[Rezension] „H.O.M.E.- Das Erwachen“ von Eva Siegmund

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Bisher lief in dem Leben der siebzehnjährigen Zoë alles nach Plan. Sie besuchte die H.O.M.E.-Akademie, hatte die Liebe ihres Lebens gefunden und sollte eine wichtige Mission leiten. Dafür wurde sie ausgebildet. Doch dann wacht sie in dem Berliner Charité auf. Angeblich lag sie zwölf Jahre im Koma. In Berlin herrscht Wasserknappheit, nichts ist so wie Zoë gedacht hat, aber es passt auch nichts zusammen. Zusammen mit Kip begibt sie sich auf die Suche nach Antworten, denn einfach so kann Zoë ihr neues Leben nicht akzeptieren.

Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, war mir klar, dass ich es lesen muss. Der Klappentext klang einfach unglaublich spannend und geheimnisvoll und die Bücher der Autorin mag ich in der Regel sehr. „H.O.M.E.- Das Erwachen“ spielt in der nahen Zukunft. Nachdem Zoë aus dem Koma erwacht, spielt der Plot in Berlin, es herrscht Wasserknappheit, auf der ganzen Welt gibt es kaum bis gar kein Wasser mehr. Die Menschen kämpfen ums Überleben. Das Thema der Wasserknappheit liest man in letzter Zeit häufiger in Dystopien, weil es einfach so verdammt realistisch ist. Auch hier hat Eva Siegmund ein erschreckendes, aber authentisches Zukunftsszenario erschaffen.

Doch bevor Zoë aus dem Koma erwacht, erlebt man ihr Leben an der H.O.M.E.- Akademie. Dort muss sie hart trainieren und diszipliniert sein. Sie hat einen harten Tagesplan und den muss sie einhalten. Sie lebt ein Leben in Gehorsam, muss viel trainieren und viel lernen. Doch sie liebt ihr Leben und ich finde die Darstellung der Akademie sehr faszinierend. Zudem ist sie glücklich mit Jonah zusammen, ihrem Leutnant und Freund, den sie eines Tages heiraten soll. Sie hat Freunde und ist anerkannt. Ihr Leben nach dem Aufwachen steht dann im krassen Gegensatz dazu. Zoë erinnert sich nicht an ihre Familie, außer etwas an ihren Bruder. Sie erlebt eine ganz neue Welt und hat Probleme sich darin zurechtzufinden. Zudem wird sie sehr schnell angegriffen, was für eine gewisse Action sorgt.

So hat der Plot einiges zu bieten. Er ist geheimnisvoll, teils actionreich, dann wieder ruhiger. Ich fand die Mischung sehr gelungen. Allerdings hadere ich noch etwas mit der Liebesgeschichte. Zoë begibt sich zusammen mit Kip auf die Suche nach Antworten und entwickelt nach und nach Gefühle für ihn. Da sie eigentlich Jonah liebt, bin ich kein Fan von der Entwicklung, denn Dreiecksgeschichten sind nicht so mein Fall und ich fürchte, dass das in dem nächsten Band noch mehr Thema sein dürfte. Dabei fand ich es toll, wie Kip und Zoë sich näher gekommen sind und sich gegenseitig helfen.

Zoë ist eine Protagonistin, die auf den ersten Blick nach dem Aufwachen verloren wirkt, doch sie ist stark und tough und gibt nicht auf. Allerdings hatte ich zu Beginn leichte Probleme mit ihr warm zu werden. Sie war in Berlin so anders als in der Akademie, was zwar nachvollziehbar war, aber mir den Zugang erschwerte, aber zum Glück habe ich dann doch irgendwann Zugang zu ihr gefunden und ab da mochte ich sie sehr. Ganz besonders toll fand ich Kip. Zoës Bruder Tom bringt Zoë zu ihm und er war mir auf den ersten Blick sympathisch. Er ist ein facettenreicher Protagonist, der einiges zu bieten hat. Er hat interessante Tattoos, die eine faszinierende Bedeutung haben.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt großartig zu lesen. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen und alles ist leicht und locker zu lesen und voller Emotionen. Der Plot wird aus Zoës Ich-Perspektive geschildert, was mir ebenfalls gut gefiel.

Ich konnte mir schon sehr früh denken, was hinter allem steckt, aber dennoch konnte mich der Weg zu der Auflösung sehr gut unterhalten. Die Autorin hat hier eine erschreckend realistische Dystopie geschrieben, weil die Wasserknappheit sehr atmosphärisch und detailliert beschrieben wurde. Doch dieses Buch beinhaltet noch so viel mehr und ist voller toller Ideen. Große Geheimnisse, spannende Wendungen und ein Ende, das es in sich hat, denn das Buch endet mit einem ziemlichen Cliffhanger, sorgen für unterhaltsame Lesestunden. Ich kann den zweiten Band gar nicht erwarten.

