[Rezension] „Darkmouth- Die Legenden schlagen zurück“ von Shane Hegarty

Dank Finn wurde Darkmouth und sein Vater gerettet und er ist so etwas wie eine Berühmtheit. Zu seiner Vollendungszeremonie durch die er endlich ein richtiger Legendenjäger werden soll, strömen Halbjäger aus aller Welt nach Darkmouth um ihm beim Training zu beobachten. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, geben auch die Legenden nicht Ruhe und planen einen erneuten Angriff…

 

Da mich die Vorbände rund um die Legenden, der verseuchten Seite, den Legendenjägern und Finn, der bald 13 wird und lieber kein Legendenjäger werden möchte, schon sehr gut unterhalten konnten, war ich gespannt auf diese Fortsetzung.
Zu Beginn werden zuerst einmal die Geschehnisse des Vorbandes zusammengefasst, sodass der Einstieg sehr einfach möglich ist. Danach ist man als Leser gleich mitten im Geschehen drin und merkt schnell, dass Finn noch nicht alles überstanden hat.

Finn hat sich seit dem ersten Band toll entwickelt. Anstatt wegzulaufen und lieber alles andere zu tun als gegen Legenden zu kämpfen ist er an seinen Aufgaben gewachsen und mittlerweile sogar richtig mutig geworden. Ich mag es, wie er sich für seine Freunde und Familie einsetzt, aber dennoch gerecht zu den Legenden ist.
Auch die anderen Figuren des Buches können mich überzeugen und so habe ich Finns weiteres Abenteuer sehr genossen.

Der Schreibstil ist entsprechend der Zielgruppe sehr einfach gehalten und
dadurch sehr zügig und leicht zu lesen mit kurzen und prägnanten Sätzen.
Alles wird bildlich dargestellt und Gefühle absolut überzeugend
vermittelt. Kaum angefangen, konnte ich gar nicht mehr mit dem Lesen
aufhören. Der Autor schafft es teils eine düstere und gruselige
Atmosphäre zu erschaffen, kann aber ebenso lustige Szenen beschreiben.

Der Plot wird hauptsächlich aus Finns Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was sehr gut passt. Es gibt aber auch einige kurze Perspektivwechsel, die den Plot wunderbar ergänzen und neugierig machen. Außerdem gibt es Abschnitte die in Liechtenstein spielen und ebenfalls eine gute Ergänzung darstellen.

Der Plot ist durchweg unterhaltsam, auch wenn mir an manchen Stellen etwas die Spannung gefehlt hat. Dennoch ist das Buch voll von unerwarteten Wendungen, Action, Humor, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt.
Das Ende ist ziemlich fies, weil es einen Cliffhanger gibt und ich nun gespannt bin, wie es mit Finn und den anderen weitergehen wird. 

 

Der dritte Band der „Darkmouth“-Reihe konnte mich erneut sehr gut unterhalten. Vor allem das Setting, aber auch Finns Entwicklung sind nach meinem Geschmack und ich kann es jedem großen und kleinen Monsterfan empfehlen.

[Rezension] „Darkmouth- Die andere Seite“ von Shane Hegarty

        
 

Finn ist auf einmal auf sich alleine gestellt, denn sein Vater ist auf der Verseuchten Seite gefangen und muss sich dort gegen die Legenden behaupten. Finn versucht alles um ihn zusammen mit Emmie zu befreien. Als schließlich ein Gutachter im Auftrag des Rats der Zwölf nach Darkmouth kommt, läuft ihm endgültig die Zeit davon. Zusammen schaffen sie es ein Tor in einer Höhle zu öffnen, doch warten dahinter Hunderte von Legenden und die Rettung von Finns Vater scheint aussichtslos…

 

