[Rezension] Aprilynne Pike- Elfenbann

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Titel: Elfenbann

Originaltitel: Illusions
Autor: Aprilynne Pike
Genre: Jugendbuch (laut Hersteller empfohlenes Alter: 12-15 Jahre)
Verlag: cbj
ISBN: 978-3570138861
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 16,99 €

 

Kurzbeschreibung:

Ein Mädchen zwischen zwei Jungen – eine Liebe zwischen den Welten …

Laurel
ist mehr als überrascht, als am ersten Tag des neuen Schuljahrs kein
anderer als ihr Elfenfreund Tamani auftaucht – und zwar mit dem Auftrag,
Laurel zu beschützen! Es dauert nicht lange, da merkt Laurel, wie all
ihre verschütteten Gefühle für Tamani wieder aufleben und ihr innerer
Konflikt – liebt sie den Menschen David oder den Elf Tamani? – erneut
aufbricht. Damit nicht genug: Beunruhigt ist sie auch durch ihre
mysteriöse neue Mitschülerin Yuki. Zusammen mit David und Tamani gelingt
es Laurel, trotz aller Gefühlswirrungen, die Fremde zu entlarven. Ihre
wichtigste Entscheidung hat sie aber immer noch nicht getroffen …
Quelle: Verlag 

 

Über die Autorin:

Aprilynne Pike denkt sich Elfen-Geschichten aus, seit sie ein Kind ist.
Um diese Liebe zum Beruf zu machen, studierte sie kreatives Schreiben
und schloss sich später derselben Schriftstellergruppe an, zu der auch
Stephenie Meyer gehört. Aprilynne Pike lebt mit ihrem Mann und ihren
Kindern in Utah. „Elfenkuss“, der erste Band ihrer Elfen-Fantasy, machte
sie über Nacht zur gefeierten Bestsellerautorin. Die Serie stand in
Deutschland gleich nach Erscheinen auf der Spiegel-Bestsellerliste.  
Quelle: Verlag 


                            

Rezension
 

Die Geschichte:
Die Geschichte schließt an den zweiten Band an. Laurel hat sich von Tamani losgesagt und hat vor mit David glücklich zu werden. An ihrem ersten Schultag nach den Ferien taucht dann aber Tamani auf und ihre Gefühle geraten erneut ins Wanken.
Tamani soll sie aus nächster Nähe beschützen und auch sonst sind mehr Elfernwächter anwesend. Es scheinen Orks in der Gegend zu sein, aber gesehen wurden diese nicht. Die Elfenmagie scheint nicht zu wirken.
Dazu taucht eine seltsame neue Mitschülerin auf, mit der Laurel sich anfreunden soll, aber es zunächst nicht schafft. Hinter dieser Schülerin, Yuki genannt, steckt ein Geheimnis, das es zu lüften gilt.
Hauptsächlich spielt die Geschichte in der Menschenwelt an einer Highschool. Die Elfenwelt Avalon wird nur am Rande mal erwähnt und findet nicht viel Beachtung in dem Buch. Das finde ich etwas schade, da ich die Beschreibungen von Avalon liebe und das Buch da magischer wirkt.
Es wird meistens aus der Perpektive von Laurel erzählt, zeitweise aber auch von Tamani, vor allem, um seine Gefühle zu verdeutlichen. (Er-Erzähler)
Insgesamt passiert recht wenig in dem Buch. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Beziehungsdreieck von Tamani, David und Laurel und Orks und Elfen kommen nebenher so ein bisschen vor. Das gefällt mir nicht so gut, denn obwohl die Gefühle sehr schön dargestellt sind und ich mit den Protagonisten mitfiebern musste, habe ich als Leser nicht viele neue Erkentnisse aus dem Band gezogen und zeitweise war es auch etwas langweilig.
Gegen Ende gewinnt der Erzählstrang um Yuki mehr an Bedeutung und die Dreiecksbeziehung rückt in den Hintergrund. 
Erst da ist ein wirklicher Spannungsbogen spürbar und der Band spitzt sich zu und lässt auf einen grandiosen vierten Band hoffen.  Das Buch endet sehr abrupt, was nicht hätte sein müssen, da sehr viele Fragen ungelöst bleiben und in dem Band nicht viel aufgeklärt wurde.
Trotz allem hat mich das Buch zeitweise verzaubert und konnte mich packen, da die Protagonisten sehr liebevoll ausgearbeitet sind, ich die Reihe einfach mag und es zum Schluss einfach nur noch spannend ist.

