[Hörbuch-Rezension] „Salt & Storm- Für ewige Zeiten“ von Kendall Kulper

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Avery ist bei ihrer Großmutter auf Prince Island aufgewachsen und möchte nichts sehnlicher als ihr Erbe als Roe-Hexe anzunehmen. Doch ihre Mutter hat das Mädchen irgendwann zu sich geholt und verhindert seitdem, dass Avery zu ihrer Großmutter zurückkehren kann. Sie ist die letzte der Roe-Frauen und dazu bestimmt eine Hexe zu werden, die Talismane für die Seefahrer herstellt und über Magie verfügt. Doch dann hat sie einen Traum, der ihren Tod vorhersagt und obwohl Roe-Hexen nicht sterben können, läuft ihr die Zeit davon.

„Salt & Storm“ gehörte zu den Neuerscheinungen auf die ich sehnlichst gewartet habe, da der Klappentext nach Magie und einer traumhaften Geschichte klingt. Die Idee der Roe-Hexen, die von Generation zu Generation Magie vererbt bekommen und lernen Macht über das Meer zu haben konnte mich gleich in seinen Bann ziehen und überzeugen.

Doch nach meiner anfänglichen Begeisterung, ließ diese schnell nach. Das Buch beginnt damit, dass Avery aus ihrem Leben erzählt. Alles wird aus ihrer Ich-Perspektive geschildert, was mir gut gefallen hat. Als sie dann von ihrem Tod träumt, versucht sie nach Jahren endlich wieder zu ihrer Großmutter zu gelangen, doch innere Konflikte und ihre Mutter hindern sie daran.
Die Autorin beschreibt wunderschön die Landschaft der Insel und den Hintergrund der Hexen, doch verliert sie sich auch zeitweise in Beschreibungen, sodass in dem ganzen Hörbuch eigentlich nicht viel passiert.

Irgendwann lernt Avery Tane kennen, der ihre Hilfe braucht und ihr im Gegenzug helfen möchte. Immer wieder wiederholen sich die gleichen Dinge und der Plot dümpelt nur vor sich hin. 
Avery als Protagonistin war mir oft zu unentschlossen, aber dennoch sympathisch und als sie Tane kennenlernt gibt es eine sanfte, aber schöne Liebesgeschichte, die mich fesseln konnte. Ich konnte neben Averys Beweggründen, aber auch ihre Mutter verstehen, die eigentlich nur das beste für ihre Tochter möchte, was Avery aber natürlich gar nicht sieht. 

Kendall Kulper schreibt sehr atmosphärisch, dabei leicht und locker. Die Beschreibungen des Settings sind wunderschön, nur manchmal einfach zu viel. 
Sascha Icks macht ihren Job als Hörbuchsprecherin dagegen sehr gut. Man kann ihr gut zuhören und sie legt viel Gefühl in dem, was sie sagt. Wenn man ihr zuhört, dann kann man sich alles sehr gut bildlich vorstellen. Dazu passt ihre Stimme zu der sanften Geschichte und Avery als Protagonistin.

Erst gegen Ende kommt so richtig Spannung auf und es gibt Wendungen, die ich mir schon viel früher gewünscht hätte. Dennoch kann man sich das Hörbuch zwischendurch sehr gut anhören und in die Welt von Avery versinken.

„Salt & Storm- Für ewige Zeiten“ wurde meinen hohen Erwartungen trotz der guten Grundidee und dem wundervollem Setting nicht gerecht. Es passiert einfach zu wenig, dennoch kann man das Hörbuch gut hören, auch wenn es nur etwas für zwischendurch ist.

