

Einst war Sen Hoshiakari ein Prinz und somit Erbe des Gensei-Clans. Doch nach einer gescheiterten Rebellion wurde seine ganze Familie getötet. Nur er überlebte. Seitdem lebt er im Verborgenen im Clan der Kitanohara und sehnt sich schließlich danach seinen Clan wieder zu alter Stärke zurückzuführen und die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. An seiner Seite befindet sich Rui, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und Sen einst rettete. Doch auch ihr Schicksal ist ungewiss. Währenddessen gibt es immer mehr Unruhen und Intrigen im gesamten Land und Onryō, rachsüchtige Geister, tauchen auf.

Schon als ich das Buch zum ersten Mal gesehen hatte, wollte ich es unbedingt lesen. Denn ich liebe asiatisch angehauchte Fantasybücher und so war meine Vorfreude groß. Tatsächlich gefiel mir der Einstieg ins Buch, zumal das Worldbuilding interessant, aber auch komplex war. Es gibt verfeindete Clans, politische Machtkämpfe, Götter, Geister und Dämonen und ich mochte es, wie die japanische Mythologie hier mit eingeflochten wurde.
Auch mit den vielen asiatischen Namen und Bezeichnungen hatte ich zunächst keine Schwierigkeiten, doch ab einem bestimmten Punkt, wurde es mir dann doch zu viel. Es gibt unglaublich viele Perspektivwechsel, viele verschiedene Handlungsstränge und einen Plot, der mich irgendwann verwirrt hat. Erst im letzten Dritten konnte mich die Geschichte dann wieder mehr packen, zuvor hatte ich jedoch einige Schwierigkeiten.
Dafür mochte ich aber den Schreibstil des Autors sehr, weil er einerseits brutale Szenen bildgewaltig schildern kann, aber auch poetische Naturszenen perfekt darstellt. Auch Sen und Rui mochte ich sehr, da sie tolle Protagonisten waren und auch die restlichen Figuren fand ich interessant. Die politischen Intrigen waren mir manchmal etwas zu viel und der Fantasyanteil hätte gerne höher sein können. Denn über die Götter, Geister und Dämonen hätte ich ewig lesen können. Alles in allem war das Buch trotz meiner Vorfreude nicht ganz mein Fall und ich bin unsicher, ob ich die Fortsetzung lesen werde.

Für mich persönlich war das Buch, trotz meiner Liebe zu asiatisch inspirierten Geschichten nicht ganz das Richtige. Irgendwann wurden mir die Handlungsstränge und Perspektivwechsel zu viel. Wer aber gerne komplexe Fantasygeschichten voller politische Intrigen liest, sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren.
