[Rezension] „Die Androidin- Zwischen allen Fronten“ von Joel Shepherd

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https://www.amazon.de/Die-Androidin-Auf-Flucht-Roman/dp/3596297281/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1499770896&sr=8-1&keywords=die+androidin+-+auf+der+flucht     

Cassandra, oder auch Sandy genannt, hat es nicht leicht. Als Androidin und dazu noch eine, die als Soldatin ausgebildet wurde, stößt sie immer wieder auf Ablehnung und Misstrauen. Aber seitdem sie die Präsidentin von Callay gerettet hat, hat sie einen Job in einer Art Sicherheitsdienst. Die Liga und die Förderation stoßen immer wieder aneinander, jeder versucht seine eigenen Ziele zu erreichen und Cassandra ist stets mittendrin.
Nachdem mir der erste Band der Reihe rund um die Androidin Cassandra gut gefallen hatte, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Doch leider konnte diese meiner Meinung nach nicht mit seinem Vorgänger mithalten. Schon lange habe ich nicht mehr so lange für ein Buch gebraucht. Ich musste es immer wieder weglegen und Motivation suchen es zu beenden. Dabei war es gar nicht so schlecht, wie das jetzt klingt. Denn es gab auch viele Stellen im Buch die ich mochte. Allerdings auch viele langatmige, sodass sich das Buch zieht.
Schon im Vorband hat es mich gestört, wie stark doch die politischen Geschehnisse im Vordergrund stehen. Hier fand ich es noch einmal schlimmer und auch sonst gab es einige langweilige Stellen. Dabei mochte ich Cassandra total gerne. Sie ist eine vielschichtige und tolle Protagonistin, die ich gerne begleitet habe. Außerdem mochte ich Vanessa sehr gerne, die wir schon im Vorband kennenlernen durften und die Cassandra so akzeptiert wie sie ist. Die beiden haben eine tolle Freundschaft aufgebaut, die hier noch vertieft wird.
Die Frage, ob ein Android genauso viel Wert ist, wie ein Mensch, wird hier immer wieder in den Vordergrund gestellt und ich muss sagen, dass mir dieser Aspekt der Geschichte am besten gefallen hat. Ich mag das Konzept des Buches und den Weltenentwurf.
Neben den langatmigen Szenen, gibt es aber auch so einige spannende Actionszenen, oder Szenen mit großen Gefühlen und nur allein deswegen konnte ich das Buch überhaupt beenden. Denn dadurch war es ein für mich mittelmäßiges Buch und kein völliger Flop.
Der
Schreibstil passt erneut wunderbar zum Buch, ist emotional und teils sehr
humorvoll, aber an den richtigen Stellen auch actionreich. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, was mir gut gefallen hat.
Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und trotz meiner Kritik bin ich gespannt, wie es mit Cassandra und ihren Freunden weitergehen wird.

„Die Androidin- Zwischen allen Fronten“ konnte mich leider nicht so gut unterhalten wie sein Vorgänger, aber trotz meiner Kritik, war es ein mittelmäßiges Leseerlebnis und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich hoffe nur, dass der nächste Band wieder spannender wird, denn die Idee hat Potenzial.
  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 2. von 6 Bänden.
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[Rezension] „Amrita- Am Ende beginnt der Anfang“ von Aditi Khorana

Das Copyright vom Cover liegt beim Dressler Verlag.

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In Prinzessin Amritas Leben lief bisher alles so wie es sein sollte. Doch um ihr Königreich Shalingar zu retten, muss sie Sikander, einen ehemaligen Freund ihres Vaters, heiraten. Denn ansonsten führt dieser seinen Eroberungsfeldzug weiter fort und ihr Reich geht unter. Allerdings hält Sikander sich nicht an seine Vereinbarungen und Amrita kann gerade so fliehen. Zusammen mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt ihr die Flucht und sie suchen nach einem Ausweg um ihr Schicksal zu ändern.

