[Rezension] “Nightweaver” von R. M. Gray

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Die siebzehnjährige Aster Oberon verbringt ihr Leben zusammen mit ihrer Familie auf der Lightbringer. Sie sind gefürchtete Piraten und gehen nur selten an Land. Denn an Land herrschen die Nightweaver, gefürchtete und schreckliche Wesen voller Macht und Magie. Doch eines Tages wird die Lightbringer von den Nighweavern angegriffen und Aster verliert nicht nur ihren Bruder, sondern auch ihr Zuhause. So werden sie gefangen genommen, doch anstatt als Sklaven zu enden oder zu sterben, bietet Will, ein junger Nightweaver, ihnen eine Zuflucht an. Aster hat sich geschworen ihren Bruder zu rächen, selbst wenn sie sich mit dem Feind verbünden muss. Doch Nightweaver sind so ganz anders als Aster es aus ihren Geschichten kennt…

Das Buch wurde als eine Mischung aus “Fluch der Karibik” und “Downton Abbey” angekündigt, weshalb ich vor dem Lesen sehr gespannt auf die Geschichte war. Tatsächlich ist der Piratenanteil und damit der “Fluch der Karbik”-Vibe relativ gering, weil Aster und ihre Familie sehr schnell angegriffen werden und auf dem Anwesen von Wills Familie landen. Dafür ist der “Downton Abbey”-Vibe umso größer. 

Aster und ihre Familie werden bei Wills Familie angestellt und leben ihr Leben fortan als Dienstboten. Doch Aster möchte so nicht leben, sehnt sich nach ihrem Schiff und dem Leben auf dem Meer zurück. Um ihren Bruder zu rächen bleibt sie, denn Will bietet ihr Hilfe an. Allerdings weiß Aster nicht, ob sie ihm trauen kann, denn sie hat gelernt, dass Nightweaver blutrünstige Kreaturen sind und erfährt erst nach und nach, dass es noch weit aus gefährlichere Wesen auf der Welt gibt.

Ich mochte die Dynamik zwischen Aster und Will, da immer eine verbotene Liebe mitschwingt, sie sich zueinander hingezogen fühlen und sich gut tun. Allerdings verschweigt Will vieles, was zu Problemen führt. Tatsächlich mochte ich die Darstellung der Figuren sehr. Denn in dem Buch gibt es viele spannende und authentisch dargestellte Figuren, die mich allesamt überzeugt haben.

Aber auch das Worldbuidling, rund um die Nightweaver, ihren Fähigkeiten und den anderen Wesen, aber auch das Herrschaftssystem konnten mich überzeugen. Es ist ein überraschend vielfältiges, aber auch tiefgründiges Buch, das mich sehr begeistern konnte. Zudem ist der Plot spannend, voll grandioser Wendungen und einem Schreibstil, der es in sich hat. Ich konnte gar nicht anders als mit Aster mitzufiebern und ihre teils stoische Art zu lieben, zumal das Buch aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wurde. Für mich war dieser Auftakt ein Highlight und schon jetzt freue ich mich sehr auf Band zwei.

Ich hätte nicht erwartet, dass ich diesen Auftakt in so kurzer Zeit lesen werde, doch das Buch konnte mich ab der ersten Seite fesseln. Vor allem das Setting, das Worldbuilding und die Figuren haben es mit angetan, aber auch der Plot an sich und der Schreibstil waren absolut nach meinem Geschmack. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und schon jetzt kann ich die Fortsetzung gar nicht erwarten.

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