[Rezension] „Der Atlas der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs

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Niemals hätte Jacob geglaubt, dass seine Freunde in seine Zeit kommen würden. Doch gerade als er sie am dringensten braucht, stehen Miss Peregrine und die besonderen Kinder vor ihm. Denn seine Familie möchte ihn in die Psychiatrie einweisen. Nun versuchen sie sich in der mordernen Welt einzufügen. Doch neue Abenteuer und Gefahren warten auf Jacob und die anderen und er merkt, dass er längst noch nicht alles über seinen Großvater wusste.

Schon als ich zum ersten Mal gehört hatte, dass es eine Fortsetzung der besonderen Kinder geben soll, war ich Feuer und Flamme. Ich liebe diese Reihe, die abseits des Normalen funktioniert und alles andere als eine Nullachtfünfzehn Geschichte ist. Die Geschichte der besonderen Kinder ist wie der Name schon sagt besonders. So waren meine Erwartungen an diese Fortsetzung sehr hoch und ich hatte Angst enttäuscht zu werden. Doch zum Glück konnte mich auch dieses Abenteuer von Jacob und den anderen überzeugen.

Schon ab den ersten Seiten war ich wieder völlig in der Welt des Buches vertieft und freute mich über das Wiedersehen von Jacob und den anderen. Das Buch beginnt in Jacobs Zeit in Florida und bisher wäre es unmöglich gewesen, dass seine Freunde dort überleben. Doch durch die Geschehnisse in den Vorbänden, können sie nun ganz normal älter werden und sterben nicht, wenn sie zu lange in Jacobs Zeit sind. Das sorgt dafür, dass sie sich zunächst erst mal zurechtfinden müssen und an sich noch nicht viel passiert und der Plot auch noch nicht so spannend ist, wie er sein könnte. Aber ich finde diese ruhigere Anfangsphase sehr passend.

Toll finde ich, dass die besonderen Kinder nun älter werden und man das auch langsam an ihrem Verhalten merkt, denn trotz der vielen Jahre, die sie eigentlich gelebt haben, waren sie doch dank ihrer Zeitschleife immer noch Kinder. Sowieso gefiel mir die Entwicklung der Figuren sehr und auch Jacobs Werdegang war sehr gelungen. Er möchte immer mehr in die Fußstapfen seines Großvaters treten und entdeckt neue Geheimnisse über ihn. Es tauchen neben den altbekannten Figuren auch neue auf und auch alte Feinde kehren zurück.

Jacob und seine Freunde bekommen Aufträge, müssen quer durch Amerika reisen, Rätsel lösen und anderen besonderen Kindern helfen. Dabei ist die Gefahr immer vorhanden und es wird nicht langweilig. Auch scheinen dem Autor die Ideen nicht auszugehen. Erneut gibt alte Fotos zu bestaunen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass die Fotos der ersten Bände spektakulärer und passender waren. Dennoch finde ich es gut, dass dieses Prinzip beibehalten wurde.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und beschreibt alles sehr bildgewaltig und eindrucksvoll. Alles wird gut erklärt und aus Jacobs Ich-Perspektive geschildert, was ich schon in den Vorbänden mochte.

Dennoch ist diese Fortsetzung auch anders, denn die besonderen Kinder wirken immer mehr wie Superhelden und haben weniger mit ihren Kräften zu kämpfen als bisher, aber irgendwie finde ich es gut, dass sich alles weiterentwickelt. Natürlich kommen hier auch wieder Zeitschleifen vor und gerade diese finde ich faszinierend. Zudem ist der Plot nicht vorhersehbar und konnte mich komplett fesseln. Das Ende lässt mich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten, weil noch längst nicht alles abgeschlossen ist.

Für mich war diese Fortsetzung ein Highlight. Ich liebe einfach die Ideen des Autors und die besonderen Kinder sind mir richtig ans Herz gewachsen. Und auch wenn zu Beginn vielleicht etwas die Spannung fehlt und die besonderen Kinder immer mehr wie Superhelden wirken, konnte mich das Buch begeistern. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

4 Replies to “[Rezension] „Der Atlas der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs”

  1. Hallo Liebes,

    wie schön, dass auch diese Fortsetzung so überzeugt. Und es ist definitiv cool, dass die besonderen Kinder nun auch in Jacobs Zeit können, das bietet ja ganz neue Möglichkeiten. Außerdem finde ich es gut, dass sie dadurch älter werden und sich entsprechend weiterentwickeln.

    Liebe Grüße,
    Ally

    1. Hi Ally,
      endlich komme ich mal dazu deine Kommentare zu beantworten. Ja, das gefiel mir auch besonders gut. Es gibt einfach ganz andere Möglichkeiten.
      Liebe Grüße
      Mandy

  2. Hallo Mandy,

    mittlerweile finde ich die Entscheidung, dass die Reihe weitergeht immer besser und ich freue mich schon sehr aufs Hören. Die Idee, dass Jacobs Freunde nun in seine Zeit können, ohne das ihnen etwas geschieht, finde ich schön und bietet so viele neue Möglichkeiten, weshalb ich schon sehr neugierig bin, was Ransom Riggs hier noch so alles einfallen wird.

    Es wird definitiv eines der nächsten Hörbücher werden (nach meinem akutellen „Vanitas“), welches ich unbedingt hören muss.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    1. Hi Uwe,
      ich finde es großartig, dass es weitergeht und hatte mich direkt gefreut, auch wenn ich nach dem dritten Band keine Fortsetzung gebraucht hätte. Ich liebe diese ungewöhnliche Reihe einfach und wünsche dir schon jetzt ganz viel Spaß mit dem Hörbuch. Und ich bin gespannt wie die Vanitas gefallen hat.
      Liebe Grüße
      Mandy

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