[Rezension] „Dark Heroine- Autumn Rose“ von Abigail Gibbs

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Die 15-jährige Autumn Rose Al-Summers ist eine Sage. Sie hat magische Kräfte und ihre Aufgabe ist es als Wächterin ihre Schule vor Extermino zu beschützen. Allerdings hassen die Menschen die Sage, was Autumn das Leben wirklich nicht einfacher macht. Als dann noch der attraktive Prinz Fallon auftaucht wird alles noch schwieriger und dabei verheimlicht er ihr wieso ihre Großmutter sterben musste, obwohl er mehr zu wissen scheint. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, beginnt sich eine Prophezeiung zu erfüllen…

Nachdem mir der erste Band recht gut gefallen hat, war ich gespannt auf die Fortsetzung, denn vor allem der Weltenentwurf, der hier seine volles Potenzial entfaltet, konnte mich in seinen Bann ziehen. Hier gibt es neun Dimensionen, die parallel zueinander verlaufen und allesamt von Menschen bewohnt werden. In Autumns Dimension wissen die Menschen aber über die dunklen Wesen Bescheid und leben dank der Terra-Verträge Seite an Seite mit ihnen. Die Extermino dagegen halten sich nicht an die Verträge und gefährden so alles.
Auch über die Prophezeiung der Dark Heroines erfährt man hier mehr, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Die Parallelen zum ersten Band sind geschickt eingewoben, in dem die Autorin immer wieder Verbindungen zu Geschehnissen des ersten Bandes zieht.

Aber auch der Rest konnte mich bis auf wenige langatmige Stellen sehr gut unterhalten. Es ist kein Buch, dass vor Spannung trieft, aber dennoch fand ich es fesselnd und sehr unterhaltsam. Manche Entwicklungen kannte man schon, aber wie es dazu kommt, blieb bisher unklar, was sich in diesem Band ändert. Dennoch gibt es unerwartete Wendungen und so einges zu entdecken. Auch die politischen Hintergründe konnten mich überzeugen.

Autumn ist eine faszinierende Protagonistin, die ihre wahre Identität geheim hält und die einiges mehr zu bieten hat als man zuerst denkt. Seit dem Tod ihrer Großmutter leidet sie und hat finstere Gedanken. Durch Fallon nimmt das Ganze eine neue Wendung ein, auch wenn er manchmal zu eingebildet und Autumn zu zickig ist. Ihre Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar, aber beide haben ihre Ecken und Kanten, was mir gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr eingängig und unterhaltsam und die Beschreibungen sind so gewählt, dass man sich ein gutes Bild von allem machen kann. Der Plot wird hauptsächlich aus Autumns Ich-Perspektive geschildert, aber auch die Ich-Perspektive von Fallon findet seinen Platz in dem Buch.

Das Ende fand ich sehr gelungen und lässt mich nun sehnsüchtig auf den dritten Band warten, der leider noch nicht erschienen ist.

„Dark Heroine- Autumn Rose“ ist eine gelungene Fortsetzung rund um die Sage Autumn. Ich liebe den Weltenentwurf und die Ideen der Autorin und bin schon jetzt gespannt auf den nächsten Band. Fans des ersten Bandes sollten sich diese Fortsetzung auf keinen Fall entgehen lassen.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 2. von 3 Bänden.
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[Kinderbuch-Rezension] „Teddy Tilly“ von Jessica Walton

Teddy Thomas ist unglücklich. Eigentlich möchte er kein Teddybär mehr sein, aber er traut sich nicht mit seinem Freund Finn darüber zu reden. Dieser bemerkt aber, dass Thomas unglücklich ist. Schließlich verrät Thomas ihm was los ist. Er wäre lieber Teddy Tilly und somit eine Teddybärin.

 

 

Dieses Kinderbuch konnte schon in der Vorschau meine Neugierde wecken, da es sich mit dem heiklen Thema der Transgender befasst. Teddy Thomas ist anders und möchte deshalb Tilly sein und ich finde es toll, wenn Kinder an solche Themen herangeführt werden. Für Kinder ist es nicht einfach so etwas zu verstehen und da schafft das Kinderbuch eine wunderbare Grundlage. Und da Kinder Anderssein viel leichter akzeptieren können als Erwachsene, sollte man ruhig früh mit solchen Büchern anfangen.

