, die nicht einfach zu verkraften ist, verbirgt sich viel Leid und Elend und auch Liebe dahinter.
Neben den dreien gibt es noch einige andere Figuren, die ich sehr mochte und die den Plot bereichert haben.

Der Schreibstil ist wunderschön und passt zu der Atmosphäre des Buches. Dabei wird alles emotional und bildgewaltig beschrieben. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, was für ein gutes Gesamtbild sorgt.

Zwischendurch zieht sich der Plot etwas, aber alles in allem war dieser zweite Band eine tolle Fortsetzung und bietet so einige Überraschungen, die mich in ihren Bann ziehen konnten. Für mich war es ein gelungener Abschluss, auch wenn ich nichts gegen ein Fortsetzung hätte.

 

„Rache und Rosenblüte“ empfand ich als etwas schwächer als den ersten Band, aber dennoch ist es ein tolles Buch, voller Emotionen, spannenden Wendungen und echter Liebe. Es wirkt wie eine Geschichte aus 1001 Nacht und gerade deshalb finde ich diese Dilogie so gut und kann sie jedem empfehlen.

[Rezension] „Schatten über Elantel“ von Brandon Sanderson

Das Copyright vom Cover liegt beim Piper Verlag.

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Wax, Wayne und Marasi versuchen Elantel sicherer zu machen. Diese Metropole steht im Umbruch. Die Technologie hält immer mehr Einzug, aber auch die Magie ist allgegenwärtig. Wax hat schon viel erlebt und viele Gefahren überstanden, doch ein neuer Fall sorgt für scheinbar unlösbare Probleme, sein Gegner ist ihm immer voraus und erst nach und nach erfährt er das ganze Ausmaß der Bedrohung.

„Schatten über Elantel“ war mein erstes Buch von Brandon Sanderson. Doch ich hatte schon viel Gutes davon gehört und es hieß, dass man diesen eigentlich fünften Band auch gut als Einstieg in die Welt der Nebelgeborenen nutzen kann. Denn die eigentliche Trilogie spielt 300 Jahre vorher und der Zwischenband erzählt soweit ich weiß die Vorgeschichte zu Wax. 

Ich finde diesen Band als Einstieg auch nicht schlecht. Denn es lässt sich unabgängig vom Rest lesen und wenn man nicht weiß, dass es andere Bände gibt, merkt man es nicht. Allerdings fiel mit der Einstieg in das Buch nicht ganz leicht, weil ich mir die Magie, die Wax anwendet zuerst nicht vorstellen konnte. Es wird wenig zu der Magie an sich erklärt und ich denke, dass das Verständnis der Magie besser gewesen wäre, wenn ich die Vorbände kennen würde.

Dennoch konnte mich der Autor mit diesem Buch überzeugen. Das Buch beginnt direkt rasant und actionreich, hat einen Westerntouch, aber auch Steampunk-Elemente, dadurch, dass die Morderne und Technik in die Welt des Buches Einzug erhält. Alles wird mit Fantasyelementen und einem spannenden Fall und viele Gefahren kombiniert. Ich finde die Mischung grandios und es kam keine Langeweile auf.

Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr passend fand. Und auch der Schreibstil an sich ist genial. Brandon Sanderson schreibt bildgewaltig, voller Emotionen und Tiefgang, aber auch sehr atmosphärisch und mit einem gewissen Witz und Sarkasmus. Besonders die Dialoge zwischen Wax, Wanye und Marasi fand ich großartig.

Die Figuren des Buches konnten mich ebenfalls überzeugen, da sie viele Facetten haben und ich sie schnell näher kennenlernen wollte. Nicht nur die Fähigkeiten und der Mut von Wax, Wayne und Marasie fand ich klasse, sondern auch deren ganze Art. Sie kommen ohne Klischees aus und sind irgendwie etwas Besonderes und jeder hat seine eigene Vergangenheit hinter sich, die mich sehr interessiert hat. Wax selbst zeigt wenige Emotionen, aber durch seine Vergangenheit entwickelt man als Leser Verständnis für ihn.

Der Plot an sich ist wie schon erwähnt abwechslungsreich und spannend. Ich wurde immer wieder überrascht und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte ist ungewöhnlich und gipfelt in einem grandiosen Showdown, der mich wirklich überraschen konnte.
Nach diesem Buch muss ich unbedingt noch die anderen Werke der Nebelgeborenen- Reihe lesen.

„Schatten über Elantel“ ist ein ungewöhnliches, aber tolles Buch. Zwar hatte ich zu Beginn etwas Probleme mit der Magie zurechtzukommen, aber dennoch fand ich es mehr als gut. Damit hat der Autor mich davon überzeugt, dass ich auch seine anderen Werke lesen muss. 
Wer im Fantasybereich mal etwas anderes lesen möchte und einem Westerntouch und Steampunk nicht abgeneigt ist, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 5. von 7 Bänden. Diese Reihe spielt 300 Jahre nach der eigentlichen Trilogie.
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[Rezension] „Nova und Avon 1- Mein böser, böser Zwilling“ von Tanja Voosen

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Nova ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, doch sie hat keine Freunde und ist tollpatschig. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, hat sie auch noch mega peinliche Eltern. Eines Tages soll sie eine Wahrsagerin bestehlen, allerdings wird sie erwischt und mit einem Fluch belegt. Ab da hat sie noch mehr Pech als sowieso schon und auf einmal taucht ein böser Zwilling auf und macht ihr das Leben zur Hölle.

