[Rezension] “Die Tochter der Mondgöttin 2- Das Herz des Sonnenkriegers” von Sue Lynn Tan

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Nachdem Xingyin ihre Mutter befreit hat, kehren beide nach Hause zurück. Endlich könnten die Mondgöttin und ihre Tochter in Frieden leben, doch der Himmlische Kaiser versucht zusammen mit seinem General seinen Machtbereich zu erweitern. Als das Böse schließlich den Mond erreicht, bleibt Xingyin keine andere Wahl. Sie muss den Mond verlassen und sich zusammen mit Ihren Gefährten erneut den Gefahren der Welt stellen und dem Bösen trotzen.

Nachdem der erste Band für mich ein echtes Highlight war, war ich sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Allerdings muss ich sagen, dass sie mich nicht ganz so sehr überzeugen konnte, wie der erste Band. Schon im ersten Band gab es eine Dreiecksgeschichte, die mich da aber nicht wirklich gestört hat. Hier jedoch ging sie mir auf die Nerven, da Xingyin sich gefühlt einfach nicht entscheiden kann und sich die Frage, ob sie sich für Hauptmann Wenzhi oder Kronprinz Liwei entscheidet meiner Meinung nach viel zu sehr in den Vordergrund drängt. Dadurch kommt der Plot zeitweise gar nicht voran, zumal das ganze Buch deutlich ruhiger ist als der erste Band.

Dabei mochte ich Xingyin als Protagonistin sehr und auch das asiatische Setting mit seiner Mythologie war absolut nach meinem Geschmack. Xingyin geht mutig ihren Weg und gibt alles für die, die sie liebt. Zudem hat sie sich toll weiterentwickelt. Auch die anderen Figuren gefielen mir sehr, zumal sie Ecken und Kanten haben und sich stets weiterentwickeln.

Der Schreibstil ist durchweg fesselnd, atmosphärisch und emotional. Ich erlebte beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle und so konnte mich das Buch trotz meiner Kritik insgesamt fesseln. Dank der gewählten Ich-Perspektive konnte ich mich wunderbar in Xingyin hineinversetzen und fieberte durchweg mit ihr mit.

Im letzten Drittel nimmt die Geschichte dann richtig an Fahrt auf und es gibt grandiose Wendungen und spannende Szenen, sodass ich das Finale doch gerne gelesen habe und etwas für die Liebesgeschichte entschädigt wurde. Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerte, aber da es mich alles in allem doch gut unterhalten konnte und ich die Idee dahinter liebe, vergebe ich hier knappe vier Sterne.

Leider konnte mich dieses Finale längst nicht so begeistern wie erhofft. Die Liebesgeschichte war absolut nicht mein Fall und auch der Plot hat mir erst im letzten Drittel wieder so richtig gefallen. Dafür mochte ich aber die Figuren, den Schreibstil und das Setting sehr und kann die Dilogie Fans asiatischer Mythologie empfehlen.

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