[Rezension] “Dreams of Sapphire Seas” von Anabelle Stehl

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim LYX Verlag.

Serena hat es geschafft und ein Stipendium für ein Kunststudium in Cork ergattert. Allerdings muss sie dafür unbedingt eine Wohnung finden, was bei der aktuellen Wohnungssituation fast unmöglich ist. Nicht umsonst sind die Obdachlosenzahlen in Irland so hoch. Mit viel Glück findet sie eine Wohnung in einer Männer-WG und kann sich dann der Obdachlosenhilfe widmen, da diese ihr sehr am Herzen liegt. In der WG gibt es allerdings eine Regel, sie darf nichts mit einem ihrer Mitbewohner anfangen. Was an sich kein Problem wäre, wenn es da nicht Aedan geben würde…

Da ich schon den ersten Band dieser Dilogie sehr mochte, war ich sehr gespannt auf diese Fortsetzung, in der ein sehr großes Problem Irlands aufgegriffen wird. Denn wer dort leben möchte, muss zuerst eine Wohnung finden. Diese sind entweder zu teuer oder in einem miserablen Zustand. Die Obdachlosenzahlen steigen und steigen. Mit viel Empathie hat die Autorin hier dieses schwierige Thema aufgegriffen und zeigt hier beide Seiten der Probleme, was mir sehr gefiel.

Zudem mochte ich Serena sehr, die sich für andere einsetzt und versucht das Richtige zu tun, auch wenn sie dafür hin und wieder zu weit geht. Auf den ersten Blick wirkt sie sehr lebensfroh und sympathisch, nach und nach wird aber klar, dass sie viel seelischen Balast mit sich herumschleppt. Ich mochte ihre Hintergrundgeschichte sehr, da ich sie in dieser Form noch nicht gelesen habe. Auch Aedan gefiel mir als Protagonist, zumal schnell klar wird, dass Serena und Aedan auf verschiedenen Seiten stehen. Mehr möchte ich dazu aber nicht verraten.

Die Autorin schreibt sehr emotional, dabei fesselnd und unglaublich atmosphärisch. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Serena und Aeden geschildert, sodass ich mich wunderbar in die beiden hineinversetzen konnte. Allerdings konnte mich diese Fortsetzung nicht so sehr fesseln, wie der erste Band, da der Plot doch sehr vorhersehbar war, was mir etwas den Lesespaß genommen hat. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und kann es jedem Irlandfan empfehlen, denn es zeigt einmal eine andere Seite des Landes.

Alles in allem konnte mich dieses Buch sehr gut unterhalten, zumal ich das Thema hier sehr wichtig und interessant fand. Zudem mochte ich die Figuren. Nur der Plot war für meinen Geschmack etwas zu vorhersehbar, dennoch freue ich mich auf weitere Bücher der Autorin.

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