[Rezension] „Sommerkuss- New York Seasons“ von Fabienne Siegmund

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Die 16-jährige Rain lebt alleine mit ihrem Vater in New York. Sie kann das Glück sehen und glaubt an Märchen. Ihre Mutter, die durch eine Krankheit starb, vermittelte ihr den Glauben daran und die passenden Geschichten dazu. Eines Tages wird Rains Herz gebrochen und sie streift ziellos durch die Stadt und findet das schönste Kreidebild auf der Straße, was sie je gesehen hat und einen Jungen, der sie nicht mehr loslässt. Doch dieser Junge ist der Sohn von Väterchen Frost und der Schneekönigin und auf ihm und seinen Geschwistern liegt ein Fluch. Aber Rain möchte nichts mehr als ihn wiederzusehen und gerät immer mehr in die Welt der Märchen hinein.

 

Da ich unglaublich gerne Märchenadaptionen lese und immer schon von Väterchen Frost fasziniert war, konnte mich dieses Buch direkt neugierig machen.
Am Anfang war ich etwas irritiert, weil der Schreibstil und die Ausdrucksweise des Buches nicht ganz zu der jugendlichen Protagonistin und dem zuerst alltäglichem Plot mit dem ersten Liebeskummer zusammenpasst. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr Sinn hat der Schreibstil für mich gemacht. Denn das Buch liest sich wirklich wie ein Märchen, mit teils schnörkeligen und blumigen Umschreibungen und ganz viel Gefühl. Alles wird aus Rains Perspektive geschildert, man hat aber dennoch das Gefühl, dass es einen allwissenden Erzähler gibt.

Der Plot beginnt wie schon erwähnt recht normal mit Rain, die Liebeskummer hat, doch nachdem sie Christian (den Sohn von Väterchen Frost und der Schneekönigin) trifft und immer mehr in die Märchenwelt von New York eintritt, wird es alles andere als normal. Es ist ein Buch voller Zauber und Magie und einer Welt, die voller Ideen ist. Man lernt z.B. den Sommerzirkus und Engelkrähen und noch vieles mehr kennen. In diesem Buch gibt es unglaublich viel zu entdecken und gerade das hat mich so daran fasziniert. 

Man weiß nicht, wohin sich alles entwickelt, obwohl das Ende ein kleines bisschen vorhersehbar ist. Dennoch fand ich es spannend Rains Weg zu verfolgen und sie auf ihrem märchenhaften Abenteuer zu begleiten, was auch an Rain selber lag. Sie ist eine richtig sympathische Protagonistin, die an Märchen glaubt und sich nicht unterkriegen lässt, obwohl sie ihre Mutter vermisst. Sie vertraut alles ihrer besten Freundin Abby an, die ebenfalls einfach nur toll ist, weil sie ihr glaubt und sie unterstützt. Aber auch die Nebenfiguren können überzeugen, denn jeder ist tiefgründig und authentisch ausgearbeitet.

In diesem Buch fanden viele Märchen Erwähnung, die ich bisher noch nicht kannte und auf jeden Fall noch nachlesen werde. Insgesamt hat es mich wirklich gut unterhalten, auch wenn der Spannungsbogen eher unscheinbar ist. Die Idee hinter allem ist toll und die Liebesgeschichte mit viel Herz geschrieben. 
Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band und was mich da erwarten wird.

„Sommerkuss- New York Seasons“ kann ich jedem Märchenfan nur empfehlen, denn die Idee dahinter ist toll und die Liebesgeschichte etwas fürs Herz. Vor allem Väterchen Frost hat mich fasziniert, aber auch die anderen Märchen, denen Rain begegnet waren nach meinem Geschmack, sodass ich mich sehr auf den nächsten Band freue.

  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Dilogie.
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[Rezension] „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ von Cynthia Hand

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Lexies Bruder hat sich kurz vor Weihnachten umgebracht. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Lexie hat sich von ihren Freunden und ihrem Freund entfernt und ihre Mutter weint ständig oder behauptet, dass ihr Bruder sich noch unter ihnen befindet. Lexie befindet sich in Therapie und ihr Therapeut rät ihr ihre Gefühle aufzuschreiben. Zuerst hält sie nichts davon, doch je mehr sie schreibt, desto mehr findet sie zu sich selber und zum Glück zurück…