Da mir Band eins trotz etwas Kritik gut gefallen hatte und das Ende recht fies war, war ich gespannt darauf, wie es mit Finn, Emmie, Darkmouth und den Legenden weitergeht.  Die Idee der Legendjäger und der Verseuchten Seite, auf der die Legenden leben, finde ich mega interessant und hier erfährt man noch mehr darüber. Es gibt die verschiedensten Legenden, sodass das Buch vor Einfallsreichtum strotzt.
Zu Beginn des Buches werden zuerst einmal die Geschehnisse des Vorbandes zusammengefasst, sodass der Einstieg auch, wenn das Lesen des ersten Bandes länger her ist, wunderbar möglich ist.
Danach begleitet man Finn auf der Suche nach einer Karte, die ihm den Weg auf die Verseuchte Seite zeigen soll.

Ich muss sagen, dass Finn mir hier besser gefallen hat, als im ersten Band. Er möchte zwar immer noch lieber Tierarzt werden, anstatt Legenden zu jagen, aber er ist weniger ängstlich und hat ein Ziel vor Augen. Da er unbedingt seinen Vater retten möchte, ist er teilweise richtig mutig und wächst über sich hinaus. Er ist unglaublich sympathisch und seine Entwicklung gefällt mir gut. Er und auch die anderen Charaktere des Buches sind überzeugend und authentisch ausgearbeitet.

Der Plot ist durchweg spannend und wir hauptsächlich aus Finns Perspektive geschildert (personaler Erzähler). Es gibt aber auch Abschnitte aus “Die Chroniken des einstürzenden Himmels”, wo Geschehnisse aus Sicht von der verseuchten Seite geschildert werden. Mit viel Witz und Humor begleitet man Finn auf seinem spanndene Abenteuer für Groß und Klein.

Der Schreibstil ist entsprechend der Zielgruppe sehr einfach gehalten und
dadurch sehr zügig und leicht zu lesen mit kurzen und prägnanten Sätzen. Alles wird bildlich dargestellt und Gefühle absolut überzeugend vermittelt. Kaum angefangen, konnte ich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Der Autor schafft es teils eine düstere und gruselige Atmosphäre zu erschaffen, kann aber ebenso lustige Szenen beschreiben.

Die Idee hinter allem finde ich genial und die Ausarbeitung ist gelungen. Dennoch konnte mich das Buch nicht zu hundert Prozent überzeugen, aber ich kann gar nicht sagen, woran das liegt, da ich eigentlich keinerlei Kritik habe. Vielleicht liegt das daran, dass ich eigentlich nicht mehr in die Zielgruppe passe, denn für die gedachte Zielgruppe sind spannende und geniale Lesestunden garantiert.
Das Ende ist im groben abgeschlossen, weißt aber schon etwas auf den nächsten Band hin, den ich auf jeden Fall lesen werde.

 

„Darkmouth- Die andere Seite“ ist eine gelungene Fortsetzung für große und kleine Monster-Fans. Es ist ein Buch voller Spannung, mit tollen Ideen und einer positiven Entwicklung von Finn. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen.

[Rezension] „Darkmouth- Der Legendenjäger“ von Shane Hegarty

 
 

Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn sein Vater ist einer der letzten Legendenjäger, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Legenden, wie Minotauren, Monster und Höllenhunde zu jagen und einzufangen. Darkmouth ist die letzte Stadt in der diese Legenden auftauchen und Unruhe stiften und so wird Finn dazu ausgebildet in die Fußstapfen seines Vater zu treten. Eigentlich würde er zwar lieber Tierarzt werden, doch er hat keine Wahl, da die Legenden finstere Pläne schmieden und Finn und alle, die er liebt bedrohen. 

 

Als ich von den Buch hörte, war mir schnell klar, dass ich es lesen muss, auch wenn ich schon längst nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Ich liebe solche Bücher einfach und war gespannt auf Finn und die Legenden, die er jagen muss.
Schon alleine die Gestaltung des Buches ist ein echter Hingucker und dürfte die Zielgruppe begeistern. Nicht nur das Cover ist ansprechend und detailreich, auch das Innenleben bietet viele passende Illustrationen und immer mal wieder kleine Zeichnungen. Manche Seiten sind schwarz und die Schrift weiß gehalten und es gibt einfach einiges zum Anschauen. 

