[Rezension] „Ein Happy End ist erst der Anfang“ von Becky Albertalli

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Leah ist bisexuell und übergewichtig, hat ein enges Verhältnis zu ihrer Mutter, ist 18 Jahre alt und besucht mit ihren Freunden eine Highschool in Creekwood. Eigentlich ist sie mit ihrem Leben ganz zufrieden, doch die gemeinsame Zeit mit ihren Freunden neigt sich dem Ende, denn die Jugendlichen machen bald ihren Abschluss. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, entwickelt Leah unmögliche Gefühle, die sie sich nicht eingestehen will und ihr zu schaffen machen.

Nachdem mir Simons Geschichte in „Nur drei Worte“ sehr gefallen hatte, ans Herz ging und ich auch die Verfilmung sehr mochte, war ich gespannt auf Leahs Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass Leah bei mir nicht mehr so präsent war und ich gar nicht mehr weiß, wie sie mir in „Nur drei Worte“ gefallen hat. Toll fand ich es, dass man hier nebenbei erfährt, wie es Simon und den anderen ergangen ist. Es müsste ca. ein Jahr seit den Geschehnissen aus „Nur drei Worte“ vergangen sein und nun steht Leah im Fokus.

An sich ist Leah eine tolle Protagonistin, die sich trotz ihres Übergewichtes in ihrem Körper wohl zu fühlen scheint und sich eher darüber aufregt, dass sie gleich gefragt wird, ob sie eine Diät macht, nur weil sie sich nichts zu essen bestellt um Geld zu sparen. Sie ist zudem Schlagzeugerin in einer Band und für ihre Freunde da. Allerdings eckt sie auch gerne an, aber das gefiel mir, da sie sehr authentisch dargestellt wurde. Allerdings widerspricht sie sich auch manches mal selbst, wa sie für mich zu einer etwas schwierigen Protagonistin machte. Sie denkt selbst oft in Schubladen, obwohl sie sich über andere Menschen, die Vorurteile haben, aufregt. Leah hat es mir nicht immer leicht gemacht sie zu mögen. Die anderen Figuren blieben hier eher im Hintergrund.

Alles dreht sich um den baldigen Highschoolabschluss, die Uni, Freundschaft und ja auch um Liebe. Denn Leah verliebt sich und ich muss sagen, dass ich die Liebesgeschichte wirklich süß fand. Als bisexuelle hat Leah es nicht ganz leicht und nicht mal ihre Freunde wissen darüber Bescheid. Nur ihre Mutter weiß wirklich alles über Leah, was auch wohl daran liegt, dass sie sehr jung war als sie Leah bekommen hat. Ich mochte das Verhältnis der beiden zueinander sehr.

Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, alles war leicht und locker zu lesen und voller Emotionen. Alles wird aus Leahs Ich-Perspektive geschildert, was für eine jugendliche und frische Sprache sorgt.

Der Plot ist insgesamt sehr ruhig und es dreht sich viel um Leahs Emotionen, aber ich mochte das und habe stets mit ihr mitgefiebert. Das Ende kam dann zwar nicht überraschend, weil alles doch sehr vorhersehbar war, war aber sehr passend und meiner Meinung nach sehr süß.

Alles in allem ist diese Fortsetzung eine süße Liebesgeschichte rund um eine etwas schwierige Protagonistin. Fans von „Nur drei Worte“ dürften hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

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