Hin und wieder lese ich sehr gerne Bücher über Trauerbewältigung und so konnte „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ direkt mein Interesse wecken. Die Idee an sich ist nicht neu, aber dennoch konnte mich die Umsetzung überzeugen, was vor allem an Lexie liegt. Sie ist eine ungewöhnliche Protagonistin, die einen Draht zu Zahlen hat und viel in Zahlen denkt. Zu Beginn wirkt sie etwas gefühlskalt, aber es wirkt, als könnte sie nicht gut Emotionen zeigen und sie versucht alles von sich weg zu schieben, weil sie mit dem Selbstmord ihres Bruders nicht umgehen kann. Sie fragt sich stets, ob sie den Selbstmord hätte verhindern können und nach und nach verschwindet die anfängliche oberflächliche Gefühlskälte. Sie geht mit ihrer Trauer auf ihre ganz eigene Art um und ich finde es gut dargestellt, dass Menschen unterschiedlich trauern. 
Im Gegensatz zu Lexie steht nähmlich ihre Mutter, die viel weint und schließlich meint, dass sie die Anwesenheit von Tyler (Lexies Bruder) spürt.

Beim Lesen musste ich oft schlucken, denn dieses Buch schafft es Emotionen authentisch und realistisch zu übermitteln, sodass es nicht immer leichte Kost ist. Einige wenige Passagen zogen sich für mich etwas in die Länge, dennoch ist es ein Buch, was mir wirklich gut gefallen hat. Alles wirkt realistisch und authentisch, nicht nur die Emotionen.

Das Buch beginnt mit einem Tagebucheintrag, der schon sehr gut vermittelt, was für eine Person Lexie ist und immer wieder tauchen diese Einträge auf, die sie auf Anraten ihres Therapeuten schreibt. Ansonsten wird der Plot aus Lexies Ich-Perspektive geschildert, was sehr gut zum Thema des Buches passt. Der Schreibstil ist wirklich sehr emotional, dabei aber leicht und locker zu lesen und manchmal etwas sarkastisch. Die Autorin schafft es, dass Geheimnis warum sich Tyler umgebracht hat erst nach und nach zu lüften, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Der Plot ist durchweg gut durchdacht und ausgearbeitet und die Geschichte, die hinter allem steckt, konnte mich überzeugen und mitreißen. Die Atmosphäre des Buches war sehr lebendig und so kamen die facettenreichen Gefühle der Figuren des Buches noch besser bei mir an.
Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und so konnte ich das Buch zufrieden zuklappen.

„Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ ist ein sehr emotionales Buch über die Trauerbewältigung. Authentische und überzeugende Protagonisten, ein emotionaler Schreibstil und ein Plot der überzeugen kann, sorgen für tolle Lesestunden, auch wenn die Thematik nicht immer einfach zu verdauen ist.
Das Buch war das Erste das ich von der Autorin gelesen habe, aber es wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein.
  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband
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[Rezension] „Blutwald“ von Julie Heiland

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Almaras,
der Anführer der Leonen, ist tot und der Versuch sich gegen die
Tauren zu wehren gescheitert. Robin soll ihren Stamm anführen, doch
Zweifel, Angst und Trauer beherrschen sie. Sie ist völlig
überfordert und möchte am liebsten fliehen, doch sie hat Almaras versprochen den Stamm zu führen. Eines Tages zwingt Birkaras, der
Herrscher der Tauren, sie dazu ihren Stamm zu verlassen und bei ihm
zu leben. Er möchte, dass sie zu seinem Stamm gehört, doch sie
hasst die Tauren und liebt die Leonen, obwohl beide Stämme in ihr
stecken.  

Bei
den Tauren trifft sie Emilian wieder, aber die beiden dürfen sich
nicht anmerken lassen, dass sie sich lieben. So schweben sie ständig
in Gefahr und Robin weiß nicht, wie sie sich gegen Birkaras wehren
soll, der von ihr Unmögliches erwartet…

 

Nachdem mich der erste Band der Trilogie „Bannwald“ schon völlig überzeugen konnte, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und auf das weitere Schicksal der Leonen. Ich liebe die Idee der Sternenvölker und was die Tauren und Leonen für Magie anwenden. Beide Völker sind grundverschieden und existieren neben den „normalen“ Menschen. 