Die Protagonisten: 
 

Die Protagonisten sind allesamt faszinierend und sympathisch. Einzig Yuki kommt etwas blass rüber, was aber an ihrem Geheimnis liegt und von daher nicht schlimm ist.

Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzten und habe mit ihnen mitgefühlt.

 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Aprilynne Pike schreibt sehr emotionsreich und schafft es mit ihren Ideen den Leser zu fesseln.


Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover gefällt mir eigentlich gar nicht. Es zeigt Lauren und sie wirkt irgendwie ausdruckslos.

Insgesamt wirkt das Cover nichtssagend und es ist mal wieder ein Mädchengesicht darauf zu sehen, was zwar zu der Reihe passt, mich mittlerweile aber eher nervt, wenn es nicht gut umgesetzt ist, da es zu häufig solche Cover gibt.
Der Titel passt zwar zu den Vorgängern, passt aber weniger zu dem Buch, da die Elfen doch sehr in den Hintergrund geraten und ich mit dem Titel nicht die Handlung in Verbindung bringen kann.
Fazit: 
Hier handelt es sich endeutig um den schwächsten Band der Reihe, bei dem ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Dennoch hat er mir gefallen, da ich die Protagonisten sehr gerne mag und die ganze Idee der Elfen mir zusagt.

[Rezension] Andreas Laudan- Das Geflecht

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Titel: Das Geflecht
Autor: Andreas Laudan
Genre: Thriller
Verlag: rororo (Mai 2012)
ISBN: 978-3499258480
Taschenbuch: 368 Seiten
Preis: 9,99 €

 

Kurzbeschreibung:

Es lebt. Es wächst. Es tötet. Ein stillgelegtes Bergwerk: für Justin und
seine Freunde der perfekte Ort, eine verbotene Party 
zu feiern. Was
als Spaß begann, endet in einem Albtraum. Zwei der jungen Draufgänger
stürzen in einen tiefen, engen Schacht. Nur eine Frau kann sie retten:
Tia Traveen ist Höhlenforscherin, eine der besten – und sie ist blind.
Doch kaum hat sie sich in die Tiefe abgeseilt, stürzt hinter ihr der
Schachteingang ein. In dem finsteren Labyrinth beginnt ein Wettlauf
gegen die Zeit. Denn dort unten wächst etwas Tödliches. Und irgendjemand
setzt alles daran, dass keiner überlebt, um davon zu erzählen. 
Quelle: Verlag

 

Über den Autor

Andreas Laudan, geboren 1967 in Lüneburg, ist promovierter
Musikwissenschaftler. Neben der Musik hat er sich auch begeistert mit
Philosophie, Psychologie, Geschichte und Naturwissenschaften
beschäftigt. Das Romanschreiben erlaubt es ihm, seine vielfältigen
Interessen gleichzeitig zu verfolgen und sein großes Wissen unterhaltsam
umzusetzen. Er hat bereits den Thriller «Pharmakos» und den
Wendland-Krimi «Das weiße Mädchen» veröffentlicht. 
Quelle: Verlag