  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Das gleichnamige Buch ist im Fischerverlag erschienen: Klick 
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[Rezension] „Bis zum letzten Tropfen“ von Mindy McGinnis

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Die Menschheit hat unter immer weniger Wasser und einer Choleraepidemie zu leiden. Viele hat das den Tod gekostet. Lynn und ihre Mutter gehören zu den Glücklichen, die eine direkte Wasserquelle haben, doch wegen der Gefahr der Ansteckung ist das Aufbereiten des Wassers anstrengend und langwierig. Schon früh hat die 16-jährige Lynn gelernt ihr Wasser und das Farmhaus in dem sie lebt zu verteidigen und abgeschieden von fast allen anderen Menschen zu überleben. Doch nicht nur die Menschen stellen eine Gefahr für Mutter und Tochter dar, auch die wilden Kojoten werden immer gefährlicher und eines Tages wird Lynns Mutter angegriffen und fremde Menschen tauchen auf…

Als großer Endzeit- und Dystopiefan ist mir das Buch schon lange vor Veröffentlichung ins Auge gesprungen, was vor allem an dem gelungenen Cover liegt. Dazu ist die Thematik erschreckend real und dadurch authentisch. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass es wirklich mal soweit kommt, dass das Wasser knapp wird und viele Menschen sterben. Ohne Wasser kann kein Mensch überleben und gerade deshalb finde ich die Idee hinter dem Buch spannend und faszinierend. Es regt zum Nachdenken an, denn allzu häufig verschwendet man Trinkwasser.

Das Buch beginnt mitten im Geschehen, man lernt Lynn kennen, die zusammen mit ihrer Mutter alleine lebt und schon mit neun Jahren angefangen hat auf alle fremden Menschen zu schießen  und zu töten um Heim und Wasser zu verteidigen. Sie und ihre Mutter leben nach dem Motto, erst schießen, dann töten, was mich ziemlich erschreckt hat, da sie kaltblütig jeden ermorden, egal ob derjenige ihnen etwas tun möchte, Hilfe braucht oder auf der Durchreise ist. 
Lynn und ihre Mutter wirken gefühlskalt und emotionslos, sodass ich meine Schwierigkeiten hatte mit ihnen zu fühlen und sie zu verstehen. Zwar wird nach und nach klar in was für einer schrecklichen Welt sie leben und Lynn verändert sich im Laufe des Buches durch andere Menschen, aber dennoch wurde ich nicht wirklich mit ihr warm. Die Nebenpersonen fand ich dagegen überzeugender.

Dennoch war ich zu Beginn des Buches sehr gefesselt, da ich wissen wollte, wieso die Welt so ist, wie sie ist, was dahinter steckt und was noch so kommt. Aber irgendwann lies diese Begeisterung bei mir etwas nach, weil mich der Plot irgendwann nicht mehr richtig fesseln konnte und eher trocken und langweilig wirkt. Spannung kommt nur sehr wenig auf und die Handlung dümpelt meistens nur vor sich hin. 

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und benutzt nur sehr einfache Verben und Beschreibungen. Es lässt sich dadurch ohne viel Anspruch lesen, aber Emotionen kamen bei mir nur wenige an. Der Plot wird komplett aus der personalen Erzählperspektive von Lynn erzählt, hier hätte mir aber die Ich-Perspektive besser gefallen, weil ich dann vielleicht eher einen Zugang zu Lynn bekommen hätte.

Erst das Ende konnte mich wieder richtig in seinen Bann ziehen, da dort Spannung und Action aufkommt und einige Wendungen eintreten, die mich überzeugen konnten. 
Das Buch hat gute Ansätze, war für mich aber leider nur ein mittelmäßiges Lesevergnügen, obwohl ich den Anfang als sehr vielversprechend empfunden habe.

„Bis zum letzten Tropfen“ befasst sich mit einem spannenden und aktuellem Thema, was sehr realistisch ist. Leider konnte es mich nur mittelmäßig gut unterhalten, weil einfach zu wenig passiert und ich mit Lynn als Protagonistin nicht warm wurde. Dennoch könnte das Buch viele Endzeitfans überzeugen, denn das Ende ist gut und es lässt sich sehr schnell lesen.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um eine Dilogie, obwohl es auch gut ein Einzelband hätte sein können.
  • Band 2 „In a Handful of Dust“ erscheint im Original voraussichtlich am 23. September 2014.
  • Eine Leseprobe zum 1. Band findet ihr hier: Klick
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[Rezension] „Atemnot“ von Ilsa J. Bick

