[Rezension] „Eve of Man (I)- Die letzte Frau“ von Tom & Giovanna Fletcher

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen bei der dtv Verlagsgesellschaft.

Die Menschen hatten schon keine Hoffnung mehr. Seit 50 Jahren wurde kein einziges Mädchen geboren und die Menschheit schien auszusterben. Doch dann geschieht das scheinbar Unmögliche und Eve wird geboren, das erste Mädchen seit 50 Jahren. Endlich besteht Hoffnung für die Menschheit. So wächst Eve behütet auf, immer in dem Wissen, dass sie für den Fortbestand der Menschheit verantwortlich ist. Ihr Leben scheint perfekt, doch dann bekommt die perfekte Fassade Risse und Eve erkennt, dass sie ihr Leben lang getäuscht wurde. Nun muss sie sich entscheiden, zwischen der Liebe und der Rettung der Menschheit.

Auf dieses Buch hatte ich mich mehr als gefreut und als ich es vorablesen durfte, war meine Begeisterung groß. Die Grundidee, dass auf einmal keine Mädchen mehr geboren werden können, konnte mich faszinieren. Denn ohne Mädchen, kann es auch keine Menschen mehr geben. Die Wissenschaftler sind ratlos und machtlos. Nichts hilft und dabei versuchen sie alles. Als dann Eve geboren wird, glaubte schon keiner mehr daran. Die Welt hat gelitten und die Geburt von Eve schenkt den Menschen Hoffnung. Abgeschottet von den meisten anderen Menschen wird sie auf ihr Leben vorbereitet, immer in dem Wissen, dass sie einmal Mädchen zur Welt bringen muss.

Eve lebt in einer Kuppel und hat alles, was sie zum Leben braucht, sie ist sehr schlau und durchschaut manches, ist aber in vielen Punkten auch einfach nur naiv, unselbstständig und zu gutgläubig. Erst nach und nach wacht sie auf, wird eigenständig und hinterfragt wirklich alles. Sie wurde folgsam erzogen und erst durch die Begegnung mit Bram und das sie die ersten Fragmente der Wahrheit findet, ändert sich das. Danach wird Eve eine starke Protagonistin, die weiß was sie will, sich aber auch den Konsequenzen bewusst ist. Sie entwickelt sich einfach großartig und ich mochte sie sehr, da sie mitfühlend und einfach toll ist, aber auch Bram, der Eve viel besser kennt, als man zunächst denkt, gefiel mir als Protagonist sehr.

Der Plot an sich erinnert in vielen Aspekten an eine typische Dystopie, aber da habe ich auch nichts anderes erwartet. Es ist schon irgendwie typisch, dass eine naive Protagonistin oder ein Protagonist auf den ersten Blick ein gutes Leben hat, aber hinter der Fassade so viel schlechtes steckt. Natürlich gibt es auch Rebellen und eine verbotene Liebe. Und auch sonst habe ich hier vieles wiedererkannt und so war manches sehr vorhersehbar. Doch dennoch hat mich das Buch komplett in seinen Bann gezogen und war ein Highlight für mich.

Ich habe mit den Protagonisten gefühlt und war von dem Setting fasziniert. Eves und Brams Emotionen haben mich komplett mitgerissen und die Liebesgeschichte überzeugt. Zudem gab es trotz der Vorhersehbarkeit an manchen Stellen Wendungen mit denen ich so nicht gerechnet hätte und die für zusätzliche Spannung sorgten. Und obwohl es sich hierbei eher um eine ruhigere Dystopie handelt, konnte sie mich doch mehr als unterhalten, zumal ich es spannend fand die Intrigen und Geheimnisse, die sich hier verbergen, zu lüften. Ich muss zugeben, dass mich das  Buch oft sehr aufwühlen konnte und es mich zum Nachdenken angeregt hat, denn es gab auch einige schockierende Szenen, über die ich hier nicht mehr verraten möchte.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, atmosphärisch und so voller Emotionen, das ich gar nicht genug davon bekommen konnte. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Eve und Bram geschildert, was ich sowieso immer sehr mag.

Zwar hätte ich mir etwas mehr Antworten zu der Welt außerhalb der Kuppel gewünscht, aber ich denke, dass das in den Folgebänden noch kommen wird. Das Ende gefiel mir jedenfalls sehr und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.

Dieses Buch ist eher eine ruhigere Dystopie, die sich bekannnter Dystopieelemente bedient, aber dennoch war es für mich ein Highlight des Genres. Ich mochte die Idee dahinter und habe stets mit den Protagonisten gefühlt und gelitten. Es gab viele Geheimnisse und Intrigen zu lüften und Eve machte eine tolle Entwicklung durch. Deshalb freue ich mich sehr auf die Fortsetzung und kann das Buch mehr als empfehlen.

4 Replies to “[Rezension] „Eve of Man (I)- Die letzte Frau“ von Tom & Giovanna Fletcher”

  1. Hallo Mandy,

    ein weiteres Buch, welches bei mir in den Startlöchern steht. Das Setting und die Vorstellung, dass keine Frauen mehr geboren werden und somit die Menschheit vor der Ausrottung steht, finde ich interessant und ich hoffe, dass das Buch meine Erwartungen erfüllen kann.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    1. Huhu lieber Uwe,
      ich bin gespannt wie es dir gefallen wird und wünsche dir auf jeden Fall schon mal ganz viel Spaß damit. Ich bin ja so unglaublich gespannt auf Band 2. :)
      Liebe Grüße
      Mandy

  2. Hallo liebe Mandy,

    auch was dieses Buch angeht, sind wir sehr einer Meinung. Die Idee und das Setting hatten es mir auch sofort angetan. Und auch Eve und Bram mochte ich unglaublich gerne. Manches konnte man wirklich vorhersehen, aber ich wurde auch oft überrascht. Das Einzige das mich gestört hat war, das Bram ab einer gewissen Zeit alles zu leicht bekommen und erreicht hat. Das Ende macht so neugierig auf Band 2, auf den ich mich schon sehr freue!

    Drück dich,
    Ally

    1. Huhu liebe Ally,
      das mit Bram kann ich nachvollziehen, aber irgendwie hat mich das nicht wirklich gestört. Ich fand das Buch einfach so großartig. xD Auf Band 2 freue ich mich auch schon enorm.
      Liebe Grüße
      Mandy
      Drück dich zurück

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.