

Lunette konnte schon immer ihre Träume steuern, weswegen Träume für sie eine ganz besondere Bedeutung haben. Als ihr Bruder stirbt, ist sie sich sicher, dass er ermordet wurde. Denn sie hat seinen Tod im Traum gesehen. Dort hat sie gesehen, dass sein Mörder Adrien Noir, Sohn des einflussreichsten Mannes von Paris, ist. Lunette beschließt den Tod ihres Bruders aufzuklären und arbeitet für die Noirs. Doch das reicht nicht. Um wirklich Antworten zu bekommen, muss sie sich Adrien nähern. Doch schnell weiß sie nicht mehr, wem sie trauen kann, denn Adriens Familie verbirgt ein Geheimnis.

Da ich die bisherigen Bücher der Autorin sehr mochte, war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt. Schon der Einstieg gefiel mir, denn man lernt Lunette kennen, die den Tod ihres Bruders im Traum sieht und erlebt wie sie danach damit umgeht. Vor allem die Idee des luziden Träumens und wie das Thema in dem Buch aufgegriffen wird, fand ich spannend, kombiniert wurde das Ganze mit einer Art Mafia-Geschichte.
Lunette stammt aus sehr schwierigen Verhältnisse. Ihr Bruder war drogenabhängig, ihr Vater ist alkoholabhängig und ihre Mutter verschwand vor vielen Jahren. Sie lebt in ärmsten Verhältnissen und schafft es kaum zu überleben. Als ihr Bruder stirbt, ist ihr einziges Ziel, seinen Tod aufzuklären. Ich mochte sie als Protagonistin sehr, da sie dennoch nicht aufgibt und versucht das Richtige zu tun. Doch auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen und tatsächlich auch überraschen. Denn hier ist nichts so wie es scheint.
Der Plot ist durchweg spannend und konnte mich komplett in seinen Bann ziehen. Denn es gibt unglaubliche Plot Twists und einen Plot, der es in sich hat. Es werden viele tiefgründige Themen aufgegriffen und besonders auf der emotionalen Ebene konnte mich das Buch komplett in seinen Bann ziehen. Manche Themen haben es in sich und so ist das Buch düsterer als ich zuvor gedacht hätte.
Untermalt wird das Ganze durch einen fesselnden und sehr atmosphärischen Schreibstil. Besonders die Beschreibungen der Traumwelt konnten mich überzeugen, aber auch alles andere war nach meinem Geschmack. Dank der gewählten Ich-Perspektive konnte ich mich wunderbar in Lunette hineinversetzen und fühlte durchweg mit ihr mit. Das Buch endet dann mit einem fiesen Cliffhanger, sodass ich den zweiten Band gar nicht erwarten kann.

Für mich war dieser Auftakt ein echtes Highlight. Schon die Idee dahinter mochte ich sehr, aber auch die Umsetzung war nach meinem Geschmack. Dank des Cliffhangers kann ich den zweiten Band gar nicht erwarten und freue mich sehr darauf. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.