 
 

Die 16-jährige Jenna hat in ihrem jungen Leben schon einiges mitgemacht. Sie entkommt nur knapp dem Tod und liegt auf der Intensivstation. Was mit ihr passiert ist, versucht Kommissar Pendleton herauszufinden. Doch da sie nicht mit ihm spricht, gibt er ihr sein Diktiergerät und Jenna beginnt ihre Geschichte zu erzählen. Sie beginnt mit ihrem Schulwechsel und nach und nach erzählt sie aus ihrer Vergangenheit und von ihrem Lehrer mit dem alles begann…


Da ich die „Ashes“-Reihe von Ilsa J. Bick verschlungen hatte und ich die Reihe einfach genial finde, war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch. Der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht, obwohl er nicht viel verrät.

Schon von Beginn an war ich gefesselt. Der Plot beginnt auf der Intensivstation und Kommissar Pendleton erzählt, wie er Jenna erlebt. Aus der personalen Erzählperspektive verfogt man seinen Monolog, da Jenna sich weigert richtig mit ihm zu sprechen. Als sie dann das Diktiergerät bekommt, wechselt die Perspektive und Jenna erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive in teils sehr kurzen, unzusammenhängenden Abschnitten und als eine Art Aufzählung. Zwischendurch spricht sie den Kommissar direkt an. Erst nach und nach werden die Abschnitte länger und alles ergibt einen Sinn. Diese Art die Geschichte zu erzählen finde ich erfrischend anders und unglaublich fesselnd.

Viele Dinge werden nur angedeutet und erst nach und nach werden viele der Fragen, die entstehen gelüftet, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Wer allerdings eine komplette Auflösung erwartet, wird enttäuscht sein, denn das Ende ist offen mit vielen ungeklärten Fragen. So musste ich das Ende erst mal sacken lassen, denn es war nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich finde zwar nicht, dass es immer ein Happy End geben muss, vor allem da es hier nicht gepasst hätte, dennoch ist es ein abruptes und sehr hartes Ende, das mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat.

Sowieso ist „Atemnot“ kein einfaches Buch und nichts für zartbesaitete Menschen. Die Autorin beschreibt schonungslos und teilweise sehr kalt und dann wieder sehr emotional die schlimmsten Dinge. Die Altersempfehlung finde ich viel zu jung angesetzt, da ich als Erwachsene schon mit einigen Aspekten des Buches zu kämpfen hatte. Dazu kommt, dass die Autorin meiner Meinung nach zu viele Probleme und zu viele schlimme Dinge auf einmal versucht in diesem Buch unterzubringen.

Jenna als Protagonistin war mir schnell sympathisch und nach und nach wird klar, dass sie schon einges erlebt hat und unter dem Erlebten zu leiden hat. Sie kämpft immer gegen den Drang sich zu ritzen und auch ihre Familie ist alles andere als einfach und das ist nur der Anfang. Jenna muss oder musste alles Schlimme erleben, was sich andere Autoren nicht unbedingt trauen zu beschreiben und alles häuft sich. Was sie nicht selber durchmachen muss, muss dann ihr Umfeld erleben. Obwohl dabei alles sehr realistisch dargestellt ist, fand ich es übertrieben und nicht authentisch, da es einfach zu viele Probleme waren. Auch, wenn ich damit selber kaum Erfahrung habe, kann ich mir nicht vorstellen, dass wenige Menschen wirklich alles Schreckliche durchmachen müssen, was einem einfällt. Um nicht zu viel des Inhaltes zu verraten, nenne ich außer dem Ritzen keine Beispiele, aber das Ritzen ist wirklich nur die Spitze des Eisberges.
Das ist aber auch schon fast mein einziger richtiger Kritikpunkt (bis auf die Altersempfehlung, die ich höher ansetzten würde und das Ende).
Ansonsten sind die Protagonisten und Nebendarsteller sehr gut, authentisch und überzeugend dargestellt. Was mir besonders gut gefällt ist, dass man nie weiß, wer „Gut“ ist und wer „Böse“. Es gibt kein einfaches „Schwarz“ und „Weiß“ und im Laufe des Buches vermutet man bei jedem Menschen des Buches auch eine dunkle Seite.