Rezension

Die Geschichte:
Justin überredet seine drei Freunde ihre Jahresabschlussparty in einem stillgelegten Bergwerk zu feiern. Er liebt das Risiko und kann die Schlüssel von seinem Vater klauen. Nach anfänglichem Zögern kommt auch seine Freundin mit, die im Dunkeln Angst hat.
Doch dann stürzen Dana, Justins Freundin, und Finn in einen Müllentsorgungsschacht. 
Schnell holen die anderen zwei Hilfe und so kommt es, dass Tia, eine blinde Höhlenforscherin, sich zusammen mit ihrem besten Freund Leon zur Rettung er Jugendlichen begeben. Nachdem Justin ebenfalls runtergeht um bei seiner Freundin zu sein, stürzt der Schacht ein und der Kampf um’s Überleben beginnt, da dort unten ein seltsames Geflecht existiert, was sich von Menschen zu ernähren scheint. Irgendwas stimmt mit dem Bergwerk nicht.
Das Buch hat mich von den ersten Seiten an überzeugt.
Geschehnisse werden aus verschiedenen Perpektiven geschildert, was hierbei sehr gut gelungen ist. So konnte ich mich sehr gut in die Protagonisten und deren Gefühlswelt hineinversetzen und habe richtig mitgefiebert. Sehr gut dargestellt ist dabei auch, wie hilflos Sehende in plötzlicher Dunkelheit sein können und wie sicher Tia dort ist.
Es ist sehr spannend geschrieben und man fragt sich die ganze Zeit, was denn mit dem Bergwerk los ist.
Das Geflecht und die Umgebung wurden so detailliert geschrieben, dass ich zeitweise richtig Gänsehaut hatte.
Dazu wirkt alles sehr gut recherchiert, schlüssig und realistisch, was das Grauen noch verstärkt.

Die Protagonisten: 
 

Die Protagonisten haben viel zu meinem Lesvergnügen beigetragen. Tia ist eine faszinierende und beeindruckende junge Frau, die obwohl sie bei einem schlimmen Unfall ihre Sehfähigkeit verloren hat, sich nicht unterkriegen lässt. Es ist sehr beeindruckend, wie sie ihr Leben in völliger Dunkelheit meistert. Sie ist sehr gut ausgearbeitet und sehr sympathisch.
Auch die anderen Protagonisten passen gut und sind sehr authentisch. Dazu wunderbar beschrieben.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist spannend und trotz fachlicher Hintergründe sehr gut verständlich und nachvollziehbar, sowie flüssig zu lesen.


Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist ein echter Blickfang, man sieht ein Geschicht, das gerade so unter einem Rankengeflecht herausguckt. Die Ranken sind erhaben und so hat das Cover einen leichten 3D-Effekt, was mir sehr gut gefällt.

Der Buchtitel passt auch sehr gut, da es in den Tiefen des Bergwerkes auch sehr viel um das komische Geflecht und die Gefahren, die damit einhergehen, geht. 


Fazit: 

Ein wirklich spannendes Buch, mit einer faszinierenden und bewundernswerten Protagonistin. Ich würde das Buch jedem weiterempfehlen.

Vielen Dank an Vorablesen und dem rororo-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

[Rezension] Manfred Theisen- Wake up

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Titel: Wake up
Autor: Manfred Theisen
Genre: Jugendbuch (laut Hersteller empfohlenes Alter:  12-15 Jahre)

Verlag: Bastei Lübbe; Boje (Februar 2012)
ISBN: 978-3414823304

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Preis: 12,99 €

 

Kurzbeschreibung:

»Wir machen die Regeln«, sagt Filinto und schaut Josh eindringlich an.
»Wir sitzen bei diesem Spiel am längeren Hebel.« Josh ist fasziniert,
was Filinto mit einem Mausklick alles anstellen kann. Zuerst hat er zum
Spaß die Ampelschaltung im Viertel lahmgelegt, dann bringt er das
Riesenrad im Wiener Prater zum Stillstand. Als Nächstes wollen Josh,
Filinto, Sybille und Frederike dafür sorgen, dass die Atomkraftwerke
überall in Europa abgeschaltet werden. Um das zu erreichen, plant
Filinto den ganz großen Coup: Er will sich in das Netz eines AKW
einschleusen. Doch diese Aktion kann viele Menschenleben kosten. Und
während die anderen das alles immer noch für ein Spiel halten, beginnt
Josh sich zu fragen, wie weit man gehen darf, um ein politisches Ziel
durchzusetzen. 
Quelle: Verlag  

Über den Autor

Manfred Theisen, geboren 1962 in
Köln, studierte Germanistik, Anglistik und Politik. Er forschte für das
Deutsche Innenministerium in der Sowjetunion, arbeitete als Redakteur
und leitete eine Zeitungsredaktion. Heute ist er freier Autor und lebt
in Köln. Er hat bereits mehrere Jugendbücher veröffentlicht, viele davon
zu politischen bzw. zeitaktuellen Themen.

