

Seit dem Tod ihres Onkels schlägt Yining sich mehr schlecht als recht durch. Denn ihre Stieftante macht ihr das Leben alles andere als leicht. Um zu überleben stiehlt und lügt sie. Oft gibt sie sich als Wahrsagerin aus. Eines Tages trifft sie einen Karpfen, der alles verändern könnte. Doch dann wird ihr magischer Ring gestohlen und Yining ist klar, dass sie ihn zurückholen muss. Dafür folgt sie ihrer Stieftante in den königlichen Palast, wo sie sich inmitten von Geheimnissen, Machtkämpfen und Verrat wiederfindet.

Ich liebe Bücher, die von asiatischer Mythologie inspiriert sind und so wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Denn es klang nach einem märchenhaften Buch und einer Art Aschenputtel-Geschichte. Tatsächlich geht die Geschichte zuerst in diese Richtung, entwickelt sich dann aber ganz anders, düsterer, gefährlicher und doch fühlte sich das ganze Buch wie ein Märchen an, was wohl vor allem an dem poetischen und märchenhaften Schreibstil und der Welt des Buches lag. Denn in dem Buch gibt es unter anderem Magie.
In dieser Welt führt Yining ein einsames und hartes Leben. Im Laufe des Buches wird sie mutig, lässt sich nichts mehr gefallen und wird richtig schlagfertig, was ich sehr mochte. Da der Plot aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wurde, konnte ich mich wunderbar in sie hineinversetzen und fühlte durchweg mit ihr mit.
Der Plot hat allerdings auch leichte Längen und ist etwas vorhersehbar, weswegen das Buch für mich kein völliges Highlight war. Was ich jedoch sehr mochte, war, dass die Liebesgeschichte hier nur am Rande vorkommt und sehr Slow-Burn ist. Im Großen und Ganzen habe ich das Buch sehr gerne gelesen, zumal sich die Geschichte toll entwickelt und das Ende Lust auf mehr macht.

Fans von asiatisch inspirierten Büchern, kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Mir gefiel besonders, dass es sich hier um Slow-Burn-Romance handelt, die sich wie ein Märchen liest. Alles in allem kann ich diesen Auftakt also empfehlen.
