[Rezension] „God’s Kitchen“ von Margit Ruile

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https://www.amazon.de/Die-Androidin-Auf-Flucht-Roman/dp/3596297281/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1499770896&sr=8-1&keywords=die+androidin+-+auf+der+flucht      http://www.loewe-verlag.de/titel-933-933/demon_road_hoelle_und_highway-7869/

Die 19-jährige Celine hat eine Fähigkeit, die sie vor anderen Menschen geheim hält. Denn sie kann zeitweise in die Zukunft schauen. So plätschert ihr Leben vor sich hin, bis zu dem Tag als ihre Freundin Pandora ihr einen Praktikumsplatz am Institut für neuronale Informatik anbietet. Ab dem Moment arbeitet sie eng bei der Weiterentwicklung des Roboters Chi mit. Celine baut eine Beziehung zu Chi auf, doch irgendwann wird alles immer merkwürdiger und es kommt zu seltsamen Ereignissen.

Dank einer Leserunde bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und der Anfang gefiel mir sogar. Ich mag die Grundidee von Chi, was mit ihr zusammenhängt und nach meiner anfänglichen Skepsis fand ich auch das Thema rund um Celines Fähigkeit spannend. Doch leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen.

Es fing schon beim Schreibstil an, denn vieles wirkte auf mich zu umständlich geschrieben und bei mir kamen wenige Emotionen an, so dass ich auch Celines Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Dazu hatte ich das Gefühl, dass alles recht distanziert dargestellt wurde und das obwohl alles aus Celines Ich-Perspektive geschrieben ist. Dennoch konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und besonders die Erklärungen rund um Chi fand ich schlüssig.

Die Figuren blieben insgesamt zu blass, auch wenn man Celine nach und nach besser versteht, weil man mehr über ihre Vergangenheit erfährt. Zu den anderen Figuren erfährt man nur wenig und ihre Handlungen waren teils einfach nur seltsam. Auch gibt es eine Art Liebesgeschichte in diesem Buch, deren Entwicklung leider ziemlich an mir vorbeigegangen ist. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen, um nicht zu viel zu verraten.

Der Plot an sich ist aber nicht schlecht, vor allem weil das Thema rund um die Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt steht. Das Thema finde ich einfach mega spannend und hochaktuell. Es würde mich nicht wundern, wenn es nicht mehr lange dauern würde, bis es Maschinen wie Chi gibt. Und wie Chi dargestellt wurde hat mir oft die Haare zu Bergen stehen lassen. Das war wirklich sehr gut dargestellt.

Die Entwicklung des Plots ist recht vorhersehbar, aber es gibt auch manche überraschende Wendungen und viel Dramatik bis es in einem Finale gipfelt, das mir teils zu einfach erschien. Auch war ich mit dem wirklichen Ende des Buches nicht ganz zufrieden, weil vieles noch offen blieb und ich mit dem wie alles endet einfach nicht glücklich war.
Dennoch war es für mich noch ein mittelmäßiges Buch.

„God’s Kitchen“ gehört leider zu den Büchern, die mich nicht ganz überzeugen konnten. Vieles gefiel mir nicht und es bekommt viel Kritik von mir, so dass ich es nur gerade so mit drei Sternen bewerten kann. Dabei fand ich die Grundidee gut, aber mein Fall war es dennoch nicht.

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[Rezension] „Flugangst 7A“ von Sebastian Fitzek

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Dr. Mats Krüger ist ein erfolgreicher Psychiater, der nach dem Tod seiner Frau nach Buenos Aires ausgewandert ist. Er leidet unter Flugangst, aber um seine schwangere Tochter Nele nach der Geburt ihres Kindes zu unterstützen setzt er sich in den Flieger nach Berlin. Doch kaum ist das Flugzeug in der Luft, wird er bedroht und seine einzige Chance seine Tochter zu retten, besteht darin dafür zu sorgen, das ein ehemaliger Patient von ihm einen Ruckfall bekommt und das Flugzeug zum Absturz bringt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Ich lese die Bücher von Sebastian Fitzek erst seit kurzem und nicht jedes konnte mich überzeugen, aber sein neues konnte gleich meine Neugierde wecken. Nach den ersten Seiten, war ich mir nicht sicher, ob ich es überhaupt weiterlesen kann, da eine schwangere Frau entführt wird, die kurz vor der Entbindung steht. Dabei war mir Nele gleich sympathisch, auch wenn sie zuerst sehr unnahbar war. Dieser Aspekt der entführten Schwangeren mit einer Risikoschwangerschaft und die Beschreibung des Ganzen hat mich so extrem mitgenommen, dass ich immer wieder pausieren musste. Allerdings muss ich auch sagen, dass sowas einen guten Psychothriller ausmacht.