Quelle: Verlag

 

Rezension

Die Geschichte:

Josh, Sybille und Frederike kennen sich aus der Schule und wohnen in der Öko-Siedlung „Grüne Lunge“. Deren Eltern sind schon lange politisch aktiv, aber den Jugendlichen nicht radikal genug. Sie und der Hacker Filinto wollen etwas verändern und die Regierungen dazu kriegen, dass die Atomkraftwerke ausgeschaltet werden. Sie sind der Meinung, dass man handeln muss und reden nichts bewirkt. Dazu hacken die sich in verschiedene Bereiche und machen so auf ihre gegründete Gruppe „Wake up“ aufmerksam. 

Was zuerst als Spiel beginnt, wird ernst. Wie weit gehen die vier um ihre Ideale zu verwirklichen?

Zweifelsohne ist die Thematik hochaktuell und sehr interessant. Fukushima und die da geschehene Atomkatastrophe findet immer wieder Erwähnung in dem Buch und ist das Hauptbeispiel, warum die Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollten.
Verschiedene Meinungen werden in dem Buch diskutiert und es wird nicht nur eine Seite beleuchtet, sondern sehr kritisch mit dem Thema umgegangen.
Ich finde es sehr erschreckend, wie einfach Filinto sich überall reinhacken kann. Leider ist das nicht so weit hergeholt und hat mich echt nachdenklich gemacht. Heutzutage hängt so vieles mit Computern zusammen, dass da ein Hacker ganz schönen Schaden anrichten kann. Das Buch regt zum Nachdenken an.
Insgesamt zieht sich die Geschichte allerdings sehr und ich habe für so wenige Seiten verdammt lange benötigt. Bei der Thematik ist es zwar sehr wichtig auch viel zu Erörtern und Standpunkte klar zu machen, aber ich fürchte, dass man so nicht viele Jugendliche erreicht. Dafür muss schon ein gewisses politisches Interesse da sein.
Das Buch wird nur zum Schluss spannend, als es darum geht, was mit dem Atomkraftwerk passiert. Ansonsten plätschert die Geschichte so vor sich hin und es passiert nicht viel.
Das hochaktuelle Thema konnte mich dennoch überzeugen und es fällt mir nicht leicht ein Urteil darüber zu fällen, da es nicht einfach ist, ein politisches Thema in einem Jugendbuch zu verwirklichen.
Die Protagonisten: 
 

Josh hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein intelligenter Jugendlicher, der sich nicht seine Meinung vorschreiben lässt, sondern sie sich selbst bildet und kritisch ist.
Frederike und Sybille fallen in die gleiche Schiene, sind allerdings etwas schwach beschrieben und es fiel mir schwerer mich in die Beiden hineinzuversetzten.
Filinto bleibt bis zum Schluss geheimnisvoll und man erfährt nur wenig über ihn. Er ist irgendwie unheimlich und seine Hackerfähigkeiten machen ihn auch nicht gerade sympathischer.

 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist eingängig und man versteht auch als politisch uninteressierter Mensch die Zusammenhänge. Allerdings fehlt hier ein gewisser Spannungsbogen.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist sehr interessant. Es zeigt einen Jungen und die Idee mit dem Auge finde ich sehr ansprechend. Die ansonsten dunkel gehaltene Gestaltung gefällt mir.

Der Titel passt perfekt, da es ja hauptsächlich um die Gruppe „Wake up“ geht.

 

Fazit: 
Es ist ein politisch sehr aktuelles Buch, das zum Nachdenken anregt und für politisch interessierte Menschen absolut empfehlenswert ist. Allerdings fehlt mir etwas die Spannung in dem Buch.

Vielen Dank an Dani von Buchbegegnungen und dem Bastei Lübbe-; Boje-Verlag für dieses Buch.

