[Kinderbuch-Rezension] „Das kleine WIR“ von Daniela Kunkel

Das Copyright vom Cover liegt beim Carlsen Verlag.

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Ein
humorvolles, lehrreiches Bilderbuch über das WIR-Gefühl. Das WIR-Gefühl
ist für Erwachsene wie für Kinder sehr wichtig. Wie kann man das
WIR-Gefühl Kindern nahebringen und erklären? Eines Tages geht zwei
befreundeten Kindern ihr WIR-Gefühl verloren, weil sie sich zuviel
gestritten und weil sie immer zuviel „ICH!“ gesagt haben. Das WIR ist
scheu und hat sich versteckt. Die beiden Kinder vermissen es sehr. Ohne
das WIR bleibt alles grau und ohne Freude. Und so machen sie sich auf
die Suche nach ihm. Wo steckt das WIR? Die beiden Kinder schreiben ihm
Briefe und bitten es, zu ihnen zurückzukommen. Und schließlich ist das
WIR wieder Teil ihres Lebens – und die Freude ist groß.
Quelle: Carlsen Verlag

Auf dieses Kinderbuch bin ich erst durch eine Empfehlung des Verlages aufmerksam geworden. Doch diese Empfehlung war Gold wert. Nicht nur, dass mein Sohn das Buch liebt und er es sogar schon mehrmals mit in den Kindergarten genommen hat, wo es auch mit Begeisterung gelesen wurde, sondern auch, dass es ein Buch mit einem sehr wichtigen Thema ist.

Denn alles dreht sich um das WIR und somit um Freundschaft, um Konflikte, das Miteinander und Zusammenhalt. Da in dem Alter die ersten Freundschaften geschlossen werden, können die Kinder das Gelesene auf ihren Alltag übertragen, was ich wirklich gelungen fand.

Zudem sind die Illustrationen farbenfroh und wunderschön, es gibt unglaublich viel zu entdecken und das WIR wird als süßes, grünes Monster dargestellt. 
Auch der Text ist ansprechend und hat die perfekte Länge für Kinder des Alters, die noch nicht die Geduld für zu viel Text haben, aber doch schon etwas mehr Text gebrauchen können. Zudem ist die Sprache kindgerecht und leicht zu verstehen.
Zwar finde ich einige der Schimpfwörter nicht ganz angemessen, aber zum Glück kann man einige ja auch einfach weglassen oder ersetzen, da Kinder in dem Alter noch nicht selbst lesen können.

Es ist ein lehrreiches und wunderschönes Buch mit einer tollen Botschaft und ich bin froh, dass ich nun das Buch für uns entdeckt habe.

 

„Das kleine WIR“ ist ein wundervolles und tolles Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft und süßen Illustrationen. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen, vor allem da mein Sohn das Buch liebt.

[Kinderbuch-Rezension] „Kleines Monster, komm da raus!“ von Tom Fletcher

Das Copyright vom Cover liegt beim cbj Verlag.

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Ach, du liebes Lieschen! In dieses Buch hat sich ein kleines Monster
geschlichen! Wer hilft mit, es zu verscheuchen? Mit Schütteln, Pusten,
Wedeln, Drehen und am Ende ganz, ganz viel Lärm gelingt es schließlich,
das freche kleine Monster loszuwerden. Doch, schwups, ist es ins Zimmer
entwischt – und da hat es ja nun überhaupt nichts zu suchen. Also husch,
zurück ins Buch gelockt, über den Kopf gestreichelt … und Gute Nacht,
kleines Monster.
Quelle: cbj Verlag

„Kleines Monster, komm da raus!“ ist ein unglaublich süßes Mitmachbuch für Kinder ab 3 Jahre. Mein Sohn liebt Monster und so konnte ich bei dem süßen Cover nicht wiederstehen. Die Illustrationen sind liebevoll gezeichnet. Auf jeder Seite steht das kleine Monster im Fokus, der Rest ist unscheinbar und oft wurde wirklich nur das Monster gezeichnet. Doch das ist für das Buch genau richtig.

Denn es geht darum das kleine Monster zu vertreiben und auf jeder Seite stehen Anweisungen, was man tun soll, damit das gelingt. So soll man das Buch schütteln, das Monster an den Füßen kitzeln, pusten, das Buch von links nach rechts kippen, das Buch hin und her wedeln, das Buch im Kreis drehen und was für meinen Sohn das wichtigste war, ganz laut schreien. Dabei hatten wir immer sehr viel Spaß und mein Sohn wollte auf einer Seite sogar wissen, was dort für Buchstaben stehen und konnte ganz schnell das Wort „lauter“ buchstabieren. 

