[Rezension] „Chain of Gold- Die Letzten Stunden 1“ von Cassandra Clare

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Goldmann Verlag.

Im Jahre 1903 sind die Schattenjäger James Herondale, sein Parabatai Matthew Fairchild, Thomas und Christopher Lightwood beste Freunde, die stets zusammenhalten. Was auch dringend nötig ist, denn ihre Heimat wird von gefährlichen und giftigen Dämonen überrannt. Cordelia Carstairs reist zusammen mit ihrer Familie an und obwohl sie eigentlich heiraten sollte, möchte sie doch lieber Dämonen jagen, zudem hadert sie mit ihren Gefühlen zu James. Doch was es wirklich heißt ein Schattenjäger zu sein und welchen Preis sie dafür zahlen muss, übersteigt ihre künsten Träume.

Als riesiger Fan des Shadowhunter-Universums konnte ich diesen Auftakt einer neuen Reihe gar nicht erwarten. Denn dieses Spin-Off spielt erneut in einer Welt von der ich nicht genug bekommen kann. Die Welt der Shadowhunter ist unglaublich facettenreich, es gibt Dämonen, die Schattenjäger, Werwölfe, Vampire und noch zahlreiche Wesen mehr. Zudem wird es nie langweilig, da man in jedem Buch etwas anderes über die Welt an sich erfährt. Das Worldbuilding ist wirklich grandios und ich kann gut verstehen, dass die Autorin immer wieder Reihen in dieser absolut genialen Welt schreibt und selbst nicht loslassen kann. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und leider muss ich sagen, dass diese ein Stück weit enttäuscht wurden.

Dank zahlreicher Perspektivwechsel, vielen verschiedenen Personen und unzähligen Handlungssträngen, hatte ich Probleme die Zusammenhänge zu verstehen und mich völlig in die Geschichte fallen zu lassen. Ich konnte keinen Zugang zu den einzelnen Figuren finden und habe mit ihnen längst nicht so mitgefiebert, wie ich es bei den anderen Reihen der Autorin gewohnt bin und das obwohl ich behaupten würde, dass ich die Welt der Shadowhunter sehr gut kenne. Zudem bin ich kein Fan von Dreiecksgeschichten und hier entwickelt sich sogar eine Vierecksgeschichte, sodass mich auch die Liebesgeschichte nicht wirklich überzeugen konnte. Dennoch gibt es aber einige Figuren mit viel Potenzial, die ich an sich mochte und auf die ich mich im Folgeband sehr freue.

Der Schreibstil gefiel mir aber sehr, denn er passt zu der Zeit in der das Buch spielt und auch die Dialoge wirken sehr authentisch. Zudem schreibt die Autorin einfach unglaublich atmosphärisch und voller Emotionen, auch wenn es mir schwer fiel die Emotionen der Figuren nachzuvollziehen, einfach weil ich wie erwähnt keinen richtigen Zugang zu ihnen gefunden habe.

Der Plot hat seinen Höhen und Tiefen. Ich muss gestehen, dass sich das Buch vor allem am Anfang sehr in die Länge zieht und sich trotz des tollen Schreibstils wirklich zäh liest. Es passiert einfach unglaublich wenig und wenn dann ist das was passiert doch recht belanglos. Erst im zweiten Teil des Buches passiert mehr, es wird zunehmend spannend und es gibt so einige Überraschungen. Ab da hat mir das Buch auch deutlich besser gefallen, denn man erlebt Action und Dramatik. Und dennoch wurde hier viel Potenzial verschenkt. Ich werde aber dem zweiten Band definitiv noch eine Chance geben und hoffe, dass er mich wieder mehr überzeugen können wird.

Hier wurden meine hohen Erwartungen leider enttäuscht. Der Beginn ist sehr zäh und dank vieler Personen und Perspektivwechsel habe ich keinen Zugang zu den Figuren gefunden. Zudem konnte mich die Liebesgeschichte nicht überzeugen. Erst im zweiten Teil des Buches ändert sich das und so kann ich hier nur knappe drei Sterne vergeben. Dennoch bin ich gespannt auf die Fortsetzung, die mich dann hoffentlich wieder besser unterhalten können wird. Ich empfehle das Buch definitiv niemanden, der noch kein Buch im Shadowhunter-Universum gelesen hat, Fans sollten aber definitiv einen Blick riskieren.

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