Dieses Buch ist mir alleine schon durch sein schönes Cover ins Auge gesprungen, doch leider konnte der Inhalt mich nicht mal halb so überzeugen. Dabei fand ich den Beginn noch recht schön, da hier eine persisch-/orientalische Atmosphäre entsteht und der Schreibstil sehr schön zu lesen ist.

Die Idee, dass eine junge Prinzessin heiraten muss um ihr Königreich zu retten, ist nicht neu, aber ich mochte die Idee wie Thala als Seherin einen Platz in der Geschichte findet und was für Legenden des Landes wirklich wahr sind und wie alles zusammenhängt. Der Plot an sich ist nicht schlecht. Doch vieles wirkte für mich zu übertrieben, zu unlogisch, zu abgedreht, zu unausgereift und vor allem zu vorhersehbar. Es gibt schlichtweg keine Überraschungen in dem Buch, was ich einfach langweilig fand.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. Denn angeblich lieben sich Amrita und ihr bester Freund Arjun schon seit längerem im Geheimen, aber alles wird viel zu schnell abgehandelt und auch wie sich in dem Punkt alles entwickelt konnte mich nicht überzeugen, da auch die Figuren ziemlich blass blieben. Einzig Amrita wird näher beleuchtet, dennoch konnte ich keinen rechten Bezug zu ihr aufbauen. 
Dafür mochte ich die entstehende Freundschaft zwischen Amrita und Thala umso mehr. Die beiden sind nicht immer einer Meinung können sich aber aufeinander verlassen. Ich hätte gerne noch mehr von Thala erfahren, weil sie eine interessante Figur war.
Alles wird aus Amritas Ich-Perspektive geschildert, was ich an sich sehr passend war. Wie schon erwähnt gefiel mir der Schreibstil. Denn trotz meiner Kritik konnte er mich irgendwie ans Buch fesseln. Alles ist bildlich und wirklich anschaulich geschrieben und das Buch hat durchaus Potenzial, nur leider wurde es nicht ausgeschöpft.
Das Ende bietet einen interessanten Abschluss, den man erst mal sacken lassen muss. Die Idee des Finales finde ich interessant. Doch leider, leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

Leider war „Amrita- Am Ende beginnt der Anfang“ für mich ein Flop. Vor allem die Vorhersehbarkeit der Geschichte hat mich gestört und auch sonst wurde hier viel Potenzial verschenkt. Es gibt bestimmt Fans der Geschichte, da das Buch sehr atmosphärisch ist, ich gehöre leider nicht dazu.
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[Rezension] „Vom Suchen und Finden“ von Kenneth Oppel

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http://www.fischerverlage.de/buch/einzig/9783733502973      


Rachel und Samuel wünschen sich beide nichts mehr als Fossilien ausgraben und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ihre Väter befassen sich ebenfalls damit, doch sie sind Rivalen und hassen sich. Rachel versucht alles um Paläontologin zu werden, doch ihr Vater wünscht sich, dass sie heiratet. Samuel dagegen möchte sich nicht mit studieren aufhalten, doch das wäre seinem Vater lieber. Durch Zufälle treffen Rachel und Samuel aufeinander und schnell fühlen sie sich trotz der Feindschaft ihrer Väter zueinander hingezogen. Als ihre Väter in den Badlands landen um Ausgrabungen zu starten, spitzt sich die Lage zu, denn beide hoffen auf den größten Dinosaurierfund, den es je gab.

