[Kinderbuch-Rezension] „Zwei kleine Wilde in der großen Stadt“ von Beate Dölling

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen bei der dtv Verlagsgesellschaft.

Das Futter im Wald wird immer knapper. Jeden Abend müssen die kleinen Wildschweine Charlie und Theo dieselben verschrumpelten Hagebutten und Tannenzapfen fressen. Deshalb macht sich Mama Wildschwein eines Nachts in die Stadt auf, um dort Futter zu holen. Als sie am nächsten Tag nicht wiederkommt, folgen Theo und Charlie ihr, um sie zu suchen. Die Stadt ist ganz anders als der Wald. Überall wimmelt es von Menschen und Autos. Zum Glück finden Charlie und Theo aber auch schnell Freunde, die ihnen beim Suchen nach ihrer Mutter helfen. Da sind zum Beispiel die Eichhörnchenkinder Kornelia und Knabbi oder die frechen U-Bahn-Mäuse oder der Straßenköter Kotti, der sich in der Stadt bestens auskennt…

Quelle: dtv Verlagsgesellschaft

Schon als ich dieses süße Kinderbuch zum ersten Mal gesehen hatte, war ich gespannt darauf. Mein Sohn ist zwar erst 4 1/2 Jahre alt und das Buch wird ab 5 Jahren empfohlen, aber dennoch war er begeistert und wollte immer weiterlesen. Dank der kurzen Kapitel, konnten wir immer Pausen machen, wenn ich gemerkt habe, dass seine Konzentration nachlies. Mit manchen Begriffen konnte er noch nicht so recht etwas anfangen, aber diese konnte ich ihm dann erklären und der Rest des Buches war sehr verständlich und leicht geschrieben, mit kurzen Sätzen und einer kindgerechten Sprache.

Es gibt immer wieder unterhaltsame Dialoge und dank der süßen Illustrationen konnte sich mein Sohn sehr gut auf das Buch konzentrieren und erzählte mir oft, was er auf den Bildern gesehen hat. Dabei fühlte er besonders mit den beiden Frischlingen Charlie und Theo, die ihre Mutter suchen, mit.

Man bekommt hier eine spannende Geschichte geboten. Denn die kleinen Wildschweine begeben sich in die große und gefährliche Stadt, finden neue Freunde und viel Hilfe. Hier werden ganz nebenbei die Themen Freundschaft und Zusammenhalt behandelt und zeitweise ist das Buch sehr humorvoll. Aber auch hochaktuelle Themen, wie dass den Tieren im Wald immer mehr das Futter ausgeht, finden einen Platz in diesem zauberhaften Kinderbuch. Ich fand es teils sogar noch für mich als Erwachsene lehrreich und muss sagen, dass es definitiv auch zum Nachdenken anregt.

Man begleitet die verschiedensten Tiere und erlebt die Stadt und die Menschen aus Sicht der Tiere, was ich durchweg faszinierend fand. Neben all den Abenteuern, werden auch die Emotionen der kleinen Wildschweine toll dargestellt. Wie schon erwähnt konnte mein Sohn richtig mit ihnen fühlen und wollte wissen, wann sie denn nun endlich ihre Mutter wiederfinden.

Wie für ein Kinderbuch typisch, gibt es hier ein Happy End und so kann ich das Buch als Vorlesebuch definitiv empfehlen. Wir haben es sehr gerne gelesen und auch jetzt greift mein Sohn immer wieder danach.

„Zwei kleine Wilde in der großen Stadt“ ist ein zauberhaftes Kinderbuch, mit tollen Illustrationen und einem ernsten Hintergrund, der zum Nachdenken anregt. Von uns gibt es eine klare Vorleseempfehlung.

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