[Rezension] „Die Gescannten“ von Robert M. Sonntag

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Der 15-jährige Jaro lebt im Jahre 2048. Die Menschen leben in einer hochdigitalisierten und vernetzten Welt. Nur Jaro kennt diese Welt nicht. Denn er ist beim Widerstand aufgewachsen, fernab von jeglicher Technologie. Doch dann bekommt er einen Auftrag und zusammen mit Nana soll er gegen den Konzern Ultranetz, der alles kontrolliert, vorgehen.

Als ich zum ersten Mal von „Die Gescannten“ gehört hatte, wurde ich neugierig, weil ich solche Bücher sehr gerne lese. Den Vorgänger „Die Scanner“ kenne ich nicht, aber mir wurde gesagt, dass man „Die Gescannten“ auch so ohne Probleme lesen kann und das kann ich nur bestätigen. Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Man begleitet Jaro und erfährt, wie der Widerstand lebt und was seine Mission ist. Er wird bei vielem im Dunkeln gelassen und erst nach und nach wird klar, was seine Aufgabe wirklich ist. Die Idee hinter allem und der hier dargestellten Welt, mochte ich sehr. 

Jaro trifft bei seinem Auftrag auf die gleichaltrige Nana, die ein ganz anderes Leben führt. Jaro kennt das Ultranetz und die Stadt bisher nur aus Erzählungen, er ist auf dem Land aufgewachsen und muss nun erst alles lernen. Nana dagegen genießt und liebt das Leben in der Stadt und steht auch hinter dem Ultranetz. Zusammen erfahren sie, was der Widerstand wirklich von ihnen möchte und sie erleben zusammen ein gefährliches Abenteuer. Ich mochte beide sehr gerne, auch wenn sie mir teils etwas zu blass dargestellt waren.

Das war sowieso ein bisschen mein Problem mit diesem Buch. Vieles wurde nur kurz angerissen, es fehlen oft Erklärungen und mir war das Buch einfach zu kurz. Vor allem zum Ende hin gab es eine Wendung, die ich so einfach nicht nachvollziehen konnte. Es ging mir zu schnell, alles wurde einfach so abgehandelt. Dabei finde ich die Buchlänge als Schullektüre und für Leser, die wenig lesen, durchaus perfekt, aber für mich war es einfach zu wenig.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und wenig anspruchsvoll. Die Beschreibungen der Technologie sind sehr gut verständlich und beim Lesen fliegen die Seiten nur so dahin. Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Jaro und Nana geschildert, wobei die von Jaro deutlich dominiert.

Der Plot ist insgesamt spannend und es kommt keine Langeweile auf, nur das Ende kam mir dann zu abrupt. Dennoch gefiel mir das Buch alles in allem, es hätte nur gerne mehr Seiten haben dürfen.

Ich mochte die Idee hinter dem Buch, aber insgesamt war es mir einfach zu kurz. Es fehlten mir Erklärungen und gerade am Ende ging es mir zu schnell. Vor allem fehlten mir Erklärungen zu einer Wendung am Ende, die ich so nicht nachvollziehen konnte. Dennoch kann ich mir das Buch gut als Schullektüre oder für junge Leser vorstellen, die insgesamt nur sehr wenig lesen.

2 Replies to “[Rezension] „Die Gescannten“ von Robert M. Sonntag”

  1. Hallo Mandy,

    was das Buch angeht sind wir ja einer Meinung. Für mich hätten es nochmal ca. 10-20 Seiten mehr sein können, um der Story ein wenig mehr Tiefe zu geben. Auch das Ende war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Trotzdem fand ich die Idee schon gut und auch der Einstieg weiß zu überzeugen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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