[Rezension] „Die Sprache der Dornen“ von Leigh Bardugo

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Sechs Winternachtgeschichten aus der Welt der »Krähen« von SPIEGEL-Bestsellerautorin Leigh Bardugo

Hungrige Wälder, magische Künste und schreckliche Geheimnisse: In der Welt von Kaz Brekker und seinen »Krähen« erzählt man sich in langen Winternächten gern Geschichten voller dunkler Versprechungen. Sechs davon sind hier zusammengetragen und werden von aufwendigen Illustrationen zum Leben erweckt. Von der Meerjungfrau, deren Stimme furchtbare Stürme heraufbeschwört, über eine alte Kräuterfrau, die viel mehr ist als sie scheint, bis zum hässlichen Fuchs, der sich beim falschen Mädchen einschmeichelt: Diese märchenhaften Erzählungen sind ein Muss für alle Fans der »Krähen« und Grisha.

Quelle: Droemer Knaur Verlag

Da ich die „Grischa“-Trilogie und auch die „Krähen“-Reihe der Autorin unglaublich gerne mag, war für mich direkt klar, dass ich dieses Buch unbedingt haben muss. Zuerst war ich skeptisch, was den Preis angeht, da es recht wenige Seiten hat, aber dank der wundervollen Aufmachung, finde ich den Preis gerechtfertigt. Denn schon wenn man das Buch in die Hand nimmt, fällt auf, dass es sehr schwer ist, jede Geschichte ist illustriert und alles ist farbig, abwechselnd in Rot- oder Blautönen gehalten und wirklich hochwertig.

Das Buch beinhaltet sechs Märchen. Eins aus Semeni, drei aus Rawka, eins aus Kerch und eins aus Fijerda. Wer die Reihen der Autorin kennt, kann etwas mit den Bezeichnungen anfangen, wer nicht, der nicht, aber dennoch kann man dieses Büchlein meiner Meinung nach auch lesen, wenn man die Reihen der Autorin nicht kennt. Doch für Fans ist es noch einmal etwas besonderes.

Jedes Märchen ist unabhängig voneinander lesbar und wunderschön. Die Sprache ist märchenhaft und toll und ich finde, dass die Geschichten sogar für Kinder geeignet sind, auch wenn sie recht düster sind. Aber wenn man sich überlegt, wie die blutig die uns bekannten Märchen sind, dann denke ich schon, dass auch Kinder diese Märchen lesen können. Die Autorin sprüht nur so vor Ideen und Kreativität und das ist hier erneut spürbar. Außerdem ist sie extrem wandlungsfähig. Schon ihr „Wonder Woman“ Roman war vom Schreibstil her ganz anders als ihre anderen beiden Reihen und hier ist dieser erneut anders und an Märchen angepasst, was mich extrem begeistern konnte.

Auch die Moralvorstellungen der Geschichten und die Lehren, die man aus den Märchen ziehen kann, konnten mich überzeugen und so kann ich das Buch jedem, ob Fan der Autorin oder nicht, empfehlen.

„Die Sprache der Dornen“ war für mich ein echtes Highlight. Nicht nur die Gestaltung ist wunderschön und etwas besonderes, auch die Märchen wissen zu überzeugen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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