Vor allem die Leonen, die sehr naturverbunden sind und die Energie des Waldes spüren können mag ich sehr, aber auch die grausamen Tauren, die mit einem Blick töten können, finde ich einfach nur faszinierend.
Der Plot beginnt nach den Geschehnissen des Vorbandes und Robin befindet sich in einem tiefen Loch. Teilweise ist sie einfach nur wie betäubt und nicht zurechnungsfähig. Sie leidet und wirkt überfordert, dennoch drückt sie sich nicht vor der Verantwortung und wird die Anführerin ihres Stammes. Doch sie hat es nicht leicht, weil viele aus ihrem Stamm nicht zu ihr halten. Als sie zu den Tauren muss, wird alles nur noch schlimmer, aber dennoch gibt sie nicht auf, was ich sehr an ihr bewundere. Ihre gedrückte Stimmung, ihre Ängste und Sorgen finde ich sehr realistisch nach allem was sie erlebt hat und ich konnte gar nicht anders als mit ihr zu fühlen, weil die Autorin es geschafft hat die Emotionen erstklassig zu übermitteln. 
Am Anfang ist der Plot noch recht ruhig, aber schon da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und nach einiger Zeit wurde es immer spannender und es passiert so viel Unvorhersehbares. Vor allem die Bedrohung in der Robin bei den Tauren schwebt ist stets spürbar und sorgte oft für Gänsehaut bei mir. Nach und nach schafft es Robin schließlich zu ihrer alten Stärke zurückzufinden und sie versucht etwas zu unternehmen.
Sie ist eine Protagonistin, die ich einfach mag, vor allem weil sie nicht perfekt ist. Sie macht Fehler, aber sie versucht das Richtige zu tun und die die sie liebt zu beschützen. 
Auch Emilian mag ich sehr, der versucht sich und Robin zu beschützen, obwohl er unter Beobachtung steht. Seine Liebe zu Robin ist durchweg spürbar.
Besonders gut hat mir aber auch Melvin gefallen, der bei den Tauren auf Robin aufpassen soll. Er wirkt zuerst richtig unausstehlich, aber hinter der Fassade versteckt sich so viel mehr. Alles in allem sind die Protagonisten und die Figuren des Buches mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und sehr tiefgründig dargestellt.
Auch der Schreibstil konnte mich wieder überzeugen, der einfach zu den Büchern passt. Er ist super leicht und locker zu lesen und teilweise etwas speziell mit kurzen Sätzen, die aber stets die Spannung steigern und zu dem Plot passen. Wie schon erwähnt, gefällt mir besonders die Darstellung der Emotionen, die glaubhaft und eindringlich übermittelt werden. Der Plot wird größtenteils aus der Ich-Perspektive
von Robin geschildert. Es gibt aber auch hin und wieder die Darstellung einer anderen Perspektive (personaler Erzähler), die das Ganze abrundet. Alles ist spannend und fesselnd geschrieben,
sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
In diesem Band gibt es ein paar Hintergrundinformationen zu den Sternenvölkern, die mich neugierig machen konnten, was noch dahinter steckt. Das Ende bietet einen fiesen Cliffhanger und ich bin schon unglaublich gespannt darauf, wie es mit Robin, den Leonen und den Tauren weitergehen wird.  

Ich kann diese Trilogie bisher einfach nur empfehlen. „Blutwald“ steht seinem Vorgänger in nichts nach und ich bin schon mehr als gespannt auf den Abschlussband der Trilogie. Die Idee hinter allem ist einfach nur toll und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wer Fantasy mit einer starken Heldin, die aber auch ihre Fehler hat, mag, sollte sein Glück mit dieser Trilogie auf jeden Fall versuchen, denn sie gehört schon jetzt zu meinen Lieblingsreihen.

 

  • Hierbei handelt es sich um den 2. Band einer Trilogie.
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  • Band 3 „Sternenwald“ erscheint voraussichtlich im Mai 2016.
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[Rezension] „Dark Elements- Steinerne Schwingen“ von Jennifer L. Armentrout

 

Layla ist halb Dämon und halb Gargoyle, die auch Wächter genannt werden. Sie ist bei den Gargoyles aufgewachsen und hat gelernt Dämonen zu hassen. Die Aufgabe der Gargoyles ist es, Dämonen zu verfolgen. Da Layla nicht die gleichen Fähigkeiten wie die Gargoyles hat, fühlt sie sich oft nutzlos.
Dafür hat sie von ihrer Dämonenseite die Fähigkeit geerbt Seelen durch
einen Kuss zu nehmen. So kann sie nie eine richtige Beziehung eingehen,
da sie mit einem Kuss töten würde, dabei ist sie unsterblich in Zayne
verliebt, der ebenfalls zu den Wächterm gehört. Um ihrer Ersatzfamilie
zu helfen, markiert sie mit eine ihrer wenigen Fähigkeiten Dämonen. Doch
dann wird sie angegriffen und in letzter Sekunde vom Dämon Roth
gerettet und nichts scheint mehr so, wie Layla es gelernt hat.