„Vom Suchen und Finden“ gehört zu den Büchern, die mir beinahe entgangen wären. Dabei finde ich die Grundidee und das Setting sehr gelungen. Der wissenschaftliche Aspekt rund um Dinosaurier und auch die Ausgrabungen fand ich spannend und auch die Konflikte der rivalisierenden Väter sind sehr gut dargestellt. Hier mochte ich besonders die hitzigen Wortgefechte der beiden, die aber nicht nur bei Wortgefechten blieben, denn schon ziemlich zu Anfang prügeln sich die beiden. 
Auch mochte ich die Konflikte, die Rachel und Samuel mit ihren Vätern auszutragen haben, auch wenn ich sagen muss, dass der Fokus der Geschichte wirklich auf der Liebesgeschichte liegt. Dadurch wird vieles andere nur angerissen und bleibt zu oberflächig dargestellt. So tauchen hier z.B. die Sioux-Indianer auf, die etwas dagegen haben, dass in ihrem Revier Ausgrabungen durchgeführt werden. Aber dieser Aspekt wird für meinen Geschmack viel zu schnell und problemlos abgehandelt. Dabei finde ich das Thema hochspannend und es hätte so viel Potenzial gehabt, das hier leider etwas ungenutzt blieb.
Auch so lösen sich meiner Meinung nach viele Konflikte einfach zu schnell in Luft auf und alles geht irgendwie zu leicht.
Dafür ist die Liebesgeschichte wirklich schön dargestellt und die Verbindung zu Romeo und Julie durchweg spürbar, sodass vor allem das Ende hochdramatisch und emotional ist. Ich mochte Rachel und Samuel sehr gerne und fand ihre Gefühle authentisch dargestellt, auch wenn mir vieles zu glatt lief.
Sie haben beide nicht immer ein einfaches Leben, aber ihre Ziele vor Augen und sie waren mir beide sehr sympathisch.
Der Schreibstil ist sehr leicht und locker geschrieben und auch die wissenschaftlichen Aspekte sind sehr gut lesbar. Zwar zieht sich der Plot immer wieder in die Länge und ist insgesamt sehr vorhersehbar, aber dennoch schaffte es der eingängige Schreibstil, dass ich das Buch in eins lesen konnte. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Rachel und Samuel geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Dazu schreibt der Autor besonders die Dialoge mit einem gewissen Biss, was für gute Unterhaltung sorgt.

Das Ende ist wie schon erwähnt hochemotional und trotz meiner Kritik bin ich froh, dass ich das Buch gelesen habe. Aus der gelungenen Idee hätte man noch mehr herausholen können, aber dennoch konnte mich das Buch alles in allem gut unterhalten.

   

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. „Vom Suchen und Finden“ hat viele positive Aspekte, aber vieles gefiel mir auch nicht so gut. Meiner Meinung nach blieb viel Potenzial ungenutzt, aber ich denke, dass besonders jüngere Leser Gefallen an der Liebesgeschichte finden dürften, denn diese mochte ich auch sehr. So vergebe ich sehr gute drei Sterne.

 

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[Rezension] „Die Gabe der Könige“ von Robin Hobb

Das Copyright vom Cover liegt beim Penhaligon Verlag.

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Der sechsjährige Fitz wurde ohne Namen an der Schwelle des Königshauses abgesetzt, denn er ist ein Bastard. An ein Leben davor erinnert er sich nicht. Sein Vater ist Chivalric Weitseher, der Thronfolger, doch obwohl Fitz vom Königshaus aufgenommen wird, lernt er seinen Vater nicht kennen. Der Stallmeister zieht ihn auf, bis der König auf ihn aufmerksam wird. Ab dann steht Fitz im Dienste des Königs ohne zu wissen, was dieser wirklich von ihm erwartet und lebt ein Leben zwischen Intrigen und Gefahren.

