

Ava und ihre kleine Schwester Linn versuchen alles um zu überleben. Doch sie hungern. Eines Tages gehen sie zusammen mit ihrem Vater in den Wald, mit der Hoffnung auf ein neues Leben. Allerdings verschwindet dieser und die Mädchen sind auf sich alleine gestellt. Schließlich finden sie Unterschlupf bei Nebula, die tief im Wald lebt. Allerdings traut Ava Nebula nicht, zumal diese Linn vor ihr versteckt. Ava fürchtet, dass Nebula eine Hexe ist und von diesen hat sie nur schlimmes gehört.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig, denn es klang nach einer Märchen-Adaption von “Hänsel und Gretel”. Da ich ein Faible für von Märchen inspirierte Fantasygeschichten habe, war meine Freude groß als das Buch bei mir ankam. Der Beginn erinnert tatsächlich etwas an “Hänsel und Gretel”, nur geht es hier um zwei Schwestern. Auch eine Hexe kommt vor. Das Setting ist düster, aber definitiv atmosphärisch. Die Darstellung des Waldes und des Hexenhäuschens fand ich großartig.
Der Plot konnte mich jedoch nicht komplett fesseln, da insgesamt recht wenig darin passiert. Doch nach und nach gibt es Entwicklungen und Offenbarungen, die mich in ihren Bann gezogen haben, sodass ich das Buch doch sehr gerne gelesen habe. Zumal der Schreibstil einfach großartig war.
Die Darstellung der Figuren gefiel mir ebenfalls, nur mit den Beweggründen von Nebula hatte ich lange Zeit meine Probleme. Doch am Ende ergibt alles Sinn und dann gehörte sie zu meinen liebsten Figuren. Die Skepsis, die Ava lange Zeit zeigt, fand ich dagegen sehr authentisch und gut dargestellt und die Geschwisterliebe großartig. Das Ende bietet einen gelungene Abschluss, sodass ich mich im Großen und Ganzen auf eine Fortsetzung freue.

Obwohl der Plot mich nicht komplett fesseln konnte, mochte ich das Buch im Großen und Ganzen doch. Besonders die Offenbarungen rund um Nebula haben es mir angetan und so kann ich das Buch insgesamt empfehlen.
