[Rezension] Jennifer Bosworth- Die Auserwählte

 
 

Titel: Die Auserwählte
Originaltitel: Struck
Autor: Jennifer Bosworth
Genre: Fantasy
Verlag: Goldmann (Februar 2013)
ISBN: 978-3442477012
Broschierte Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 12,99 €

Kurzbeschreibung
Mia Price liebt es, vom Blitz getroffen zu werden. Es löst in ihr eine
überwältigende Energie aus, nach der sie sich immer öfter sehnt. Als
aber ein gewaltiges Erdbeben ihre Heimat Los Angeles fast komplett
zerstört, geht es nur noch ums Überleben. Im Chaos der Nachbeben werben
zwei rivalisierende fanatische Gruppen um Gefolgsleute. Beide
versprechen, dass nur ihre Anhänger den nahenden Weltuntergang überleben werden, und beide wollen Mia auf ihre Seite ziehen. Ist sie etwa die Schlüsselfigur der bevorstehenden Apokalypse?
Quelle: Verlag


Die Handlung:

Die 17-jährige Mia fühlt sich magisch zu Blitzen hingezogen. So wurde sie schon oft davon getroffen und würde sich immer wieder treffen lassen. Ihr ganzer Körper ist schon davon gezeichnet, dennoch liebt sie das Gefühl, wie die Energie sie durchströmt.
Als ein gewaltiges Erdbeben Los Angeles fast komplett zerstört, ändert sich ihr Leben für immer. Zwei fanatische Gruppen verfolgen sie und möchten Mia für sich gewinnen. Beide Gruppen prophezeihen die Apokalypse und Mia scheint irgendetwas damit zu tun zu haben.

Meine Meinung:

Nachdem ich von dem Buch gehört hatte, war schnell klar, dass ich es lesen muss. Ich lese sowieso gerne Bücher, die die Apokalypse beschreiben und die Idee, die hinter dem Buch steckt, finde ich sehr ansprechend.
Als Leser steigt man nach dem Erdbeben in der Handlung ein und lernt zuerst Mia und ihr Leben kennen. Nach und nach erfährt man mehr über ihre Faszination vom Blitz getroffen zu werden und ihre Vergangenheit. Dieser Einstieg hat mir sehr gut gefallen, da man sich so gut in die Welt in der Mia lebt zurecht finden kann.
Ihre Faszination von Blitzen getroffen zu werden, kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber sie ist so eindrucksvoll beschrieben, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Dennoch wird zuerst nur wenig zu dem Thema erzählt.
Neben der drohenden Apokalypse und der Blitzthematik, beinhaltet das Buch zwei fanatische Gruppen, die ich als Sekten bezeichnen würde. Diese Mischung aus Apokalypse, Sekten und einem Mädchen, dass etwas Besonderes ist, gefällt mir insgesamt außerordentlich gut und gerade die Blitzthematik gibt dem Buch etwas Einzigartiges. Jennifer Bosworth hat insgesamt eine gut durchdachte Welt erschaffen.
Spannung wird eigentlich durchweg aufgebaut, schon alleine dadurch, dass man sich als Leser fragt, was hinter allem steckt. Die Grundstimmung ist durgehend sehr düster und atmosphärisch.
Dazu fasziniert mich die ganze Handlung und es gibt die eine oder andere überraschende Wendung, die diese bereichert.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, aber es ist leider nicht alles aufgeklärt. Es bleibt einiges offen und einige Fragen unbeantwortet, was ich etwas schade finde.
Dadurch und weil der spannende Showdon leider ausbleibt, hat mich das Ende etwas enttäuscht. Nach dem guten Rest des Buches, hätte ich etwas anderes erwartet.
Nichts desto trotz hat mich „Die Auserwählte“ gut unterhalten.
 
Die Protagonisten:   
Mia war mir zu Beginn zu unnahbar, was wohl auch einfach an der Tatsache liegt, dass sie keine einfache Protagonistin ist, schon einiges durchgemacht hat und ich ihren Wunsch immer wieder vom Blitz getroffen zu werden nicht nachvollziehen konnte. Nach und nach hat es Jennifer Bosworth aber geschafft mir Mia näher zu bringen, was vor allem daran liegt, dass sie sehr authentisch, tiefgründig und detailliert ausgearbeitet ist.
Auch alle anderen Protagonisten bestechen durch Tiefgründigkeit und Authentizität, was viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen hat.
 
Der Schreibstil:
 

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und besticht durch seine Einfachheit. So ist er leicht, flüssig und locker zu lesen und man kann als Leser völlig in das Buch versinken. Jennifer Bosworth schafft es die Welt in der Mia lebt, dem Leser eindrucksvoll zu veranschaulichen.

Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die als Countdown für die drohenden Apokalypse dienen.
Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Mia erzählt, was ich sehr gut gewählt finde, weil ich sonst nur schwer ihre Handlungen nachvollziehen könnte.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist passend zum Inhalt düster gehalten und wirkt auf mich eine starke Faszination aus. Es ist unglaublich passend, da man so direkt eine Verbindung zum Inhalt ziehen kann.
Der Titel ist an sich passend, kann aber auch in die Irre führen, weil ich dadurch etwas anderes vom Buch erwartet hätte.

Fazit: 
Mit „Die Auserwählte“ hat Jennifer Bosworth ein eindrucksvolles Zukunftsszenario erschaffen. Es enthält einige wenige Fantasyelemente und kann durch seine neuartige Idee überzeugen.
Leider hat mich das Ende etwas enttäuscht.


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