Zum Glück für mich spielt der Großteil des Plots aber im Flugzeug und man begleitet Mats. Dieser war mir zunächst unglaublich unsympathisch, weil man erfährt, wie er sich nach dem Tod seiner Frau verhalten hat. Aber da er für seine Tochter Nele sogar trotz Flugangst in den Flieger steigt und sie unterstützen möchte, habe ich ihm noch einmal eine Chance gegeben. Im Laufe des Buches habe ich mit ihm gefühlt und er wurde mir immer wieder sympathisch, auch wenn ich sein Verhalten oft nicht gut gefunden habe. Seine Emotionen waren aber so gut dargestellt, dass ich mit ihm gelitten habe.

Als dritte Hauptfigur gibt es dann noch Feli, die eigentlich kurz vor ihrer Trauung steht und die einmal eine Affäre mit Mats hatte. Als Mats sich nicht zu helfen weiß, kontaktiert er Feli, damit sie nach Nele sucht. Auch Feli konnte mit ihrem Verhalten nicht immer meine Sympathien wecken, aber irgendwie finde ich es auch gut, dass jede Figur hier seine Ecken und Kanten hat.

Der Plot an sich ist unglaublich spannend und fesselnd und ich habe wirklich gelitten. Auf die Auflösung des Ganzen bin ich so nicht gekommen und der Autor hat es immer wieder geschafft mich zu überraschen und auch zum Nachdenken anzuregen. Der Grund wieso Nele entführt wurde, war nicht ohne, aber auch sonst finde ich es spannend, wie zum Schluss alle losen Fäden zusammenführen. Es gibt viele Schockmomente und zeitweise kommt man als Leser gar nicht zum Atem holen.

Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und zügig zu lesen. Der Plot wird aus verschiedenen personalen Perspektiven geschildert, was ich sehr gut fand. Wie schon erwähnt, schafft es der Autor perfekt Gefühle zu übermitteln und erschafft dabei eine gefährliche und prickelnde Atmosphäre.

Das Ende hat mich zuerst skeptisch zurückgelassen, weil ich mir nicht sicher war, was ich davon halten soll. Aber nachdem ich es sacken gelassen habe, fand ich das Ende doch sehr passend und stimmig und es gefiel mir gut.


„Flugangst 7A“ war für mich keine leichte Kost, da ich mit Schwangeren und Müttern extrem mitleide, aber gerade das macht einen guten Psychothriller aus. Er konnte mich mitreißen und fesseln und ich kann ihn Fans von Psychothrillern auf jeden Fall empfehlen.

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[Rezension] „Beware That Girl- Sie weiß alles über dich“ von Teresa Toten

Das Copyright vom Cover liegt beim Fischer Verlag.

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http://www.fischerverlage.de/buch/einzig/9783733502973      http://www.fischerverlage.de/buch/stell_dir_vor_dass_ich_dich_liebe/9783737355100

 

Kate hat es geschafft und besucht als als neue Stipendiatin die Waverly School, eine Privatschule an der Upper East Side in New York und so kommt sie ihrem großen Ziel ein ganzes Stück näher. Sie möchte unbedingt nach Yale und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Sie lügt, betrügt und manipuliert, nur damit niemand die Wahrheit über sie erfährt. So dauert es nicht lange bis sie Olivia beeinflusst und schließlich bei ihr einzieht. Doch auch Olivia hat einiges zu verbergen.

Auf dieses Buch wurde ich eigentlich nur durch eine Leserunde aufmerksam, aber es klang vielversprechend. Den Beginn fand ich auch noch sehr spannend, denn es zeigt eine Szene in der ein Mädchen im Koma liegt und das andere an ihrem Bett ausharrt. Wer die Mädchen sind, wird nicht erwähnt und so war ich neugierig, wer denn die beiden Mädchen sind und was da vorgefallen ist.

Danach gibt es einen Zeitsprung und man lernt Kate und Olivia kennen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein können. 
Kate hat eine schwere Kindheit hinter sich, über die man nach und nach in eine Art Rückblende, die Kate erlebt, mehr erfährt. Kate war mir zu Beginn überhaupt nicht sympathisch, weil sie ganz gezielt manipuliert und betrügt und auch die Freundschaft zu Olivia zunächst nicht ehrlich ist und sie Olivia ganz gezielt ausgewählt hat. Erst im Laufe des Buches mochte ich sie mehr und fand Zugang zu ihr. Dank ihrer Vergangenheit und ihrem späteren Verhalten konnte sie mich als Protagonistin dann doch überzeugen.
Bei Olivia dagegen war es genau umgekehrt. Olivia mochte ich zunächst. Sie hat gerade einen längeren Klinikaufenthalt hinter sich und versucht einen Weg zurück in ihr Leben zu finden, nimmt Medikamente und wirkt eigentlich ganz nett. Im Laufe des Buches wird sie mir aber immer unsympathischer und ihre Handlungen werden irgendwann überhaupt nicht mehr nachvollziehbar.

