[Rezension] „Beim zweiten Kuss verwechselt“ von Sonja Kaiblinger

Das Copyright vom Cover liegt beim Dressler Verlag.

Ophelia lernt immer besser mit ihren Verwandlunsgkünsten umzugehen. Als sie nun mit ihrer Zwillingsschwester Lora in die Highlands zu den jährlichen Highland Games reist, ist der Ärger schon vorprogrammiert. Denn die zwei brauchen ein ganzes Team um daran teilzunehmen. Zu dem Team gehören ausgerechnet Cliff, Amalia, Adrian, Mae, Roger und ein fremdes Mädchen, das keiner der anderen kennt. Und auch ihre Tanten und der Geier, von dem Ophelia schon einmal verfolgt wurde, sind nicht fern.

Nachdem mich der erste Band unglaublich gut unterhalten konnte und er ein Highlight für mich war, war ich gespannt auf diese Fortsetzung, die mir sogar noch besser gefallen hat, obwohl ich damit nicht gerechnet hätte. Denn hier wechselt das Setting. Zusammen mit den Zwillingen begibt sich der Leser in die Highlands. Ich liebe dieses Setting und irgendwann möchte ich die Highlands einmal mit eigenen Augen sehen.

Ophelia und die anderen nehmen dort an einem Schulwettbewerb teil, der als Highland Game ausgefochten wird. Dabei sind die Aufgaben teils ganz schön verrückt, aber gerade dadurch unglaublich unterhaltsam. So müssen die Schüler z.B. Schafe scheren. Dabei zeigt die Autorin sehr viel Kreativität und Humor und das konnte mich oft zum Lachen bringen.

Ein bisschen Angst hatte ich vor der Liebesgeschichte, da diese sich fast zu einer Dreiecksgeschichte entwickelt hätte, aber zum Glück hat Ophelia sich vom Herzen her entschieden und muss nur noch ihren Kopf dazu bekommen mitzuspielen. Die Liebesgeschichte ist wirklich süß und man erlebt hier die erste richtige Liebe, kombiniert mit einem lustigen Plot und den Verwandlunsgkünsten von Ophelias Familie.

Mir gefielen auch die Figuren des Buches sehr, allen voran die Zwillinge. Im letzten Band blieb mir Lora etwas zu blass, aber hier bekommt sie mehr Tiefe und auch die anderen Figuren können überzeugen. Die Tanten von Ophelia sind dabei herrlich verrückt und so kann ich Ophelias Probleme mit ihrer Familie gut verstehen, denn oft erträgt sie es zu Hause nicht.

Der Schreibstil gefiel mir ebenfalls sehr. Dadurch, dass alles aus Ophelias Ich-Perspektive geschildert wird, erlebt man ihre Gefühle hautnah und fühlt sich gleich wieder wie ein Teenager. Ihre Emotionen wurden überzeugend dargestellt und alles ist locker und spritzig geschrieben. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin, zumal es unglaublich komische und verrückte Dialoge gibt.

Zudem gibt es manch eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte und ich fand es spannend noch mehr über Ophelias Familie zu erfahren. Große Gefühle, viele Wirrungen und viel Humor sorgen für ein großartiges Lesevergnügen.

Diese Fortsetzung konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen. Oft musste ich herzlich lachen und auch sonst fühlte ich mich mehr als gut unterhalten. Das Setting ist grandios und die Verwandlungskünste von Ophelia finde ich spannend. Ich bin schon sehr gespannt auf den finalen dritten Band, denn diese Reihe macht einfach Spaß.

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