Allerdings finde ich, dass es zu wenig Text beinhaltet. Meiner Meinung nach hätte das Thema gerne mehr ausgeschmückt werden dürfen, weil die Seiten trotz der Illustrationen sehr leer wirken. Auch finde ich, dass durch die Kürze viel verloren geht und man noch mehr daraus hätte machen können. Von der Länge der Texte könnte ich es mir eher für 2-jährige Kinder vorstellen, nur das diese den Inhalt wohl eher noch nicht verstehen und richtig nachvollziehen können. Für 4-jährige oder ältere Kinder kann man meiner Meinung schon mehr Text erwarten. Vom Thema her wurde hier definitiv die richtige Altersgruppe gewählt.

Dennoch finde ich das Thema und auch die liebevoll illustrierten Seiten wundervoll. Es behandelt nicht nur das Thema der Transgender, sondern auch Themen wie Akzeptanz, Freundschaft und Vertrauen, was Kinder unbedingt vermittelt bekommen sollten. So schafft es das Buch ohne den erhobenen Zeigefinger die Kinder für ein in unserer Gesellschaft doch schwieriges Thema zu sensibilisieren, so dass ich es auf jeden Fall empfehlen kann.

Auch wenn die Texte sehr kurz sind und das Thema meiner Meinung nach noch etwas mehr hätte ausgeschmückt werden können, finde ich dieses Kinderbuch sehr schön. Es befasst sich mit einem schwierigen Thema und gerade deswegen werde ich es meinem Sohn vorlesen, sobald er in dem Alter ist den Inhalt zu verstehen.

 
 

[Rezension] „Wenn du vergisst“ von Heidrun Wagner

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Zoe hat komplett ihr Gedächtnis
verloren. Sie weiß weder wie sie an den Fluss gekommen ist, noch
woher sie ihre Kopfverletzung hat. Als Elias sie findet bringt er sie
ins Krankenhaus. Dort hofft sie etwas über sich zu erfahren, denn
sie weiß nicht einmal mehr wie sie heißt oder wer ihre Familie
ist…

Als ich zum ersten Mal von dem Buch
gehört hatte, wurde ich direkt neugierig. Die Idee Illustrationen
mit einem Buch zu kombinieren finde ich extrem spannend und
unterhaltsam. Allerdings muss ich sagen, dass es mir bei manchen
Seiten zu viel wurde, weil ich den Text dort nur schwer lesen konnte.
Bis auf diese wenigen Seiten fand ich die Illustrationen aber genial
und sehr passend. Sie sind als Bleistiftzeichnung angelegt und machen
den ganzen Plot noch intensiver.
Denn wenn ich das Buch mit einem Wort
beschreiben müsste, würde ich es als intensiv bezeichnen. Es
beginnt nachdem Zoe aufwacht und nichts mehr weiß. Elias findet sie
und ab da versucht sie herauszufinden, wer sie eigentlich ist.
Unbewusst fängt sie an zu zeichnen und verarbeitet somit alles und
ihr Unterbewusstsein bringt durch die Zeichnungen nach und nach so
einiges zu Tage.
Dadurch, dass alles aus Zoes
Ich-Perspektive geschildert wird ist das Buch sehr emotional und
stellt Zoes Amnesie eindrucksvoll da. Allerdings finde ich Zoes
Verhaltensweisen und auch die Verhaltensweisen vom Pfleger Niklas
unrealistisch. Leider kann ich hier nicht genau verraten, was ich so
unrealistisch finde, denn dann würde ich zu viel verraten.
Allerdings kann ich sagen, dass Niklas unprofessionell handelt, viel
zu viel Zeit mit Zoe verbringt, obwohl der Krankenhausalltag so etwas
eigentlich nicht zu lässt. Außerdem glaube ich nicht, dass Zoe so
behandelt werden würde, wie sie es hier wird.
Und auch die leichte
Dreiecksgeschichte, die durch Niklas und Elias vorprogrammiert ist,
ist einfach nichts für mich. Ich mag so etwas einfach nicht und so
ist das für mich immer ein Kritikpunkt. Außerdem wurde ich aus
keiner der Figuren so richtig schlau, auch wenn mir Zoe an sich
sympathisch war.
Der Schreibstil ist sehr direkt, mit
teils sehr kurzen Sätzen und eindringlichen Worten und dabei leicht
und locker gehalten, so dass es zu Zoe und dem Plot passt. Er konnte
mich auf jeden Fall überzeugen.
Trotz meiner Kritik konnte das Buch
aber auf mich einen unglaublichen Sog ausüben, so dass ich es in eins
durchgelesen habe. Es ist fesselnd und faszinierend und das Ende ist
wirklich fies, da es mit einem Cliffhanger endet, der es in sich hat.

