[Werbung] Filmrezension- „Mortal Engines- Krieg der Städte“

Dank des 60-Minuten-Krieges wurde die Welt fast zerstört und die überlebenden Menschen leben auf fahrenden Städten, die zur Gewinnung von Rohstoffen aufeinander Jagd machen. Doch das System scheint nicht länger zu funktionieren und als Hester Shaw nach London kommt und versucht den Leiter der Archäologengilde Thaddeus Valentine zu ermorden, verändert sich das Leben von Tom Natsworthy für immer.

Dank des Kinotrailers war mein Interesse an dem Film groß und nachdem er meine Neugierde wecken konnte, habe ich zuvor das Buch gelesen, das mir insgesamt sehr gefiel. Die Idee der fahrenden Städte finde ich grandios und die Umsetzung im Film großartig. Die visuellen Effekte und das Worldbuilding waren für mich das beste an dem Kinofilm. Es gibt viele wechselnde Schauplätze, sodass man als Zuschauer einen sehr guten Überblick über die Welt des Films bekommt. Die Idee der Romanvorlage wurde meiner Meinung nach großartig umgesetzt.

Der Fokus des Films liegt definitiv auf der Action. Es beginnt mit einer spannenden Verfolgungsjagd und es folgt ein Kampf ums Überleben, die Suche nach Antworten und den Kampf gegen London. Dazu gibt es eine Rebellentruppe und noch vieles mehr.

Was mich etwas gestört hat war, dass es so viele Änderungen zum Buch gab. Damit hatte ich zwar gerechnet, aber dennoch fand ich es schade. Es fängt schon damit an, dass Hesters Narbe im Vergleich zum Buch harmlos ist und endet damit, dass ihre Herkunft geändert wurde. Die Figuren blieben zudem ziemlich blass und die aufkeimende Romantik zwischen Hester und Tom habe ich kaum gespürt. Wenn man den Film komplett unabhängig vom Buch betrachtet, ist er nicht schlecht, obwohl ich sagen muss, dass manche Dialoge überflüssig und langweilig waren und sich hier vieler, vieler Klischees bedient wird.

Dennoch fand ich die Schauspieler nicht schlecht. Die schauspielerische Leistung passt gut zum Plot des Films und ich habe ihnen gerne zugeschaut, denn sie konnten Emotionen sehr gut vermitteln. Hier hat mir besonders die Darstellung von Hesters Vergangenheit gefallen. Sowieso war sie die Figur auf die der größte Fokus gelegen hat, was mir gut gefiel, denn trotz ihrer zunächst kühlen und zurückhaltenden Art, ist sie eine spannende Figur, die Potenzial zu Großes hat.

Der Plot bietet nicht viele große Überraschungen und schnell wird klar, wohin der Film hinausläuft und das auch ganz ohne das man die Buchvorlage kennt. Dennoch ist es ein Film, den man sich gut anschauen kann, auch wenn er wohl nie zu meinen Lieblingsfilmen gehören wird.

Ich hatte mich sehr auf den Film gefreut. Wenn man ihn unabhängig vom Buch betrachtet ist er auch wirklich nicht schlecht. Besonders die visuellen Effekte und das Worldbuilding waren grandios. Das Hauptaugenmerk liegt hier wohl auf der Action, sodass die Figuren sehr blass bleiben, aber dennoch bin ich froh, dass ich den Film gesehen habe. Fans von Dystopien, sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren.


Vielen Dank an den Fischer Tor Verlag, der mir eine Freikarte für diesen Film zur Verfügung gestellt hat.


Hier findet ihr die Buchvorlage zu dem Film und die Fortsetzung. Es werden noch zwei weitere Bände erscheinen. Wenn ihr auf das Cover klickt, kommt ihr direkt zu der Verlagsseite des jeweiligen Buches.

Band 1
Band 2

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