

Im Reich von König Kaelum ist jegliche Art der Kreativität und Kunst verboten, denn diese zieht gefährliche Schattenwesen an. Die Sündenlosen herrschen über die Menschen. Doch Inana liebt es Geschichten zu erzählen und zählt somit als Sünderin. Bekannt ist sie unter dem Namen “Die Näherin”. Eines Tages wandelt sich hier Leben, denn der Schattenjäger Dominic nimmt sie unter ihre Fittiche und bietet ihr einen Ausweg aus ihrem Leben an, doch dafür benötigt er zuerst ihre Hilfe.

Schon als ich das eindrucksvolle Cover zum ersten Mal gesehen hatte, wollte ich diesen Auftakt unbedingt lesen. Der Einstieg fiel mir dann allerdings nicht ganz leicht, weil das Worldbuilding zuerst sehr komplex und undurchsichtig erscheint, aber ich muss sagen, dass ich nach dem Lesen besonders das Worldbuilding und die Idee der Sünder, Schattenwesen und Schattenjäger spannend fand.
In dieser recht grausamen Welt lebt Inana, die schon schlimmes erleben musste und eigentlich nur ihre Geschichten erzählen möchte. Dominic dagegen muss die Schattenwesen aufhalten um seinem Ziel näher zukommen. Zusammen mit anderen Gefährten müssen sie einander unterstützen, auch wenn Inana zuerst alles andere als begeistert davon ist. Die Liebesgeschichte, die hier entsteht entwickelt sich recht schnell, was ich tatsächlich nicht so gerne mag. Doch die Darstellung der Figuren gefiel mir.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, dabei aber auch atmosphärisch und etwas poetisch. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Inana und Dominic erzählt, sodass ich mich sehr gut in die beiden hineinversetzen konnte, zumal der Plot wirklich spannend und mal etwas anderes ist. Zudem gibt es am Ende einen Plot Twist, mit dem ich so nicht gerechnet hätte und der dafür sorgt, dass ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue.

Ich liebe das Worldbuilding und die Idee des Buches, sodass ich diesen Auftakt definitiv empfehlen kann. Zwar fiel mir der Einstieg nicht ganz leicht und die Liebesgeschichte entwickelt sich recht schnell, aber dafür war der Plot Twist am Ende grandios. Wer mal nach einer etwas anderen Geschichte sucht, sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren.