„Wenn du vergisst“ konnte mich zwar
nicht völlig überzeugen, aber dennoch bin ich gespannt auf die
Fortsetzung. Manches fand ich nicht realistisch, aber dennoch
entwickelte das Buch einen unglaublichen Sog auf mich.
  • Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Und hier über die Illustratorin : Klick 
  • Den Blog der Autorin findet ihr hier: Klick

[Rezension] „Evolution- Die Stadt der Überlebenden“ von Thomas Thiemeyer

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http://www.arena-verlag.de/artikel/herz-scherben-978-3-401-60005-5

Lucie und Jem sind zusammen mit ihrer Austauschgruppe auf dem Weg in die USA. Doch unterwegs gibt es Turbulenzen und schließlich muss das Flugzeug im Denver Airport notlanden. Doch der Flughafen sieht gar nicht aus wie ein Flughafen. Alles ist verlassen und voller Pflanzen. Es scheint, dass dort schon lange keine Menschenseele mehr war. Und auch die Tiere verhalten sich merkwürdig. Auf der Suche nach Antworten müssen Lucie und Jem so einige Gefahren überstehen…

Bücher von Thomas Thiemeyer lese ich mittlerweile ohne den Klappentext zu kennen, weil ich seine bisherigen Bücher liebe und seine Bücher sowieso lesen würde. In diesem Fall war ich mehr als froh, dass ich den Klappentext nicht vorher gelesen habe, sondern erst kurz vor meiner Rezension. Ich finde, dass der Klappentext viel zu viel vom Inhalt verrät. Denn ich fand gerade die Unwissenheit der Protagonisten und ihre Suche nach den Antworten spannend. Im Klappentext werden die Antworten aber schon verraten, was so einiges an Spannung nehmen dürfte.

Dabei beginnt das Buch direkt voller Spannung mit einem bedrohlichen Prolog, der daraufhin weißt, dass Jem irgendwann von Wölfen angegriffen wird. Anschließend setzt der Plot eine Woche zuvor an und berichtet, wie Lucie und Jem ins Flugzeug steigen und schließlich in Denver notlanden. Sobald sie gelandet sind, wird klar, dass etwas nicht stimmt.
Was mich etwas gewundert hat, war wie gelassen die Figuren des Buches mit der ganzen Situation umgehen, aber dennoch fand ich das Buch durchweg gelungen. 

Der ganze Weltenentwurf ist erschreckend realistisch, aber überzeugend ausgearbeitet. Thomas Thiemeyer hat hier Science-Fiction Elemente mit einem Art Abenteuerroman kombiniert, was wunderbar passt. Es gibt Roboter und Hologramme, solarbetriebene Autos und noch viel mehr und alles scheint schon veraltet zu sein. Viele Fragen werden im Laufe des Buches geklärt, manches bleibt noch unbeantwortet, aber da es sich hierbei um einen Trilogieauftakt handelt, fand ich das nicht weiter schlimm.
Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass die Proatgonisten beobachtet werden, was zusätzlich für Spannung und Nervenkitzel sorgt. Es herrscht die ganze Zeit eine leicht bedrohliche Atmosphäre vor, die mich völlig in ihren Bann ziehen konnte.

Der Plot wird hauptsächlich aus Lucies und Jems Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, es gibt aber auch hin und wieder Perspektivwechsel, die das Ganze wunderbar ergänzen. Besonders eine Perspektive konnte mich fesseln und die Neugierde schüren, weil man zuerst nicht weiß welche Perspektive das ist, sie aber bedrohlich klingt.

Der Schreibstil ist gewohnt erstklassig und leicht und locker zu lesen. Thomas Thiemeyer schafft es alles bildlich darzustellen, so dass ich völlig in dieser fremden Welt versinken konnte. Dabei zeigt er eine Ideenvielfalt, die sich gewaschen hat und erzeugt eine ganze besondere Atmosphäre.

Auch die Figuren des Buches konnten mich gleich in ihren Bann ziehen, da sie alle so viel mehr verbergen und erst nach und nach ihr volles Potenzial entfalten. Besonders über Jem und Lucie erfährt man so einiges und beide mochte ich sehr.

Das Ende bietet so einiges an Potenzial für den Folgeband auf den ich mich schon jetzt sehr freue.

