[Rezension] Philip Webb- Nur 6 Tage

 
 
Titel: Nur 6 Tage
Autor: Philip Webb
Genre: Jugendbuch, Dystopie (vom Hersteller empfohlenes Alter 12-15 Jahre)
Verlag: Chicken House (19. März 2012)
ISBN: 978-3551520319
Gebundene Ausgabe:
352 Seiten 
Preis: 16,95 €

 

Kurzbeschreibung:

Solange Cass denken kann, muss sie sich
schon durch die Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle
anderen Räumer. Denn ihre Aufgabe ist, das Artefakt zu suchen, an das
niemand so richtig glaubt. Bis auf Cass‘
kleinen Bruder Wilbur, aber der spinnt sowieso ein bisschen. Wie aus
dem Nichts tauchen plötzlich Peyto und Erin auf. Sie sind Schläfer und
kommen aus einer anderen Zeit. Und sie glauben, dass nur Wilbur ihnen
helfen kann. Denn auch sie sind auf der Suche nach dem Artefakt. Nur
gemeinsam haben die vier eine Chance, es zu finden. Doch sie müssen sich
beeilen. Ihnen bleiben genau sechs Tage, sonst wird die Welt untergehen
… 
Quelle: Verlag

 
Rezension
Die Geschichte:
Die Geschichte spielt in dem London der Zukunft. Nach einem großen
Krieg, ist nichts mehr, wie es vorher war. Die sogenannten Vlads
(Russen) treiben die Menschen dazu an, London nach und nach abzureißen,
immer auf der Suche nach dem sagenumwobenen Artefakt. Die Menschen, die das machen müssen, nennen sich Räumer. Auch die Hauptfigur Cass ist, mit ihrem Vater und ihrem Bruder Wlibur, so ein Räumer.
Doch die meisten Menschen glauben nicht, dass es das Artefakt wirklich
gibt, außer Wilbur, der ist fest davon überzeugt und sucht Hinweise in
Comicheften.
Eines Tages treffen Cass und Wilbur Peyto und Erin, die keine Räumer zu
sein scheinen und recht wenig von der Welt wissen. Die Beiden hoffen auf
Hilfe von den Geschwistern. Damit verändert sich alles und das
Abenteuer beginnt. Doch die Zeit rennt, denn es bleiben den Vieren nur 6
Tage das Artefakt zu finden, denn sonst wird die Welt untergehen.
 
Meine Meinung:
Es fällt mir sehr schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben,
ohne zu viel zu verraten. Am Anfang dachte ich, es wäre nur wieder eine
Dystopie, wie es viele auf dem Markt gibt, aber dem ist nicht so. Es
tauchen Bereiche aus anderen Genre auf und die Dystopie an sich rückt
irgendwann in den Hintergrund. Die Geschehnisse und überraschenden
Wendungen haben mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Es
passiert so viel, mit dem ich nicht gerechnet habe und das Ende ist
grandios.
Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass die Geschichte in London
spielt. Ich liebe London und bin schon öfters da gewesen. Es war sehr
interessant beim Lesen die Orte, die erwähnt wurden, wieder zu erkennen
und sich diese so vorzustellen, wie sie in der Geschichte aussehen
müssten.
 
Die Protagonisten:
Cass ist ein 15-jähriges Mädchen, das schon früh lernen musste, was ihre
Aufgaben sind. Sie war mir von Anfang an sehr sympatisch, da sie
teilweise wie ein typischer Teenager ist, aber sich auch um ihren Bruder
und Vater sorgt. Sie hilft direkt Peyto und Erin, obwohl das für sie
gefährlich ist. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in sie
hineinversetzten.
Wilbur, der kleine Bruder von Cass, ist ein kleiner Träumer und glaubt
fest daran, dass es das Artefakt gibt. Keiner hört ihm zu und trotzdem
gibt er nicht auf. Er ist ein toller Protagonist und mir beim Lesen sehr
ans Herz gewachsen.
Erin ist zeitweise sehr zickig, hat aber ihre Gründe und ich kann sie sehr gut verstehen.
Peyto ist ein eher stiller Protagonist, aber passt gut in die Geschehnisse rein.
 
Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten, was mich am Anfang
irgendwie gestört hat. Aber da die Geschichte aus der Sicht von Cass
geschrieben ist und die ja erst 15 ist, passt es ja auch irgendwie. Im
Laufe der Geschichte, habe ich das dann auch nicht mehr so wahrgenommen.
Ansonsten ist der Schreibstil spannend und flüssig zu lesen. Unbekannte
Begriffe und Gegenden werden sehr schön anschaulich erklärt und man
kommt gut mit.
 
Das Cover:
Das Cover mag vielen als zu langweilig erscheinen. Mir gefällt’s aber,
da es was anderes ist, als der Einheitsbrei, der zur Zeit erscheint. Man
sieht darauf die Hochhäuser von Londern und es verbreitet eine
Endzeitstimmung, was ich sehr passend finde.
 
Der Buchtitel:
Der Buchtitel passt einfach zu dem Kernpunkt der Geschichte. Cass und
ihre Freunde haben nur 6 Tage Zeit um das Artefakt zu finden und somit,
ist der Titel sehr passend.
 
Fazit:
Das Buch hat mich völlig umgehauen und es hat keine Nacht gedauert, bis
ich das durchgelesen hatte. Es ist überraschend und mitreißend bis zum
Schluss.
 
 
 

 

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