

Die Rättin Fern war mir ihrem Leben als Buchhändlerin lange Zeit zufrieden, dachte sie zumindest. Als sie die Einladung ihrer alten Freundin Viv annimmt und in der Stadt Thune eine neue Buchhandlung aufmacht, hätte eigentlich alles perfekt sein können. Doch dann merkt sie, dass irgendwas nicht stimmt und sie immer noch nicht glücklich ist. Als sie sich daraufhin betrinkt, landet sie auf dem Karren der legendären Kopfgeldjägerin Astryx Einohr und wacht weit weg von zu Hause auf. Kurzerhand begleitet sie Astryx und ihre Gefangene, die diebische Koboldin Zyll und lernt schließlich, was sie wirklich will.

Da ich die ersten beiden Bände dieser Reihe sehr geliebt hatte, war ich sehr gespannt auf Ferns Geschichte, die man auch lesen kann ohne die ersten zwei Bände zu kennen. Denn Viv kommt hier nur am Rande vor und man erfährt auch so, wie die beiden sich kennengelernt haben. Ansonsten dreht sich das Buch komplett um die Rättin Fern, die mit ihrem Leben hadert und so einen ganz neuen Weg einschlägt, zuerst unbeabsichtigt und dann doch sehr gezielt.
Ich finde es tatsächlich schade, dass Viv hier kaum Raum in der Geschichte einnimmt, da ich sie sehr gerne mochte. Zwar mochte ich auch Fern, aber ihre Geschichte konnte mich nicht so sehr in ihren Bann ziehen, wie Vivs Geschichte, zumal sie weit weniger cozy ist. Es ist einfach eine etwas andere Geschichte als zuvor. Dennoch mochte ich Ferns Charakterentwicklung sehr.
Der Plot ist spannend und abwechlungsreich und die Figuren auf die Fern trifft sind toll und facettenreich dargestellt. Langeweile kommte hier definitiv keine auf. Untermalt wird das Ganze durch einen gelungenen Schreibstil, der mich einmal mehr fesseln konnte. Der Plot wird aus Ferns personaler Erzählperspektive erzählt und es gefiel mir mehr über sie zu erfahren. Das Ende rundet das Buch dann perfekt ab, sodass ich es insgesamt doch sehr gerne gelesen habe.

Zwar gefielen mir die ersten beiden Bände besser, aber auch Ferns Geschichte konnte mich insgesamt sehr gut unterhalten, zumal die Charakterentwicklung wirklich toll ist. Es ist einfach eine etwas andere Geschichte und das sollte einem vorher bewusst sein. Man kann mit Ferns Geschichte schöne und unterhaltsame Lesestunden haben, sodass ich das Buch insgesamt empfehlen kann.
