[Rezension] “Das Signal” von Ursula Poznanski

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Droemer Knaur Verlag.

Von jetzt auf gleich ändert sich das Leben der Innenarchitektin Viola Decker. Denn bei einem tragischen Unfall, an den sie sich nicht erinnert, verliert sie nicht nur ihr Bein, sondern auch ihre Selbstständigkeit. Ihr Mann stellt ohne ihre Zustimmung eine Pflegerin ein, bevormundet sie und zieht sich immer mehr zurück. Außerdem häufen sich seltsame Vorkommnisse. Viola ist klar, sie muss etwas unternehmen und so bestellt sie GPS-Tracker, die sie heimlich anbringt. Dabei sieht sie Ungereimtheiten in dem Verhalten ihres Mannes und hat bald einen schrecklichen Verdacht.

Da ich die Bücher der Autorin schon seit Jahren liebe und ich es immer wieder erstaunlich finde, wie sie aktuelle Technologien und Themen in ihre Bücher einbringt, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Als Leser*in lernt man hier mit Viola eine starke, junge Frau kennen, die sich von ihrem Schicksal nicht unterkriegen lässt, aber auch ihren Mann sehr gut kennt. Ihr ist klar, dass er sich mit einer Frau, die eine Beeinträchtigung hat, nicht zufrieden geben wird. Dennoch spielt er zuerst den besorgten Ehemann.  

Viola hat schnell den Verdacht, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht, weswegen sie handelt. Die Autorin schafft es perfekt, dass man als Leser*in irgendwann jeden verdächtigt und an allem zweifelt. Einen Plot Twist habe ich tatsächlich nicht kommen sehen, einen anderen jedoch schon sehr früh. Dennoch fühlte ich mich durchweg gut unterhalten und war absolut gefesselt. 

Auf mich übte das Buch einen unglaublichen Sog aus, weil ich schnell wissen wollte, ob ich mit meinen Vermutungen richtig lag und ich die Figuren interessant fand. Vor allem Viola hat es mir angetan, weil sie für sich einsteht und sich nichts so leicht gefallen lässt. Außerdem konnte ich mich dank der gewählten Ich-Perspektive sehr gut in sie hineinversetzen. Zusätzlich war der Schreibstil gewohnt großartig. Beim Lesen flogen die Seiten nur so dahin. Dennoch gab es kurze Passagen, die sich etwas in die Länge zogen, für den Gesamtplot aber wichtig waren. Am Ende löst sich alles auf und es bleiben keine Fragen offen.

Alles in allem konnte mich dieser Thriller sehr gut unterhalten. Zwar habe ich einen Plot Twist sehr früh geahnt, aber ich mochte die Kombination aus den GPS-Trackern und einer Protagonistin, die lernen muss mit nur einem Bein zu leben. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

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