Die Kapitel sind kurz gehalten und fast alles wird aus Finns Perspektive (personaler Erzähler) beschrieben. Nur das erste Kapitel hat einen allwissenden Erzähler und hin und wieder wird etwas aus der Sicht der Legenden geschildert, was das Ganze wunderbar ergänzt und neugierig macht.

Den Anfang des Buches fand ich nicht ganz einfach, weil zuerst einige Fragen zu den Legenden und der verseuchten Seite, auf der die Legenden leben und die sie durch Portale verlassen, aufkommen und erst nach und nach einiges dazu berichtet wird. Das geschieht entweder durch Finn oder durch Abschnitte aus den Büchern der Legendjäger, die Finn lesen muss und die die gesamte Geschichte der Legendjäger beinhalten. Doch nachdem ich wusste, dass Legenden quasi Monster sind und wie das alles zusammenhängt, konnte ich das Lesen richtig genießen.
Die Idee des Plots mag ich sehr gerne und Finns Ausbildung und die Jagd nach den Legenden ist interessant und sehr spannend. 

Finn ist insgesamt ein sympathischer Protagonist, der zu einer Aufgabe gezwungen wird, die er eigentlich gar nicht machen möchte. Deshalb ist er ein ziemlich ängstlicher Junge, der vor den Legenden lieber wegrennt, was teils etwas nervig ist, andererseits aber einfach zu ihm passt. Im Laufe des Buches entwickelt er sich und ich denke, dass Gleichaltrige sich sehr gut mit ihm identifizieren können. Emmie dagegen mochte ich von dem ersten Moment an. Sie ist neu in Darkmouth und freundet sich schnell mit Finn an. Sie ist etwas vorlaut und frech, aber gerade das fand ich sehr unterhaltsam. Leider waren mir ihre Beweggründe schon sehr schnell klar, aber dennoch war sie eine interessante Protagonistin. Teilweise fehlt es mir bei den Charakteren etwas an Tiefe, aber für ein Kinderbuch ist die Ausarbeitung völlig in Ordnung.

Der Schreibstil ist entsprechend der Zielgruppe sehr einfach gehalten und dadurch sehr zügig und leicht zu lesen mit kurzen und prägnanten Sätzen. Es gibt viele aufschlusseiche Erklärungen, vor allem zu Beginn, was zwar etwas die Spannung schmälert, aber dafür bitter nötig ist, damit der Leser einen groben Überblick bekommt.
Dafür wird man mit einer spannenden zweiten Hälfte und einem actionreichen Finale belohnt. Besonders gut wurde dargestellt, wie undankbar die Menschen doch sein können. Da beschützen Finns Vater und seine Familie die Menschen von Darkmouth und diese haben nichts besseres zu tun, als sich nur zu beschweren und die Schuld bei Finn zu suchen. Ich kann zwar nicht verstehen, wieso die Menschen nicht einfach umziehen, aber dann wäre das Buch wohl auch langweilig.

Trotz meiner Kritik handelt es sich hierbei um einen unterhaltsamen und tollen Reihenauftakt vor allem für 10-jährige Jungs, die gerne etwas über Monster lesen. Auch ich als Erwachsene hatte einige schöne Lesestunden, denke aber, dass das Potenzial nicht voll ausgenutzt wurde, freue mich aber auf die Fortsetzung.

 

„Darkmouth- Der Legendenjäger“ bekommt von mir knappe vier Sterne, da ich denke, dass es für die Zielgruppe genau das Richtige ist. Mir hat zwar nicht alles an dem Buch gefallen, aber dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und bin gespannt auf weitere Abenteuer von Finn und Emmie.