Nachdem mich das Prequel zur Trilogie „Dark Elements- Bittersüße Tränen“ schon begeistern konnte und hier ein bisher ungenutzes
Fantasywesen seine Hauptrolle hat, habe ich mich sehr auf diesen
Trilogie-Auftakt gefreut. Neben bekannten Dämonen, die aber auf
ihre Art einzigartig und anders sind, als man sie kennt, nehmen die
Gargoyles viel Platz in dem Plot ein. Die Darstellung dieser Steinwesen,
die sich verwandeln, ansonsten als Menschen getarnt sind und Jagd auf
Dämonen machen, konnte mich mit der innovativen Idee völlig überzeugen.
Aber auch die Art, wie die Dämonen dargestellt werden, gefiel mir gut.
Denn obwohl die Dämonen auf den ersten Blick alle Böse sind, gibt es
auch unter ihnen Abstufungen, sodass man nicht alles einfach in Gut und
Böse einteilen kann.

Der Plot beginnt ziemlich mitten im Geschehen. Man lernt Layla kennen, die sich gerade mit ihren Freunden trifft und auf einen Dämon aufmerksam wird, den sie markieren möchte. Durch diese Markierung können die Gargoyles Dämonen schon von Weitem sehen, was die Suche nach ihnen erleichtert.
Doch als dann einiges schief läuft, taucht der Dämon Roth auf und rettet
sie. So beginnt das Buch direkt spannend und nervenaufreibend und erst
nach und nach wird die Welt in der Layla lebt näher erklärt.

Layla weiß sehr wenig über ihr Vergangenheit und ihr Erbe, was sie teilweise sehr naiv wirken lässt. Dabei kann sie gar nichts für ihre Unwissenheit, da ihr Adoptivvater Abbot, der über den Wächter-Clan herrscht, sie im Dunkeln lässt. Viele der anderen Wächter haben wegen ihrem Dämonenerbe und ihrer Fähigkeit Seelen mit einem Kuss zu stehlen Angst vor ihr oder verachten sie, sodass sie immer darunter zu leiden hat. Einzig ihr Schwarm Zayne, der immer für sie da ist, akzeptiert sie so wie sie ist und sagt ihr immer wieder, dass sie besser ist als sie denkt. Zayne
wirkt unglaublich lieb und würde alles für Layla tun.
Roth dagegen provoziert Layla gerne, hat Sinn für Humor, ist teilweise sehr sarkastisch, aber auch lieb und geheimnisvoll. Er hat unglaublich viele
Facetten und einges zu verbergen und obwohl er ein Dämon ist, schleicht
er sich schnell in die Herzen der Leser.
Alle Protagonisten und Nebenfiguren sind gut, authentisch und faszinierend ausgearbeitet, haben Tiefgang und können auch durch ihre Fehler überzeugen.

Jennifer L. Armentrout schreibt mit viel Gefühl, leicht und locker,
aber auch mit Sarkasmus und sehr atmosphärisch und emotional. Die
Dialoge zwischen den Protagonisten und die sich bildende
Liebesgeschichte sind unterhaltsam und ich konnte kaum mit dem Lesen
aufhören. Alles wird aus der Ich-Perspektive von Layla geschildert, was
ich sehr passend finde. Am Ende gibt es noch ein Zusatzkapitel aus Roths
Sicht, was nochmal ein ganz anderen Bild auf den Dämonen wirft und mir
unglaublich gut gefallen hat.

Der Plot wird zu keiner Zeit langweilig und es gibt einige überraschende
Wendungen und Verwicklungen, die mich überzeugen konnten. Teilweise ist die Stimmung des Buches etwas melancholisch und traurig, wird aber immer wieder aufgelockert.
Das Ende des Buches ist unglaublich spannend und endet mit einem fiesen
Cliffhanger nach dem man sich wünscht direkt weiterlesen zu können.
Alles in allem hat mich dieses Buch mehr als begeistert und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.