„Die Gabe der Könige“ ist nicht die erste Übersetzung der Trilogie, doch bisher habe ich nichts von der Autorin gelesen und jetzt nachdem ich das Buch beendet habe, frage ich mich wieso? Denn dieser Auftakt ist ein High-Fantasyroman, der mir wirklich gut gefallen hat.
Oft habe ich bei dem Genre starke Einstiegsschwierigkeiten, doch hier gelang mir der Einstieg in die Welt des Buches sehr leicht, was wahrscheinlich einfach daran lag, das man durchweg Fitz auf seinem Weg begleitet. Man erlebt die Welt aus der Sicht eines sechsjährigen und begleitet ihn über Jahre, sodass man nach und nach die Zusammenhänge der Welt versteht.
Auch gefiel es mir, dass der Plot komplett aus Fitz seiner Ich-Perspektive geschildert wird, was ich für das Genre wirklich ungewöhnlich finde. Allerdings hat es mich irritiert, dass am Anfang der Kapitel oft was allgemeines erklärt wird, als wenn jemand außenstehendes etwas erklärt und dann das Buch auf einmal wieder zu Fitz springt. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich das aber nicht weiter schlimm.
Der Weltenentwurf ist gelungen, aber weniger komplex als ich es zuerst erwartet hätte, was das Lesen aber wirklich einfach macht. Es stehen weniger Figuren im Vordergrund, aber dafür werden diese umso mehr in den Fokus gesetzt. Ich mochte Fitz und fand es spannend ihn bei seinem Leben zu begleiten. Er ist ein vielschichtiger Protagonist und konnte mich durchweg überzeugen.
Sowieso finde ich, dass die Figuren des Buches etwas ganz besonderes sind. 
Außerdem gibt es eine seltene Gabe, die wie Magie ist.
Das Buch ist voller Intrigen, Gefahren und spannenden Wendungen befasst sich aber auch viel mit dem zwischenmenschlichem Miteinander und Gefühlen. Mich konnte aber besonders Fitz spezielle Ausbildung fesseln, die er nur nachts erhält. Ansonsten zieht sich der Plot an manchen Stellen etwas in die Länge. Wer sich hier epische Schlachten und blutiges Gemetzel erhofft, wird im Großen und Ganzen von dem Buch enttäuscht sein, dennoch ist es auf jeden Fall empfehlenswert und irgendwie anders als vieles, was man sonst in dem Genre liest.
Es dreht sich wirklich hauptsächlich um Fitz sein Leben.
Der Schreibstil ist bildgewaltig, emotional und großartig. Ich hatte das Gefühl alles an der Seite von Fitz zu erleben und mitten drin zu sein. So flogen die Seiten, selbst bei den etwas langatmigen Passagen, beim Lesen nur so dahin.
Das Ende bietet einen klasse Showdown und ich bin froh, dass ich diese Trilogie nun doch noch für mich entdeckt habe und freue mich schon auf die Fortsetzung.

   

Ich empfand „Die Gabe der Könige“ als anders als andere Werke des Genres, aber definitiv positiv anders. So bin ich froh durch die Neuauflage doch noch auf die Trilogie aufmerksam geworden zu sein und kann es jedem Fantasyfan, der ein Buch mit ganz besonderen Figuren lesen möchte, empfehlen.

 

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 1. Band einer Trilogie.
  • Dieses Buch ist bereits unter dem Titel „Der Adept des Assassinen“ im
    Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel „Der Weitseher“ im
    Heyne Verlag.
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[Rezension] „Die Spur der Bücher“ von Kai Meyer

Das Copyright vom Cover liegt beim Fischer Verlag.

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http://www.fischerverlage.de/buch/einzig/9783733502973      http://www.fischerverlage.de/buch/stell_dir_vor_dass_ich_dich_liebe/9783737355100


Mercy verdient ihr Geld damit Bücher für andere Menschen zu beschaffen. Dabei ist sie eigentlich eine Bibliomantin und kann mit ihrem Seelenbuch unglaubliches erreichen. Doch nach einem Unglück zieht sie sich von allen zurück und schwört nie wieder die Bibliomantik zu benutzen. Erst als sie einen Mord aufdecken soll, kehrt sie dahin zurück, wo sie aufgewachsen ist und muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Sie verstrickt sich immer mehr in Intrigen und Gefahren, immer auf der Suche nach der Wahrheit.

