

Die Vampirin Honora sucht seit dem Tod ihres Geliebten nach dessen Mörder. Schon seit Jahrzehnten verfolgt sie jede noch so kleine Spur. In Kalifornien könnte sie nun endlich fündig werden. Währenddessen versucht der Werwolf Gabhán seinesgleichen zu beschützen und sich nicht von seinem alten Rudel unterkriegen zu lassen und Dan als Wachenender für Recht und Ordnung zu sorgen. Beim Fairy Glow Festival treffen die drei aufeinander und stolpern in ein Ritual, bei dem deren Seelen aneinander gebunden werden. Diese Verbundenheit und ein gemeinsamer Feind sorgen dafür, dass die drei zusammenarbeiten. Doch sind die Gefühle, die sie haben echt?

Da “A Midsummer’s Nightmare” von Noah Stoffers für mich schon ein absolutes Highlight war, war ich sehr gespannt auf diese Fantasygeschichte, in der eine Vampirin, ein Werwolf und ein Mensch, der Magie beherrscht, im Vordergrund stehen. Man sollte zuvor wissen, dass es sich hierbei um eine polyamore Liebesgeschichte handelt, in der alle drei etwas miteinander, mal alle zusammen, mal nur zwei von ihnen, haben. Zuvor war ich nicht sicher, wie mir das gefallen wird, da ich so ein Buch noch nie gelesen habe. Doch ich muss sagen, diesen Aspekt der Liebesgeschichte fand ich spannend, allerdings gab es für meinen Geschmack zu viele Spice-Szenen, weswegen das Buch für mich kein völliges Highlight war.
Der Plot jedoch war absolut spannend. Da Honora stets auf der Suche nach dem Mörder ihres früheren Geliebten ist, sich Gabhán mit seinem alten Rudel auseinandersetzen muss und Dan als Ermittler sowieso mitten drin ist, schließen sich die drei irgendwann zusammen. Denn sie wollen nicht nur das Band wieder lösen, sondern auch den Feind aufhalten. Denn es verschwinden oder sterben immer wieder Übernatürliche.
Die Darstellung der Figuren fand ich absolut gelungen. Die drei sind so unterschiedlich, dass man sich fragt, ob sie auch ohne das Seelenband etwas füreinander empfinden würden. Honora ist eher die eiskalte Killerin, die für ihre Rache lebt, Gabhán der sanfte Werwolf, der stets beschützen möchte und Dan der Mensch, der sich an Regeln und Gesetze hält und sehr steif wirkt. Ich mochte die Dynamik zwischen ihnen und die Darstellung jedes Einzelnen unglaublich gerne.
Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, emotional, atmosphärisch und teils schon poetisch. Beim Lesen flogen die Seiten nur so dahin und viel zu schnell war ich beim Ende angekommen, zumal der Plot abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive der drei geschildert wurde und es unglaubliche Plot Twists gibt. Besonders das Setting des Finales hat es mir angetan und auch das Ende gefiel mir sehr, sodass ich das Buch insgesamt sehr empfehlen kann.

Wer Spice in Fantasybüchern liebt und mal eine polyamore Liebesgeschichte lesen möchte, sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren. Mir war zwar der Spice-Anteil etwas zu hoch, aber ansonsten habe ich das Buch geliebt. Besonders die Dynamik zwischen den drei Protagonisten und der Plot an sich waren absolut nach meinem Geschmack, sodass ich das Buch alles in allem empfehlen kann.