Ilsa J. Bick schreibt unglaublich gut. Ihr Schreibstil konnte mich schon bei „Ashes“ überzeugen und so konnte ich das Buch schon zu Beginn nicht mehr aus der Hand legen und preschte atemlos durch die Seiten. Sie schreibt düster, schonungslos und man merkt, dass sie sich mit der Psyche von Jugendlichen auskennt, was das Ganze authentisch wirken lässt. Kaum denkt man, man weiß wie sich das Buch entwickelt, schockiert die Autorin mit neuen überraschenden Wendungen. Dazu gibt es tolle bildliche Vergleiche und Metaphern, die mich überzeugen konnten.

Das Buch ist zwar nicht perfekt, aber nach dem Lesen war ich kurz davor das Buch als eins meiner absoluten Highlights zu bezeichnen, obwohl ich Kritik daran habe. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat und ich bin gespannt auf weitere Bücher von Ilsa J. Bick.


„Atemnot“ ist ein Buch, dass ich verschlungen habe und mich atemlos durch die Seiten prechen lies. Ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Zwar finde ich die Altersempfehlung als zu jung angesetzt, es häufen sich zu viele Probleme und das Ende ist nicht ganz nach meinem Geschmack, dennoch war ich kurz davor die Höchstpunktzahl zu geben, da das Buch mich auch nach dem Lesen noch lange beschäftigt hat und es dennoch richtig, richtig gut ist. Am Ende bleibt jedoch die Frage, die nicht einfach zu beantworten ist: Wer war der Prinz, wer das Monster und wer das Opfer?

 

[Rezension] „Dustlands- Der Herzstein“ von Moira Young

 

Saba ist zusammen mit ihrem Bruder Lugh, ihrer kleinen Schwester Emmi und Tommo auf dem Weg in ein besseres Leben. Sie versuchen nach Westen zu gelangen, wo sie auch Jack wieder treffen sollen. Doch nachdem sie schon lange nichts mehr von ihm gehört haben, bekommen sie eine Nachricht von ihm, wo sie sich treffen sollen. Doch anscheinend hat Jack sich dem Feind angeschlossen und gehört nun zu den Tonton.
Und als wäre das nicht schlimm genug, leiden Lugh und Saba unter dem was sie erlebt haben. Saba schlafwandelt, sieht seltsame Dinge und scheint verrückt zu werden. Dennoch möchte sie Jack suchen, denn sie glaubt nicht an seinen Verrat. Doch dadurch begibt sie sich nur selber in Gefahr…

 