 

 

Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut, da ich den Humor von Tanja Voosen sehr mag. Zwar gehöre ich schon längst nicht mehr zur Zielgruppe ihres neuesten Werkes, aber dennoch konnte mich dieses Kinderbuch sehr gut unterhalten. Es befasst sich mit den typischen Problemen eines Kindes in Novas Alter, die erste große Liebe, Freundschaft, peinliche Eltern und dem Wunsch dazuzugehören. Kombiniert wird das ganze mit einem bösen Zwilling und einem Fluch. Die Kombination und die Idee dahinter konnte mich überzeugen.

Diese Probleme hat die Autorin authentisch und liebenswert dargestellt, sodass ich denke, dass sich Mädchen in dem Alter von Nova perfekt mit ihr indentifizieren können. Nova war mir gleich sympathisch und ich konnte mir ihr fühlen. Mit ihren schrulligen Eltern und ihrer Tollpatschigkeit hat sie es wirklich nicht leicht. Und natürlich machen sich auch einige Klassenkameraden über sie lustig.
Als Nova Fee kennenlernt entwickelt sich eine tolle Freundschaft und besonders Fee gefiel mir als Figur. Sie war witzig, spritzig und einfach toll.
Aber selbst den bösen Zwilling Avon fand ich spannend. Sie ist das genaue Gegenteil von Nova und macht ihr das Leben schwer.

Allerdings hatte es mich gewundert wie lange es dauert, dass Avon und Fee überhaupt auftauchen. Ich dachte, dass beide früher auf der Bildfläche erscheinen, aber das dauert recht lange, was ich etwas schade fand. Aber sobald die beiden in dem Buch vorkamen, konnte es mich komplett überzeugen.
Es ist ein Buch mit einem ganz besonderen Witz und Charme, das aber ganz nebenher zeigt wie wichtig Freundschaft ist.

Der Schreibstil gefiel mir
unglaublich gut, sodass ich direkt in der Geschichte drin war und kaum
aufhören konnte zu lesen. Tanja Voosen schreibt witzig, spritzig, mit
einer ordentlichen Portion Sarkasmus und auf eine erfrischende Art, die
mich einfach begeistern konnte. Selten habe ich bei einem Buch so oft
grinsen, schmunzeln und lachen müssen. Aber auch alle anderen Emotionen werden
unglaublich gut dargestellt, sodass ich permanent mit Nova mitfühlen
konnte. Alles wird aus Novas Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

 

Dieser erste Band konnte mich insgesamt sehr gut unterhalten. Es ist ein Buch voller Witz und Charme, mit einer tollen Idee und einer Protagonistin mit der sich Gleichaltrige identifizieren können dürften.

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer  Reihe.
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  • Sie ist ebenfalls Bloggerin und führt einen Bücherblog: Klick

[Rezension] „Animox- Das Auge der Schlange“ von Aimée Carter

 
 
 

Mittlerweile weiß Simon die Wahrheit über sich. Er ist ein Animox und kann sich somit in ein Tier verwandeln. Er versucht immer noch seine Mutter aus Orions Gewalt zu befreien. Doch muss er zuerst lernen mit seiner Fähigkeit umzugehen. Allerdings darf niemand die Wahrheit über ihn erfahren, denn er verbirgt ein großes Geheimnis. Dennoch versucht er zusammen mit seinen Freunden seine Mutter zu befreien und das obwohl es sich um eine Falle handeln könnte…


Obwohl es sich hierbei um eine Kinderbuch-Reihe handelt, finde ich sie mehr als unterhaltsam und spannend. Die Idee der Animox, also Menschen, die sich in Tiere verwandeln können, ist nicht neu, aber ich mag sie doch immer wieder. Und hier hat die Autorin auch noch viele neue Ideen parat.

Der Plot setzt einige Zeit nach dem ersten Band an, aber durch Rückblenden, ist man wieder völlig im Geschehen drin und kann sich ohne Probleme wieder in das Buch vertiefen, was ich vor allem für die gedachte Zielgruppe wichtig finde.
Der Plot ist spannend und unterhaltsam. Simon und seine Freunde müssen sich neuen Gefahren stellen.

Dabei ist mir Simon schon im letzten Band ans Herz gewachsen. Er ist liebenswürdig und ich finde es schön, dass er endlich Freunde gefunden hat auf die er sich verlassen kann. Außerdem entwickelt er sich immer weiter.
Etwas schade fand ich, dass die Beziehung zwischen ihm und seinem Zwillingsbruder wieder sehr distanziert und kühl war, weil ich im letzten Band das Gefühl hatte, dass sie sich näher kommen könnten. Dafür fand ich seine Freundschaft mit Jam, Ariana und Winter umso besser. Manchmal handeln die Figuren zwar zu unbedacht, aber da diese noch Kinder sind, finde ich das authentisch, alles andere wäre unrealistisch.

Auch der Schreibstil ist nach meinem Geschmack und passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles ist leicht und locker zu lesen, dabei aber emotional und fesselnd geschrieben. Die Geschichte wird aus Simons Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was ich sehr passend finde.

Neben dem spannenden Plot ist das Buch aber auch voller Emotionen und teils sehr lustig. Es ist ein Buch voller Freundschaft, Vertrauen und Gefahren und ist überraschend vielfältig.
Allerdings gefiel mir der erste Band ein ganz kleines bisschen besser, obwohl ich nicht mal genau sagen kann, wieso.

Das Finale ist spannend und weist schon etwas darauf hin, worum sich der Folgeband drehen wird, auf den ich mich schon jetzt sehr freue.


Meiner Meinung nach ist die „Animox“-Reihe nicht nur etwas für Kinder und ich vergebe sehr gute vier Sterne. Es ist ein vielfältiges Buch voller Emotionen und einer tollen Idee und ich empfehle es jedem Fantasyfan, der gerne Bücher liest, die in eine solche Richtung gehen.