[Rezension] Stacey Jay- Julia für immer

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Titel: Julia für immer
Originaltitel: Juliet Immortal
Autor: Stacey Jay
Genre: Jugendbuch (laut Hersteller empfohlenes Alter: 14-17 Jahre)

Verlag: Egmont INK (Februar 2012)
ISBN: 978-3863960216
Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Preis: 17,99 €

 

Kurzbeschreibung:

Was ist wirklich geschehen, damals in Verona, im Schicksalsjahr 1304?
Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat
Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Als Söldner der
Apokalypse verhindert er seit 700 Jahren, dass Liebende zueinander
finden. Doch auch Julia ist in Wahrheit unsterblich geworden und kämpft
auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe. Als
erbitterte Feinde kämpfen sie in verschiedenen Körpern für ihre
jeweilige Mission. Jahrhunderte später erwacht Julia im Körper des
Mädchens Ariel. Auf der Suche nach deren Seelenverwandten trifft sie zu
ihrem großen Entsetzen zum ersten Mal auf Romeo selbst. Dies könnte ihr
letzter Kampf werden. Es sei denn, die Liebe holt die beiden wieder ein,
wenn auch anders als jemals vorstellbar … 
Quelle: Verlag 

Über die Autorin

Die amerikanische Autorin Stacey Jay hat unter verschiedenen Pseudonymen
diverse Paranormal-Romance-, Urban-Fantasy- sowie
Science-Fiction-Romane veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in
Maumelle/Arkansas.  

Quelle: Verlag

Rezension: 

Die Geschichte:
Als Leser wird man direkt in das Geschehen hinein katapultiert (nach dem Prolog). Julia erwacht in dem Körper von Ariel nach einem Autounfall. Während sie sich versucht in dem neuen Körper zurechtzufinden und die Erinnerungen auf sie einströmen, erwacht auch der Junge neben ihr, Dylan. Doch es ist nicht Dylan, der in dem Körper steckt. Es ist Romeo, der sie direkt angreift, denn es ist seine Aufgabe Julia zu besiegen und die Liebenden auseinander zu bringen. 
700 Jahre geht das schon so- seitdem Romeo Julia tötete um unsterblich zu werden. Doch diesmal scheint alles anders zu sein und Julia bekommt keinen Kontakt zu den Botschaftern des Lichtes und ist auch so schwächer, als sonst. Es weist alles darauf hin, dass es der letzte Kampf der Beiden wird.

Die Geschichte geht rasant los, ist hoffnungslos kitschig und romantisch. Mit anderen Worten, ich liebe das Buch und habe es verschlungen.
Am Anfang erfährt man noch nicht viel über die Söldner und Botschafter und es ist alles etwas verwirrend, aber die Mission von Julia Seelenverwandte zueinander zu führen, gefällt mir sehr gut.
Auch der Gedanke, dass die tragische Liebesgeschichte von Julia und Romeo ganz anders gewesen ist, als Shakespeare es geschildert hat, gefällt mir. Ausgerechnet Romeo soll Julia getötet haben, damit er unsterblich wird. Einfach genial.
Es kommen viele neue Ideen darin vor und ein Spannungsbogen ist auch spürbar.
Meistens werden die Geschehnisse aus Julias Sicht (Ich-Erzähler) geschildert, aber es gibt auch Passagen, die Romeo erzählt, so dass man noch einen anderen Blickwinkel auf das Passierte bekommt. Ich mag so was sehr gerne.
Das ganze Buch spielt sich innerhalb weniger Tage ab und es gibt viele verschiedene Handlungsstränge. Dennoch wird der Hauptstrang, dass Julia Seelenverwandte zueinander führen und Romeo das verhindern soll, nie außer Acht gelassen.

Die Protagonisten: 
 