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Schon „Die Seiten der Welt“-Trilogie konnte mich völlig begeistern. Ich liebe die Idee der Bibliomantik und das Menschen mit ihrem Seelenbuch zu einer Art Magie fähig sind, wie z.B. fliegen oder eine Lichtkugel erschaffen. Aber mit einem Seelenbuch können die Bibliomanten noch viel mehr erreichen. Dieses Prequel konnte mich erneut in seinen Bann ziehen und es gefiel mir sogar noch besser als die eigentliche Trilogie.
Denn das Buch spielt im viktorianischen London. Ich liebe London als Stadt und finde es immer wieder toll, wenn Bücher dort zur viktorianischen Zeit, die ich einfach nur spannend und atmosphärisch finde, spielen. Das Setting des Buches ist durchweg gelungen und toll dargestellt.
Dadurch gibt es hier neben der eigentlichen Bibliomantik noch Menschen, die aus Penny Dreadfuls (ähnlich wie das deutsche Groschenheft) Kraft und Magie beziehen können, was ich sehr faszinierend fand.
Das Buch beginnt direkt rasant und man begleitet Mercy und ihre Freunde bei einem Auftrag, bei dem alles schief läuft. Anschließend gibt es einen Zeitsprung von zwei Jahren und erst dann taucht irgendwann der Mord auf. Die Zusammenhänge des Buches finde ich unglaublich spannend und es gibt viele Intrigen und Geheimnisse aufzudecken. Ein bisschen erinnert es an eine Detektivgeschichte, was durch das Setting noch verstärkt wird. 
Wer die eigentliche Trilogie nicht kennt, kann aber auch ohne Probleme dieses Prequel lesen, da alles wichtige darin erklärt wird. Wer die Trilogie jedoch kennt, kann viele Verbindungen zu den Figuren aus „Die Seiten der Welt“ ziehen und den einen oder anderen aha-Moment erleben. So ging es mir jedenfalls.
Der Plot ist vielschichtig und bietet viel Action, aber auch noch vieles mehr. Es behandelt ganz nebenbei das Thema Freundschaft und Vertrauen, aber auch das Thema Familie und noch viel mehr.
Mercy ist eine Protagonistin, die ich sehr schnell mochte. Zu Anfang ist sie unbesonnen und überschätzt sich selbst, was sie teuer zu stehen kommt. Zwei Jahre später ist sie zwar immer noch manchmal unbesonnen, aber man merkt ihre Veränderung und dass sie immer noch nicht mit dem abgeschlossen hat, was ihr passiert ist. Sie ist einsam und voller düsterer Emotionen, die sie überwinden muss. Ich konnte gar nicht anders als mit ihr zu fühlen und als sie sich ihrer Vergangenheit stellt und sich nach und nach weiterentwickelt, mochte ich sie nur noch mehr. Sie ist eine starke Heldin, die man einfach mögen muss.
Auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen.
Der Schreibstil ist gewohnt bildgewaltig, atmosphärisch und voller Emotionen. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin und ich hatte das Gefühl ins viktorianische London gezogen zu werden.
Der Plot wird aus verschiedenen personalen Erzählperspektiven geschildert, wobei die von Mercy stark dominiert, was mir richtig gut gefallen hat.
Das Ende bietet einen gelungenen und spannenden Abschluss und ich muss sagen, dass dieses Buch für mich ein echtes Highlight war und ich die Fortsetzung gar nicht erwarten kann.

   

„Die Spur der Bücher“ war für mich ein Highlight und ich fand es sogar noch besser als „Die Seiten der Welt“-Trilogie. Das Setting ist völlig nach meinem Geschmack und der Plot abwechslungsreich und spannend. Ergänzt wird das Ganze durch eine tolle Protagonistin und so kann ich das Buch jedem empfehlen.

 

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 1. Band einer Dilogie und einem Prequel zur „Die Seiten der Welt“-Trilogie.
  • Band 2 „Der Pakt der Bücher“ erscheint voraussichtlich im Herbst 2018.
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