So lernt das Kind ganz nebenbei wo rechts und links ist und wenn es Interesse daran hat, dann sogar einige Buchstaben lesen. Am Ende schläft das Monster dann ein, so dass das Buch wunderbar als Gute Nacht Geschichte herhalten kann. Ich bin wirklich begeistert von diesem süßen Buch. 

Die Anweisungen und die Sprache sind kindgerecht und wirklich schön gewählt. Auch die Größe des Buches ist schön, da es recht groß ist und die Illustrationen dementsprechend groß gezeichnet sind. Ich kann dieses wirklich, wirklich süße Kinderbuch nur empfehlen.

„Kleines Monster, komm da raus!“ ist einfach ein unglaublich süßes Mitmachbuch, das mein Sohn liebt. Er hat unglaublich viel Spaß den Anweisungen zu folgen. Dazu ist das Monster unglaublich süß gezeichnet. Von mir gibt es die volle Punktzahl.

[Rezension] „Das Zeiträtsel“ von Madeleine L’Engle

Das Copyright vom Cover liegt beim Piper Verlag (you&ivi).

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Die dreizehnjährige Meg und ihr fünfjährigen Bruder Charles haben es nicht leicht. Sie ist ein Mathegenie und er für sein Alter extrem intelligent und hat eine seltsame Fähigkeit. Sie leben zusammen mit ihren zwei Brüdern und ihrer Mutter, ohne zu wissen, ob ihr Vater noch lebt, der seit Jahren verschwunden ist. Eines Nachts erhalten sie seltsamen Besuch und erfahren, dass ihr Vater auf dem Planeten Camazotz gefangen gehalten wird. Und nur Meg und Charles haben die Chance ES, das Böse schlechthin, zu besiegen und ihren Vater zu befreien. So beginnt eine abenteuerliche und gefährliche Reise.

Als ich zum ersten Mal den Trailer zu dem Kinofilm gesehen hatte, wollte ich das Buch lesen. Die Idee dahinter finde ich sehr gelungen. Die Reise durch Zeit und Raum und wie die Figuren fremde Planeten bereisen, fand ich einfach faszinierend. Es eine Zeitreisegeschichte der anderen Art.
Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

Es fing schon beim Schreibstil an, mit dem ich mich wirklich schwer getan habe und der mich auch als zehnjährige wohl nicht gefesselt hätte. Alles wirkt abgehakt, teils hochgestochen geschrieben und es reiht sich lieblos Satz an Satz, was irgendwie kein flüssiges Bild ergibt. Emotionen sind bei mir gar nicht angekommen und die Figuren blieben mir völlig fremd, so dass ich Probleme hatte mich überhaupt in sie hineinzuversetzen.

Vor allem, da die Protagonisten wirklich seltsam waren, auch wenn das eigentlich nicht schlecht sein muss. Es dreht sich alles um Meg, Charles und um deren vierzehnjährigen Nachbarn und alle drei sind Außenseiter. Eines Tages tauchen drei mysteriöse Frauen in ihrem Leben auf, die ihnen helfen. An sich finde ich die Eigenarten der Protagonisten zwar interessant, aber vor allem mit Charles Art hatte ich meine Probleme und es fiel mir schwer in meinem Kopf seine Art mit einem fünfjährigen zu vereinbaren, da er sich altklug ausdrückt und einfach nicht wie ein Kind redet. Aber auch zu den anderen Figuren habe ich keinen rechten Zugang gefunden.

Die Idee von ES fand ich sehr interessant und auch der Kampf dagegen nicht schlecht, auch wenn mir das alles zu schnell abgehandelt wurde. Ich hätte mir bei so vielem im Buch mehr Erklärungen gewünscht, mehr Zusammenhänge und auch irgendwie mehr Zeit, damit sich alles entfalten kann. Dafür finde ich es toll, wie hier Familie, Zusammenhalt und Mut im Fokus steht.

Alles in allem konnte mich das Buch aber kaum fesseln, es war recht vorhersehbar und langweilig und obwohl ich dennoch sehr gespannt bin wie der Film wird, kann ich das Buch leider nicht empfehlen.
 

Auf „Das Zeiträtsel“ hatte ich mich eigentlich sehr gefreut. Denn es versprach ein tolles Fantasyabenteuer, leider kam ich mit dem Schreibstil, den Figuren und auch mit dem Plot an sich nicht wirklich zu recht. Dabei steckt in dem ganzen so viel Potenzial. Nun bin ich gespannt, ob mich die Verfilmung mehr überzeugen kann.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den Auftakt von 5 Bänden.
  • Es erschien 1962 schon unter dem Titel „Die Zeitfalte“ und wurde nun verfilmt.
  • Hier findet ihr eine Leseprobe dazu: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick