[Hörbuch-Rezension] „Vanitas- Schwarz wie Erde“ von Ursula Poznanski

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Carolin arbeitet als Blumenhändlerin, doch das war nicht immer so. Verfolgt von ihrer Vergangenheit versteckt sie sich in dieser Rolle, immer auf der Hut vor dem organisierten Verbrechen, mit welchem sie in ihrem vorigen Leben als Polizeispitzel zu tun hatte. Über Blumensträuße erhält sie verschlüsselte Botschaften von der Polizei und einen neuen Auftrag, der ihre Tarnung gefährden und somit ihr Leben aufs Spiel setzen könnte. 

Die Geschichte beginnt mit Carolins Arbeit als Blumenhändlerin und somit nach ihrer Geschichte als Polizeispitzel, von der wir auch nur bruchstückhaft erfahren. Die ganze Geschichte entwickelt sich dann zu einem mäßig spannendem Thriller, der durchzogen ist mit Carolins Angstzuständen. Das macht sie zwar als Charakter interessanter, stört allerdings im Laufe der Geschichte sehr und eine wirkliche Entwicklung des Charakters fehlt auch. Einen dicken Minuspunkt bekommt das Ende von mir. Ein Ende, wo ich mich einfach fragen musste, ob es das nun gewesen sei. Bis dahin empfand ich die Geschichte als ok. Nicht besonders spannend aber eben ok. 

Ein großes Thema im Buch ist die Kommunikation über Blumen. Carolin versucht in ständiger Verbindung zu ihrem Kontakt bei der Polizei zu bleiben und bedient sich dabei nicht nur den üblichen Mitteln via Mail und Handys sondern auch über verschickte Blumensträuße und der „Sprache der Blumen“. Leider wird das Thema eher am Rande angesprochen und wirkt daher etwas deplatziert. Man hätte das Thema der Blumensprache entweder sehr viel mehr mit einbauen oder ganz weglassen können. Nachdem ich nun schon ein paar Hörbücher aus Ursula Poznanskis Feder gehört habe, hat mich das umso mehr gewundert. Es gab ja – zumindest bei denen, die ich gehört habe – immer ein Thema, welches im Laufe der Story näher beleuchtet wurde. Geocaching, Drohnen, Nano-Bots und künstliche Intelligenz… die Themen hatten aber immer mehr mit der Handlung zu tun und wirkten nicht so deplatziert. 

Sprecherinnen sind ja so an sich meist nicht so mein Fall. Meine Favoriten sind durchweg männlich, allerdings wäre das bei einer Protagonistin die in der Ich-Form erzählt schon etwas seltsam gewesen. Luise Helm passt aber super in die Rolle. Man kann ihr gut zu hören und sie bringt die verschiedenen Personen gut erkennbar rüber.

Das Hörbuch gibt es leider als CD-Fassung auf 6 CDs verteilt. MP3-CDs sind mir da an sich ja lieber, da sie weniger CD-Wechsel erfordern. Die Tracks auf den CDs sind aber nicht zu lang und nicht zu kurz. Muss man also seine Stelle suchen, muss man sich nicht unter Umständen erst minutenlang durch den zuletzt gehörten Track hören um an die richtige Stelle zu kommen. 

Vanitas ist als Auftakt zur Reihe eher ein schwacher Start (besonders das Ende), bietet aber genug Ansatzpunkte um noch eine gute Reihe zu werden. Wirklich empfehlen kann ich Vanitas noch nicht – nicht ohne die Nachfolger zu kennen und diesen Teil wirklich nur als Auftakt zu sehen. Ich kann mich so zu 3 1/2 von 5 Punkten durchringen. Leider das bislang schwächste Werk der Autorin, welches ich gehört habe. 

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