Sowieso fand ich den Plot nach einem anfänglich guten Start irgendwann nur noch unlogisch, übertrieben und vieles an den Haaren herbeigezogen. Die Logik geht verloren und vieles war einfach nicht nach meinem Geschmack. Auch war es mir etwas zu viel, wie viel sich das Leben der Mädchen doch um Kleidung, Make-Up und das richtige Image dreht. Zwar ist es für das hier dargestellte Setting durchaus authentisch, aber ich fand es irgendwann nervig.

Dafür gab es die eine oder andere überraschende Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte und auch der Schreibstil gefiel mir. Alles ist leicht und locker geschrieben und der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Kate und der personalen Erzählperspektive von Olivia geschildert, was mir gut gefallen hat.

Auch den psychologischen Aspekt hinter allem und das irgendwann eine bedrohliche Atmosphäre über dem Geschehen lag mochte ich.
Das Ende hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen, da es sehr offen ist und viel Stoff zum Nachdenken bietet.

Von mir bekommt „Beware That Girl- Sie weiß alles über dich“ nur knappe drei Sterne, da sich der Plot irgendwann in eine Richtung entwickelt hat, die ich einfach übertrieben, unlogisch und teils an den Haaren herbeigezogen fand. Dennoch ist es ein schnell zu lesendes Buch, das durchaus seine positiven Seiten hat. Besonders den psychologischen Aspekt dahinter mochte ich.

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[Rezension] „Aquila“ von Ursula Poznanski

Das Copyright vom Cover liegt beim Loewe Verlag.

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Eines Tages erwacht Nika eingeschlossen in ihrer Wohnung, ohne Erinnerung und von ihrer Mitbewohnerin fehlt jede Spur. Dabei wollte sie ihr Auslandssemester in Siena doch genießen und das obwohl sie kaum die Sprache versteht. Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf einen seltsamen Zettel, der in ihrer eigenen Handschrift geschrieben ist. Allerdings erinnert sie sich nicht daran, dass sie den Zettel geschrieben hat und schlau wird sie aus dem was da steht auch nicht…

Ursula Poznanski gehört zu den Autoren, bei denen ich die Bücher schon lesen möchte ohne, dass ich den Klappentext kenne und so war ich gespannt auf ihr neues Buch.
Dieses Mal spielt es in Siena und man begleitet eine junge Studentin, die weder weiß wo ihr Pass, noch ihr Handy, noch ihr Akku vom Laptop, noch ihr Schlüssel ist und der ganze zwei Tage in ihrer Erinnerung fehlen. Auch ihre Mitbewohnerin ist verschwunden. So begleitet man Nika auf der Suche nach Antworten durch ganz Siena und erlebt tolle Schauplätze.
Das Setting gefiel mir dabei sehr. Alles war atmosphärisch beschrieben und ich hatte das Gefühl wirklich zusammen mit Nika durch Siena zu laufen.

Der Plot gefiel mir im Großen und Ganzen ebenfalls. Denn alles ist mysteriös und geheimnisvoll und die Autorin hat es geschafft, dass ich irgendwann jedem misstraut habe. Außerdem gab es manche überraschende Wendung. Das Rätselraten fand ich spannend und auch was Nika herausfindet ist durchweg faszinierend. Außerdem wird sie bedroht und reagiert auf manche Dinge unterbewusst ohne sich zu erinnern, was ich sehr authentisch fand.

Allerdings hatte ich manchmal so meine Probleme mit Nika, am Anfang war sie mir noch sehr sympathisch und die Autorin hat es geschafft, dass ich mit ihr fühle. Irgendwann kam sie mir jedoch recht egoistisch vor, was ich in ihrer Lage aber noch nachvollziehen konnte. Was mich aber gestört hat, waren Nikas Handlungen. Niemand mit gesundem Menschenverstand, hätte so gehandelt, wie sie es tut, aber ansonsten wäre der Plot auch wohl recht langweilig gewesen.
Ansonsten fand ich die Figuren des Buches aber sehr gut ausgearbeitet und wie schon erwähnt habe ich irgendwann jedem misstraut, was ich für so ein Buch wichtig finde. 
Auch eine kleine Liebesgeschichte findet Raum in dem Plot, aber zum Glück nur am Rande, alles andere hätte mich gestört.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig, mit tollen Beschreibungen und starke Emotionen. Das Buch wird komplett aus Nikas personaler Erzählperspektive geschildert, was ich passend fand.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss, auch wenn mich eine Sache daran gestört hat, die ich aber hier nicht weiter ausführen kann, ohne dass ich zu viel verrate. Alles in allem hatte ich aber wieder sehr schöne und spannende Lesestunden und freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

„Aquila“ bietet spannende Lesestunden mit einem tollen Setting. Ich mochte besonders das Rätselraten und die Suche nach Antworten und kann das Buch jedem empfehlen, der gerne solche Bücher liest. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten, auch wenn mich Nikas Verhalten manchmal gestört hat.

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