Von mir bekommt dieser Dilogie-Auftakt sehr, sehr gute vier Sterne, für fünf hat es nicht ganz gereicht. Die Autorin hat ein erschreckendes Zukunftsszenario erschaffen und die Ideen hinter allem sind grandios. Für mich gehört dieses Buch zu den besten Dystopien, die ich bisher gelesen habe und so bin ich mehr als gespannt auf den zweiten Band.

 

7 Replies to “[Rezension] „H.O.M.E.- Das Erwachen“ von Eva Siegmund”

  1. Hallöchen Mandy <3,

    was das Buch angeht, sind wir uns absolut einig. Die Story ist genial, spannend und actionreich, was die Seiten nur so fliegen lässt :) Was Zoë betrifft, ging es mir am Anfang genauso wie dir, aber als sie mit Tom und Kip unterwegs ist, wurde es zum Glück besser. Wobei ich die Liebes-/Dreiecksgeschichte auch nicht gebraucht hätte. Ich freue mich ebenfalls sehr auf den zweiten Teil und kann es kaum erwarten, dieses zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    1. Huhu Uwe,
      deine Rezi muss ich mir auch noch unbedingt anschauen. Schön, dass wir uns hier so einig sind. Zum Glück müssen wir nicht soooo mega lange auf die Fortsetzung warten. :)
      Liebe Grüße
      Mandy

  2. Huhu liebe Mandy,

    eine sehr schöne Rezension von dir, die sehr neugierig macht. Mir selber erging es ganz genauso wie dir. Die sich anbahnende Dreiecksgeschichte muss für mich auch nicht zwingend sein, aber vielleicht findet Eva hier eine gute Lösung, mit der alle einverstanden sind. Die Themen fand ich auch sehr gut gewählt und mir ist gerade das Thema Wasserknappheit auch schon öfters untergekommen, aber wie du schon sagst: es ist ein Thema was hoch aktuell ist und uns alle betrifft.

    Gerade das Ende krempelt die Geschichte meiner Meinung nach komplett um und ich denke wir können hier sehr gespannt sein, was es mit der „Mission“ auf sich hat.

    Liebe Grüße,
    Cata

    1. Huhu Cata,
      vielen Dank. Ich frage mich ja immer, wieso es diese Dreiecksgeschichten noch gibt, weil sie doch oft zu stören scheinen. Ich bin da ja nicht die einzige mit der Meinung. Verkaufen sich nur Bücher damit? Aber schön, dass es dir auch gefallen hat und das Ende finde ich einfach nur fies. Ich will doch wissen wie es weitergeht. :)
      Liebe Grüße
      Mandy

  3. Huhu liebste Mandy, <3

    schön, dass wir was "H.O.M.E." angeht, total einer Meinung sind. Ich mag Dreiecksgeschichten auch so gar nicht und hoffe sehr, dass uns Eva im zweiten Band damit weitestgehend verschont. Ich hätte es auch tatsächlich toller gefunden, wenn sich zwischen Kip und Zoë keine Liebesgefühle entwickelt hätten, sondern die beiden einfach "nur" eine innige Freundschaft geführt hätten bzw. führen würden. Die beiden verbindet so viel, sodass dies echt schön gewesen wäre. Auch wenn ich natürlich nachvollziehen kann, dass sich unter den Umstände Gefühle entwickelt haben. Und da es nun mal Jonah gibt mit dem Zoë eine Beziehung führt, hätte dies meiner Meinung nach ausgereicht. Wir müssen Eva auf der LBM unbedingt fragen, ob die Autoren quasi dazu "gezwungen" werden, in jedem Buch eine Liebesgeschichte einzubinden, das würde mich echt interessieren. Es ist eben einfach auch nicht realistisch, dass sich immer alle verlieben.

    Ansonsten finde ich die Mischung des Buches auch genial und die Problematik der Wasserknappheit sehr realistisch und besorgniserregend.

    Ich freue mich auch sehr auf Band 2 :)

    Fühle dich gedrückt,
    Ally <3

    1. Huhu liebe Ally,
      das finde ich auch total toll. <3
      Das mit den Dreiecksgeschichten ist wirklich immer echt nervig und ich stimme dir da zu und hoffe einfach, dass es im nächsten Band kein oder nur ein geringes Thema ist. Und ja, das müssen wir unbedingt machen, da bin ich auf die Antwort gespannt. :)
      FÜhl dich ebenfalls gedrückt
      Liebe Grüße
      Mandy

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