Julia ist wunderbar ausgearbeitet und eine sehr sympathische Figur, die versucht Ariels Leben etwas zu verbessern. Doch je länger sie in ihrem Körper ist, desto schwieriger wird es für sie, Ariel zu spielen. Allzu oft verfällt sie in ihre eigenen Verhaltensweisen zurück und verliebt sich schließlich in Ben und ist hin und hergerissen, da ja eigentlich Gemma und Ben zueinander gehören. Angetrieben wird Julia seit Jahrhunderten durch den Wunsch der Rache an Romeo.
Romeo hat hier den Part des „Bösen“, wirkt schon psychisch sehr labil und etwas verrückt, ist aber auch sehr gut ausgearbeitet und je mehr man über ihn erfährt, desto verständlicher ist es, dass er so langsam verrückt wird. Er zitiert des öfteren Shakespeare, da er ihm auch beim Schreiben von „Romeo und Julia“ geholfen hat und das Julia sehr ärgert.
Gemma, Ariels beste Freundin, ist die meiste Zeit äußerst unsympatisch, zickig und denkt nur an sich. Es wird angedeutet, dass das alles seinen Hintergrund hat, aber mehr erfährt man nicht und so ist ihr Verhalten doch schlecht nachvollziehbar.
Ben ist ein sehr lieber Typ, der sich schnell in Julia verliebt und sie versucht zu beschützen. Auch wenn er vorbestraft ist, wirkt er sehr vertrauenswürdig.

 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil von Stacey Jay ist wunderbar flüssig und spannend, dazu bildhaft und romantisch. Zwar überschlagen sich zeitweise die Ereignisse, aber im Groben konnte ich doch alles nachvollziehen. Sie schafft es alte Ideen mit neuen zu verknüpfen und was ganz Eigenes zu erschaffen.

Auch die Rückblicke von Romeo und Julia sind sehr gut gelungen.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover zeigt ein Mädchen, das weder auf die Beschreibung von Ariel, noch von Julia passt. Dennoch ist es wunderschön und in kräftigen Rottönen gehalten, die für Liebe, Leidenschaft, aber auch Wut und Zorn stehen und somit sehr gut zu dem Buch passen.

Der Titel passt insgesamt auch recht gut.

 

Fazit: 

Mich hat das Buch völlig überzeugt. Es ist hoffnungslos romantisch, spannend und wunderbar zu lesen. Es kommt keine Langeweile auf.

Vielen, vielen Dank an den INK-Verlag für das Rezensionsexemplar.

[Rezension] Josephine Mint- Smalltown Girls: Der Tod kommt selten allein

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Titel: Smalltown Girls- Der Tod kommt selten allein
Autor: Josephine Mint
Genre: Jugendbuch (laut Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)

Verlag: BELTZ
ISBN: 978-3407811066
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Preis: 14,95€
 
Kurzbeschreibung:
Charlie, Lu und Sunshine leben in einer öden Kleinstadt und gehen
Freitagabend in die Bierbörse. Das war s dann auch schon fast mit den
Gemeinsamkeiten. Wäre da nicht die mysteriöse Vision, die die Mädchen
während eines Gewitters überfällt. Diese Vision besagt in aller
Klarheit, dass sie alle sterben werden.
Was tun, wenn plötzlich das
ganze Leben in Frage gestellt ist? Abhauen? Drogenrausch? Tun, was man
schon immer tun wollte? Während Charlie in Panik gerät, bleibt ihre
Freundin Lu gelassen und hängt lieber mit der Outsiderin Sunshine ab.
Charlie ist eifersüchtig und verzweifelt und außerdem zum ersten Mal
richtig verliebt. In Linus. Doch dann geschieht etwas, das auch Lu vom
Ernst der Lage überzeugt. Und ein schrecklicher Verdacht fällt auf
Linus. Es bleibt den Mädchen nur eines übrig: Sie müssen versuchen,
ihren zukünftigen Mörder zu finden!
Der Auftakt einer Trilogie voller
unerwarteter Wendungen, mysteriöser Spannung und einem Setting, das
endlich eine liebevolle Würdigung verdient hat: der deutschen Kleinstadt
mit skurrilen Statisten, unglaublichen Partys, unglaublicher Langweile,
immer irgendwie leicht gestriger Musik und bewusstseinserweiternden
Sessions am Baggersee. 
Quelle: Verlag

 