„Dark Elements- Steinerne Schwingen“ konnte mich mit einer tollen und
innovativen Idee, überzeugenden Protagonisten und einem spannenden Plot überzeugen. Jeder Fantasy-Liebhaber sollte sich diese Geschichte rund um die Gargoyles und die Dämonen nicht entgehen lassen.

[Rezension] „Die Auserwählten- Kill Order“ von James Dashner

Dreizehn Jahre bevor Thomas ins Labyrinth kommt, versuchen die Menschen zu überleben. Nach einer schweren Sonneneruptionen ist das Leben auf der Erde nur noch schwer zu bewältigen. Unerträgliche Hitze, radioaktive Strahlung und riesige Flutwellen beherrschen die Erde. Viele Menschen starben und die Überlebenden kämpfen jeden Tag darum zu überleben. Mark und ein paar andere Überlebende haben sich zusammengetan und kommen irgendwie zurecht, doch dann werden sie aus der Luft angegriffen und mit infizierten Pfeilen beschossen und noch mehr Menschen sterben, denn die Pfeile waren mit einem Virus infiziert, der um sich greift…


Da ich ein großer Fan der Maze Runner-Trilogie bin, musste ich auch dieses Prequel unbedingt lesen. Ich empfehle allerdings jedem, der dieses Buch lesen möchte zuerst einmal die Trilogie zu beenden, weil man hier schon zu Beginn etwas erfährt, was in der Trilogie erst recht spät erklärt wird und man sich so spoilern würde.
Das Buch beginnt direkt spannend mit einem Prolog, der vor den Geschehnissen im Labyrinth spielt. Man trifft Thomas und Teresa und erfährt, wie sie genau ins Labyrinth gekommen sind. Anschließend gibt es einen Zeitsprung dreizehn Jahre zurück in die Vergangenheit und man begleitet völlig andere Charaktere und bekommt wichtige Hintergrundinformationen zu der globalen Katastrophe und zu dem Virus, der auch in der Maze Runner-Trilogie eine große Rolle steht.

Im Mittelpunkt steht Mark, der nur knapp mit einigen anderen überlebt hat und sich dann zusammengeschlossen haben. Hautnah verfolgt man als Leser den Luftangriff, bei dem die Menschen mit virenverseuchten Pfeilen beschossen werden und schon ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist unglaublich spannend und actiongeladen und es passiert sehr viel.
Das Erzähltempo ist sehr hoch und es wird viel gekämpft. Das Buch ist wie auch die Maze Runner-Trilogie sehr brutal, meist blutig und gerade deshalb sehr spannend, allerdings muss man sowas auch mögen, aber da ich hin und wieder gerne solche Bücher lese, war es für mich genau das Richtige.
Das Buch ist einfach eine tolle Ergänzung zur Trilogie. Dadurch hat man noch mehr eine Vorstellung davon, wie die Welt untergegangen ist und wieso die Menschen schließlich Jugendliche wie Thomas ins Labyrinth stecken. Alles ergibt Sinn und die Idee hinter allem finde ich gelungen.

Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und erschafft stets eine düstere Atmosphäre, kann aber auch hoffnungsvolle Momente heraufbeschwören. Alles ist leicht und locker zu lesen und teils gibt es sehr kurze Sätze um die Spannung zu steigern, was ich durchaus gelungen finde. Fast alles wird aus der Perspektive (personaler Erzähler) von Mark erzählt, außer der schon erwähnte Prolog und der Epilog, der zwei Jahre später spielt.

Die Protagonisten können ebenfalls überzeugen, allen voran Mark, der mir gleich sympathisch war. Er sorgt sich um die Menschen um ihn und versucht stark zu sein, obwohl er selbst auch Angst und Zweifel hat. Er ist tiefgründig ausgearbeitet und hat viele Facetten und auch seine Freunde konnten mich überzeugen.

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und passt wunderbar zu dem, was schließlich in der eigentlichen Trilogie passiert. Ich habe jede einzelne Seite des Buches inhaliert und freue mich schon sehr auf weitere Werke des Autors.


Dieses Prequel kann ich jedem Fan der Maze Runners-Trilogie wärmstens empfehlen. Es bietet spannende Hintergrundinformationen und fesselnde und actionreiche Lesestunden. Kaum angefangen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich finde, dass es eine tolle Ergänzung zur Reihe ist und freue mich schon auf weitere Werke des Autors.