[Rezension] „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink

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Die Zwillinge Ayrin und Baren wissen nichts über ihre Herkunft und haben nur einander. Ein Teil der Sturmlande wird von einer Seuche heimgesucht, nur die Heimat der Zwillinge Halmat blieb bisher verschont. Dank einer Rune, die das kleine Dorf beschützt, geht es den Dorfbewohnern verhältnismäßig gut. Doch dann kommen Fremde in das Dorf und alles ändert sich. Schließlich gelangen Ayrin und Baren zu dem Runenmeister Maberic vom Hagedorn, denn in Ayrin scheinen besondere Kräfte zu schlummern. Dunkle Mächte bedrohen die Menschheit und die Zwillinge befinden sich mittendrin.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Runen konnten mich schon immer faszinieren. Allerdings muss ich sagen, dass der Klappentext ganz schön weit vorgreift und die falschen Erwartungen weckt. Denn zu Beginn des Buches wunderte ich mich, dass es so lange dauert bis das passiert, was im Klappentext steht. Zuerst dreht sich alles um die Zwillinge und ihr Leben, wie sie über die Runden kommen und welche Träume sie haben. Dann kommen die Fremden ins Dorf und alles ändert sich. Die Runen stehen viel später im Mittelpunkt als ich dank des Klappentextes gedacht hätte. Der Einstieg ins Buch fiel mir aber dennoch sehr leicht. Ich mochte die mittelalterliche Welt des Buches sehr.

Nur sind Ayrin und Baren arg naiv und es dauert bis sie sich entwickeln. Spannend fand ich das Geheimnis um deren Herkunft und was für Kräfte in Ayrin schlummern. Faszinierend fand ich Ragne von Bial, eine der Fremden. Sie verkörpert die Gegenseite als Antagonistin und verfügt über starke Magie. Sowieso mochte ich die Magie und wie alles mit den Runen verwoben ist sehr gerne. Meister Maberic dagegen konnte bei mir nicht punkten. So machten es mir die Figuren des Buches nicht ganz leicht sie zu mögen.

Der Plot ist zuerst sehr ruhig und es dauert bis sich Spannung aufbaut. Über allem liegt eine bedrohliche Atmosphäre und erst nach und nach wird klar, welche Bedrohung auf die Zwillinge und die Welt zukommt. Im Laufe des Buches konnte mich die Geschichte dann immer mehr in seinen Bann ziehen, es gab überraschende Wendungen und grausame Geschehnisse.

Der Schreibstil gefiel mir sehr. Der Autor schreibt wortgewandt und sehr atmosphärisch. Zudem passen die Dialoge und wie er die Dinge beschreibt zu der mittelalterlichen Welt des Buches. Der Plot wird aus zwei Perspektiven geschildert, einmal der von Ayrin und dann der von Ragne, was ich sehr gelungen fand.

Das Finale fand ich spannend, jedoch bleiben noch so einige Fragen offen, was ich etwas schade finde. So war das Ende für mich nicht ganz rund und ich würde mir eine Fortsetzung wünschen. Zwar gefiel mir nicht alles an dem Buch, aber dennoch habe ich es gerne gelesen.

Dieses Buch hat es mir nicht ganz leicht gemacht. Einerseits fand ich es gut, andererseits weckte der Klappentext etwas falsche Erwartungen bei mir und die Protagonisten machten es mir nicht leicht. Ich mag die Magie des Buches, die mittelalterliche Welt, den Schreibstil und die Wendungen. Das Ende war mir dann wiederum zu offen, sodass ich mich hier für sehr knappe vier Sterne entschieden habe und auf eine Fortsetzung hoffe.

2 Replies to “[Rezension] „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink”

  1. Hi Mandy,

    auf dieses Buch mit seiner Magie und den Runen freue ich mich schon sehr und werde es auf jeden Fall im April lesen. Mal sehen, ob deine Kritikpunkte auch meine sein werden (denn ich befürchte es) und das würde mir glaube ich dann die Lesefreude nehmen.

    Nichtsdestrotrotz gehe ich unvoreingenommen (wie eigentlich immer) an das Buch heran und vielleicht können wir uns danach darüber unterhalten.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    1. Hi Uwe,
      dann wünsche ich dir ganz viel Spaß damit und bin gespannt auf deine Meinung. :) Und ich finde es auch wichtig sich immer eine eigene Meinung zu bilden und unvoreingenommen daran zu gehen.
      Liebe Grüße
      Mandy

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