Nachdem mich der erste Band nach einiger Eingewöhnungszeit überzeugen konnte, musste ich jetzt schnell den zweiten Band hinterher lesen und meine Erwartungen an diesen Folgeband waren sehr hoch.
Schon zu Beginn fällt auf, dass der Schreibstil und der allgemeine Stil, in dem das Buch verfasst ist, anders ist als im Vorband. Schon alleine, dass es diesmal wörtliche Rede gibt, ist anders als zuvor. Ansonsten wirkt der Schreibstil immer noch manchmal sehr abgehackt, einfach und teilweise unvollendet, vor allem was einzelne Wörter angeht. Auch ist alles sehr umgangssprachlich und mit einfachen Verben erzählt, dennoch lässt es sich von Beginn an besser lesen wie der erste Band. Dennoch finde ich es etwas schade, dass Moira Young ihrem Konzept nicht ganz treu geblieben ist, aber Leser, die sich an dem Stil des ersten Bandes gestört haben und denen die richtige wörtliche Rede gefehlt hat, werden mit diesem Band besser zurechtkommen.
Der Plot beginnt anders, als ich erwartet hätte. Denn man begleitet zuerst Jack auf seinem Weg und erst danach wieder Saba und die anderen. So wird der Beginn aus der personalen Erzählperspektive von Jack erzählt, was mir gut gefallen hat, da man so erfährt, was er unbedingt noch zu erledigen hat, da er Saba am Ende des ersten Bandes verlässt. Danach geht es wie gewohnt mit Sabas Ich-Perspektive weiter, was den Leser wunderbar an ihren Emotionen und ihrer Reise durch eine eher trostlose Welt teilhaben lässt.
Die Protagonisten können völlig überzeugen, denn obwohl sie sich verändert haben, kann man gut nachvollziehen, wieso sie sich verändert haben und besonders Saba ist mir ans Herz gewachsen. Denn sie hat unter dem Erlebten sehr zu leiden und ihre Beziehung zu Emmi ist soviel besser als im Vorband.
Insgesamt konnte mich dieser Band nicht so in seinen Bann ziehen, wie
der erste Band, was wohl daran liegt, dass hier weniger passiert als
zuvor. Dennoch konnte ich mich das Buch gut unterhalten und durch einige
Überraschungen fesseln. Spannung kommt erst später so richtig auf,
aber dennoch flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin, obwohl sich einige Passagen in die Länge gezogen haben. Es steht insgesamt weniger die Spannung, als vielmehr die zwischenmenschlichen Beziehungen und mit welchen Albträumen die Protagonisten zu kämpfen haben im Vordergrund, was mich zwischendurch sehr faszinieren konnte. Dazu werden einige Fragen geklärt, was alles komplexer und vielschichtiger macht. Zwar bleibt noch vieles ungeklärt, aber es folgt ja noch ein dritter Band.
Das Ende gefällt mir gut und lässt mich auf einen ereignisreicheren dritten Band hoffen in dem hoffentlich die letzten offenen Fragen geklärt werden.

Obwohl dieser zweite Band nicht an seinen Vorgänger herankommt und weniger spannend ist, konnte er mich gut unterhalten und ich habe es genossen Saba auf ihren Abenteuern zu begleiten, da sie mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Nun bin ich sehr gespannt auf den dritten und damit letzten Band und wie sich alles weiter entwickelt.
Ich kann die Reihe jedem Dystopie- und Endzeitfan empfehlen und die Leser, die mit dem Stil des ersten Bandes nicht zurechtkamen, sollten es mit der Fortsetzung auf jeden Fall versuchen, da es hier wieder normale wörtliche Rede gibt.

 


  • Hierbei handelt es sich um den 2. Band einer Trilogie.
  • Im Original ist der 3. Band „Raging Star“ schon erschienen.
  • Eine Leseprobe zum 2. Band findet ihr hier: Klick
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[Rezension/Bloggeraktion] „Sannah & Ham“ von Lucy Ivison und Tom Ellen

Das Buch habe ich im Rahmen der Bloggeraktion vom Verlag zusammen mit Diana von dem Blog Lilienlicht gelesen. Wir haben uns dazu entschlossen (, weil wir beide zu unkreativ waren), dass wir jeder eine Rezension dazu schreiben und so dürft ihr unsere Meinungen lesen. Dianas Rezension findet ihr auf ihrem Blog Lilienlicht.
Schaut doch vorbei und lest unsere zwei unterschiedlichen Meinungen, die aber auch viele Parallelen haben. ;)

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Hannah und Sam begegnen sich zufällig auf einer Party von Hannahs Freundin auf der Toilette. Beide fühlen sich direkt zueinander hingezogen und verlieben sich. Doch obwohl die Anziehung zueinander sofort da ist, dauert es einen Sommer lang bis die beiden wirklich zueinander finden, denn nichts läuft wie es soll. Bevor sie sich wirklich näher kommen gibt es einige peinliche Situationen zu bewältigen und die Freunde von Hannah und Sam sind auch nicht gerade sehr hilfreich…

Als ich von dem Buch das erste Mal etwas gehört habe, wurde ich direkt neugierig darauf und hoffte auf eine süße Liebesgeschichte, die mich gut unterhalten kann. 
Der Einstieg ins Buch ist wunderbar einfach möglich. Man lernt zuerst Hannah und Sam getrennt voneinander kennen, denn das Buch ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden geschrieben, was mir gut gefallen hat, da man so einen besseren Draht zu den beiden bekommt.