Über die Autorin

Hinter Josephine Mint verbergen sich die Autorinnen Jeanette Wagner,
Miriam Sachs und Ulrike Molsen, die seit Jahren miteinander befreundet
sind und mit den Smalltown Girls zum ersten Mal ein gemeinsames Projekt
realisieren. Genau wie die Heldinnen der Geschichte kommen zwei von
ihnen vom Land und eine aus der Stadt. Genau wie die Heldinnen könnten
sie unterschiedlicher nicht sein. Und genau wie bei den Heldinnen ist
ihre Freundschaft eine echte Achterbahnfahrt. Jeanette Wagner, 1968 in
Wiesloch geboren, ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin, nicht
besonders groß und liebt es staubzusaugen. Miriam Sachs wuchs in einer
Reihenhaussiedlung in Neukeferloh auf. Heute lebt sie in Berlin und
arbeitet als Schauspielerin und Autorin. Wäre sie im 18. Jahrhundert
geboren, hätte sie sich in Heinrich von Kleist verliebt. Ulrike Molsen,
geboren 1973 in Berlin, ist Drehbuchautorin geworden, nachdem sie
feststellen musste, dass Punk leider kein Beruf ist. Sie liebt
amerikanische Fernsehserien und bittet Jeanette oft, bei ihr zu
staubsaugen. 
Quelle: Verlag

 Rezension

Die Geschichte:
Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt, in der eigentlich nicht viel passiert.
Die beiden Freundinnen Lu und Charlie, kennen sich schon, seitdem sie klein sind und sind eigentlich unzertrennlich. Charlie kommt mit ihrem Schwarm Linus zusammen und sie vergisst dadurch einen für Lu wichtigen Auftritt. Nach einem Streit, haben beide eine Vision, in der sie sterben werden und zwar nicht einfach so, jemand will sie umbringen.
Ähnlich ist es Lus Bruder ergangen, der zwei Monate danach bei einem Unfall ums Leben kam, doch nur Charlie weiß davon.
Deshalb glaubt sie von Anfang an, dass die beiden Sterben müssen und hält es nicht nur für einen Traum, so wie Lu.
Als dann noch Sunshine, die in der Vision vorkam, in deren Leben tritt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Die Geschichte ist aus Charlies Sicht verfasst, so dass es viele Einblicke in ihre Gefühlswelt gibt.
Von den ersten Seiten an, war ich gefesselt. Es ist spannend und mir gefällt sehr gut, dass es in einer Kleinstadt spielt, da ich selber in einer aufgewachsen bin.
Die Geschichte ist vielschichtig und spricht viele Probleme an, die Jugendliche zu bewältigen haben.
Von der ersten Liebe, bis hin zu dem Streit bester Freundinnen und Eifersucht. Darunter leidet aber keineswegs der Haupterzählstrang der Todesvision.
Alles wirkt schlüssig und ist gut durchdacht. 
Einzig die Leichtfertigkeit über den Umgang mit Drogen und Alkohol finde ich für ein Jugendbuch bedenklich, da sich Jugendliche schnell ein Beispiel daran nehmen und nicht jeder das objektiv betrachten kann.
Die Protagonisten:
 
Die Protagonisten haben mir komplett gut gefallen. Jedes der drei Mädchen ist völlig unterschiedlich und sehr gut ausgearbeitet, so dass alles zusammenpasst.
Ich konnte mich direkt in die drei und vor allem Charlie hineinversetzten. Ich mag ihre lockere Art und ihr manchmal loses Mundwerk. Dazu sind ihre Gefühle durchweg nachvollziehbar, was sie sehr sympatisch macht.

 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist locker, offen, direkt, flüssig zu lesen und spannend. Wie typisch für ein Jugendbuch ist es auch teilweise in Jugendsprache verfasst, was aber gut dazu passt und nicht weiter stört. Gefühle werden sehr schön dargestellt und intensiv geschildert und sind durchweg nachvollziehbar.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover zeigt die drei Mädchen, Charlie, Lu und Sunshine und ist sehr ansprechend gestaltet.
Ich mag die Farbgestaltung sehr gerne.
Der Buchtitel passt perfekt zu der Thematik und dem Setting.
Fazit: 
Es ist ein wirklich spannendes und wundervolles Jugendbuch, dass mit einem gemeinen Cliffhanger endet, so dass ich es kaum bis zum nächsten Band aushalten kann.

Vielen Dank noch mal an den Beltz-Verlag und Lies und Lausch für dieses tolle Buch.