[Rezension] „Die dunklen Lande“ von Markus Heitz

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Droemer Knaur Verlag.

Aenlin Kane lebt zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges. Im Jahre 1629 versucht sie in Hamburg das Erbe ihres Vaters Solomon Kane anzutreten. Gemeinsam mit Tahmina, einer persischen Mystikerin und ihrer Freundin, begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und ahnt nicht, dass sie sich schon längt im Visier von gefährlichen Menschen und bösen Mächten befindet.

Nachdem mir die „Doors“-Bücher des Autors nicht so zugesagt hatten, war ich gespannt darauf, ob mich sein neues Buch überzeugen kann. Zum Glück hat er bei mir hier wieder einen Nerv getroffen und ich bin begeistert. Die deutsche Geschichte hat mich schon immer fasziniert und die Zeit des Dreißigjähriges bietet so viel Potenzial, das hier meiner Meinung nach auf jedenfall genutzt wurde. Markus Heitz kombiniert echte geschichtliche Ereignisse mit Fantasy und dieser Mix ist völlig nach meinem Geschmack.

Als Leser begleitet man verschiedene Figuren, sodass man sich zu Beginn etwas konzentrieren muss um am Ball zu bleiben und den Überblick nicht zu verlieren. Dabei liegt der Fokus der Geschichte auf Aenlin. Sie steht stets im Mittelpunkt und alles scheint irgendwie mit ihr zu tun zu haben. Dabei war sie mir stets sympathisch, weil sie für eine Frau dieser Epoche sehr ungewöhnlich ist und weiß, wie sie kämpfen muss. Aber auch Tahmina konnte mich faszinieren, weil sie über spannende Fähigkeiten verfügt und Aenlin unterstützt, wo sie nur kann. Besonders faszinierend fand ich aber Nicolas, der die Truppe anführt, mit der sich Aenlin zusammenschließen muss um einen Auftrag zu erfüllen und an ihr Erbe zu kommen.

Die Figuren müssen ein Abenteuer nach dem anderen bestehen, neben tatsächlichen Problemen der Zeit wie angebliche Hexerei, Religion, Krankheiten und Tod, müssen sich die Figuren mit Kannibalen, dunken Mächten, Flussnixen, Riesen, Werbiestern, Dämonen und noch vielem mehr herumschlagen. Das macht dieses Buch unglaublich vielfältig und spannend. Als Leser weiß man nie, was als nächstes kommen wird und gerade das konnte mich an dem Buch fesseln. Das Buch ist voller Magie, düster und voller Gefahren. Es wird zu keiner Zeit langweilig und ich fand es wirklich sehr spannend. Der Einfallsreichtum des Autors kennt hier keine Grenzen.

Der Schreibstil und die Dialoge passen insgesamt zu der Zeit in der das Buch spielt, auch wenn mir manches zu mordern vorkam, aber vielleicht vertue ich mich da auch. Auf jeden Fall empfand ich den Schreibstil als fesselnd und konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen. Der Schrecken des Krieges und der Zeit des Buches wurden eindrucksvoll geschildert.

Das Ende schließt alles sehr gut ab, lässt aber auch vieles offen, sodass eine Fortsetzung auf jeden Fall denkbar wäre.

„Die dunklen Lande“ war so richtig nach meinem Geschmack. Hier werden historische Ereignisse mit Fantasyelementen kombiniert. Ich mochte den Einfallsreichtum des Autors sehr. Das Buch war unglaublich spannend und vielfätig und ich kann es jedem Fan von Dark Fantasy empfehlen. Das Buch macht seinem Genre alle Ehre. Nicht umsonst habe ich es innerhalb einer Nachtwache durchgelesen.

2 Replies to “[Rezension] „Die dunklen Lande“ von Markus Heitz”

  1. Hallo Mandy,

    ich mag die Ideen und den Schreibstil von Markus Heitz ebenfalls sehr und seit ich seines Buch entdeckt habe, schleiche ich um dieses herum.

    Neben deiner neugierig machenden Rezi, tat seine Lesung bei der Seraph-Preisverleihung sein übriges, weshalb es nun auf der WuLi gelandet ist ;)

    Liebe Grüße,
    Uwe

    1. Huhu Uwe,
      schön, dass es nun auf deiner Wunschliste ist. Ich fand es nach Doors, das mir nicht so gefiel, echt mal wieder richtig gut. Alleine die Idee war ja nach meinem Geschmack.
      Liebe Grüße
      Mandy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.