Hannah und Sam sind nicht ganz einfache Protagonisten. Sie waren mir von Beginn an sympathisch, aber beide haben so gut wie kein Selbstwertgefühl und kein Selbstbewusstsein, obwohl sie vom anderen Geschlecht durchaus als attraktiv betrachtet werden. Doch Hannah steht immer im Schatten von ihrer besten Freundin Stella, die ich die meiste Zeit des Buches einfach nicht mochte, weil sie selbstsüchtig und extrovertiert ist. 
Viele der Nebenfiguren bleiben neben den dreien blass und obwohl Hannah und Sam immer von mehreren Freunden begleitet werden, konnte ich nur zu ihnen einen richtigen Bezug aufbauen. Einzig Hannahs Großmutter, die zu meinen Lieblingsfiguren gehört, konnte mich noch überzeugen, da sie herrlich schräg und anders ist.
Und obwohl ich Hannah und Sam mag, musste ich oft über deren Verhalten den Kopf schütteln, weil ich vieles nicht nachvollziehen konnte. Ganz besonders irritierend fand ich, dass Hannah und Sam unbedingt ihre Jungfräulichkeit verlieren wollen, egal mit wem und das mit achtzehn Jahren. Lange Zeit geht es um nichts anderes, als diesen Wunsch, was ich nicht so ganz realistisch finde. Dazu machen die Protagonisten keine nennenswerte Entwicklung durch, was mir hier etwas gefehlt hat.

Erst nachdem Hannah und Sam sich begegnen nimmt der Plot eine andere Wendung an und mit viel Witz und Humor, konnten mich die Autoren an das Buch fesseln. Der Schreibstil ist bei beiden Perspektiven sehr umgangssprachlich, was teilweise etwas irritierend ist, aber zu den Protagonisten passt. Man hatte das Gefühl, dass man wirklich Gespräche von Jugendlichen verfolgt, allerdings hätte ich Hannah, Sam und ihre Freunde vom Verhalten her, eher jünger geschätzt, da sie doch sehr naiv sind. Der Schreibstil ist dabei leicht und locker gehalten und kann Emotionen wunderbar übermitteln.

Es gibt einige Wendungen in dem Buch, die mich überzeugen konnten, aber manchmal gab es doch zu viele Zufälle. Um nicht zu viel zu verraten, kann ich jetzt leider kein Beispiel nennen. Was ich aber richtig gelungen finde, ist das bei der Annäherung zwischen Hannah und Sam nicht alles glatt läuft, da das sehr realistisch ist, da auch im echten Leben nicht alles nach Plan verläuft.

Trotz meiner ziemlichen Kritik, konnte mich das Buch aber von der ersten bis zur letzten Seite fesseln, ich musste oft schmunzeln oder lachen und es gibt einige wunderschöne Zitate aus dem Buch, die mich begeistern konnten. Die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin und ich fühlte mit den Protagonisten und hoffte auf ein gutes Ende.
„Sannah & Ham“ würde ich als locker, leichtes Buch für zwischendurch betiteln, das gut unterhalten kann und eine süße Liebesgeschichte beinhaltet, aber längst nicht perfekt ist. Dennoch kann das Ende überzeugen.

„Sannah & Ham“ konnte mich trotz meiner Kritik gut unterhalten, was vor allem an dem Humor und dem locker, leichten Schreibstil lag. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin.
Dennoch ist das Buch eher etwas für zwischendurch von dem man nicht zu viel erwarten sollte.

  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Das Buch wurde von zwei Autoren aus zwei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben.
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  • Über Lucy Ivison erfahrt ihr hier mehr: Klick
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