[Rezension] „Die Vereinten“ von Caroline Brinkmann

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Rain ist nicht länger ein Ghost. Als Gesegnete führt sie nun ein ganz anderes Leben. Lark dagegen ist seit der Rebellion nicht mehr der Alte. Beide haben mit Verlusten zu kämpfen und auch wenn sie eigentlich einander nicht mehr trauen dürften, suchen sie doch die Nähe des anderen. Doch die Rebellion ist noch nicht vorbei, die Spines noch nicht besiegt und Rain und Lark kommen längst noch nicht zur Ruhe.

Da mir „Die Perfekten“ richtig gut gefallen hatte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung. Die Idee, dass Menschen in Gene eingeteilt werden, es zusätzlich die Gesegneten und die Ghosts gibt, konnte mich schon im Vorband überzeugen. Lark und Rain haben so einiges durchgemacht und die Rebellion überlebt. Doch hier gibt es neue Gefahren, neue Verbündete und neue Intrigen und Geheimnisse.

Zu Beginn des Buches hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte. Sie konnte mich nicht so recht fesseln und ich hatte das Gefühl, dass nicht viel passiert. Rains Leben als Gesegnete fand ich zuerst nervig. Lark hat dank seiner Verletzung seit der Rebellion auch kein spannendes Leben. Zudem entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung, wie ich es erwartet hätte. Das fand ich im Nachhinein sehr gelungen, aber ich musste mich zuerst einmal darauf einstellen.

Nach und nach wird die Geschichte dann spannender. Es taucht eine zusätzliche Partei auf, von der ich nicht mehr verraten werde, als das der Titel des Buches ganz bewusst gewählt wurde. Diese neue Partei fand ich unglaublich spannend und ich fand es toll mehr über sie zu erfahren. Zudem schafft es die Autorin mich immer wieder zu überraschen und auch auf der emotionalen Ebene konnte mich das Buch fesseln, sodass es mir trotz meiner Anfangsschwierigkeiten doch sehr gut gefallen hat.

Vor allem wusste ich nie, wem ich wirklich trauen kann. Die Autorin hat es geschafft, dass ich bei jedem Intrigen und Geheimnisse gewittert habe, aber dennoch war nichts vorhersehbar. Die Figuren gefielen mir erneut sehr gut, auch wenn Rose, die Schwester von Lark immer meine Lieblingsfigur bleiben wird. Aber auch Rain gefiel mir sehr. Man merkt richtig, wie sie ihre Mutter vermisst und dass sie sich in ihrem neuen Leben nicht wohl fühlt. Auch Lark konnte mich überzeugen, da er trotz seiner Verletzung alles für seine Schwester tun würde.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und untermalt die düstere Welt perfekt. Alles ist spannend geschrieben und auch sehr emotional. Der Plot wechselt hauptsächlich zwischen Rains und Larks personaler Erzählperspektive, es gibt aber auch hin und wieder andere Perspektiven die dargestellt werden, was ich passend fand.

Das Ende bietet einen interessanten Abschluss, bei dem einiges der Fantasie überlassen wird, aber es passt zu der Geschichte und gefiel mir sehr gut. Ich bin schon jetzt gespannt, was die Autorin als nächstes schreiben wird.

Dystopiefans sollten sich diese Dilogie nicht entgehen lassen und obwohl mich diese Fortsetzung zuerst nicht fesseln konnte, bin ich begeistert von den Ideen der Autorin und wie sich alles entwickelt. So konnte mich das Buch im Endeffekt doch noch richtig gut unterhalten und ich bin froh die Reihe gelesen zu haben.

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