Dieser Auftakt konnte mich völlig überzeugen. Thomas Thiemeyer hat hier eine grandiose Welt erschaffen, die bedrohlich, aber erschreckend realistisch ist. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und kann dieses Buch komplett empfehlen.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den Auftakt einer Trilogie.
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[Rezension] „Selection- Die Krone“ von Kiera Cass

 

Nachdem Eadlyns Mutter einen Herzinfarkt hatte, geht es ihr gesundheitlich noch sehr schlecht. Da der König lieber an der Seite seiner Frau bleiben möchte, übernimmt Eadlyn die Regentschaft zeitweise und muss sich vor ihren Beratern und dem Volk behaupten. Und als wäre das noch nicht schwer genug, muss sie sich immer noch für einen Bewerber des Castings entscheiden, obwohl sie sich eigentlich nie verlieben wollte…


Die „Selection“- Reihe war für mich schon immer eine tolle Gelegenheit zum Abschalten, da sie seichte und oberflächige Unterhaltung bietet, aber so voller Emotionen ist, dass ich auch nach einem anstrengenden Tag völlig darin versinken kann ohne viel nachzudenken. Zwischendurch brauche ich auch mal solche Bücher und da ist die Reihe perfekt und auch wenn mir der vierte Band nicht ganz so gut gefallen hat, war ich nach dem dramatischen Ende gespannt auf die Fortsetzung.

Diese beginnt direkt nach den Geschehnissen des Vorbandes und so war ich direkt wieder mitten drin. Allerdings fand ich es irritierend, dass Eadlyn auf einmal so ganz anders ist. Sie war mir zuvor mit ihrer arroganten und verwöhnten Art zwar total unsympathisch, aber hier hat sie sich auf einmal um hundertachtzig Grad gedreht, ohne das diese Entwicklung nachvollziehbar ist. Auf einmal ist sie sympathisch, tut alles für ihr Volk, ist liebenswürdig und zu keiner Zeit mehr die verwöhnte und arrogante Prinzessin. Ich gebe zu, dass ich ihre arrogante Art nicht vermisse, aber irgendwie kam diese Entwicklung für mich zu plötzlich.
Und auch die Bewerber des Castings konnten mich nicht überzeugen. Sie blieben so blass und im Hintergrund, da das Casting hier sowieso ziemlich in den Hintergrund rückt. Außerdem waren sie auf einmal alle zu perfekt und wollten immer nur Eadlyn unterstützen und hatten für alles Verständnis. Sie verhielten sich teilweise so anders als zuvor.

Wie schon erwähnt rückt das Casting hier in den Hintergrund. Im Vordergrund steht die Politik und wie Eadlyn versucht alles richtig zu machen. An sich finde ich das nicht schlecht und diesen Aspekt des Buches fand ich dennoch interessant, aber dadurch fehlten mir die Emotionen. Ich habe gar nicht bemerkt, wie Eadlyn sich angeblich verliebt hat und schon war sie es und das auch noch in jemanden den ich nicht erwartet hätte. Auch, dass ihre Eltern die Zustimmung geben, hat mich überrascht. Hier hätte ich mir mehr Gefühl, mehr Details und vielleicht dadurch auch mehr Seiten gewünscht. Von der „Selection“- Reihe bin ich so viele Gefühle gewohnt, die mir hier teilweise einfach gefehlt haben.

Dennoch fand ich das Buch nicht völlig schlecht, denn der Schreibstil ist gewohnt klasse. Er ist leicht und locker zu lesen und schafft es trotz allem eine packende Atmosphäre zu schaffen. Eadlyns Sorge um ihre Mutter und das sie es nicht schafft ihrer Aufgabe gerecht zu werden, werden eindrucksvoll übermittelt, auch wenn mir wie schon erwähnt sonst die Emotionen fehlten. Alles wird aus Eadlyns Ich-Perspektive geschildert, was einfach passt und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin.

Das Ende konnte mich trotz Eadlyns überraschender Wahl zufriedenstellen und obwohl ich das Buch insgesamt als schwaches Ende einer tollen Reihe empfinde, bin ich froh es gelesen zu haben.


„Selection- Die Krone“ war leider kein würdiges Finale einer tollen Reihe und so kann ich nur ganz knappe drei Sterne vergeben. Eadlyns Veränderung kommt mir zu plötzlich und in Sachen Casting kamen bei mir kaum Gefühle an. Dennoch bin ich froh es gelesen zu haben und freue mich auf weitere Werke der Autorin.